Pho 97: Pho und mehr – Ein Stück Vietnam in Frankfurt

Heute entführen wir dich ins Pho 97, ein neu eröffnetes vietnamesisches Restaurant, das den Zauber der verwinkelten Gassen von Hội An versprüht – eine der am besten erhaltenen Altstädte Vietnams, berühmt für ihre stimmungsvoll beleuchteten Nächte, besonders während des magischen Hội An Laternenfestes.

Schon beim Eintreten taucht man in eine stimmungsvolle Welt ein: Von der Decke hängen traditionelle vietnamesische Laternen – filigran aus Bambus und bunter Seide gefertigt, verbreiten sie ein warmes, festliches Licht. Diese kunstvollen Laternen, die vor allem während des vietnamesischen Mondfestes (Tết Trung Thu) und des vietnamesischen Neujahrsfestes (Tết Nguyên Đán) zu sehen sind, stehen für Glück und Wohlstand und verstärken das einladende Ambiente des Restaurants.

Restaurantprofil

🏷️ Name des Restaurants: Phở 97
📍 Adresse: Berger Str. 97, 60316 Frankfurt am Main
🍜 Küche: Vietnamesisch – Pho, Curry, Pfannengerichte, Reis- und Nudelgerichte, Salat, Sommer- und Frühlingsrollen
💰 Preis: ca. 20 – 30 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

Ein kräftiges Rot dominiert das Interieur – in der vietnamesischen Kultur eine Glücksfarbe, die für Wohlstand und Erfolg steht. Weiche Sofas und kleine Tische für zwei oder vier Personen schaffen eine entspannte, ungezwungene Atmosphäre – perfekt für ein genussvolles Essen in netter Gesellschaft.

In vietnamesischen Restaurants gibt es oft eine große Auswahl an Getränken, egal ob heiß oder kalt. Das Pho 97 ist da keine Ausnahme. Bevor wir uns dem Essen widmen, werfen wir einen Blick auf unsere Lieblingsgetränke.

Wir starten mit dem Avocado-Smoothie – eine supercremige Mischung aus reifen Avocado, gesüßter Kondensmilch und einer Prise vietnamesischer Raffinesse. Eigentlich ist er weniger ein Getränk als ein Dessert im Glas! Die Avocado sorgt für eine herrlich cremige, fast buttrige Konsistenz, die perfekt mit der süßen Kondensmilch verschmilzt.

Besonders milchig, dickflüssig und wunderbar sättigend überzeugt der Smoothie mit einer feinen, honigartigen Süße.

Etwas Joghurt bringt eine erfrischende Säure ins Spiel und sorgt für die perfekte Balance.

Sehr zu empfehlen sind auch die hausgemachten Säfte und Schorlen im Pho 97 – zum Beispiel die Maracuja-Schorle.

Sie trifft genau die richtige Balance zwischen süß und sauer: Die intensive Säure der Passionsfrucht weckt sofort die Geschmacksknospen, gefolgt von der richtigen Menge an Süße, die das Ganze harmonisch abrundet. Der Saft ist voll von echtem Passionsfruchtfleisch, dessen kleine Körnchen bei jedem Schluck förmlich zerplatzen.

Das leichte Sprudeln verstärkt die erfrischende Wirkung, während frische Minze das fruchtig-säuerliche Aroma mit einer kühlen Frische abrundet.

Das klassische Mango Lassi von Pho 97 bekommt eine vietnamesische Note. Das Mango Lassi à la Vietnam kombiniert frische, saftige Mangos mit cremigem Joghurt – ein tropisch erfrischender Lassi-Genuss.

Im Vergleich zum traditionellen indischen Mango Lassi ist diese Version weniger süß und lässt die natürliche Süße der Mango voll zur Geltung kommen. Die Milch ist schön vollmundig und cremig und hinterlässt ein samtiges Gefühl im Mund. Jeder Schluck ist leicht und erfrischend, mit einem perfekten Gleichgewicht zwischen süß und sauer. Ein Zweig frische Minze auf der Oberseite verstärkt die erfrischende Wirkung des Getränks.

Tra Hoa Hong oder Rosentee ist ein sanfter und beruhigender Tee, der den natürlichen Duft von Rosenblüten mit einer leichten Süße verbindet.

Dieser Tee aus getrockneten Rosenblüten, Gojibeeren und süßen Datteln ist nicht nur aromatisch, sondern auch entspannend. Die Rosen verleihen ihm eine zarte, blumige Note, die Gojibeeren eine fruchtig-säuerliche Frische.

Sowohl die Gojibeeren als auch die Datteln sind essbar. Die getrockneten Datteln weichen im warmen Tee auf und geben eine milde, honigartige Süße ab, die das süße Aroma des Tees perfekt abrundet.

Kommen wir nun zum Essen und beginnen wir mit den Vorspeisen!

Chả Giò Rế, also vietnamesische Frühlingsrollen, zeichnen sich besonders durch ihre zarte, netzartige Hülle aus, die sie wunderbar leicht und knusprig macht. Diese Textur entsteht durch das dünne Reispapier, das beim Frittieren knusprig wird und eine hauchdünne, goldbraune Kruste bildet.

Innen ist die Füllung schön zart und herzhaft, mit einem kräftigen Umami-Geschmack. Die saftigen Garnelen sorgen für eine angenehme Salzigkeit und Tiefe. Zusammen mit der Teriyaki-Sauce werden die Röllchen noch reichhaltiger – die süß-salzigen Noten der Sauce harmonieren perfekt mit dem milden Geschmack der Garnelen und ergeben eine unwiderstehliche Mischung aus knusprig, zart, salzig und leicht süß.

Lá Lốt besteht aus zartem, gegrilltem Rindfleisch, das in Betelblätter gewickelt wird.

Die Betelblätter bringen ein leicht kräuteriges und pfeffriges Aroma ins Spiel, das perfekt mit dem tiefen, herzhaften Geschmack des Rindfleischs harmoniert. Sie mildern die Schwere des gegrillten Fleisches ein wenig und verleihen dem Gericht eine erfrischende Note.

Das Rindfleisch selbst ist mager, saftig und voller intensiver Aromen und wird in großzügigen Portionen serviert.

Dazu gibt es einen frischen Salat, der einen schönen Kontrast zum Rest des Gerichts bildet. Zum Schluss kommen noch gehackte Erdnüsse und geröstete Zwiebeln dazu, die mit ihrer nussigen Süße, ihrem leicht rauchigen Aroma und ihrem Crunch das Gericht perfekt abrunden. Reichhaltig, herzhaft, aromatisch, frisch und knusprig – alles in einem Bissen!

Tofu Chiên, also knusprig frittierter Tofu, wird goldbraun frittiert und erhält dadurch eine feste, bissfeste Kruste mit einem trockenen, aber luftigen Inneren. Die Konsistenz erinnert an traditionellen Tofu (Lǎo Dòufu) – schön kompakt mit einem angenehmen Biss. Geschmacklich ist er mild, leicht nussig und hat eine feine Sojanote.

Die Teriyaki-Sauce verleiht ihm eine glänzende, aromatische Schicht mit tiefem Umami und einer feinen Süße, die perfekt mit dem Tofu harmoniert. Getoppt mit Sesam, der ein leicht geröstetes Aroma beisteuert, und serviert mit knackigem Blattsalat, entsteht ein ausgewogener Mix aus herzhaft, frisch und knusprig.

Und nun zur Spezialität des Hauses: Pho 97, eine Reisnudelsuppe, die in einem heißen Steintopf serviert wird. Und das Beste daran? Jeder kann sich seine eigene Schüssel direkt am Tisch zusammenstellen.

Diese Art, Pho zu genießen, ist etwas anders als bei der klassischen Variante. Statt einer fertig servierten Schale gibt man die frischen Zutaten selbst in die brodelnde Brühe – so entfalten sich die Aromen direkt vor deinen Augen.

Am besten beginnt man mit den rohen Rindfleischscheiben, die man einfach in die kochende Brühe gleiten lässt, damit sie auf dem Boden langsam gar werden. Während das Fleisch langsam zieht, gibt es seine natürlichen Säfte ab und verleiht der Suppe eine kräftige Umami-Note und ein unverkennbares Rindfleischaroma.

Das Fleisch wird wunderbar zart und saftig, fast seidig. Da es nur leicht gewürzt ist, bleibt die Brühe angenehm mild – nicht zu salzig, aber mit einer tiefen, vollmundigen Rindfleischnote, die den Geschmack perfekt abrundet.

Dann die Reisnudeln dazugeben, damit sie das Aroma der Brühe aufnehmen.

Dann kommt das gekochte und marinierte Rindfleisch an die Reihe. Es ist leicht gewürzt und hat eine feine Schmornote (卤味), die ihm zusätzliche Tiefe verleiht. Das Fleisch ist butterzart, vollmundig und wird von einem zarten Stück Sehne begleitet, das förmlich auf der Zunge zergeht.

Die Rindfleischbällchen in der Suppe sind bereits perfekt gegart und haben eine feste, saftige und leicht elastische Textur.

Frische Zwiebeln, knackige Sojasprossen, duftende Minze und Koriander sorgen für Biss, Frische und eine tolle Kräuternote.

Und dann kann nach Lust und Laune gewürzt werden: mit etwas frischem Chili für die Schärfe und einem Spritzer Limette für die Frische.

Ein Fest für die Sinne – Pho neu interpretiert! Wenn der heiße Dampf aus dem Topf aufsteigt und den Duft von Rindfleisch, Kräutern und Gewürzen mit sich bringt, wird jeder Schluck zum puren Genuss.

Cơm Sườn – ein gegrilltes Schweinekotelett, serviert mit frischem Salat, lockerem Reis und aromatischer Fischsauce.

Das Kotelett wird goldbraun gegrillt, außen schön knusprig, innen zart und saftig. Es ist überwiegend mager, hat aber genau die richtige Menge Fett für einen intensiven, vollen Fleischgeschmack. Die Ränder sind leicht angebraten und durch die Marinade karamellisiert, was ihnen eine leicht rauchige, süßliche Note verleiht.

Die Fischsauce ist ein wichtiger Bestandteil des Gerichts – leicht süßlich, dezent säuerlich und herrlich erfrischend. Einfach etwas über den knackigen Salat träufeln und den Rest zum Dippen des Fleisches verwenden – so bekommt jeder Bissen eine Extraportion Umami.

Gurkenscheiben sorgen für Frische, die gerösteten Erdnüsse für ein nussiges Aroma und den perfekten Crunch.

Phở Đặc Biệt ist eine besondere Variante der klassischen vietnamesischen Reisnudelsuppe Pho. Mit ihrer aromatischen Brühe, zarten Rindfleischscheiben, saftigen Rindfleischbällchen und frischen Kräutern bringt sie alles mit, was ein gutes Pho ausmacht. Und das Beste daran? Bánh Quẩy – eine luftig-knusprige, frittierte Teigstange, die dem Gericht das gewisse Etwas verleiht.

Eigentlich kennt man Bánh Quẩy eher als Beilage zu Cháo (vietnamesischer Reisbrei), aber auch zu Pho passt es hervorragend. Leicht, knusprig und mild im Geschmack nimmt es die kräftige Brühe auf.

Am besten schmeckt die frittierte Teigstange, wenn man sie kurz in die heiße Brühe taucht – aber nur kurz! So nimmt sie das herzhafte Rindfleischaroma auf und bleibt außen schön knusprig.

Wenn du das Timing stimmt, verbindet sich die kräftige, würzige Brühe mit dem goldbraun gebackenen Teig. Wenn du aber zu lange wartest, dann wird sie matschig und verliert ihren Crunch.

Die Brühe ist leicht, aber vollmundig mit einer feinen, leicht süßlichen Note durch das langsam gegarte Knochenmark. Dazu kommen Zwiebeln, frische Chilischoten, Koriander, Sojasprossen und eine Zitronenscheibe, mit der man die Pho nach Belieben verfeinern kann.

Das Rindfleisch ist perfekt gegart: Die dünnen marinierten Scheiben sind so zart, dass sie fast auf der Zunge zergehen. Das pochierte Rindfleisch ist mager, saftig und hat ein reines, natürliches Aroma. Die Rindfleischbällchen sind fest und leicht elastisch – ein spannender Kontrast zur butterweichen Textur der Fleischscheiben.

Rindfleisch Bò Lúc Lắc ist ein beliebtes vietnamesisches Gericht, bei dem zarte Rindfleischwürfel in der Pfanne angebraten werden, bis sie eine rauchige, karamellisierte Kruste bekommen. Der Name „lúc lắc“ kommt von der Bewegung, mit der das Fleisch in der Pfanne hin und her geschwenkt wird, damit es von allen Seiten gleichmäßig angebraten wird. Das Ergebnis ist ein intensiver Umami-Geschmack, ein wirklich tiefes Rindfleischaroma und eine schön feste, elastische Textur.

Das Fleisch wird zusammen mit knackigen roten, grünen und gelben Paprikaschoten, süß karamellisierten Zwiebeln, frischen Karotten und duftenden Frühlingszwiebeln angebraten. Geröstete Sesamkörner sorgen für ein nussiges Aroma und der frische Salat für einen erfrischenden Kontrast.

Für zusätzliche Frische sorgt ein Limettendressing. Es besteht aus Limettensaft, Fischsauce, Knoblauch, Zucker und schwarzem Pfeffer und bietet eine perfekte Mischung aus sauer, süß und herzhaft.

Neben den bereits vorgestellten Gerichten gibt es auch einige vietnamesische Klassiker wie Chả Giò, knusprig frittierte Frühlingsrollen, und Gỏi Cuốn, frische Sommerrollen aus Reispapier. Auf der Speisekarte stehen außerdem Dumplings, Wan Tan Suppen, Currys, Reisgerichte mit Wokgerichte und natürlich eine große Auswahl an Reisnudelgerichten.

Besonders begeistert hat uns die Phở 97, die Nudelsuppe des Hauses. Wenn die hauchdünnen Rindfleischscheiben langsam in der heißen Brühe garen, kommt der wahre Charakter der vietnamesischen Pho zum Vorschein. Hier zeigt sich die Liebe zum Detail: Die Brühe wird stundenlang gekocht, um das volle Aroma aus Rinderknochen, Fleisch, Gemüse und Gewürzen herauszuholen. So entsteht eine klare, geschmacksintensive Brühe, die einfach rundum wohltuend ist – genau so, wie eine perfekte Pho sein sollte.

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