Erlebe eine kulinarische Reise nach Südindien im „Saravanaa Bhavan” in Frankfurt

Saravanaa Bhavan ist eine indische Restaurantkette mit Filialen auf der ganzen Welt – zum Glück auch mitten in Frankfurt. Betritt man das Restaurant, fällt auf, dass hier viele indische Familien einkehren. Anstelle von lautem Besteckklappern herrscht eine ruhige, beinah andächtige Atmosphäre. Viele Gäste essen traditionell mit der rechten Hand, genau wie es in Indien üblich ist. Das wirkt weder inszeniert noch touristisch, sondern einfach selbstverständlich und echt.

Restaurantprofil

🏷️ Name des Restaurants: Saravanaa Bhavan (siehe Speisekarte hier)
📍 Adresse:  Kaiserstraße 68, 60329 Frankfurt am Main
🍜 Küche: (Süd-)Indische Küche – Alles Vegetarisch: Currys, Reisgerichte, Dosa (indische Crêpes), Street Food, Uthappam, Kati Rolls, Wokgerichte uvm.
💰 Preis: ca. 15–25 € pro Person (inkl. Getränke & Trinkgeld)


Getränke: Mango-Lassi

Für uns gehört ein Mango Lassi zu einem guten indischen Essen einfach dazu.

Die Version bei Saravanaa ist nicht zu süß, angenehm cremig, frisch und schmeckt schön nach Mango.

Kalt, leicht säuerlich und samtig weich bereitet es den Gaumen perfekt auf die kräftigen Gewürze vor, die noch auf uns warten.


Nr. 6: Medhu Vada

Der Medhu Vada erinnert optisch ein wenig an einen herzhaften Donut. Er wird aus Linsenteig gemacht und goldbraun frittiert, sodass die Außenseite leicht knusprig wird. Beim Reinbeißen zerbricht die Kruste leicht, während das Innere weich, locker und erstaunlich leicht bleibt.

Dazu gibt es ein Kokos-Chutney: Es ist kühl, cremig und leicht scharf mit einer frischen, milden Kokosnote. Daneben gibt es eine warme Sambar, die deutlich würziger ist und durch Tamarinde eine leichte Säure erhält.

Am besten tunkt man den knusprigen Vada großzügig in beide Saucen. Genau dieses Zusammenspiel macht das Gericht so gut: warm und kalt, cremig und knusprig, mild und würzig zugleich.


Nr. 48: Ghee Roast Masala Dosa

Wer Dosas – eine dünne, südindische Art von Crêpes beziehungsweise Pfannkuchen aus fermentiertem Reis- und Linsenteig – liebt, kommt nicht um Saravanaa Bhavan herum.

Die Ghee Roast Masala Dosa wird als riesige, goldbraune Rolle serviert. Außen glänzt sie vor Ghee, also geklärter Butter. Sie bringt ein tiefes, leicht nussiges Röstaroma mit, das sofort süchtig macht.

Schon beim ersten Kontakt merkt man, wie extrem knusprig sie ist. Die dünne Hülle zerbricht fast wie Glas, bleibt dabei aber leicht und luftig.

Innen steckt eine warme Kartoffel-Kichererbsen-Füllung mit Koriander, grünen Bohnen und schwarzen Senfkörnern, die beim Kauen leicht aufplatzen und eine feine Schärfe freisetzen

Dazu werden ebenfalls Kokos-Chutney und Sambar serviert. Am besten schmeckt die Dosa, wenn man ein Stück abbricht, ins würzige Sambar tunkt und etwas von der weichen Kartoffelfüllung dazu nimmt. Die Kombination aus knuspriger Dosa und cremiger Füllung funktioniert einfach perfekt.


Nr. 64: Ghee Onion Rava Masala Dosa

Diese Dosa unterscheidet sich deutlich von der klassischen Variante. Sie wird aus Grieß statt aus Reis und Linsen zubereitet und ist dadurch besonders fein und filigran.

Vor allem der Rand ist beeindruckend: hauchdünn, goldbraun und extrem knusprig.

Innen steckt eine würzige Kartoffelfüllung mit Zwiebeln, grünen Bohnen, Linsen und Erdnüssen. Außerdem sorgen gerösteten Senfkörner für eine angenehme Schärfe und Tiefe.

Dazu gibt es Kokos-Chutney, frisches Koriander-Chutney und eine kräftigere rote Masala-Sauce. Jeder Bissen schmeckt anders: mal dominieren die Röstaromen, mal die Schärfe und mal der warme Kartoffelgeschmack.


Nr. 46: Milagaipodi Masala Dosa

Milagaipodi” ist eine südindische Gewürzmischung aus gerösteten Linsen, Sesam und getrockneten Chilis. Nicht ohne Grund wird sie manchmal auch „Schießpulver-Gewürz“ genannt.

Diese Dosa ist dünner und trockener als die anderen Varianten, wodurch die Gewürze noch intensiver wirken.

Die Füllung aus Kartoffeln, Zwiebeln, Chili und Koriander schmeckt deutlich kräftiger und röstiger. Insgesamt ist diese Dosa würziger und direkter als die anderen Versionen.

Die kühlenden Chutneys sind hier besonders wichtig, da sie die intensive Schärfe wunderbar ausgleichen.


Nr. 156: Saravanaa Special Meals

Die Saravanaa Special Meals sind im Grunde ein großes Tablett voller verschiedener indischer Aromen. Serviert werden zwei Pooris, das sind luftige, frittierte Brotfladen, die beim Ausbacken wie kleine Ballons aufgehen. Dazu gibt es Appalam, einen dünnen, knusprigen Gewürzcracker, sowie Reis, Sambar und Rasam, eine würzige Suppe mit pfeffriger Schärfe und leichter Säure. Drumherum stehen zahlreiche kleine Schälchen mit verschiedenen Currys und Beilagen.

Besonders gut sind die cremigen Gemüse-Currys: ein würziges Dal Makhani aus langsam gekochten Linsen und ein mildes Paneer-Curry, beide angenehm weich, reichhaltig und beruhigend.

Außerdem gibt es ein kräftig gewürztes Curry mit Zwiebeln und Blumenkohl sowie ein dunkelrotes Gericht mit rauchigen Röstaromen, dessen Namen wir nicht kennen. Abgerundet wird das Menü durch ein mildes Bohnen-Gemüsegericht. Dazu werden zwei Sorten Curd, indischer Naturjoghurt, serviert.

Die warmen Pooris eignen sich perfekt, um all die Currys aufzunehmen.

Man reißt ein Stück davon ab, nimmt etwas vom rauchigen, roten Curry dazu, kombiniert es mit Reis und Sambar und zieht alles zum Schluss noch kurz durch den kühlen Joghurt.

Genau dieses Zusammenspiel aus warm und kalt, cremig und knusprig, mild und würzig macht dieses Special Meal so besonders.


Nr. 157: North Indian Thali

Bei diesem Thali steht orangefarbener Reis, der mit Kurkuma und etwas Safran gewürzt ist, im Mittelpunkt. Dadurch erhält er eine warme, leicht erdige Würze. Dazwischen finden sich grüne Bohnen.

Die kleinen Schalen drumherum sind abwechslungsreich gefüllt: Es gibt einen frischen Salat aus Karotten, Gurken, Tomaten und Zwiebeln sowie ein Kartoffel-Blumenkohl-Curry, das angenehm würzig und leicht pfeffrig schmeckt.

Das orangefarbene Paneer in Tomatensauce ist weich, mild gewürzt und hat eine leichte, fruchtige Süße.

Das Dal, ein mildes Linsengericht, wirkt dagegen eher sanft und beruhigend mit feinen Noten von Kurkuma und Zwiebeln. Die Kichererbsen schmecken deutlich kräftiger und aromatischer.

Zwischendurch sorgt Raita, eine Joghurtbeilage mit Gemüse, immer wieder für Frische und gleicht die Gewürze angenehm aus.

Dazu gibt es zwei weiche Chapatis, indische Fladenbrote mit leicht elastischer Konsistenz – perfekt zum Dippen und Aufnehmen der Currys. Der dünne Gewürzcracker bringt zusätzlich etwas Crunch auf den Teller.

Außerdem wird eine kleine Portion Achaar serviert, ein intensiv gewürztes eingelegtes Gemüse mit salziger, säuerlicher Schärfe.

Zum Abschluss gibt es Gulab Jamun: kleine, weiche Teigbällchen in süßem Sirup mit honigartigem Geschmack. Genau die richtige süße Abwechslung nach all den kräftigen Gewürzen.


Saravanaa Bhavan gilt vielen als eines der authentischsten indischen Restaurants in der Frankfurter Innenstadt – nach dem Essen versteht man sofort, warum. Die Küche ist würzig, aromatisch und geschmacklich sehr intensiv – eben typisch indisch.

Dass hier ausschließlich vegetarisch gekocht wird, merkt man nicht im Geringsten. Selbst überzeugte Fleischesser kommen bei den intensiven Gewürzen und kräftigen Aromen voll auf ihre Kosten. Ich habe einmal einen Freund mitgenommen, der normalerweise ohne Fleisch nicht glücklich wird – am Ende hat er mit dem Brot die letzte Sauce vom Teller gekratzt. Spätestens da wurde mir klar: Hier ist wirklich für jeden etwas dabei.

2 Kommentare zu „Erlebe eine kulinarische Reise nach Südindien im „Saravanaa Bhavan” in Frankfurt“

  1. Ich war vor Kurzem bei Saravanaa Bhavan und insgesamt sehr zufrieden. Das Restaurant war voll mit indischen Familien und Gruppen, was für mich immer ein gutes Zeichen ist. Besonders das Masala Dosa war hervorragend – außen knusprig, innen aromatisch gefüllt und mit leckeren Chutneys serviert.
    Der Service war zügig und die Preise sind für Frankfurt fair. Wer authentische südindische Küche sucht, ist hier meiner Meinung nach genau richtig. Ich komme auf jeden Fall wieder, um noch mehr von der Speisekarte auszuprobieren.

  2. Wir waren gegen 19:30 Uhr dort und draußen hatte sich schon eine Schlange gebildet, aber der Tischwechsel ging überraschend schnell. Drinnen hatte man wirklich das Gefühl, dass ungefähr die Hälfte der Gäste Inder waren, was dem Restaurant eine sehr authentische Atmosphäre gegeben hat.

    Die Speisekarte ist ziemlich groß und alles, was wir bestellt haben, war wirklich lecker. Besonders viele Leute haben Dosa bestellt, was ich in anderen indischen Restaurants bisher kaum gesehen habe. Auch die dazu servierten Soßen waren richtig gut. Außerdem hatten wir noch eine gemischte Platte, mit der man viele verschiedene Geschmacksrichtungen probieren konnte, allerdings war wirklich alles scharf 🙈

    Zum Schluss hatten wir noch den frittierten Blumenkohl. Optisch sah er eher unscheinbar aus, geschmacklich war er aber eine echte Überraschung. Der Teig war super würzig und unglaublich knusprig 👍

Schreibe einen Kommentar

Nach oben scrollen