Heute nehmen wir euch mit in ein einzigartiges koreanisches Restaurant, das wir eher zufällig entdeckt haben – und wir waren begeistert! Das Danji ist eine Kombination aus Restaurant und Bar und hat bis spät in die Nacht geöffnet, manchmal sogar bis 2 Uhr morgens.
Restaurantprofil
🏷️ Name des Restaurants: Danji
📍 Adresse: Im Prüfling 63, 60389 Frankfurt am Main
🍜 Küche: Koreanisch – Streetfood Snacks, Reiskuchen, Grillgerichte, Wokgerichte, Suppen, Nudeln, Reisgerichte, Hot Pot
💰 Preis: ca. 25 – 35 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)
Das Danji punktet mit einem wirklich stimmungsvollen Ambiente. Hier trifft rustikaler Charme auf gedämpftes Licht, Backsteinwände und einen leicht industriellen Touch. An den Wänden hängen verspielte Zeichnungen von kulinarischen Highlights wie gegrilltem Schweinebauch und Soju – ein traditioneller koreanischer Schnaps, der für seinen milden, leicht süßlichen und fruchtigen Geschmack bekannt ist.

Die Sofas sind so angeordnet, dass sie für alles gerüstet sind: für ein romantisches Date zu zweit, ein Treffen mit Freunden oder eine Party in größerer Runde.
Bevor wir zu den Hauptgerichten kommen, wollen wir euch eine richtig leckere Vorspeise ans Herz legen: Nr. 5 – Maneul Ddongjib (마늘똥집).

Der Name „Ddongjib“ (똥집) bezieht sich hier auf den Kropf (auch als „Hühnermagen“ bezeichnet) der in der koreanischen Küche sehr beliebt ist und gerne als Beilage zu Alkohol, vor allem Soju oder Bier, genossen wird.
Auf dem Grill entfalten die Ddongjib eine unwiderstehliche Kombination: Sie sind knusprig, bissfest und fast ein wenig zäh mit einem dezenten, rauchigen Röstaroma. Das Grillen intensiviert den natürlichen Umami-Geschmack und verleiht dem Gericht eine rauchige Tiefe, die den erdigen, herzhaften Charakter.
Dazu gibt es einen leckeren Dip aus Sesamöl – der nussige Duft des Öls harmoniert wunderbar mit dem Meersalz und unterstreicht den kräftigen Geschmack des Fleisches, ohne an Bissfestigkeit zu verlieren. Abgerundet wird das Gericht durch geröstete Knoblauchzehen, die eine leicht scharfe und karamellisierte Note beisteuern, und Frühlingszwiebeln, die für eine knackig-frische Würze sorgen.

Bei Danji sind die Grillgerichte ein absolutes Muss! Für den Anfang empfehlen wir zum Beispiel Nr. 8 – Seoksue Osam Bulgogi (석쇠오삼불고기). Zarter Schweinebauch (Samgyeopsal) und saftiger Tintenfisch (Ojingeo) werden auf einem Grillnetz („Seoksue“) serviert.

Das Fleisch hat ein rauchiges Aroma und leicht geröstete Ränder, wahrscheinlich vom Grillen über offenem Feuer.

Der Schweinebauch wird in einer klassischen Bulgogi-Marinade aus Sojasauce, Zucker, Knoblauch, Sesamöl und geriebener koreanischer Birne mariniert, die ihm einen herzhaften, leicht süßlichen und vollmundigen Geschmack verleiht. Der Tintenfisch ist zart, aber bissfest, nimmt die Aromen der Marinade auf und bleibt schön saftig.
Dazu gibt es frische Kohlblätter, die sich gut zu kleinen Wraps falten lassen, eine Schale Reis, eine Sojasauce mit Zwiebeln und Chili sowie eingelegten Rettich. Die Soße sorgt mit ihrer milden Schärfe und Säure für die richtige Würze, der fermentierte Rettich für den nötigen Crunch und Frischekick.
Am besten schmeckt das Seoksue Osam Bulgogi, wenn man eine Scheibe Schweinebauch und ein Stück Tintenfisch in ein Kohlblatt wickelt, mit etwas Soße beträufelt und mit Zwiebeln und eingelegtem Rettich garniert.

Die Nr. 9 Seoksue So Bulgogi (석쇠소불고기) ist eine klassischere Variante des Bulgogi. Es kann mit verschiedenen Fleischsorten zubereitet werden, traditionell wird jedoch Rindfleisch verwendet. Beilagen sind wie beim Seoksue Osam Bulgogi Reis, Sojasauce und fermentierter Rettich.

Die gegrillten Rindfleischscheiben sind sehr zart und eher fettarm. Sie überzeugen durch ein rauchiges Aroma und leicht karamellisierte Ränder, die den natürlichen, herzhaften Geschmack des Fleisches unterstreichen. Eine klassische Marinade aus Sojasauce, Zucker, Knoblauch, Sesamöl und Birnenraspeln verleiht dem Gericht seinen typisch würzigen Geschmack mit einer dezenten Süße, die den kräftigen Rindfleischgeschmack perfekt abrundet. Frühlingszwiebeln und geröstete Sesamkörner sorgen für eine angenehme Frische und ein nussiges Aroma.

Auch das Bulgogi-Rindfleisch in knackige Salatblätter wickeln und mit den süß-scharfen Banchan (Beilagen) genießen.
Falls ihr so wie wir noch mehr Salatblätter benötigt, könnt ihr diese übrigens kostenlos nachbestellen. Aber auch ohne Salat schmeckt das Fleisch unglaublich lecker.

Die Nr. 17 – Haemul Eomuk Tang (해물 어묵탕) ist ein herzhaftes und wohltuendes koreanisches Gericht, das besonders Meeresfrüchte-Liebhaber und alle, die eine warme und nahrhafte Mahlzeit suchen, begeistern wird. Diese Suppe mit Meeresfrüchten und Fischpasteten bzw. Fischkuchen ist in Korea vor allem in den kalten Monaten ein echter Klassiker. Sie überzeugt durch ihren milden Umami-Geschmack und eine dezent salzige Meeresnote.

Die Fischkuchen (Eomuk), hergestellt aus Fischpaste, d.h. fein gemahlenem Fisch, Mehl und Gewürzen, haben eine weiche, elastische Textur und einen unverwechselbaren salzig-süßen Geschmack. Sie nehmen die Brühe perfekt auf und verleihen jedem Bissen eine besondere Tiefe.

Die Brühe selbst ist klar, aber voller Geschmack: leicht salzig, etwas süßlich und voller frischer Meeresaromen von Muscheln und Garnelen. Hinzu kommen Rettich, Lauch, Zwiebeln und Kohl, die nicht nur für Biss, sondern auch für eine natürliche Süße sorgen.

Serviert wird die Suppe mit einer Schale Reis und einer Sojasauce, die den Fischpasteten und Meeresfrüchten einen erdig-salzigen Touch verleiht.

Der milde Geschmack dieser Suppe ist eine gelungene Abwechslung zu den oft kräftigen und scharfen Aromen der koreanischen Küche.
Weiter geht es mit Nr. 10 Buldak (불닭), einem feurigen koreanischen Gericht. Der Name „Buldak“, übersetzt „Feuerhuhn“, sagt schon alles: Hier erwartet dich eine scharfe Chilisauce, die dir ordentlich einheizt! Serviert wird das Gericht mit zarten Hähnchenstücken, frischem Gemüse und weichem Reiskuchen.


Das Hühnerfleisch ist von Natur aus zart und mild, was es zur idealen Basis für die kräftige, scharfe Würzmischung macht. Eine Chilisauce sorgt für intensive Schärfe, aber auch für eine leichte Süße, die alles harmonisch ausbalanciert – ein wahres Geschmacksfeuerwerk! Die Reiskuchen (Tteok) sind schön bissfest und saugen die Sauce auf wie ein Schwamm.
Unser Tipp: Bestell dir geschmolzenen Käse dazu (für 2 € extra). Er mildert die Schärfe der Chilisauce und gibt dem Gericht eine cremige Konsistenz. Frisch geschnittener Lauch rundet das Ganze mit einem Hauch Zwiebelschärfe ab.
Buldak ist eines unserer absoluten Lieblingsgerichte im Danji – es bietet ein berauschendes Geschmackserlebnis und eine perfekte Balance zwischen Schärfe und Süße. Ein Muss für alle, die es etwas feuriger mögen!

Die Nr. 20 Dakbal + DIY Rice Balls (닭발 + 주먹밥) ist ein echtes Abenteuer für den Gaumen und zeigt, wie mutig die koreanische Küche sein kann. Hier treffen scharfe, entbeinte Hühnerfüße (Dakbal) auf „Do-It-Yourself“-Reisbällchen (Jumeokbap) – eine Kombination, die neugierig macht!

Die Hühnerfüße werden in einer fermentierten Chilisauce geschmort, die eine intensive Schärfe mit einem tiefen, erdigen und umamiartigen Geschmack entwickelt – vergleichbar mit fermentiertem Tofu (腐乳). Die Sauce ist scharf, salzig und leicht säuerlich und umhüllt alle Zutaten, so dass man den vollen Geschmack genießen kann.


Ja, die Hühnerfüße sind vielleicht ungewöhnlich, aber uns haben sie trotzdem geschmacklich überzeugt! Die Sehnen sind weich und leicht bissfest, während Haut und Fett butterzart sind und fast wie Gelee auf der Zunge zergehen.

Dazu gibt es frischen Lauch und Sprossen, die für den nötigen Knack sorgen und das kräftig-würzige Aroma perfekt ausbalancieren.
Einen erfrischenden Kontrast dazu bietet die Mayonnaise mit Fischrogen. Ihre cremige, leicht säuerliche Textur harmoniert perfekt mit dem frischen Fischrogen, der für eine salzige Geschmacksexplosion sorgt – ein gelungener Ausgleich zum feurigen Dakbal.

Als Beilage werden „Do-It-Yourself“-Reisbällchen serviert: eine Schüssel mit warmem Reis, garniert mit Mayonnaise und gekochtem Thunfisch. Der Reis ist weich, leicht säuerlich und hat einen dezenten Umami-Geschmack. Gelber eingelegter Rettich (Danmuji) sorgt für eine knackige Textur und eine süß-saure Note, während Nori (Algenflocken) dem Ganzen eine umamireiche, maritime Tiefe verleiht. Diese Kombination erinnert an die Aromen der traditionellen koreanischen Reisrollen (Kimbap).


Man kann den Reis einfach löffeln oder mit den beiliegenden Handschuhen kleine, mundgerechte Bällchen formen. Der milde, beruhigende Geschmack gleicht die Schärfe der Hühnerfüße aus und schafft eine spannende Balance zwischen feurigem Kick und cremigem Genuss.
Die koreanische Küche, die auf eine reiche Geschichte und tief verwurzelte kulinarische Traditionen zurückblicken kann, befindet sich in einem ständigen Wandel – geprägt von kreativen und innovativen Interpretationen der traditionellen Küche. Im Danji spürt man diesen innovativen Geist in jedem Gericht. Sehr beliebt ist zum Beispiel Sundubu Jjambbong Tang, ein koreanisch-chinesischer Fusion-Hotpot mit Schweinefleisch, Meeresfrüchten, Gemüse und Tofu.
Aber die Speisekarte bietet noch viel mehr: von Nudelgerichten über Klassiker wie Tteokbokki (Reiskuchen mit scharfer Sauce) und Korean Fried Chicken bis hin zu Hot Pots mit Kimchi, Schweinefleisch und Tofu sowie Mandu (koreanische Teigtaschen) und dem ikonischen Bibimbap (Reisschale mit verschiedenen Toppings).
Egal, ob ihr schon lange Fans der koreanischen Küche seid oder einfach mal etwas Neues ausprobieren wollt: Bei Danji werdet ihr auf jeden Fall fündig!