Autor: 玖伊岚 – Jiu Yi Lan

  • bbq Chicken: knusprig, saftig und würzig – das KFC Südkoreas in Frankfurt

    bbq Chicken: knusprig, saftig und würzig – das KFC Südkoreas in Frankfurt

    Wenn du koreanisches Fried Chicken magst, hast du sicher schon von bbq Chicken gehört. Ein koreanischer Freund meinte einmal scherzhaft, es sei die koreanische Version von KFC. Die Kette wurde 1995 in Südkorea gegründet und ist heute eines der größten Fried Chicken-Franchiseunternehmen der Welt.

    Fun Fact: bbq Chicken betreibt sogar eine eigene “Chicken University” mit Forschungs- und Entwicklungszentrum! Dort wird fleißig an neuen Rezepten getüftelt, die Qualität gesichert und ständig an neuen Geschmackskombinationen gearbeitet.

    Restaurantprofil

    🏷️ Name des Restaurants: bbq Chicken Schiller (Speisekarte hier)
    📍 Adresse: Schillerstraße 4, 60313 Frankfurt am Main
    🍜 Küche: Koreanisch – gebratenes Hühnchen, frittierte Speisen, Suppen, Nudelgerichte, Salat, Teigtaschen, Reiskuchen etc.
    💰 Preis: ca. 20 – 30 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Vielleicht ist das der Grund, warum BBQ Chicken für seine große Geschmacksvielfalt bekannt ist – von feurig-scharf über süß bis rauchig oder eine kreative Mischung aus allem. In Frankfurt gibt es zwei Filialen: eine in der Schillerstraße 4 in der Nähe der Börse (unser „Go to Spot”) und eine in der Saalburgstraße 31 im charmanten Stadtteil Bornheim. Die Einrichtung ist schlicht und unaufgeregt, mit gemütlichen Zweier- und Vierertischen – aber das hält die Gäste nicht davon ab, in Scharen zu kommen, um das unglaublich knusprige, geschmacksintensive Fried Chicken zu genießen.

    Ein echtes koreanisches Fried Chicken Fest wäre nicht vollständig ohne ein paar leckere Beilagen.

    Von klassischen Pommes frites und Süßkartoffelpommes über eingelegten Rettich und Mandu (koreanische Teigtaschen) bis hin zu frittiertem Fischkuchen (Odeng) bietet die Speisekarte eine breite Auswahl. Besonders heiß begehrt scheinen die Pommes aus Süßkartoffeln – außen knusprig und leicht karamellisiert – und die frittierten Odeng aus gewürztem Fischteig zu sein.

    Wer gerne verschiedene Snacks probiert, sollte sich die gemischte Beilagenplatte nicht entgehen lassen. Diese Platte ist randvoll mit goldbraun frittierten Leckerbissen: knusprige Pommes frites, Rösti-Sticks, Zwiebelringe, Mozzarella-Sticks und frittierte Mandu (Teigtaschen).

    Die Mozzarella-Sticks sind mit einer dünnen Schicht Nori bestreut, die dem geschmolzenen Käse eine angenehme Umami-Note verleiht. Schon der erste Biss überrascht mit einer harmonischen Mischung aus milchigem, salzigem und buttrigem Geschmack – unglaublich lecker, aber definitiv nichts für Kalorienzähler!

    Die Mandu begeistern mit einer knusprigen Hülle und einer würzigen Füllung aus Kohl, Frühlingszwiebeln und Glasnudeln. Gedippt werden sie in einen leckeren Essig- und Sojasaucenmix, der perfekt mit dem knusprigen Teig harmoniert.

    Die Rösti-Sticks bestehen aus geriebenen Kartoffeln, die goldbraun gebacken werden. Innen leicht cremig, bringen sie eine herzhafte, leicht süßliche Note mit und runden die Beilagenplatte perfekt ab.

    Und natürlich dürfen die Zwiebelringe nicht fehlen: dick umhüllt, knusprig frittiert und einfach zum Reinbeißen. Der goldbraune Teigmantel verstärkt die natürliche Süße der Zwiebeln und sorgt für ein saftiges, aromatisches Geschmackserlebnis.

    Wenn du zum knusprigen Fried Chicken etwas Leichteres haben möchtest, hat BBQ Chicken auch eine tolle Auswahl an frischen Salaten. Besonders empfehlen können wir den Orientalischen Salat. Das Dressing aus Sesamöl, Sojasauce und einem Spritzer Zitronensaft ist leicht bekömmlich, aromatisch und umhüllt das Gemüse mit einem angenehm säuerlich-nussig-süßen Geschmack.

    Der Odeng Hot Pot besticht durch seinen feinen, aber intensiven Umami-Geschmack und vereint Fischtofu mit einer Vielfalt an Gemüse in einer wohltuend warmen Brühe. Die Brühe selbst ist leicht und klar mit einem frischen Meeresduft, der durch eine Prise Gewürzpulver auf der Oberfläche unterstrichen wird. Sie ist mild und angenehm ausgewogen – ein perfekter Ausgleich zu den Korean Fried Chicken.

    Im Topf schwimmen zarte Fischbällchen und weicher Fischtofu, begleitet von Lauch und Zwiebeln, die eine dezente Süße beisteuern. Die Fischbällchen sind elastisch, leicht bissfest und haben einen kräftigen Umami-Geschmack mit einem Hauch Süße. Der Fischtofu hingegen ist besonders weich, fast cremig und schmeckt angenehm nach Meer. Das absolute Highlight aber sind die luftigen, schwammigen Tofu-Puffs, die sich mit der Brühe vollsaugen und bei jedem Bissen eine warme, umami-reiche Geschmacksexplosion liefern. Alle Zutaten kommen paarweise in den Topf, so dass sich der Hot Pot ideal zum Teilen eignet.

    Kommen wir nun zum Herzstück im bbq – dem Korean Fried Chicken! Ihr habt die Wahl zwischen Hähnchen mit oder ohne Knochen, wobei nicht alle Geschmacksrichtungen in beiden Varianten erhältlich sind. Seid ihr zu zweit oder in größerer Runde? Dann lohnt sich eine der Kombi-Optionen: Ihr könnt zwei Sorten mischen und spart dabei sogar 1-2 Euro im Vergleich zur Einzelbestellung.

    Die erste Geschmacksrichtung, die wir vorstellen möchten, ist Gangnam Style. Das Hühnerfleisch wird zunächst mariniert, dann mit gehacktem Knoblauch und Frühlingszwiebeln scharf angebraten und schließlich mit einer rauchig-pfeffrigen Sauce verfeinert.

    Gangnam Style vereint eine leichte Süße mit einem intensiven Umami-Geschmack und genau der richtigen Schärfe – dank der Chilis, die für den richtigen Kick sorgen.

    Die dünne, knusprige Panade wird von einer glänzenden Saucenschicht umhüllt – eine verführerische Kombination aus knusprig und saftig. Ideal für alle, die eine angenehme Schärfe in Kombination mit einer reichhaltigen, karamellisierten Würze mögen – ein echter koreanischer Fried Chicken-Klassiker!

    Golden Fried Chicken ist die reinste Art, authentisches koreanisches Fried Chicken zu genießen – außen knusprig, innen zart und saftig, mit einer goldbraunen Kruste, die einfach unwiderstehlich ist.

    Die Panade ist leicht, aber trotzdem richtig knusprig und umhüllt das Hähnchen mit einem kräftigen, herzhaften Geschmack. Du kannst zwischen einer pikanten und einer milden Variante wählen – erstere bringt eine angenehme Schärfe ins Spiel, während das Original mit seiner perfekt abgestimmten Kruste ganz klassisch bleibt.

    Ganz ohne extra Sauce kommt der frische Geschmack richtig gut zur Geltung. Im Gegensatz zu Fast-Food-Ketten, wo die Hähnchen oft vorgebraten sind, wird hier alles frisch auf Bestellung zubereitet – das Fleisch ist dadurch besonders zart und saftig. Wir empfehlen Besonders die Variante mit Knochen, da diese die Feuchtigkeit im Fleisch bewahren und so den Geschmack noch intensiver und saftiger machen.

    Das Jamaican Grilled Chicken gehört zu unseren absoluten Favoriten und begeistert durch seinen intensiven, würzigen Geschmack, der lange auf der Zunge bleibt. Im Gegensatz zu den besonders knusprigen Varianten ist dieses Hähnchen eher cremig, mit einer zarten Panade umhüllt und mit einer reichhaltigen, aromatischen Jamaican BBQ-Sauce überzogen.

    Die Sauce ist eine großartige Mischung aus süßen, rauchigen und scharfen Aromen, verfeinert mit karibischen Gewürzen wie Piment, Muskatnuss und Zimt, die durch einen Hauch braunen Zuckers noch an Tiefe gewinnen. Bei jedem Bissen kommt die rauchige Basis zum Vorschein, und das geräucherte Paprikapulver sorgt für eine angenehme Schärfe und einen intensiven Geschmack.

    Das Hähnchen bleibt unglaublich zart und saftig, und sein mildes, natürliches Aroma harmoniert perfekt mit dem tiefen, rauchigen BBQ-Geschmack.

    Wenn ich Lust auf den Golden Fried Klassiker habe, aber mit extra viel Pfeffer, dann greife ich zum Black Pepper Chicken.

    Diese Variante kommt ohne Knochen aus, bleibt aber dank des zarten, saftigen Hähnchenschenkelfleisches unglaublich saftig. Die Kruste ist super knusprig – leicht und nicht fettig – und passt perfekt zur natürlichen Würze des Hähnchens.

    Jedes Stück ist großzügig mit schwarzem Pfeffer bestreut, der nicht nur Schärfe, sondern auch eine erdige, fast zitronige Note beisteuert. Gleichzeitig entfalten die Öle des Pfeffers ein dezent rauchiges Aroma, das jeden Bissen zu einem aufregenden Erlebnis macht.

    Hot Spicy Chicken ist genau das Richtige für alle, die es richtig scharf mögen – kräftig, feurig und vollgepackt mit intensiven Aromen. Es nimmt das klassische Golden Fried Chicken und peppt es mit einer tiefroten, würzigen Sauce ordentlich auf.

    Der erste Bissen überrascht mit einer angenehmen Süße, doch schon nach wenigen Sekunden setzt eine intensive Schärfe ein, die sich auf der Zunge ausbreitet und lange spürbar bleibt. Fast wie bei den berühmten Buldak Ramyun (scharfe koreanische Instantnudeln) aus Korea – ein prickelndes Brennen, das einfach nicht verschwinden will.

    Neben der Schärfe bietet die Sauce eine subtile, knoblauchartige Tiefe, die perfekt mit den kräftigen, rauchigen Gewürzen harmoniert. Die knusprige Kruste nimmt gerade so viel Sauce auf, dass sie ihre knusprige Textur behält und nicht zu weich wird. Buldak Ramyun-Fans, die den aufregenden, schweißtreibenden Schärfe-Kick lieben, kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Bisher haben wir vor allem die scharfen Optionen vorgestellt, aber für diejenigen, die es lieber etwas milder mögen, empfehlen wir die folgenden zwei Varianten.

    Wer Lust auf etwas Ausgefallenes hat, sollte die Lemon Cheesling Fried Wings probieren. Hier treffen knusprige Fried Chicken Wings auf eine süß-spritzige Zitronensauce und herzhaftes Käsepulver – eine Kombination mit jede Menge Suchtpotenzial.

    Der erste Bissen bringt eine feine Käsenote mit sich – vollmundig, würzig und intensiv umami. Kaum macht sich die leicht trockene Textur des Käsepulvers bemerkbar, setzt die Zitronensauce ein und sorgt mit ihrer süßen, leicht säuerlichen Frische für einen aufregenden Kontrast. Die Kruste bleibt dabei schön knusprig, das Fleisch innen saftig und zart. Ein harmonisches Zusammenspiel der Aromen und eine erfrischende Neuinterpretation des klassischen Fried Chicken.

    Galbi, mariniert in einer traditionellen koreanischen BBQ-Sauce, vereint rauchige, süße und würzige Aromen auf harmonische Weise.

    Die Sauce ist eine köstliche Mischung aus Süße und Umami, durchzogen von tiefen, rauchigen und karamellisierten Noten. Sie ist nicht scharf, hat aber eine leichte Pfeffernote, die ihr das gewisse Etwas verleiht.

    Das Hähnchen selbst ist super saftig und zart, mit der intensiven Sauce vollgesogen und mit frischen Frühlingszwiebeln garniert. Die Glasur hält es schön weich und saftig und sorgt für eine herrlich zarte, fast schmelzende Textur.

    Koreanisches Fried Chicken, in Korea als „Chikin“ bekannt, hat eine lange Geschichte, die bis in die 1950er Jahre und die Zeit des Koreakrieges zurückreicht. Damals brachten in Korea stationierte US-Soldaten das frittierte Hähnchen ins Land, das schnell die Herzen der Koreaner eroberte.

    In den 1970er Jahren eröffnete das erste Korean Fried Chicken Restaurant – der Beginn eines unaufhaltsamen Trends. Heute reicht die Begeisterung für Korean Fried Chicken weit über die Landesgrenzen hinaus. Zahlreiche Ketten sind entstanden und Marken wie bbq Chicken gehören zu den Marktführern.

    Die ersten koreanischen Fried Chicken-Gerichte waren noch stark von amerikanischen Rezepten inspiriert, haben sich aber im Laufe der Jahre mit typisch koreanischen Aromen weiterentwickelt.

    Egal, ob du auf eine dicke, rauchige Glasur, ordentlich Schärfe oder den klassischen knusprigen Crunch stehst – das bbq Chicken hat viele der besten Variationen im Angebot.

    Das Restaurant ist oft sehr gut besucht, und viele kommen von weit her, um das Fried Chicken zu genießen. Besonders am Wochenende kann es schonm mal vorkommen, dass man in der Schlange stehen muss, denn samstags werden keine Reservierungen angenommen – hier gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

    Also, wenn du noch nie Korean Fried Chicken probiert hast, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür!

  • Authentisch japanisch essen im Mikuni: ein Muss für Sushi-Liebhaber

    Authentisch japanisch essen im Mikuni: ein Muss für Sushi-Liebhaber

    Heute nehmen wir euch mit ins Mikuni, ein japanisches Restaurant, das uns mit seiner authentischen Atmosphäre und dem wirklich guten Essen begeistert hat. Schon beim Betreten fällt ein besonderes Detail ins Auge: eine ausgewiesene „No-Handy-Zone“. Diese Regel erinnert an die japanische Kultur der Ruhe und Achtsamkeit in Gemeinschaftsräumen – ähnlich wie in U-Bahnen oder Krankenhäusern in Japan. Hier geht es darum, das Essen und die Gesellschaft bewusst zu genießen – ohne Ablenkung.

    Restaurantprofil

    🏷️ Name des Restaurants: Mikuni (Speisekarte hier)
    📍 Adresse: Fahrgasse 91, 60311 Frankfurt am Main
    🍜 Küche: Japanisch – Sashimi, Sushi-Rollen, Nigiri, Gegrilltes, Gebratenes, Nudelgerichte, Suppen, Reisgerichte, Vegetarisch
    💰 Preis: ca. 20 – 45 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Herzstück des Restaurants sind die Sushimeister, auch Itamae genannt (japanisch für „vor dem Brett“, also die Person, die Sushi zubereitet). Direkt an der Theke bereiten sie mit höchster Präzision und Hingabe frisches Sushi zu. Wer hier Platz nimmt, kann hautnah miterleben, wie aus frischem Fisch und Meeresfrüchten kleine Kunstwerke entstehen. Zur authentischen Atmosphäre trägt auch der Service bei – aufmerksam, herzlich und immer mit einem Lächeln.

    Ein besonderer Blickfang ist der kleine Tatami-Bereich in der Mitte des Restaurants, der traditionelle japanische Esskultur vermittelt. Früher war es in Japan üblich, auf den Knien zu essen. Moderne Restaurants haben sich jedoch angepasst und bieten abgesenkte Sitzbereiche an, so dass die Gäste bequem mit ausgestreckten Beinen am Tisch sitzen können. Hier dient der Bereich zwar eher der Dekoration, schafft aber dennoch eine typisch japanische Atmosphäre.

    Mikuni ist vor allem für seine exzellenten Sushi und Sashimi bekannt, aber auch die Vorspeisen können sich sehen lassen – allen voran eine besondere Delikatesse: Ika Natto (イカ納豆), eine Kombination aus fermentierten Sojabohnen und rohem Tintenfisch.

    Charakteristisch für Natto ist seine klebrige Konsistenz – hebt man die Bohnen etwa mit den Essstäbchen an, ziehen sich lange, zähe Fäden heraus. Verantwortlich dafür sind Polysaccharide, die bei der Fermentation durch das Bakterium Bacillus subtilis entstehen. Geschmacklich bietet Natto erdige, leicht rauchige und nussige Noten – ein Aroma, das nicht jedem sofort zusagt.

    Hier trifft das kräftige, herzhafte Natto auf zarte Stücke rohen Tintenfischs, der mit seinem milden, leicht salzigen Aroma einen harmonischen Kontrast bildet. Fein gehackte Zwiebeln sorgen mit ihrer dezenten Schärfe und ihrem angenehmen Biss für den letzten Schliff.

    Hinzu kommt der leuchtend gelbe japanische Karashi-Senf. Anders als europäischer Senf ist er schärfer, klarer im Geschmack und kommt ganz ohne die typische Essignote aus. Seine würzige Schärfe harmoniert perfekt mit dem erdigen Natto und dem frischen Tintenfisch – und gibt dem Gericht noch mehr Tiefe.

    Vor dem Verzehr sollte man das Natto unbedingt kräftig umrühren – so wird die Konsistenz schön cremig und alle Zutaten vermischen sich gleichmäßig.

    In Japan gilt Natto als echtes „Superfood” – nicht nur wegen seines einzigartigen Geschmacks, sondern auch wegen seiner gesundheitlichen Vorteile. Es ist reich an Proteinen, Ballaststoffen und Probiotika, die die Darmgesundheit fördern und die Verdauung unterstützen. Darüber hinaus ist es eine hervorragende Quelle für Vitamin K2, das eine wichtige Rolle für starke Knochen und ein gesundes Herz-Kreislauf-System spielt. In der japanischen Kultur gehört Natto oft zum Frühstück – serviert mit Reis oder einfachen Beilagen – und sorgt für einen nährstoffreichen und sättigenden Start in den Tag.

    Wer ein echtes Stück Japan erleben möchte und offen ist für kräftige, außergewöhnliche Aromen, sollte Natto unbedingt probieren!

    Tempura – knusprig frittierte Meeresfrüchte oder Gemüse in einem luftig leichten Teigmantel – sind ein echter Klassiker der japanischen Küche. Ursprünglich wurden sie im 16. Jahrhundert von portugiesischen Missionaren nach Japan mitgebracht. Inzwischen haben sie sich längst zu einem der beliebtesten Gerichte des Landes entwickelt. Bei Mikura gibt es Tempura mit frischen Zutaten wie Auberginen, Paprika, Zucchini oder Garnelen.

    Ein weiteres traditionelles Lieblingsgericht der Japaner ist Soba. Die dünnen Buchweizennudeln haben eine bissfeste Konsistenz und einen leicht nussigen, erdigen Geschmack. Sie sind kalorienarm, aber reich an Ballaststoffen, Proteinen und essentiellen Aminosäuren – kein Wunder, dass sie für ihre gesundheitlichen Vorteile geschätzt werden. Traditionell werden Soba entweder kalt mit einer würzigen Dipsauce oder warm in einer wohltuenden Suppe serviert. Bei Mikuni kann man beide Varianten genießen.

    Die Kombination dieser beiden kulinarischen Klassiker ergibt Tempura Soba (天妇罗蕎麦). Bei Mikura wird eine Schale mit warmer, kräftiger Brühe serviert, dazu Soba-Nudeln und eine Auswahl an Tempura: zarte, süße Garnelen, fast buttrig weiche Auberginen, saftige Paprika, Kartoffeln, Karotten und Zucchini – alles in einer goldbraunen, knusprigen Panade.

    Die umamireiche, leicht süßliche Brühe wird aus Dashi (japanischer Fond aus Kombu-Algen und Bonito-Flocken), Sojasauce und Mirin zubereitet. Diese leichte, aber aromatische Suppe harmoniert perfekt mit den nussigen Soba-Nudeln. Frühlingszwiebeln sorgen für eine frische, leicht scharfe Note, während die Tempura durch das langsame Auflösen der knusprigen Teigreste (tenkasu) der Suppe ein zusätzliches Aroma verleiht.

    Das Sushi im Mikuni ist etwas ganz Besonderes und wird in verschiedenen Kombinationen angeboten – je nach Auswahl kostet ein Set zwischen 20 und 40 Euro. Unsere Empfehlung: 特上寿司 – Bestes Sushi (ein Set mit 10 Nigiri in verschiedenen Sorten und 6 Maki einer Sorte), da es viele unserer Lieblingssushis enthält.

    Die Nigiri im Mikuni sind perfekt aufeinander abgestimmt – Fisch und Reis stehen in einem idealen Verhältnis zueinander. Der Fisch ist unglaublich frisch und in großzügige, diagonale Scheiben geschnitten, die ein angenehmes Mundgefühl bieten. Direkt unter dem Fisch sorgt eine dünne Schicht frisch geriebener Wasabi für eine milde, klare Schärfe.

    Der Reis ist dezent gewürzt, leicht säuerlich und etwas süßlich. Er ist kompakt, so dass er nicht dominiert, sondern als perfekte Basis dient – und den natürlichen Geschmack des Fisches optimal zur Geltung bringt – genau so, wie es sein soll!

    Die Auswahl:

    Maguro (Thunfisch): Tiefrot, fest im Biss, mit reinem, intensivem Meeresgeschmack und leicht mineralischer Note.

    Chutoro (Thunfisch mit mittlerem Fettgehalt): Zart und buttrig, schmilzt förmlich auf der Zunge und hinterlässt einen milden, vollen Geschmack.

    Ohtoro (Thunfisch mit hohem Fettgehalt): Besonders verführerisch, weich wie ein Kissen, mit schmelzendem Fett und intensivem, frischem Umami.

    Tai (Dorade): Mild-süß mit feinem Meeresaroma – ein raffiniertes Sushi.

    Hirame (Flunder): Etwas zäh, aber mit einem klaren, süßlichen Geschmack, der sich im Mund sanft entfaltet.

    Shake (Lachs): Mit Zitronensaft und Meersalz gewürzter Lachsbauch – buttrig, herzhaft, mit angenehmer Säure und samtiger Textur.

    Unagi (Aal): leicht flambiert mit Teriyaki-Sauce, zart, saftig, rauchig und reich an Umami mit einer feinen Süße.

    Ebi (Garnelen): Leicht gegart, mild im Geschmack, süß und prall.

    Katsuo (Bonito): Etwas fester, mit mildem Meeresgeschmack und leicht metallischem Nachgeschmack.

    Ikura (Lachskaviar): Prickelt im Mund – von salzig über herzhaft bis saftig – ein spannender Kontrast zu den anderen Nigiri.

    Die Negitoro Maki bestehen aus zerkleinertem Thunfisch (Negitoro), der mit Frühlingszwiebeln vermischt wird. Die Füllung ist schön zart, fast cremig, und das Fett des Thunfischs sorgt für ein luxuriöses Mundgefühl, das durch die frische Schärfe der Frühlingszwiebeln perfekt ausbalanciert wird.

    Der Wasabi von Mikuni hat es wirklich in sich – ein bisschen zu viel, und schon kommen einem die Tränen! Aber genau diese Schärfe bringt die Aromen des Fisches erst richtig zur Geltung. Damit alles perfekt harmoniert, mische den Wasabi sorgfältig mit der Sojasauce, tauche das Nigiri mit der Fischseite nach unten ein, damit der Reis nicht zu viel Sauce aufsaugt, und berühre den Fisch zuerst mit der Zunge. Spürst du, wie zart und seidig der Fisch ist?

    Gari, eingelegter Ingwer, reinigt den Gaumen, so dass man jedes Stück Sushi in seiner ganzen Intensität schmecken kann. Eine heiße Tasse Tee, eine wärmende Miso-Suppe und zwei erfrischende Gemüsebeilagen runden die Sushi-Platte ab.

    Chirashi – eine Schale Sushi-Reis, belegt mit rohem Fisch und Meeresfrüchten – ist in Japan ein absoluter Klassiker. Der Name „Chirashi“ bedeutet frei übersetzt „kunstvoll arrangiert“, was perfekt zur kunstvollen Anordnung der frischen Zutaten auf dem Reis passt. Im Mikuni gibt es die Box mit Wasabi, Gari (eingelegtem Ingwer) und Kani (Surimi-Krabbenstäbchen). Der Preis liegt je nach gewählter Fischsorte zwischen 20 und 42 Euro.

    Besonders beliebt ist das „Das Beste Sortiment“ – auf Japanisch „Tokujo Chirashi“ (特上ちらし). Viele Sushi-Fans in Frankfurt kommen extra wegen dieses Gerichts ins Mikuni. Es enthält eine Vielzahl delikater Zutaten, dazu gehören Tamago, ein luftig leichtes Omelett mit angenehmer Süße. Kani, zarte Garnelen-Sticks, verströmen einen feinen, leicht süßlichen Meeresgeschmack. Katsuo (Bonito) zeichnet sich durch eine feste Konsistenz und einen feinen, rauchig-salzigen Geschmack aus. Suzuki (Wolfsbarsch) hat einen klaren, milden Geschmack mit einer leichten Süße. Der Tai (Dorade) bietet mit seinen feinen und edlen Meeresaromen ein besonders raffiniertes Geschmackserlebnis.

    Es folgen der buttrige Chutoro (Thunfisch mit mittlerem Fettgehalt), der zart-cremige Ohtoro (Thunfisch mit hohem Fettgehalt) und der seidig-weiche Shake (Lachs). Dazu kommen Ebi (Garnelen) und die salzigen, etwas zähen und leicht süßlichen Hokki (Muscheln), Ikura (Lachsrogen) und cremige Hotate (Jakobsmuscheln).

    Der Sushi-Reis ist perfekt gewürzt – leicht mit Reisessig, Zucker und Salz, so dass er schön süß und leicht säuerlich schmeckt. Gemischt mit Tobiko (Fliegenfischrogen) und fein gehacktem Kani erhält der Reis eine frische, umamiartige Note und einen zarten, süßlich-salzigen Meeresgeschmack. Toppings aus Nori und gehacktem Tamago bringen den nötigen Crunch und eine süßlich-cremige Note, die die Meeresaromen perfekt ergänzt.

    Das farbenfrohe Fisch-Medley ist nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch richtig lecker. Chirashi verkörpert auf wunderbare Weise den Geist der japanischen Küche: einfach und raffiniert, frisch und einladend.

    Mikuni ist zweifellos eines der besten Sushi-Restaurants der Stadt. Aber es ist nicht nur ein Paradies für Sushi-Liebhaber, sondern hat noch viel mehr zu bieten. Neben köstlichem Sushi gibt es auch leckere Tapas, saftigen Grillfisch, Reisgerichte, Suppen, Nudeln und Grillspieße. Es gibt auch einen Mittagstisch mit einer kleineren Auswahl an Gerichten. Auf jeden Fall solltest du vorher reservieren – egal ob zum Mittag- oder Abendessen. Sonst kann es passieren, dass man keinen Platz mehr bekommt oder nur wenig Zeit zum Essen hat. Aber eines ist sicher: Ein Besuch im Mikuni lohnt sich auf jeden Fall!

  • Hausgemachte Pasta, Trüffelträume und mehr im italienischen Restaurant Longobardis

    Hausgemachte Pasta, Trüffelträume und mehr im italienischen Restaurant Longobardis

    In Deutschland gibt es unzählige hervorragende italienische Restaurants – dank der vielen italienischen Einwanderer, die einst ihre kulinarischen Traditionen mitbrachten. Viele der hier ansässigen Restaurants sind so authentisch, dass sie selbst bei Italienern hoch im Kurs stehen. Eines dieser Restaurants ist Longobardis – ein Ort, an den die Gäste vor allem wegen der hausgemachten Spaghetti und der exquisiten Steaks immer wieder zurückkehren.

    Hier vereinen sich stilvolle Eleganz und entspannte Gemütlichkeit – ideal für Geschäftsessen, gesellige Abende mit Freunden oder ein romantisches Rendezvous. An sonnigen Tagen lädt die charmante Außenterrasse zum Verweilen ein, während im Inneren gemütliche Zweier- und Vierertische für eine intime Atmosphäre sorgen. Bei größeren Gruppen wird es zwar etwas eng, aber mit ein wenig Tischrücken findet sich bestimmt noch Platz für alle.

    Restaurantprofil

    Werfen wir einen Blick auf einige Highlights der Speisekarte.

    Bruschetta, ursprünglich ein einfaches Gericht der Landbevölkerung aus altem Brot und Olivenöl, hat sich zu einer weltweit beliebten Vorspeise entwickelt. Bei Longobardis wird das knusprig geröstete Brot mit vier verlockenden Antipasti kombiniert.

    Die erste Scheibe ist mit zart gerösteten roten Paprikaschoten belegt und mit aromatischem Oregano und frischer Petersilie garniert. Die pikante Säure der Paprika harmoniert wunderbar mit dem frischen, pfeffrigen Rucola.

    Auf der zweiten Scheibe entfaltet sich der Geschmack saftiger, sonnengereifter Tomaten mit süßer Frische und einem Hauch von Säure – der Geschmack des Sommers: erfrischend, süß und leicht säuerlich.

    Der Belag aus marinierten Zucchini hat eine erfrischende Säure und eine zarte, samtige Textur, die einen lebhaften Kontrast zum goldbraunen, knusprigen Brot bildet.

    Die letzte Antipasti aus marinierten Auberginen bringt mit ihrer kräftigen, säuerlichen Note Tiefe und Fülle in dieses geschmackvolle Ensemble.

    Bei Longobardis gibt es ein Gericht, an dem wir einfach nicht vorbeikommen: ein exzellentes irisches Rinderfilet mit aromatischem Trüffel. Ganz ehrlich – manchmal kommt es uns so vor, als kämen wir nur wegen dieses genialen Trüffelsteaks hierher.

    Schon wenn der Teller auf den Tisch kommt, liegt dieser verführerische Trüffelduft in der Luft – erdig, leicht moschusartig, mit einer feinen Knoblauch- und Holznote. Das lässt Großes erwarten, und genau das liefert die Trüffelsauce: kräftig, cremig und luxuriös.

    Das Steak selbst ist auf den Punkt medium gegart: außen knusprig karamellisiert, innen butterzart und saftig. Das Fleisch hat eine natürliche Geschmackstiefe, die hervorragend mit der Trüffelsauce harmoniert.

    Dazu gibt es eine bunte Mischung aus gegrilltem Gemüse – Zucchini, Auberginen, Karotten – und eingelegtem Sauerkraut, dessen feine Säure einen spannenden Kontrast zur üppigen Trüffelcreme bildet. Knusprig Bratkartoffeln und frischer Rucola runden das Ganze ab und sorgen für eine perfekte Balance.

    Tagliolini Pistacchio – ein Gericht, dem man einfach nicht widerstehen kann! Frische, hausgemachte Tagliolini, eine cremige Pistaziensauce und zartschmelzende Burrata machen es zu einer echten Delikatesse.

    Die frisch zubereiteten hausgemachten Tagliolini unterscheiden sich deutlich von der herkömmlichen Supermarkt-Pasta: Sie sind angenehm bissfest, perfekt al dente und begeistern mit einem vollmundigen, leicht buttrigen Geschmack und einer feinen Ei-Note, die dem Gericht zusätzliche Tiefe verleiht.

    Umhüllt von einer wunderbar cremigen Pistaziensauce entfaltet sich mit jedem Bissen ein leicht nussiges Aroma. Parmigiano sorgt für eine würzige Nuance, während naturbelassene Pistazienstückchen eine dezente Süße und eine erdige Note beisteuern. Die Sauce ist herrlich cremig, aber nicht zu schwer. Zum krönenden Abschluss schmilzt der Burrata-Käse zart in der warmen Pasta und sorgt für puren Genuss.

    Bei Longobardis stehen die Tagliolini Parmigiano als „die Legende“ auf der Speisekarte – und das zu Recht. Die hausgemachten Tagliolini-Nudeln werden in Parmesan geschwenkt und nehmen so den intensiven, herzhaften Geschmack des Käses perfekt auf. Dazu gibt es würzigen Rucola und aromatische San Marzano Kirschtomaten – ein vegetarisches Meisterwerk!

    Das Besondere an diesem Gericht ist die Zubereitung: Die frisch gekochten Tagliolini werden mit reichlich Parmesan und weiteren Zutaten in die Pfanne gegeben und einige Minuten kräftig geschwenkt. Der Käse schmilzt und umhüllt die Nudeln, wodurch eine cremige, luxuriöse Textur entsteht. Pfeffriger Rucola und saftige, leicht säuerliche San Marzano Kirschtomaten verleihen dem Gericht eine erfrischende Leichtigkeit.

    Wer sich etwas Exklusives gönnen möchte, kann für 5 Euro Trüffel dazu bestellen. Das erdige, moschusartige Aroma des Trüffels verleiht der cremigen Pasta das gewisse Etwas und macht das Gericht zu einem echten Gourmet-Highlight.

    Die Pasta gibt es auch als Beilage zu Fisch- oder Fleischgerichten, wie zum Beispiel zum Trüffelsteak, das wir euch weiter oben bereits vorgestellt haben.

    Für diejenigen, die nach einer leichteren Alternative zum Trüffelsteak suchen, ist das Kalbsfilet in Weißweincreme eine ausgezeichnete Wahl. Im Mittelpunkt stehen zarte Kalbsmedaillons, die in eine samtige Weißweinrahmsauce eingebettet sind.

    Der außergewöhnlich milde Geschmack und die zarte Textur sind das Markenzeichen des Kalbfleisches. Die Weißweinrahmsauce ist herrlich cremig, schmeckt leicht süßlich und leicht säuerlich, begleitet von den fruchtigen und blumigen Noten des Weins. Diese Kombination unterstreicht die natürliche Saftigkeit der Kalbsmedaillons und lässt jeden Bissen auf der Zunge zergehen.

    Serviert wird das Ganze mit einem leichten Salat aus frischem Rucola und Spinat, dessen pfeffrige und leicht erdige Frische die cremige Sauce wunderbar auflockert. Für alle, die etwas Leichtes und trotzdem Leckeres suchen, ist dieses Gericht genau das Richtige.

    Wenn nach dem Essen noch Platz für etwas Süßes ist, dann ist Tiramisu genau das Richtige. Das Kult-Dessert aus Venetien ist längst ein Klassiker auf den Speisekarten italienischer Restaurants in aller Welt.

    Gut gekühlt serviert, treffen knusprige Löffelbiskuits (Savoiardi), die in Espresso getränkt sind und dem Dessert sein unverwechselbares Kaffeearoma verleihen, auf luftig-cremige Mascarponeschichten.

    Darüber wird eine feine Schicht Kakaopulver gestreut, das mit seiner leichten Bitterkeit einen harmonischen Kontrast zur süßen Füllung bildet und den Geschmack intensiviert.

    Bei Longobardis erhält das Tiramisu eine besondere Note: Frische Himbeeren bringen eine feine Säure ins Spiel, die das gehaltvolle Dessert wunderbar ergänzt.

    Der Name „Longobardis“ ist eine Hommage an die Lombardei, eine italienische Region, die für ihre traditionsreiche Küche und ihre Ausgewogenheit zwischen kräftigen und feinen Aromen bekannt ist. Genau dieses Prinzip spiegelt sich auch im Restaurant wider.

    Ein besonderes Highlight sind die hausgemachten Nudeln, die durch ihre hervorragende Qualität und die vielen Variationen begeistern. Neben den bereits erwähnten Varianten gibt es sie auch mit erstklassigem US-Prime Beef, Lachs, Meeresfrüchten, Guanciale-Bacon und vielem mehr.

    Auch frische Fischgerichte und Pinza, eine spannende Alternative zur klassischen Pizza, stehen auf der Speisekarte. Durch eine spezielle Mehlmischung und eine längere Gärzeit entsteht eine luftigere und besonders knusprige Kruste.

    Wer gute, authentische italienische Küche liebt, ist im Longobardis genau richtig!

  • Petit Méditerranée: Wo marokkanischer Grill auf spanische Tapas trifft

    Petit Méditerranée: Wo marokkanischer Grill auf spanische Tapas trifft

    Heute möchten wir euch einen gemütliche Restaurant vorstellen, der uns immer wieder aufs Neue begeistert. Kein Ort für ausgefallene Überraschungen, sondern eine verlässliche Oase, in der freundliche Gesichter und leckeres Soulfood auf euch warten. Schon beim Vorbeigehen steigt einem der verführerische Duft von frisch zubereitetem Fisch und Meeresfrüchten in die Nase – und plötzlich träumen wir von einem Urlaub am Meer.

    Das Petit Méditerranée ist klein, intim und mit liebevollen Details ausgestattet, die eine warme und gemütliche Atmosphäre schaffen. Mit nur wenigen Tischen für zwei oder vier Personen ist es der perfekte Ort für einen Abend zu zweit oder für kleine Runden mit Freunden. Im Laufe der Jahre ist es zu unserem absoluten Lieblingsfischrestaurant geworden und jedes Mal, wenn wir wiederkommen, fühlen wir uns wie zu Hause. Heute möchten wir euch unsere Lieblingsgerichte vorstellen und euch vielleicht für euren nächsten Restaurantbesuch inspirieren.

    Restaurantprofil

    Wenn der Winter kommt, geht nichts über eine heiße Tasse Tee. Die marokkanischen Tees im Petit Méditerranée sind genau das Richtige für diese Jahreszeit: Grüner Tee mit frischer Minze und Ingwer-Minze-Tee.

    Serviert werden sie in stilvollen kleinen Teekännchen, deren Henkel mit einem kleinen Tuch umwickelt sind, um die Hände vor der Hitze zu schützen – eine wirklich durchdachte Idee! Dazu gibt es die typischen kleinen Teegläser, wie man sie aus Nordafrika, der Türkei und dem Nahen Osten kennt. Die Tees sind von Natur aus ungesüßt, können aber je nach Geschmack mit etwas Zucker verfeinert werden.

    Der Grüntee mit frischer Minze hat eine leicht bittere Note, die perfekt mit dem erfrischenden Geschmack der Minze harmoniert. Mild, sanft und belebend – ein idealer Begleiter zu aromatischen Fischgerichten.

    Der Ingwer-Minztee bringt eine angenehme Schärfe ins Spiel. Die Wärme des Ingwers trifft auf die Frische der Minze und wirkt belebend und beruhigend zugleich. Mit seiner dezenten Schärfe ist er ideal, um sich an kalten Tagen von innen zu wärmen.

    Das Petit Mediterrane begeistert mit einer beeindruckenden Auswahl an Tapas. Wer Tapas noch nicht kennt oder sich einfach nicht entscheiden kann, dem sei der Tapas-Teller empfohlen. Dieser bietet eine bunte Vielfalt: frische Meeresfrüchte, gegrilltes Gemüse – perfekt, um von allem etwas zu probieren. Besonders hervorzuheben ist der zarte, saftige Oktopus, dessen natürlicher, salziger Geschmack durch die feine Grillnote wunderbar intensiviert wird. Ein weiteres Highlight sind die Garnelen: herrlich frisch, mit feiner Süße und einem Spritzer Zitrone einfach unwiderstehlich.

    Die Sardinen werden auf zwei köstliche Arten serviert: entweder knusprig frittiert oder in einer aromatischen Essigmarinade, in Spanien Escabeche genannt. Die sauer eingelegten Sardinen begeistern durch ihren unglaublich frischen Geschmack, der besonders gut zu knusprigem Baguette passt.

    Auch die Calamari gibt es in zwei Varianten: goldbraun frittierte Ringe, außen herrlich knusprig und innen wunderbar zart, und im Ganzen gegrillte Baby-Calamari, die besonders rein und frisch schmecken. Etwas Zitrone verleiht beiden Varianten eine herrlich spritzige Note. Die gegrillten Muscheln und der Tintenfisch überraschen mit intensiven, meeresfrischen Aromen.

    Ergänzt wird der Teller durch eine knackig-frische Salatbeilage und gegrilltes Gemüse wie zarte Auberginen und eingelegte rote Paprika, die mit ihrer leichten Säure und appetitlichen Note eine erfrischende Ergänzung zur reichhaltigen Meeresfrüchteauswahl bilden. Abgerundet wird das Geschmackserlebnis durch einen cremigen Knoblauch-Aioli-Dip, aromatische Oliven und einen Schuss Petersilien-Olivenöl, der sanft über das warme, knusprige Baguette geträufelt wird – ein wahres Fest der mediterranen Küche.

    Auch die Hauptspeisen lassen keine Wünsche offen: Zur Auswahl stehen verschiedene gegrillte Meeresfrüchte, delikate Fischfilets oder ganze Fische. Alle Gerichte werden mit frischem Salat und einer kräftigen Aioli serviert, dazu gibt es herzhaft Bratkartoffeln oder fein zubereitete Spaghetti.

    Die gegrillte Fischplatte ist die perfekte Wahl für alle, die von allem etwas probieren möchten. Dieses Gericht bietet eine Auswahl an Fischfilets wie Dorade, Scholle, Hecht und Zander, ergänzt durch Baby Calamari und Garnelen.

    Gekonnt gegrillt, begeistern die Fischfilets und Meeresfrüchte mit einem herrlichen Grillaroma und einer knusprigen Außenhaut, während sie innen zart und saftig bleiben. Eine fein abgestimmte Kräuter-Knoblauch-Marinade sorgt für eine frische, aromatische Note, die den rauchig-würzigen Grillgeschmack harmonisch unterstreicht, ohne die natürlichen Aromen der Zutaten zu überdecken.

    Die Dorade hat einen milden, leicht süßlichen Geschmack und eine zarte, lockere Textur. Die Scholle überzeugt durch ihr feines, nussiges Aroma und ihr zartes, glattes Fleisch. Der Hecht zeichnet sich durch seine feste Konsistenz und seinen buttrigen Geschmack aus, während der Zander durch sein klares, leicht süßliches Aroma besticht. Die Baby-Calamari werden zart gegrillt und entfalten ein feines Raucharoma, während die Garnelen durch Frische, Saftigkeit und eine leichte Süße punkten.

    Ein Spritzer Limette rundet die Aromen mit einer frischen Zitrusnote ab und macht dieses Gericht zu einer rundum gelungenen Wahl.

    Unser absolutes Lieblingsgericht im Petit Méditerranée ist die gegrillte Dorade – ein beeindruckender Fisch in seiner ganzen Pracht. Die Haut ist perfekt gegrillt, herrlich knusprig und verführt mit einem würzigen, leicht rauchigen Aroma. Beim Anschneiden kommt das saftige, zarte Fleisch zum Vorschein, das von natürlichem Fischsaft durchzogen ist.

    Das Fleisch der Dorade ist so unglaublich zart, dass es förmlich auf der Zunge zergeht – ein wunderbarer Kontrast zur knusprigen, aromatischen Haut. Der Geschmack ist mild und doch vollmundig, mit einer dezenten Süße und genau der richtigen Prise Salzigkeit, die an die salzige Meeresbrise erinnert.

    Eine frische Salatbeilage bringt Leichtigkeit ins Spiel, während der cremige Aioli-Dip dem Gericht zusätzliche geschmackliche Tiefe verleiht. Das Gericht ist leicht und gehaltvoll zugleich, wobei die subtile Süße des Fisches perfekt mit der rauchigen Grillnote harmoniert.

    Das Petit Méditerranée wird von einer marokkanischen Familie geführt, und die Speisekarte ist deutlich von spanischen Einflüssen geprägt – mit Gerichten wie Tapas, Sardinen à la Escabeche und sogar Paella. Diese Fusion spiegelt die tiefe kulturelle und geografische Verbindung zwischen Marokko und Spanien wider. Gleichzeitig bleibt das Herz der marokkanischen Küche spürbar, vor allem in ihrer Einfachheit und den intensiven Aromen der gegrillten Meeresfrüchte und Fische.

    In Marokko, das für seine reichen Fischvorkommen an der Atlantik- und Mittelmeerküste bekannt ist, wird seit jeher gegrillt, um die Frische und Qualität des Fangs zu zelebrieren. Ob marokkanisch oder spanisch, im Petit Mediterranée können Sie den authentischen Geschmack des Mittelmeers genießen – eine harmonische Mischung aus den rauchigen und würzigen Aromen des marokkanischen Grills und den frischen und spritzigen Elementen der vielfältigen spanischen Küche.

  • Jenseits des Gewöhnlichen: Koreanische Spezialitäten bei Mr. Lee in Frankfurt

    Jenseits des Gewöhnlichen: Koreanische Spezialitäten bei Mr. Lee in Frankfurt

    Die Freude war groß, als wir zum ersten Mal im koreanischen Restaurant Mr. Lee essen waren. Ich wünschte, wir hätten es schon viel früher entdeckt. Hinter der unscheinbaren Fassade verbirgt sich ein Restaurant, das seit Jahren einige der bekanntesten koreanischen Gerichte serviert. Viele davon, die ich schon lange probieren wollte, sind in Frankfurt nur schwer zu finden, vor allem weil sie eine sorgfältige Auswahl der Zutaten und eine aufwendige Zubereitung erfordern.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Mr. Lee
    • Adresse: Gutleutstraße 153, 60327 Frankfurt am Main
    • Stil: Koreanische Küche – Street Food, Grillgerichte, Wokgerichte, Suppen, Nudelgerichte, Reisgerichte, Eintöpfe
    • Preis: ca. 25 – 45 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Das Restaurant selbst ist schlicht, aber einladend eingerichtet und strahlt ein warmes, angenehmes Ambiente aus, in dem man sich sofort wohl fühlt. Es gibt gemütliche Vierertische, ideal für kleinere Gruppen, und einen großen runden Tisch für bis zu 7-8 Personen. Ein besonderer Blickfang ist eine Wand mit traditionellen Holzfenstern im Hanok-Stil, die dem Raum ein authentisches koreanisches Flair verleihen.

    Bevor wir zum Essen kommen, möchte ich noch auf die Auswahl an wohltuenden koreanischen Tees hinweisen, die es bei Mr. Lee gibt – und das zu einem wirklich fairen Preis von nur 2-3 Euro pro Kanne. Hier eine kleine Übersicht:

    • Maisseide- oder Maisbart-Tee: leicht geröstet, nussig und mit einer leichten Süße.
    • Gerstentee: mit Röstaromen, erdig und entkoffeiniert, leicht rauchig im Geschmack.
    • Yulmu-Tee: cremig, leicht süßlich und angenehm wärmend.
    • Dungule Cha: nussig, mit einem Hauch von Süße und samtiger Textur.
    • Buchweizentee: frisch, geröstet und mit leicht nussigem Aroma.

    Diese Tees werden nicht nur wegen ihrer gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt, sondern passen auch hervorragend zu den Aromen der koreanischen Küche!

    Kleine Beilagen, Banchan (반찬) genannt, sind ein unverzichtbarer Bestandteil der koreanischen Küche. Bei Mr. Lee gehören dazu saure und scharfe Gurken, knackige Frühlingssprossen und natürlich Kimchi – der charakteristische, kräftige, fermentierte Kohl, der Inbegriff der koreanischen Küche. Ergänzt wird die Auswahl durch fermentiertes Blattgemüse mit herzhaftem, intensivem Aroma und Tofu, der durch seinen leicht stärkehaltigen, süßlich-würzigen Geschmack überzeugt. Frischer Spinat bringt eine milde, klare Frische ins Spiel, während eingelegter Rettich mit seinem süß-säuerlichen Biss für Abwechslung sorgt. Abgerundet wird das Ensemble durch kleine Stücke herzhafter Mini-Pfannkuchen (Jeon).

    Diese Beilagen sind das Herzstück der koreanischen Küche. Sie werden miteinander geteilt, begleiten die Hauptgerichte harmonisch und eröffnen gleichzeitig einen faszinierenden Einblick in die kulinarische Vielfalt Koreas. So wird jede Mahlzeit zu einem reichhaltigen und sättigenden Erlebnis.

    Das erste Gericht, das wir bei Mr. Lee empfehlen möchten, ist ein Klassiker der koreanischen Wohlfühlküche: Haemul Pajeon – ein herzhafter Pfannkuchen, reichlich gefüllt mit Meeresfrüchten und Lauch.

    Der Pfannkuchen ist dick, goldbraun und wunderbar fluffig. Die leicht gebräunte Oberfläche verleiht ihm eine rauchige Tiefe. Im Inneren finden sich saftige Garnelen, zarter Oktopus und fleischige Tintenfischstücke, die sich harmonisch mit aromatischen Frühlingszwiebeln und mild-süßem Lauch verbinden.

    Dazu wird die traditionelle Dipsauce Choganjang serviert, die mit feinen Frühlingszwiebelscheiben verfeinert ist. Sie wird aus Sojasauce, Essig und einem Schuss Sesamöl zubereitet und bringt eine würzige, leicht nussige Note mit, die den herzhaften Pfannkuchen perfekt ergänzt und seinen salzigen Geschmack unterstreicht.

    In Korea wird Pajeon oft mit regnerischen Tagen in Verbindung gebracht, da das Brutzeln in der Pfanne an das leise Prasseln von Regentropfen erinnert. Tatsächlich ist dieses Gericht wie eine warme, tröstende Umarmung an einem grauen, regnerischen Tag.

    Wer Lust auf koreanisches Barbecue hat, kommt an Anchangsal nicht vorbei. Dieses Gericht wird mit dem aromatischen Skirt Steak zubereitet, einem besonders begehrten Schnitt, der für seine feine Marmorierung und seinen kräftigen Geschmack geschätzt wird.

    Nach koreanischer Tradition wird das Fleisch direkt am Tisch gegrillt, in frische Salatblätter gewickelt und mit Knoblauch und der scharfen Ssamjang-Sauce verzehrt.

    Bei Mr. Lee hingegen wird das gegrillte Rindfleisch in mundgerechte Stücke geschnitten und verzehrfertig serviert. Das Fleisch glänzt verführerisch mit einer leichten Ölschicht, die Ränder sind perfekt gebräunt und verströmen ein angenehmes Raucharoma. Jede Scheibe bietet eine harmonische Kombination aus zartem Fleisch und marmoriertem Fett – saftig, sättigend und leicht süßlich.

    Die Mischung aus Zwiebeln, Lauch und Knoblauch macht das Gericht noch appetitlicher. Das Gemüse wird zusammen mit dem Fleisch gegrillt, nimmt den Bratensaft auf und karamellisiert, wodurch es dem kräftigen Geschmack des Fleisches eine feine Süße und würzige Tiefe verleiht.

    Samgaetang, die koreanische Hühnersuppe mit Ginseng, ist das perfekte Wohlfühlgericht, das ich lange gesucht und endlich gefunden habe! Sie besteht aus einem ganzen Hühnchen, das mit Klebreis, Ginseng, Knoblauch und Jujuben (rote Datteln) gefüllt und langsam gekocht wird, bis das Fleisch so zart ist, dass es bei der leichtesten Berührung zerfällt.

    Die Brühe ist mild, klar und rein, mit dem vollen Geschmack des Hühnchens – nicht zu salzig. Stattdessen wird ein Schälchen mit Salz und Pfeffer gereicht, um die Suppe oder das Hühnerfleisch nach Belieben zu würzen.

    Probiert man einen Löffel der ungewürzten Brühe, schmeckt man sofort ihre Klarheit und Tiefe. Dann reißt man das Hühnchen mit Stäbchen oder Besteck in mundgerechte Stücke, taucht es leicht in die Salzmischung oder genießt es zusammen mit würzigem Kimchi. Im Inneren des Hühnchens befinden sich in Brühe eingeweichter Klebreis, weiche, süße Jujuben und Ginseng – eine in der traditionellen chinesischen Medizin hoch geschätzte Wurzel, die dem Körper bei der Stressbewältigung helfen und die Vitalität steigern soll.

    Samgaetang gilt in Korea als eine Art Heilmittel und ist das ganze Jahr über beliebt. Im Sommer, während Chobok (dem Beginn der heißesten Tage), soll der Verzehr von warmen, nährstoffreichen Speisen Energie liefern und den Körper ins Gleichgewicht bringen. Auch im Winter ist Samgaetang sehr beliebt, da es in den kalten Monaten Wärme und Geborgenheit spendet.

    Bei Mr. Lee muss man die Samgaetang mindestens drei Tage im Voraus reservieren, da die Zubereitung sehr aufwändig ist. Aber das Warten lohnt sich!

    Jokbal, die koreanische Antwort auf die deutsche Schweinshaxe, überrascht mit einer wunderbaren Balance zwischen Fülle und Leichtigkeit. Das Schweinshaxenfleisch wird stundenlang in einem aromatischen Sud aus Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und Gewürzen geschmort, wodurch es unglaublich zart und saftig wird. Das langsame Garen entzieht dem Fleisch überschüssiges Fett und verleiht ihm seine unverwechselbare Saftigkeit und seinen milden, reinen Geschmack.

    Serviert wird das Fleisch mit einer Ssamjang-Soße (쌈장), die aus Sojasoße und fermentierten Bohnen besteht und leicht mit Chili gewürzt ist. Dazu gibt es Saeujeot, eine herzhafte koreanische Garnelensauce, die das milde Schweinefleisch perfekt ergänzt. Beilagen wie Gurken, Karotten, grüne Paprika, Salatblätter und Knoblauch bringen Frische und eine angenehme Schärfe ins Spiel.

    Man nehme ein Stück Schweinefleisch, wickele es in ein Salatblatt, füge frisches Gemüse und etwas Knoblauch hinzu und verfeinere es mit den herzhaften Saucen – eine wahre Geschmacksexplosion!

    Neben dem köstlichen Geschmack wird dem Jokbal nachgesagt, dass er durch seinen hohen Kollagengehalt die Haut geschmeidiger und glatter macht – ein Genuss für Leib und Seele!

    Kimchi Jungol ist ein koreanisches Feuertopf-Gericht, bei dem Kimchi mit koreanischem Speck, Tofu, Ramen-Nudeln und einer speziellen Gewürzmischung kombiniert und mit frischem Lauch verfeinert wird.

    Die kräftige, säuerliche Würze des Kimchi bildet die Basis der Brühe, während der Schweinebauch (oder koreanischer Speck) für die herzhafte Tiefe sorgt.

    Der Schweinebauch, reichhaltig, zart und voller Umami, harmoniert perfekt mit dem intensiven, fermentierten Kimchi, während der Tofu mit seiner milden, weichen Konsistenz einen angenehmen Ausgleich schafft.

    Die Ramen-Nudeln (koreanische Instantnudeln), eine beliebte Zutat in koreanischen Eintöpfen, nehmen die dickflüssige, würzige Brühe besonders gut auf und sorgen für eine elastische, bissfeste Textur.

    Die Suppe selbst hat einen angenehm säuerlich-würzigen Geschmack, der durch eine leicht eingedickte, stärkehaltige Konsistenz abgerundet wird. Besonders gut gefällt uns der dezente Tomatengeschmack: Kleine Tomatenstückchen verleihen dem Gericht eine frische, milde Süße.

    Sobald der Feuertopf serviert wird, müssen die Nudeln nur noch 3 bis 5 Minuten kochen, danach sollte die Hitze reduziert oder der Herd ganz ausgeschaltet werden. Alle Zutaten sind bereits vorgekocht. Wer die kräftigen, komplexen Aromen der koreanischen Küche liebt, für den ist Kimchi Jungol genau das Richtige. Es hinterlässt ein warmes und sättigendes Gefühl.

    Auf der Speisekarte von Mr. Lee stehen viele Gerichte, die ihr unbedingt probieren solltet und die in Frankfurt selten zu finden sind. Neben Klassikern wie Bulgogi, Duk-bok-ki und Mandu gibt es koreanische Spezialitäten wie Kongnamul Haejangguk (Rindfleischsuppe mit Sojasprossen), feurig-würziges Agujjim (scharf gewürzter Seeteufel mit Sojasprossen), zartes Dogani Muchim (gekochtes Rindermark mit Gemüse) und saftiges Bossam (koreanischer Speck mit Austern- und Rettichkimchi). Für Hotpot-Fans gibt es auch eine vegetarische Variante mit Sardellen und Tofu.

    In diesen Gerichten kommt die koreanische Leidenschaft für frische Zutaten und raffinierte Zubereitung perfekt zum Ausdruck. Der wahre Zauber entfaltet sich, wenn aus vertrauten Zutaten etwas Außergewöhnliches wird – wie die zarte und nahrhafte Samgyetang (Hühnersuppe mit Ginseng) oder die herzhafte und erfrischende Jokbal (Schweinehaxe). Einige dieser Gerichte sind vielleicht selbst eingefleischten Fans der koreanischen Küche unbekannt, aber das macht ja gerade ihren Reiz aus, oder? Wie im Leben gibt es auch beim Essen immer wieder Neues und Faszinierendes zu entdecken – und manches davon kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

  • Das Dim Sum House bringt kantonesische Küche und Hongkong-Flair nach Frankfurt

    Das Dim Sum House bringt kantonesische Küche und Hongkong-Flair nach Frankfurt

    Dim Sum hat seinen ganz eigenen Zauber – es ist die perfekte Mischung aus Gemütlichkeit, unverwechselbarem Geschmack und einem Hauch von Nostalgie, serviert in dampfenden Bambuskörben. Das kleine Restaurant Dim Sum House fängt genau diese Atmosphäre ein und bringt Aromen auf den Tisch, die an die lebhaften, verwinkelten Gassen Hongkongs erinnern. Man fühlt sich an versteckte, belebte Straßenstände versetzt, wo einem der Duft von frisch gedämpften Dim Sum und langsam köchelndem Congee in die Nase steigt.

    Wir kommen immer wieder gerne hierher – vor allem, wenn wir uns nach etwas Einfachem und Gemütlichem sehnen. Das Restaurant besticht durch seine charmante, unaufgeregte Ambiente. Mit Sitzplätzen drinnen und draußen bietet es eine lebendige Stimmung voller angeregter Gespräche und geschäftigem Treiben. Die nostalgischen Fotografien an den Wänden entführen direkt ins Herz der pulsierenden Metropole Hongkong, wo an jeder Ecke kleine Teehäuser, Nudelshops und Dim-Sum-Restaurants darauf warten, entdeckt zu werden.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Dim Sum House (siehe Speisekarte hier)
    • Adresse: Vilbeler Straße 27, 60313 Frankfurt am Main
    • Stil: Hongkong/Kantonesische/Chinesische Küche – Dim Sum, Dumplings, Wok-Gerichte, Suppen, Geschmortes, Nudel- und Reisgerichte, Congee, Grillgerichte etc.
    • Preis: ca. 20 – 30 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Wir können es kaum erwarten, dir unsere Lieblingsgerichte zu zeigen, die uns immer wieder hierher locken!

    D1 – Har Gau (虾饺), der ikonische Garnelen-Dumpling, ist ein zeitloser Klassiker der kantonesischen Dim-Sum-Küche mit einer über hundertjährigen Tradition. Diese kunstvolle Kreation erinnert in ihrer Form an einen Halbmond. Ein perfekt zubereitetes Har Gau ist mit zwölf feinen Falten verziert, die sich über seine halbtransparente Haut ziehen und an das filigrane Muster eines Spinnenleibs erinnern.

    Weizenstärke und Tapiokamehl, was ihr das charakteristische glasige Aussehen verleiht. Im Inneren befindet sich eine Füllung aus saftigen Garnelen und zarten Bambussprossen, die wunderbar knusprig ist und frisch und herzhaft schmeckt.

    Nach dem Dampfgaren glänzt die schneeweiße Hülle wie ein kulinarisches Juwel und verströmt den satten Duft der herzhaften Füllung. Die Haut ist weich und doch elastisch und umhüllt die saftigen Garnelen und die knusprigen Bambussprossen. Die Garnelen selbst bringen eine natürliche Süße und ein Meeresaroma mit, das durch den erdigen Geschmack der knackigen Bambussprossen perfekt ergänzt wird.

    Die kantonesischen Maultaschen (Nr. D2), liebevoll „König der Shumai“ (瑶柱烧卖王) genannt, werden wegen ihrer reichhaltigen Füllung und ihres kräftigen Geschmacks geschätzt. Sie bestehen aus Schweinehackfleisch, zarten Garnelen und Shiitake-Pilzen. Die Zugabe von getrockneten Jakobsmuscheln (瑶柱) verleiht der Mischung eine tiefe und lang anhaltende Umami-Note.

    Die goldgelbe, mit Eigelb oder Kurkuma eingefärbte Haut ist nicht nur optisch ein Genuss, sondern lässt auch die intensiven Aromen im Inneren erahnen. Dort verschmelzen „fleischige” Garnelenstücke mit Hackfleisch zu einer zarten und zugleich festen Füllung.

    Mit jedem Bissen entfaltet sich die saftige Füllung zu einem intensiven, herzhaften Geschmack. Das Schweinehackfleisch hat einen festen Biss, während die Garnelen eine eher elastische Textur haben. Die Shiitake-Pilze sorgen für ein erdiges Aroma und die getrockneten Jakobsmuscheln für eine subtile, süßliche Meeresnote.

    Trotz des saftigen, fast öligen Inneren bleibt der Geschmack ausgewogen und wird nie zu schwer – vollmundig, aber frisch und unglaublich befriedigend.

    Die Teigtaschen mit Spinat und Jakobsmuscheln (Nr. D7), chinesisch 菠菜带子饺, erinnern an einen funkelnden Smaragd. Die zart smaragdgrüne Teighülle erhält ihre Farbe ganz natürlich durch frischen Spinatsaft, der ihr ein leicht erdiges Aroma verleiht und sie so von anderen Dumplings unterscheidet.

    Die dünne, weiche und zugleich elastische Hülle umschließt perfekt eine saftige Füllung aus Spinat, Jakobsmuscheln und Fisch. Diese Kombination ist erfrischend und köstlich zugleich. Der Spinat bringt eine feine pflanzliche Süße, die wunderbar mit der salzigen Frische der Jakobsmuscheln und des Fischs harmoniert. So entsteht eine geschmackliche Balance zwischen den Aromen von Land und Meer.

    Diese Dumplings sind nicht nur köstlich, sondern auch leicht und bekömmlich – die ideale Wahl für alle, die milde, aber gleichzeitig vielschichtige Aromen schätzen.

    Die gedämpften Tofurollen (Nr. D12), auf Chinesisch 鲜竹卷 genannt, bestehen aus hauchdünner, geschichteter Tofuhaut, die eine aromatische Füllung aus fein gehacktem Schweinefleisch und Garnelen umschließt. In einer herzhaften Mischung aus Soja- und Seafood-Sauce gegart und mit frischen Frühlingszwiebeln garniert, überzeugen sie auf ganzer Linie.

    Die goldbraune Tofuhaut glänzt verführerisch in der leichten Sauce und macht sofort Appetit. Schon beim ersten Biss beeindruckt sie durch ihre zarte, mehrschichtige Textur. Die Yuba genannte Haut entsteht durch das Erhitzen der Sojamilch, wobei sich an der Oberfläche eine dünne Schicht bildet. Obwohl sie sehr dünn und zart ist, nimmt sie Aromen hervorragend auf und speichert die Feuchtigkeit der saftigen, vollmundigen Füllung.

    Die Sauce unterstreicht die natürliche Süße der Garnelen und den herzhaften Geschmack des Schweinefleisches. Mit ihrer tiefen, würzigen Umami-Note bildet sie den perfekten Schlussakkord.

    Der Klebereis (Nr. D14), besser bekannt als Lo Mai Gai 珍珠糯米鸡 ist mit Hühnerfleisch, Schweinefleisch, kleinen getrockneten Garnelen und Pilzen gefüllt. Diese Füllung wird sorgfältig in duftende Lotusblätter gewickelt, die dem Gericht seinen unverwechselbaren Charakter verleihen.

    Das Lotusblatt wird behutsam auseinandergefaltet, um den Klebreis freizulegen. Ein warmer, erdiger Duft steigt auf und weckt die Vorfreude auf die Aromen, die sich im Inneren verbergen. Der Reis ist leicht ölig, hat genau die richtige Feuchtigkeit und ist von den feinen Kräuternoten der Lotusblätter durchzogen. Mit seiner weichen, aber bissfesten Textur ist er gehaltvoll, ohne schwer zu sein.

    Beim Dämpfen verbinden sich die Aromen der Zutaten zu einem harmonischen Ganzen: Jedes Reiskorn nimmt die Essenz des Fleisches auf und verleiht dem Gericht eine herzhafte Tiefe, während die getrockneten Garnelen einen Hauch von Umami und eine salzige Note beisteuern. Die bissfesten Pilze verbinden die verschiedenen Komponenten zu einem ausgewogenen, vollmundigen Geschmackserlebnis.

    Die gedämpften Reisteigtaschen D18, im Chinesischen bekannt als Chaozhou Fen Guo (潮州粉果), blicken auf eine lange Tradition zurück, die bis in die Ming-Dynastie (1368–1644) reicht. Als Klassiker der Teochew-Küche, die ihren Ursprung in der Stadt Chaozhou in der Provinz Guangdong hat, bestechen diese Teigtaschen durch ihre hauchdünne, durchsichtige Hülle und eine herzhafte Füllung.

    Die durchsichtige Hülle besteht aus Reismehl und Weizenstärke. Der Teig wird zu einer seidigen Konsistenz geknetet und anschließend gedämpft, bis er mit seinem glänzenden, halbtransparenten Schimmer an ein funkelndes Juwel erinnert. Die Haut ist elastisch, geschmeidig und angenehm bissfest.

    Beim ersten Biss offenbart die zarte Hülle die würzige Füllung: Knusprige Erdnüsse verleihen einen nussigen Crunch und bilden einen spannenden Kontrast zur weichen Teighülle. Ergänzt wird die Füllung durch eingelegte Senfblätter (酸菜), zarte Schweinefleischstücke und knackige Bambussprossen. Die harmonische Kombination aus herzhaften, säuerlichen und nussigen Aromen sorgt für ein einzigartiges Geschmackserlebnis.

    Der Rettichkuchen (DG1), chinesisch 萝卜糕, zeichnet sich durch seine angenehme Textur und seinen milden, beruhigenden Geschmack aus. Er verbindet ein zartes, weiches Inneres mit einer leicht knusprigen, goldbraunen Kruste.

    Der fein geriebene Rettich verleiht dem Kuchen eine dezente Süße – sichtbare Rettichstückchen sucht man jedoch vergeblich, denn der Rettich ist fein mit Klebereismehl verarbeitet. Getrocknete Mini-Garnelen (虾米) sorgen für eine feine Umami-Note, die den milden Geschmack ideal ergänzt. Das Geschmacksprofil ist mild und doch vielschichtig und harmonisch: Frischer Rettich, herzhafte Garnelen und die leicht klebrige Konsistenz des Reismehls verbinden sich zu einem ausgewogenen Gericht.

    Die Seetangrollen mit Garnelen (Nr. DG5), chinesisch 紫菜卷, gehören zu den beliebtesten Gerichten im Dim Sum House und überzeugen durch ihre knusprige Hülle und die herzhaft-salzige Füllung aus einer Garnelenpaste. Sorgfältig mit Seetang umwickelt, erhalten die Rollen eine natürliche Umami-Note und einen leichten Meeresgeschmack, der die reichhaltige Garnelenpaste perfekt ergänzt.

    Beim Biss in die goldbraune, knusprige Hülle entfaltet sich der salzige Geschmack der Garnelen und die frische, salzige Note des Seetangs. Diese Kombination aus knuspriger Hülle und zarter, aromatischer Garnelenfüllung macht das Gericht zu einer echten Delikatesse.

    Die gebratenen Tofurollen mit Gemüse und Pilzen (Nr. DG9), chinesisch 香煎腐皮卷, sind ein köstliches vegetarisches Gericht. Die äußere Tofu-Haut der Röllchen, die durch langsames Erhitzen von Sojamilch und vorsichtiges Abziehen der dünnen Membran entsteht, ist reich an Geschmack und Nährstoffen. Dieses aufwendige Verfahren ist eine wahre Kunst: Die Sojamilch wird langsam erhitzt, bis sich an der Oberfläche eine dünne Schicht bildet, die dann von erfahrenen Köchen vorsichtig abgezogen und getrocknet wird. Beim Frittieren wird die Tofuhülle goldbraun, knusprig und bissfest.

    Die Röllchen werden mit saftigem Gemüse und aromatischen Pilzen gefüllt. Durch das Eintauchen in Sojasauce mit Gewürzen oder einem Schuss Essig nehmen sie den herzhaften Geschmack der Sauce an. In Kombination mit der frischen Füllung entsteht ein harmonisches Geschmackserlebnis.

    Reisnudelrollen (肠粉 – Cheung Fun) sind ein beliebtes kantonesisches Gericht, das nicht nur in Hongkong und Guangdong viele Herzen erobert hat. Dieser zeitlose Dim Sum-Klassiker besteht aus einem feinen Reismehlteig, der zu zarten, transparenten Blättern gedämpft und anschließend zu lockeren Röllchen geformt wird. Das Besondere an Cheung Fun ist die außergewöhnliche Textur – weich, zart und leicht elastisch.

    Die Reisnudelrollen (Zhai Cheung Fun, eine vegetarische Variante) können im Dum Sum House entweder pur, unter der Nummer TF6, oder mit verschiedenen Füllungen bestellt werden. Wir empfehlen folgende Varianten:

    Gedämpfte Reisnudelrollen gefüllt mit BBQ-Schweinefleisch (Nr. TF1) – Char Siu Cheung Fun (叉烧肠)

    Diese Reisnudelrollen sind mit Char Siu gefüllt, einem kantonesischen BBQ-Schweinefleisch, das einen leicht süßlichen, herzhaften und rauchigen Geschmack hat. Das Fleisch wird gegrillt und mit etwas Honig karamellisiert, wodurch es besonders zart und aromatisch wird. Das zarte Schweinefleisch bildet einen schönen Kontrast zur weichen, glatten Hülle. Ein Schuss Sojasauce sorgt für den Umami-Geschmack.

    Gedämpfte Reisnudelrollen gefüllt mit Garnelen (Nr. TF3) – Shrimp Cheung Fun (虾肠)

    In dieser Variante treffen saftige, pralle Garnelen auf eine leichte, erfrischende Füllung. Die zarten Garnelen haben eine leichte Süße, die durch die Sojasauce noch betont wird, während die weichen, seidigen Reismehlrollen den festen Biss der Garnelen perfekt ergänzen. Diese Variante ist eine leichtere Alternative zum BBQ-Schweinefleisch und ideal für alle, die es etwas feiner und erfrischender mögen.

    Gedämpfte Reisnudelrollen gefüllt mit Hähnchenstreifen nach Sichuan-Art (Nr. TF8) – Kou Shui Ji Si Cheung Fun (口水鸡丝肠)

    Die ideale Variante für Liebhaber kräftiger, scharfer Aromen: Diese Reisnudelrollen werden mit zarten Hühnerfleischstreifen und Frühlingszwiebeln gefüllt und mit Doubanjiang (scharfe, fermentierte Bohnenpaste) und Sesamkörnern garniert. Die Doubanjiang-Sauce verleiht dem Gericht einen intensiven Umami-Geschmack mit einer würzigen und rauchigen Note, die wunderbar mit dem milden Hühnerfleisch harmoniert. Die Frühlingszwiebeln und Sesamkörner sorgen für eine angenehme Crunch und ein frisches, nussiges Aroma.

    Reisbrei mit eingelegten Eiern und Schweinefleisch (Nr. R1), chinesisch 皮蛋瘦肉粥, ist ein beliebtes Gericht aus der Region Guangdong-Hongkong-Makau, das häufig in „Congee-Lokalen“ oder anderen kantonesischen Restaurants serviert wird.

    Dieser wohltuende Reisbrei, auch Congee genannt, bildet die ideale Grundlage für die Hauptzutaten: eingelegte Eier, das in China als „tausendjähriges Ei“ bekannt sind, und zarte Scheiben mageres Schweinefleisch. Trotz seines abschreckenden Namens ist das tausendjährige Ei eine Delikatesse, die durch Fermentierung haltbar gemacht wird. Das Ergebnis ist eine cremige Konsistenz und ein feiner, salziger Geschmack mit mineralischen Nuancen. Das magere Schweinefleisch verleiht dem Reisbrei eine herzhafte Tiefe und harmoniert perfekt mit der milden Congee-Basis.

    Es ist eine Mischung aus herzhaft, salzig und umami. Die einzigartige, salzige, leicht mineralische Note der fermentierten Eier schmeckt bei jedem Löffel intensiv und mild zugleich. Ein Schuss Sesamöl und ein paar frische Frühlingszwiebeln verleihen dem Gericht ein nussiges Aroma und einen Hauch Frische.

    Im Dim Sum House gibt es noch viele weitere Congee-Variationen wie Reisbrei mit Meeresfrüchten oder Hühnerfleisch, Reisbrei pur oder Reisbrei mit You Tiao (油条), knusprig frittierten Hefeteigstäbchen, die in Congee getunkt werden.

    Gebratene Reisnudeln nach Singapur-Art (Nr. GN2), chinesisch 星州炒米, sind aromatisch und sehr schmackhaft. Trotz des Namens, der auf Singapur hinweist, stammt das Gericht ursprünglich aus Hongkong und hat sich dort als fester Bestandteil in Teehäusern, Straßenimbissen und Dim-Sum-Restaurants etabliert.

    Die dünnen, leichten Reisnudeln werden mit einer Mischung aus Currypulver und Kurkuma angebraten, was ihnen ihre charakteristische goldene Farbe und einen leicht würzigen, erdigen Geschmack verleiht. Diese Gewürzmischung sorgt zusammen mit der Süße von chinesischem BBQ-Schweinefleisch (Char Siu) und der salzigen Frische der Garnelen, sorgt für einen ausgewogenen, vollmundigen Geschmack. Zarte Hähnchenstücke und ein weichgekochtes Ei verleihen dem Ganzen Tiefe, während Frühlingszwiebeln, Koriander und Sprossen für einen frischen Biss sorgen. Dieses schmackhafte und doch leichte Gericht vereint Wärme, Würze, Umami und Frische.

    Das Dim Sum House bietet weit mehr als nur die von uns empfohlenen Gerichte. Von wohltuenden Suppen über gebratenen Reis und Pfannengerichte bis hin zu gegrilltem und gebratenem Fleisch (烧腊) sowie Pekingente (烧鸭) – und nicht zu vergessen die herzhaften Schmorgerichte wie Rindfleisch und Rindersehne im kantonesischen Eintopf (牛腩牛筋煲) oder der Meeresfrüchte-Tofu-Eintopf (海鲜豆腐煲).

    Das Dim Sum House fängt die lebendige Atmosphäre Hongkongs auf einzigartige Weise ein. Mit authentischen Aromen, dampfenden Bambuskörben und charmantem Ambiente entführt es die Gäste direkt in die Straßen der Metropole – ein Muss für Fans der kantonesischen Küche.

  • Bombay Palace: 20 Jahre indische Spitzenküche in Frankfurt

    Bombay Palace: 20 Jahre indische Spitzenküche in Frankfurt

    Nur einen Katzensprung vom pulsierenden Nachtleben des historischen Frankfurter Stadtteils Alt-Sachsenhausen entfernt, lädt das indische Restaurant Bombay Palace mit seiner gemütlichen Atmosphäre zum Verweilen ein. Hier verbinden sich rustikaler Charme und stilvolle Eleganz zu einem stimmigen Gesamtbild.

    Die Einrichtung ist ein echter Hingucker: Kunstvoll geschnitzte Holzelemente zieren den Raum und zeigen filigrane Elefantenmotive oder Götterstatuen. Das verleiht dem Restaurant eine ganz besondere, fast spirituelle Stimmung.

    Abgerundet wird die gemütliche Atmosphäre durch die außergewöhnliche Gastfreundschaft des Besitzers. Mit seiner herzlichen und stets gut gelaunten Art sorgt er dafür, dass man sich von Anfang an willkommen fühlt – immer aufmerksam, aber nie aufdringlich.

    Restaurantprofil

    Wenn wir indisch essen gehen, legen wir großen Wert auf authentische Schärfe – am liebsten original indisch oder zumindest nah dran. Da darf unser indisches Lieblingsgetränk Mango Lassi nicht fehlen: Die cremige Kombination aus süßer, reifer Mango und erfrischend säuerlichem Joghurt sorgt für eine willkommene Erfrischung, während wir die feurigen, intensiven Aromen der indischen Küche in vollen Zügen genießen.

    Als Vorspeise empfehlen wir die warmen, goldbraunen Gemüse-Pakoras, gefüllt mit einer Mischung aus zarten Kartoffeln, süßen Zwiebeln und frischen Kräutern. In würzigem Kichererbsenteig gewälzt und knusprig frittiert, entfalten sie einen herzhaften, facettenreichen Geschmack. Eine leichte Schärfe rundet das Ganze perfekt ab.

    Dazu gibt es eine erfrischende Joghurt-Minze-Sauce mit dezenter Schärfe und feiner Säure. Sie balanciert die würzigen Pakoras perfekt aus und bietet einen spritzigen Kontrast. Ein Bett aus gewürztem Kohl sorgt für eine knackige Textur und bringt zusätzliches Aroma ins Spiel.

    Als kleine Aufmerksamkeit des Hauses gibt es manchmal auch noch eine Portion Naan-Brot zu den Gerichten on top.

    Das Naan ist mit einer Mischung aus Olivenöl, zerlassener Butter und frischem Koriander bestrichen und duftet verführerisch. Die Außenseite ist leicht gebräunt, knusprig und rauchig, während das Innere schön weich und fluffig bleibt. Es lässt sich mühelos in Stücke reißen – ideal, um die reichen, aromatischen indischen Currys damit aufzunehmen.

    Apropos indisches Curry: Als erster Hauptgang erwartet uns das unwiderstehliche Lamm Vindaloo aus Südindien – ein Klassiker, der mit intensiven und vielschichtigen Aromen begeistert. Das Gericht wird nach einem speziellen Rezept zubereitet, bei dem zarte Lammstücke mit Kartoffeln und frischem Ingwer kombiniert werden.

    Das Besondere an diesem Vindaloo ist der pikante, leicht säuerliche Geschmack des Essigs, der die Schärfe der Gewürze perfekt ausbalanciert. Gewürzt wird das Gericht mit aromatischen Kräutern wie Koriander, Kreuzkümmel, Nelken und Senfkörnern, die den herzhaften Geschmack des Lammfleisches noch intensivieren. Das Lamm wird langsam gegart, bis es so zart ist, dass es auf der Zunge zergeht und den vollen, intensiven Geschmack entfaltet, der für hochwertiges Lammfleisch typisch ist. Das Gericht ist merklich scharf, kann aber auf Wunsch auch etwas milder zubereitet werden.

    Im Bombay Palace wird das Curry traditionell mit Safranreis serviert. Der zarte, blumige Duft und die leichte Süße bilden einen wunderbaren Kontrast zur Schärfe des Vindaloo.

    Unser nächstes Gericht, Special Chicken Tikka, besteht aus drei großen, entbeinten Hähnchenfilets, die 12 Stunden lang in einer Marinade aus Joghurt, frischem Ingwer, goldenem Safran, Knoblauch und einer Auswahl anderer indischer Gewürze ziehen. Dadurch wird das Hähnchen besonders zart, während die Gewürze dem Gericht eine angenehme Wärme und vielfältige Aromen verleihen.

    Im traditionellen Tandoor-Ofen gegrillt, erhält das Hähnchen einen feinen Rauchgeschmack, bleibt aber saftig und keineswegs verkohlt. Jedes Stück ist intensiv gewürzt, mit einer Prise Safran und etwas Ingwer.

    Serviert wird das Gericht mit gehacktem Kohl, Zwiebeln und Karotten, die für einen erfrischenden Crunch sorgen. Wir hatten zusätzlich um eine scharfe Sauce gebeten, die mit Chilipulver (oder Kaschmir-Chili) zubereitet wird. Diese Sauce verleiht dem Gericht eine pfeffrige Schärfe, die sich langsam entfaltet und mit jedem Bissen intensiver wird.

    Chicken Bombay ist eine Spezialität des Küchenchefs nach eigenem Rezept. Hauptbestandteil sind zarte Hähnchenbrustfilets, die in einer reichhaltigen, cremigen Currysauce serviert werden. Diese wird mit Cashewkernen und einer harmonischen Mischung duftender indischer Gewürze verfeinert.

    Das Curry besticht durch seinen milden Geschmack und eine feine, fruchtige Note – eine erfrischende Abwechslung zu den sonst typisch warmen, erdigen Aromen der indischen Küche. Ergänzt wird das Gericht durch eine bunte Auswahl an Gemüse, darunter Zucchini, Karotten, Brokkoli und Blumenkohl, die für einen lebendigen Geschmack und eine abwechslungsreiche Textur sorgen. Cashewkerne runden das Ganze mit einer feinen nussigen Note ab.

    Lamb Seekh Kebab ist eines unserer absoluten Lieblingsgerichte. Das zarte Lammhackfleisch wird mit fein gehackten Zwiebeln, frischen Kräutern und einer harmonischen Mischung aus Gewürzen mariniert. So können sich die Aromen voll entfalten, bevor die Kebabs im traditionellen Tandoor-Ofen gegrillt werden. Die intensive Hitze verleiht ihnen ein dezentes Röstaroma, während das Innere zart und saftig bleibt.

    Was dieses Gericht so besonders macht, ist die raffinierte Gewürzmischung: pikantes Garam Masala, die erdige Wärme von Kreuzkümmel und Koriander und die frische Schärfe von Ingwer und Minze. Diese Kombination hebt den intensiven Geschmack des Lammfleisches auf eine neue Ebene und macht die Kebabs unwiderstehlich.

    Serviert wird das Ganze mit knackigen Karotten und Zwiebeln, die für einen erfrischenden Crunch sorgen, sowie einer würzigen Dipsauce. Diese unterstreicht mit ihrer pfeffrigen Schärfe die rauchigen Noten der Kebabs und rundet das Geschmackserlebnis perfekt ab.

    Prawn-Biryani ist ein wahres Fest für die Sinne: Zarter Basmatireis, saftige Riesengarnelen, fein mariniertes Hühnerfleisch und eine reiche Auswahl an Gewürzen verschmelzen zu einem harmonischen Geschmackserlebnis. Warmer Kreuzkümmel, erdiger Koriander, zitroniger Kardamom, süßer Zimt, pfeffrige Nelken und duftende Lorbeerblätter bilden eine vielschichtige, verführerische Gewürzbasis, die von einer samtigen Currysauce perfekt abgerundet wird.

    Die auffallende rot-goldene Farbe unseres Biryanis verdanken wir dem erdigen Kurkuma und dem kostbaren, blumigen Safran.

    Für alle, die es etwas schärfer mögen, sorgt optional rotes Chilipulver für einen feurigen Kick und zusätzliche Intensität.

    Besonders gut hat uns die Vielfalt der Zutaten gefallen: Knackige grüne Bohnen, frische Karotten und süße Paprika bringen eine frische Leichtigkeit, die die würzigen Aromen perfekt ausbalanciert. Geröstete Cashewkerne verleihen dem Gericht eine nussige Tiefe, die wunderbar mit der aromatischen Currysauce harmoniert. In Kombination mit dem zarten Hühnerfleisch und den saftigen Riesengarnelen nimmt jedes einzelne Reiskorn die Aromen auf und bleibt dennoch locker und leicht – ein Genuss in jeder Hinsicht.

    Das Bombay Palace, eines der ersten indischen Restaurants in Frankfurt, ist seit über 20 Jahren ein fester Bestandteil der Gastronomieszene der Stadt. Zahlreiche Auszeichnungen an den Wänden zeugen vom guten Ruf des Hauses. Neben Biryani, das wahlweise mit Meeresfrüchten, Fleisch oder in einer vegetarischen Variante serviert wird, bietet die Speisekarte eine beeindruckende Auswahl an Grill- und Currygerichten: von würzigen Seekh Kebabs (Fleischspießen) und zarten Malai Tikka (cremigen Hähnchenspießen) bis hin zu aromatischem Vindaloo (feurig-säuerlichem Curry), mildem Korma (cremigem Curry) und kräftig-würzigem Tikka Masala.

    Im Bombay Palace wird der Schärfegrad individuell an die Vorlieben der Gäste angepasst. Das freundliche Personal fragt bei der Bestellung nach der gewünschten Intensität und wer es besonders scharf mag, sollte unbedingt die authentisch feurige Sauce probieren – das bringt vor allem an kalten Wintertagen garantiert den Kreislauf in Schwung!

    Auch Vegetarier kommen hier voll auf ihre Kosten. Die Speisekarte würdigt die Bedeutung von „Shakahara“ (Vegetarismus) in der indischen Kultur, wo diese Ernährungsweise tief in religiösen und historischen Traditionen verwurzelt ist und oft als Symbol für Gesundheit und sozialen Status gilt.

    Die indische Küche zeichnet sich durch eine faszinierende Mischung von Gewürzen und Kräutern aus, die im Laufe der Jahrhunderte abwechslungsreiche und nahrhafte Gerichte hervorgebracht hat. Das Bombay Palace bringt diese Vielfalt auf den Teller und verspricht sowohl Neulingen als auch eingefleischten Fans der indischen Küche ein rundum zufriedenstellendes kulinarisches Erlebnis.

  • Yuan 缘来: Das kulinarische Herz Nordostchinas in Frankfurt

    Yuan 缘来: Das kulinarische Herz Nordostchinas in Frankfurt

    In einer ruhigen Ecke Frankfurts gelegen, entführt das Restaurant Yuan 缘来 seine Gäste direkt in das ländliche Nordchina. Dieses kleine Paradies erinnert mit seinem einzigartigen Charme an ein traditionelles Bauernhaus aus der nordöstlichen Region Chinas, bekannt als Dongbei Nongjia Yuan. Dieses Konzept ist tief in der nordchinesischen Kultur verwurzelt, wo rustikale, herzhafte Aromen und gemeinsame Mahlzeiten im Mittelpunkt stehen und die Menschen verbinden.

    Restaurantprofil

    Umgeben von üppigem Grün lädt das Restaurant Yuan mit einem weitläufigen Innenhof ein, der neben einem Kinderspielplatz und ausreichend Parkplätzen auch mit einem offenen Grillbereich aufwartet. Hier wird auf Holzkohle gegrillt, der das unverwechselbare rauchige Aroma der nordchinesischen Region Dongbei verströmt. Ob für Familienfeiern, ein entspanntes Treffen mit Freunden oder ein romantisches Dinner zu zweit – das Yuan passt eigentlich immer. Dank der reichlichen Portionen eignet es sich besonders für größere Gruppen, die gerne gemeinsam genießen und teilen.

    Das Yuan begeistert mit einer beeindruckenden Auswahl an authentischen Gerichten aus dem Nordosten Chinas, die selbst einheimische Chinesen ins Schwärmen bringen. Mit den typischen Aromen dieser Region weckt jedes Gericht Erinnerungen an die Heimat und vermittelt ein tiefes Gefühl von Geborgenheit.

    Den Anfang macht Guo Bao Rou (锅包肉), gebratenes Schweinefleisch in süßsaurer Soße – ein Klassiker aus der Guangxu-Ära (1871-1908) der Qing-Dynastie. Dieses legendäre Gericht, das seinen Ursprung in der Stadt Harbin hat, verwandelt einfache Schweinefleischstreifen in eine kulinarische Delikatesse.

    Das Geheimnis liegt in der Zubereitung: Hauchdünn geschnittenes und sorgfältig gewürztes Schweinefilet wird in einen Teig aus Mehl und Stärke getaucht. Beim Frittieren entsteht eine luftige, knusprige Hülle von verführerisch goldbrauner Farbe. Anschließend wird das Fleisch kurz in einer süßsauren Sauce geschwenkt und mit frischem Koriander und Lauch verfeinert.

    Das Fleisch ist innen zart und saftig, die Sauce besticht durch eine ausgewogene Mischung aus süßen, säuerlichen und leicht salzigen Noten. Die Textur erinnert an ein Schnitzel – nur dünner, noch knuspriger und mit einem unvergleichlich frischen, spritzig-säuerlichen Abgang.

    Dongbei Glasnudelsalat (Dongbei Da La Pi, 东北大拉皮) ist ein traditionelles Leibgericht aus dem Nordosten Chinas, das für seine einzigartige Textur und seinen erfrischenden, herzhaften Geschmack geschätzt wird.

    Die Hauptzutat sind durchsichtige Glasnudeln aus Kartoffelstärke, die herrlich bissfest und gleichzeitig zart sind. Außerdem sind sie so elastisch, dass sie sich fast wie ein Gummiband dehnen lassen.

    Frische Zutaten runden das Gericht ab: knackige Gurken- und Karottenstreifen, aromatische Judasohrpilze, duftender Koriander, fein geschnittene Frühlingszwiebeln und zarte Tofustreifen. Eine aromatische Sauce aus Sojasauce, gereiftem Essig und Knoblauchpaste bildet die würzig-säuerliche Basis, während cremige Sesampaste eine reichhaltige, leicht süßliche Note beisteuert. Der Salat wird kalt serviert, wobei die seidige Sesamsauce die Nudeln sanft umhüllt. Jeder Bissen ist herrlich erfrischend – eine harmonische Verbindung aus tiefem Umami-Geschmack und milder Säure, die den typischen Wohlfühlcharakter der nordostchinesischen Küche perfekt einfängt.

    Das Restaurant Yuan bringt die BBQ-Tradition aus dem Nordosten Chinas direkt nach Frankfurt. Lammspieße (羊肉串), Rindfleischspieße (牛肉串) und Gemüsespieße wie z.B. Tofuröllchen mit Enoki-Pilzen (豆腐皮卷金针菇) werden hier unter freiem Himmel gegrillt. Auch gegrillte Hähnchenkarkassen (烤鸡架) stehen auf der Karte – eine echte Rarität in Frankfurt.

    Die Lammspieße sind saftig und mit einer Mischung aus Kreuzkümmel, Chilipulver und Pfeffer kräftig gewürzt. Sie bieten eine perfekte Balance aus fettem und magerem Fleisch, das beim Grillen seinen vollen Saft entfaltet. Dabei bildet sich eine karamellisierte Kruste, die durch ihr tiefes, erdiges Aroma und eine angenehme Schärfe besticht.

    Die Rindfleischspieße sind etwas magerer und bissfester, aber dennoch schön zart. Ihre feste Textur nimmt die intensiven Gewürze hervorragend auf, so dass jedes Stück vor Aromen nur so strotzt.

    Die Tofuröllchen mit Enokipilzen bieten ein würziges, vollmundiges Geschmackserlebnis. Die zarte “Tofu-Haut” wird beim Frittieren knusprig und sorgt für einen angenehmen Biss. Die saftigen Enoki-Pilze nehmen die würzige, leicht säuerliche Marinade auf und entfalten einen intensiven, lang anhaltenden Geschmack, der besonders Liebhaber scharfer Speisen begeistern wird.

    Eine weitere Spezialität Nordostchinas sind gegrillte Hähnchenkarkasse. Dafür wird die Karkasse gründlich gewaschen, von überschüssigem Fett befreit und gegrillt. Das Fleisch bleibt besonders saftig und aromatisch, da beim Grillen am Knochen die natürlichen Säfte erhalten bleiben und der Geschmack intensiviert wird. Die Karkasse nimmt das rauchige Aroma der Glut auf, das sich auf das zarte Fleisch überträgt. Sie hat eine würzige, pikante Note und einen knusprigen Rand, der sanft in das zarte, gut gewürzte Fleisch übergeht – ein intensives, sehr haptisches Erlebnis.

    Die Hähnchenkarkasse gibt es nicht immer auf der Speisekarte, aber es lohnt sich, danach zu fragen!

    Weiter geht es mit der würzig-knusprigen Aubergine (风味茄子). Dabei werden die Auberginenscheiben zunächst leicht in Maisstärke gewendet und dann frittiert, bis sie außen goldbraun und knusprig sind, während das Innere herrlich zart und weich bleibt.

    Nach dem Frittieren werden die Auberginen in einer aromatischen Sauce aus Szechuanpfeffer, Knoblauch, einer Prise Zucker und Sojasauce geschwenkt. Diese Kombination verleiht dem Gericht eine harmonische Balance aus süßsauren Noten und einem leicht rauchigen Aroma. Der Szechuanpfeffer sorgt für eine angenehm betäubende Schärfe, die jeden Bissen zu einem aufregend prickelnden Erlebnis macht.

    Gerösteter Sesam und frischer Koriander runden das Gericht nussig und frisch ab. Die knusprige Außenseite der Auberginen nimmt die köstliche Sauce wunderbar auf und sorgt für einen angenehmen Crunch, der perfekt mit dem saftigen Inneren harmoniert. Ein raffiniertes Zusammenspiel von vielschichtigen Texturen und intensiven Aromen.

    Geschmortes Hühnerfleisch mit Pilzen (小鸡炖蘑菇) ist ein beliebtes Eintopfgericht aus dem Nordosten Chinas, das zartes Hühnerfleisch, erdige Pilze und Glasnudeln zu einer harmonischen Komposition vereint.

    Das Hühnerfleisch wird mit duftendem Ingwer, Frühlingszwiebeln und Sternanis langsam geschmort und mit frischem Koriander serviert. Während des Schmorens verbinden sich die Säfte des Hühnchens mit den Pilzen zu einer reichhaltigen, kräftigen Brühe, die durch eine ausgewogene Mischung aus süßen und herzhaften Noten besticht. Der erdige Umami-Geschmack der Pilze ergänzt das saftige Hähnchenfleisch perfekt.

    Die aus Kartoffelstärke hergestellten Glasnudeln (土豆粉) zeichnen sich durch ihre weiche, leicht elastische Konsistenz aus, die die samtige Textur des Eintopfs unterstreicht. Ihr milder Geschmack bildet einen angenehmen Kontrast zu den intensiven Aromen von Huhn und Pilzen.

    Das Huhn wird mit Haut und Knochen geschmort, wodurch das Knochenmark und das Fett der Haut der Brühe eine besonders tiefe und seidige Textur verleihen. Die Haut ist zart und weich, während das Fleisch so butterzart wird, dass es fast von selbst vom Knochen fällt.

    In einer Region, die für ihre strengen Winter bekannt ist, sind Eintöpfe ein fester Bestandteil der Küche und in vielen Haushalten unverzichtbar. Ein gutes Beispiel dafür ist 一 锅出, zu Deutsch “Alles in einem Topf“, ein traditioneller Eintopf aus dem Nordosten Chinas, der die herzhafte und rustikale Lebensart dieser Region verkörpert. Das Gericht wird stilecht in einem gusseisernen Topf direkt am Tisch serviert und spiegelt den geselligen und unkomplizierten Charakter von Dongbei wider.

    Der Eintopf besteht aus einer großzügigen Portion zarter Schweinerippchen, die zusammen mit grünen Yundou-Bohnen, Mais und weichen Kartoffeln geschmort werden. Die Rippchen nehmen die Aromen des frischen Gemüses und der Kräuter auf und bilden eine intensive, leicht süßliche Brühe. Jeder Schluck ist eine Kombination aus der erdigen Süße der Bohnen, der cremigen Konsistenz der Kartoffeln und dem süß-knackigen Biss des Mais.

    Besonders raffiniert sind die herzhaften Pfannkuchen, die traditionell auf den Eintopf gelegt werden. Außen goldbraun und knusprig, innen zart und saftig, nehmen sie die Aromen der Brühe auf und werden so zu köstlichen Geschmacksträgern.

    Einfachheit und Authentizität machen „Alles in einem Topf“ zu einem echten Wohlfühlgericht: ohne Schnickschnack und komplizierte Gewürze, dafür mit sorgfältig ausgewählten Zutaten, die beim geduldigen Schmoren ihren vollen Geschmack entfalten und von innen wärmen.

    Fisch und Schweinedarm“ (肥肠鱼) ist ein gewagtes, geschmacksintensives Gericht, das frischen, in Stücke geschnittenen ganzer Fisch mit saftigem Schweinedärmen harmonisch verbindet. Der Fisch wird sorgfältig entgrätet, so dass nur wenige große Gräten übrig bleiben, die sich leicht entfernen lassen. Eine große Portion zarter Fisch und aromatische Innereien machen dieses Gericht zu einem wahren Festmahl.

    Eine Marinade aus Baijiu (chinesischer Reisschnaps), Frühlingszwiebeln, Ingwerwasser und Salz verleiht dem Fisch eine besondere Tiefe und bringt seinen natürlichen Geschmack voll zur Geltung. Eine feine Schicht aus Eiweiß und Stärke sorgt für eine zarte, aber feste Konsistenz und gibt dem Fischfleisch eine seidige Textur. Die mit Gewürzen verfeinerte Fischhaut besticht durch ein intensives, herzhaftes Aroma, während das Fischfleisch besonders zart und schmackhaft ist.

    Die Schweinedärme überzeugen durch ihre saftige, zarte Struktur und ihren unverwechselbar kräftigen Geschmack. Angereichert mit den Gewürzen der Brühe entfaltet sich eine feine Rauchnote. Die cremige, aber bissfeste Textur bildet einen reizvollen Kontrast zum delikaten Fisch, während die würzig-pikanten Aromen eine angenehme, wohltuende Wärme hinterlassen.

    Ergänzt wird das Gericht durch eine Auswahl an frischem Gemüse: Weicher Tofu, knackige Sojasprossen und aromatische Judasohrpilze verleihen ihm eine erdige Tiefe und eine spannende Textur. Abgerundet wird die Komposition durch frischen Koriander und getrocknete Chilischoten, die eine feurige Schärfe und ein intensives Knoblaucharoma beisteuern.

    Dieses Gericht ist ein wahres Fest für die Sinne: Leuchtende Farben, intensive Aromen und ein unverwechselbarer Geschmack machen es einfach unwiderstehlich für alle, die kräftige und ausdrucksstarke Aromen mögen.

    Das Restaurant Yuan hat sich auf herzhafte Eintöpfe spezialisiert und bietet eine beeindruckende Vielfalt an Zutaten: Schweinefleisch, Hühnchen, Gänsefleisch (auf Vorbestellung), Fisch und Meeresfrüchte. Sie eignen sich hervorragend zum Teilen, denn die üppigen Portionen sind oft selbst für zwei Personen zu groß. Für kleinere Gruppen sind auch die hausgemachten Pfannengerichte eine ideale Alternative – ob vegetarisch oder mit Fleisch (z.B. gegrillt) – und das alles zu wirklich fairen Preisen.

    Die nordostchinesische Küche Chinas spiegelt die Vielfalt und den Reichtum einer Region wider, die für ihre beeindruckende Natur bekannt ist: über 70 Geflügelarten, 50 verschiedene Wild- und Nutztierarten, 100 Fischarten sowie eine Fülle an Obst, Gemüse und Getreide. Dieser Reichtum prägt die kulinarische Tradition der Region und spiegelt sich in den üppigen Portionen und intensiven Aromen der Yuan-Gerichte wider.

  • Sonamu: Ein Stück Korea in der Berger Straße – Natürlich. Authentisch. Köstlich.

    Sonamu: Ein Stück Korea in der Berger Straße – Natürlich. Authentisch. Köstlich.

    Heute möchten wir Ihnen ein Restaurant vorstellen, das die Herzen von Liebhabern der koreanischen Küche höher schlagen lässt. Es liegt in der belebten Berger Straße und trägt den Namen Sonamu – das koreanische Wort für Kiefer. Schon beim Betreten des Lokals entfaltet sich der natürliche Charme des Restaurants und zieht die Gäste sofort in seinen Bann.

    Passend zum Namen ist das Design des Restaurants von Holz geprägt. Von der rustikalen Außenfassade bis zum gemütlichen Innenraum finden sich überall Holzelemente und schaffen eine schlichte und zugleich einladende Atmosphäre. Im Außenbereich erwartet die Gäste eine kleine, von Bambus gesäumte Oase – ein Rückzugsort mitten in der Stadt. Egal, ob man in entspannter Runde essen oder sich zu einem geschäftlichen Networking einfinden möchte – das Restaurant bietet den idealen Rahmen.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Sonamu
    • Adresse: Berger Str. 184, 60385 Frankfurt am Main
    • Stil: Koreanische Küche – Streetfood, Teigtaschen, Nudeln und Reisgerichte, Pfannengerichte, Eintöpfe
    • Preis: ca. 25 – 35 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Bae Tschu Tschon ist die perfekte Vorspeise, um sich auf den Hauptgang einzustimmen. Der Pfannkuchen besteht aus frischen Napa-Kohlblättern, die in einem zarten Weizenteig gebacken werden. Innen ist er locker und weich, außen knusprig und goldbraun. Ein würziger Sojasaucen-Dip rundet das Gericht ab und verleiht ihm eine feine Umami-Note. Die Aromen sind dezent und lassen den frischen Teiggeschmack angenehm zur Geltung kommen.

    Besonders raffiniert ist die Präsentation des Gerichts: Ein ganzes Kohlblatt liegt ausgebreitet auf dem Pfannkuchen und erinnert in seiner Form an einen Baum – eine subtile Anspielung auf den Namen des Restaurants. Dieses kleine Detail verbindet das Gericht harmonisch mit der natürlichen und beruhigenden Atmosphäre des Hauses.

    Galbi, geschmorte Rippchen, sind in Korea ein traditionelles Gericht, das zu besonderen Anlässen gegessen wird und den Zusammenhalt und die Verbundenheit innerhalb der Familie symbolisiert.

    Die Rippchen werden in einer aromatischen Marinade aus Sojasauce, Honig und Äpfeln eingelegt, die süße, salzige und umami Aromen beisteuert. Etwas Chili sorgt für eine dezente Schärfe. Langsam gegart, werden die Rippchen wunderbar zart und bieten die perfekte Balance zwischen zartem Fleisch und saftigem Fett.

    Serviert wird das Gericht mit einer Vielzahl von Zutaten wie zarten Kartoffeln, Karotten, frischen Frühlingszwiebeln, Eierstichstreifen, pfeffrigem Rucola und Brokkoli, die zusammen eine ausgewogene Textur und einen harmonischen Geschmack ergeben.

    Die Brühe ist ein echtes Highlight: reichhaltig und voll im Geschmack, mit einer warmen, würzigen Tiefe. Die Kombination aus zarten Rippchen und frischen Zwiebeln bildet einen spannenden Kontrast, der das gehaltvolle Fleisch noch intensiver zur Geltung bringt und gleichzeitig für eine erfrischende Note sorgt.

    Bulgogi gehört zweifellos zu den bekanntesten Gerichten der koreanischen Küche und ist aus vielen koreanischen Haushalten nicht wegzudenken. Das köstliche Pfannengericht kombiniert zartes Fleisch in einer aromatischen Marinade aus Sojasauce, Ingwer, Knoblauch, Lauch und Pilzen mit der natürlichen Süße von Äpfeln, koreanischen Birnen und etwas Honig.

    Im Sonamu kann man sich sein Bulgogi nach Lust und Laune aus verschiedenen Fleischsorten wie z.B. Hähnchenkeule (ohne Knochen), Rinderrippchen oder Schweinenacken zusammenstellen. Ganz klassisch wird Bulgogi mit Rindfleisch zubereitet, wir haben uns jedoch für die Entenbrust, Bul Go Gi Ori, entschieden, die einen besonders intensiven und vollmundigen Geschmack bietet. Die köstliche Marinade, insbesondere die koreanischen Birnen mit ihrer natürlichen Süße, machen das Fleisch nicht nur zart, sondern verleihen ihm auch eine feine, fruchtige Note. Diese verfeinert den Geschmack und macht das Fleisch besonders saftig und aromatisch.

    Die Gemüsebeilage, bestehend aus Karotten, Frühlingszwiebeln, Rucola, Pilzen, Zwiebeln, Brokkoli, grünen Bohnen und Glasnudeln, harmoniert perfekt mit dem saftigen, leicht faserigen Fleisch und unterstreicht den herzhaften, leicht süßlichen Geschmack.

    Die dazu gereichte Suppe auf Sojabasis ist kräftig, nussig, rauchig und recht salzig, weshalb man sie am besten in kleinen Mengen genießt. Zum Bulgogi gehört auch eine Schüssel Reis, der im Sonamu eine leicht violette Färbung hat – ein Zeichen dafür, dass er aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten besteht. Diese Kombination verleiht dem Gericht einen nussigen Geschmack und liefert zusätzliche Nährstoffe.

    Kim Sam Bok ist ein scharfes koreanisches Wokgericht mit zartem Schweinenacken, der eine ausgewogene Mischung aus magerem und fettem Fleisch bietet. Dieses wird zusammen mit scharf-saurem und knackigem Kimchi – einer fermentierten Gemüsemischung – angebraten. Abgerundet wird das Gericht mit einer großzügigen Portion Gochujang, der berühmten koreanischen Chilipaste, die dem Ganzen Tiefe, Schärfe und eine leichte Süße verleiht. Diese ikonische Paste sorgt für einen unverwechselbaren Kick und eine erdige, umamiartige Note, die noch lange nachklingt.

    Das intensive Schweinefleischaroma wird durch zarten Tofu, Glasnudeln und süße Karotten perfekt ergänzt. Schwarzer und weißer Sesam sowie pfeffriger Rucola verleihen dem Gericht einen frischen, nussigen Biss.

    Das harmonische Zusammenspiel von würzigem, fermentiertem Kimchi und saftigem, herzhaftem Schweinefleisch macht Kim Sam Bok zu einem intensiven Geschmackserlebnis.

    Bibimbap gehört zu den beliebtesten koreanischen Spezialitäten und ist ein ausgewogenes Reisgericht, das mit verschiedenen Gemüsesorten belegt und mit Sesamöl und scharfer Chilipaste verfeinert wird. Im Sonamu kann man Bibimbap auf zwei verschiedene Arten genießen: Entweder in einer warmen Keramikschale mit einem Spiegelei und frischem Rucola oder in einer heißen Steinschale (Dol Sot Bibimbap) mit rohem Eigelb, Apfelstreifen und Rucola. Wir haben uns für die Dol Sot-Variante entschieden, bei der die Hitze der Steinschale den Reis knusprig werden lässt und gleichzeitig das Vermischen der Zutaten direkt nach dem Servieren erleichtert.

    Bibimbap kann entweder vegetarisch oder mit verschiedenen Fleischsorten wie Rind, Hähnchen, Ente oder Schwein zubereitet werden. Wir haben uns für Hähnchen entschieden, da es dem Gericht eine besonders zarte und saftige Note verleiht.

    Dazu kommen Bambussprossen, Holzohr- und Shiitake-Pilze, Auberginen, Eisbergsalat, Zucchini und eine Prise Chili. Wer es noch schärfer mag, kann etwas Chilipaste dazugeben!

    Alles gut vermischen, damit sich die Aromen entfalten können – rauchig, leicht säuerlich und pikant, mit einer frischen Gemüse-Note. Das rohe Eigelb verschmilzt mit dem Reis und verleiht ihm eine cremige, reichhaltige Textur, während die heiße Schale den Reis unten knusprig macht und so einen schönen Kontrast zum frischen Gemüse und dem zarten Eigelb bildet.

    Bibimbap ist das perfekte Gericht für alle, die eine Vielfalt an Aromen, Texturen und gesunden Zutaten suchen – es bietet Komfort und Spannung bei jedem Bissen.

    Neben den bereits von uns erwähnten Gerichten bietet Sonamu auch beliebte Vorspeisen wie Japchae (gebratene Glasnudeln mit Gemüse), panierte Mandu (koreanische Teigtaschen) und Kimchi Jeon (pikante Kimchi-Pfannkuchen) an. Bei den Hauptgerichten könnt ihr auf vegetarische und fleischhaltige Optionen wie Dak Gang Jeong (koreanisches Fried Chicken) und Meeresfrüchtespezialitäten wie Ojing-eo Bokkeum (gebratener Tintenfisch) zurückgreifen.

    Auf jedem Tisch stehen kleine Schälchen mit Beilagen (Banchan genannt), darunter Kimchi, das nicht nur geschmacklich ausgleichend, sondern auch verdauungsfördernd wirkt – nicht umsonst ist es das Grundnahrungsmittel der koreanischen Küche.

    Die Speisekarte des Sonamu mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, bietet aber einen tiefen Einblick in das Herz der koreanischen Küche. Ein gutes Beispiel ist das Bibimbap, das in traditionellen Steinschalen serviert wird – eine Praxis, die auf die Frühzeit Koreas zurückgeht, als Hülsenfrüchte erstmals in Steintöpfen gekocht wurden. Diese Methode ist der Ursprung der heute so beliebten Steinschalengerichte. Im 5. Jahrhundert trug der Buddhismus zur Entstehung einer reichen Tradition vegetarischer Gerichte bei, während im 7. Jahrhundert Gewürze wie Knoblauch und Ingwer den typisch scharfen Geschmack der koreanischen Küche prägten. Unter dem Einfluss der Mongolen im 13. Jahrhundert wurden verschiedene Fleischsorten wie Schwein, Rind und sogar Meeresfrüchte zusammen mit Reis zu unverzichtbaren Bestandteilen der koreanischen Küche.

    Von der scharfen Kimchi-Pfanne bis zum wohltuend warmen Bibimbap – jedes der liebevoll zubereiteten Gerichte im Sonamu entführt auf eine geschmackvolle Entdeckungsreise durch Jahrhunderte voller Tradition und Aromen.

  • Das Swaad in Frankfurt: Wo Tradition und Geschmack der indischen Küche verschmelzen

    Das Swaad in Frankfurt: Wo Tradition und Geschmack der indischen Küche verschmelzen

    Mit dem Einzug des Herbstes sinken die Temperaturen und die Natur zeigt sich in warmen, intensiven Farben. Die Sehnsucht nach wärmenden und würzigen Speisen wächst. Da sind die intensiven und farbenfrohen Gewürze der indischen Küche genau das Richtige, um uns durch die kühle Jahreszeit zu begleiten und unseren herbstlichen Appetit zu stillen.

    Heute möchten wir euch endlich Swaad vorstellen – ein Restaurant, das uns schon lange beschäftigt. Einige unserer indischen Freunde schwärmen davon. Trotz eines Wechsels des Besitzers und des Küchenchefs wird die Küche nach wie vor ihrem Ruf gerecht.

    Das Swaad vereint das Beste aus zwei Welten: Es ist Restaurant und Cocktailbar in einem. Das Interieur besticht durch seinen modernen Lounge-Charakter mit indischem Flair. Dennoch zieht es uns nach draußen, mit Blick auf das charmante Nordend, wo das Restaurant zwischen historischen Gebäuden und üppigem Grün eingebettet ist.

    Restaurantprofil

    Um das Beste aus der indischen Küche herauszuholen, ist die Wahl des passenden Getränks ebenso entscheidend wie das Essen selbst. Ein erfrischendes Getränk kann die Schärfe der Gewürze abmildern und so dazu beitragen, die vielfältigen Aromen in aller Ruhe zu genießen.

    Mango Lassi ist ein cremiges und köstliches Getränk, das die tropische Süße reifer Mangos mit der milden Säure von Joghurt verbindet. Bei Swaad ist das Mango Lassi besonders dickflüssig und samtig, fast wie ein püriertes Fruchtdessert. Diese reichhaltige Textur, die süße und saure Noten perfekt ausbalanciert, macht es zu unserem liebsten Begleiter zu würzigen indischen Gerichten.

    Die Holunder-Minze-Limonade ist eine erfrischende Variante der klassischen Limonade, verfeinert mit dem leicht blumigen Aroma von Holunderblüten und frischer Minze. In diesem Getränk vereinen sich minzige, süße, säuerliche und sogar leicht salzige Aromen in perfekter Harmonie. Fruchtwürfel am Boden sorgen bei jedem Schluck für eine spritzige Überraschung. Zusammen mit einer Scheibe grüner Zitrone eine hervorragende Wahl, um sich zu erfrischen und neue Energie zu tanken.

    Naanbrot ist die perfekte Wahl für den Beginn einer indischen Mahlzeit. Bei Swaad ist das Naan wunderbar ausgewogen: außen leicht knusprig und innen unwiderstehlich weich. Es eignet sich hervorragend zum Dippen und Eintauchen in kräftig gewürzte Soßen.

    Zum Naan gibt es eine Dipsauce, die an ein würziges Zwiebel-Tomaten-Chutney erinnert. Sie ist leicht säuerlich und pikant und vereint frische Zwiebeln, Tomaten und Sellerie zu einem verführerischen Geschmack, der perfekt zum Naanbrot passt.

    Lamm Nihari ist ein beliebtes Gericht auf dem indischen Subkontinent. Traditionell wird es über Nacht langsam gegart, damit das Lamm zart wird und sich die Gewürze zu einer aromatischen und schmackhaften Sauce verbinden. Der Name „Nihari“ stammt vom arabischen Wort „Nahar“, was „Tag“ bedeutet, und wird traditionell zu einer frühen Tageszeit serviert, also zum Frühstück oder als frühes Mittagessen.

    Im Restaurant Swaad wird die kulinarische Tradition des Lamm Nihari lebendig. Das zartes Lammfleisch saugt die würzige Sauce auf, die mit Joghurt, Ingwer und gebratenen Zwiebeln verfeinert ist. Mit jedem Bissen entfalten sich die aromatischen Gewürze zu einer tiefen und komplexen Harmonie, während eine dezente Süße die Schärfe wunderbar ausbalanciert. Wie immer haben wir uns für die original indische Schärfe entschieden – für uns darf es ruhig feurig sein!

    Serviert mit Naan oder duftendem Basmatireis wird Lamm Nihari zu einer herzhaften, wärmenden Mahlzeit, die den Magen füllt und den Appetit anregt.

    Tandoori Chicken Tikka ist ein klassisches indisches Gericht aus zarten Hähnchenbruststücken, die in einer reichhaltigen Mischung aus Joghurt, Ingwer, Knoblauch und einer Vielzahl von Gewürzen mariniert und in einem traditionellen Lehmofen, dem Tandoor, gegrillt werden. Durch die hohe Hitze im Tandoor entsteht eine rauchige, leicht angebrannte Oberfläche, während das Innere wunderbar zart und saftig bleibt.

    Die leuchtend rote Farbe des Tandoori Chicken Tikka ist ein sichtbares Zeichen für die intensiven Aromen, die es zu entdecken gilt. Die Gewürze in der Marinade – darunter Kreuzkümmel, Koriander und Garam Masala – verleihen dem Hühnchen einen warmen, erdigen Geschmack mit ausgewogener Schärfe. Der Joghurt macht das Fleisch besonders zart und sorgt für eine cremige Frische, die die kräftigen Gewürze harmonisch ausbalanciert.

    Würzige Zwiebeln und frisches Gemüse unterstreichen den rauchig-aromatischen Geschmack des Hähnchens und bilden eine unwiderstehliche Kombination. Feurig, aromatisch und vollmundig – nicht umsonst zählt dieses Gericht zu den Klassikern der indischen Küche.

    Palak Paneer ist ein beliebtes vegetarisches Gericht aus Nordindien, das nährstoffreichen Spinat mit zartem, hausgemachtem Paneer-Käse kombiniert. Die leuchtend grüne Farbe kommt vom pürierten Spinat, der die Basis für die Sauce bildet. Verfeinert wird das Gericht mit einer harmonischen Gewürzmischung aus Kreuzkümmel, Kurkuma, Knoblauch und Garam Masala, die ihm eine angenehme, nussig-würzige Note und eine feine Süße verleiht.

    Der milde, weiche Paneer-Käse nimmt die kräftigen, erdigen Aromen des Spinats und der Gewürze hervorragend auf. Das Besondere an diesem Gericht ist, dass es gleichzeitig sättigend und leicht ist – der Spinat bringt eine frische, leicht säuerliche Note ins Spiel, während der Käse eine dezente Cremigkeit beisteuert, ohne zu schwer im Magen zu liegen. Auch dazu gibt es wieder Naan oder Basmatireis.

    Die Speisekarte bietet eine große Auswahl an leckeren Gemüsegerichten mit Auberginen, Tomaten, Linsen, Okra, Kartoffeln, Spinat und vielem mehr. Hier wird die vegetarische Küche geradezu zelebriert! Kein Wunder also, dass indisches Essen bei meinen vegetarischen Freunden immer ganz oben auf der Liste steht – die Auswahl ist einfach unschlagbar. Viele Inder leben aus religiösen Gründen vegetarisch. Swaad würdigt diesen Lebensstil und präsentiert eine beeindruckende Vielfalt an vegetarischen Gerichten.

    Auch Fleischliebhaber kommen nicht zu kurz: Von Tandoori-Gerichten über würzige Currys mit Hähnchen, Lammfleisch und Fisch bis hin zu aromatischen Reisgerichten wie Biryani ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die Vorspeisen sind ein Genuss: Neben frischen Salaten warten Bhaji (frittierten Zwiebeln), Samosas und knusprige Pakoras mit Hähnchenfleisch, Fisch oder Garnelen auf die Gäste.

    Im Swaad verschmelzen Fleisch, Gemüse und Getreide zu köstlichen, sinnlichen Kreationen. Jeder Bissen ist ein Feuerwerk an Aromen, Farben und Düften!