Erinnert ihr euch noch an das Korean-Fried-Chicken Restaurant Chiking, das wir euch vor einiger Zeit vorgestellt haben? Heute möchten wir euch zu einem weiteren kulinarischen Highlight gleich nebenan entführen.
Das Restaurant Pak Choi bietet authentische chinesische Küche zu einem guten Preis. Die Atmosphäre erinnert ein wenig an ein kleines Streetfood-Restaurant in China. Chinesen bzw. Asiaten, Einheimische und Besucher aus aller Welt kommen hier zusammen und genießen leckeres chinesisches Essen.
Ein kleiner Exkurs zum Namen des Restaurants: Pak Choi (白菜 – auf Deutsch „weißer Kohl“ oder 青菜 – „grüner Kohl“) ist ein Blattgemüse, das in der asiatischen Küche sehr beliebt ist. Es hat dunkelgrüne Blätter und einen knackigen, hellen Strunk mit einem milden, süßlichen Geschmack. Es ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, leicht zuzubereiten, vielseitig verwendbar (gedünstet, gekocht, gebraten oder sogar roh) und lässt sich gut mit anderen Zutaten kombinieren. Pak Choi ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der chinesischen Küche. Er wird in einer Vielzahl von Gerichten verwendet, von Suppen über Eintöpfe bis hin zu gebratenen Gerichten.
Restaurantprofil
- Name des Restaurants: Pak Choi
- Adresse: Elbestraße 12, 60329 Frankfurt am Main
- Stil: Chinesische Küche
- Preis: ca. 15 – 25 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)
Der Name des Restaurants passt meiner Meinung nach sehr gut, denn die Vielseitigkeit des Pak Choi spiegelt sich auch in der Speisekarte des Restaurants wider (siehe hier). Das Pak Choi legt sich nicht auf eine bestimmte regionale Küche Chinas fest und bietet eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten. Auch für Vegetarier gibt es eine große Auswahl. Wer gerne authentisch asiatisch isst, sich aber an scharfe Gewürze oder für uns ungewohnte Zutaten (Froschschenkel, Innereien, Seetang etc.) nicht so recht herantraut, ist hier ebenfalls gut aufgehoben.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen haben wir das Restaurant Pak Choi schon oft besucht und möchten hier eine Auswahl verschiedener Gerichte vorstellen.
Beginnen wir mit den gebackenen Rippchen mit Knoblauch (蒜香排骨 oder Suan Xiang Pai Gu – zu Deutsch: „nach Knoblauch duftende Schweinerippchen“). Eine ungewöhnliche, aber sehr leckere Interpretation von Spareribs. Zartes, saftiges Fleisch mit einem unverwechselbarem Knoblauchgeschmack.

Kleiner Tipp: Die Rippchen können manchmal etwas salzig sein. Deshalb empfiehlt es sich, etwas ausgleichendes dazu zu bestellen, zum Beispiel grünes Gemüse oder ganz klassisch eine Portion Reis. Das rundet das Geschmackserlebnis ab und sorgt für eine ausgewogene Mahlzeit.
Weiter geht es mit gedämpftem Wolfsbarsch mit Charlotten und Koriander (清蒸鱼 oder Qīngzhēng yú – zu Deutsch: klarer oder reiner gedämpfter Fisch).
Dabei wird ein ganzer Fisch zubereitet, mit Ingwer, Chili und frischem Koriander gefüllt und anschließend gedämpft. Ein leichtes und gesundes Gericht, bei dem der natürliche Geschmack des Fisches im Vordergrund steht. Die leicht salzige und süßliche Sauce (Soja, Sesamöl, Zucker und Reiswein) verleiht dem Gericht ein zusätzliches Aromenspiel. Der Wolfsbarsch ist mild und zeichnet sich durch sehr zartes Fleisch und eine noch zartere Haut aus.
Die Schalotten sorgen für eine süßlich-würzige Note, der Koriander für ein frisches, zitrusartiges Aroma. Zusammen mit dem zarten und saftigen Fleisch des Wolfsbarsches ergibt sich ein harmonisches und ausgewogenes Geschmacksprofil.
Qīngzhēng yú ist in vielen Regionen Chinas ein unverzichtbarer Bestandteil feierlicher Anlässe und festlicher Mahlzeiten, insbesondere während des chinesischen Neujahrsfestes. In der chinesischen Kultur symbolisiert der Fisch Reichtum und Wohlstand und steht für den Wunsch nach Glück und Erfolg im neuen Jahr.

Machen wir weiter mit Schweinefleisch in Sojabohnenpaste auf Frühlingszwiebeln (酱肉丝 – jiàng ròu sī). Dabei handelt es sich um dünn geschnittenes Schweinefleisch, das in Sojabohnenpaste (auch fermentierte Sojabohnenpaste oder 黄豆酱 – huángdòu jiàng genannt) mariniert und anschließend mit Frühlingszwiebeln gekocht wird.

Dazu wird Tofupapier oder Tofuhaut (豆腐皮) serviert. Legt dafür etwas von dem Schweinefleisch, der Paste und ein paar frische Frühlingszwiebeln auf eine der Tofuscheiben und macht daraus einen kleinen Wrap (ähnlich wie bei der Peking-Ente).
Der Geschmack dieses Gerichts ist herzhaft und durch die fermentierte Sojabohnenpaste reich an Umami. Das Schweinefleisch ist zart und saftig und die Frühlingszwiebeln verleihen dem Gericht eine frische und knackige Note.
Kommen wir nun zu den Sojasprossen mit Bärlauch, Glasnudeln & Fleischstreifen (炒合菜 – Chǎo hé cài). Hierbei handelt es sich um eine Eigenkreation des Hauses aus gemischtem und gebratenem Gemüse (Chǎo bedeutet „gebraten“ und „hé cài“ steht für verschiedene Gemüsesorten).
Es ist ein sehr ausgewogenes Gericht mit knackigen Sojasprossen, weichen Glasnudeln und herzhaftem Fleisch. Die Zutaten werden in der Pfanne oder im Wok gebraten und mit einer Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und anderen Gewürzen verfeinert. Chǎo hé cài gibt es auch als rein vegetarische Variante mit Tofu.

Zu guter Letzt möchten wir die Rippchensuppe mit Wintermelone (排骨冬瓜汤 – Schweinerippchen (排骨) und Wintermelone (冬瓜)) vorstellen.
Die Wintermelone verleiht der milden Suppe eine feine Süße und ein erfrischendes Aroma, während die Schweinerippchen für einen herzhaften Fleischgeschmack sorgen. Verfeinert wird die Suppe mit verschiedenen Gewürzen wie Ingwer oder Koriander.
Diese harmonische Kombination macht die Suppe nicht nur äußerst nahrhaft und schmackhaft, sondern spendet auch wohltuende Wärme an kalten Tagen.

