Schlagwort: Frittiert

Eine Sammlung von Beiträgen zu frittierten Gerichten.

  • Lijianger: Ein gemütlicher Rückzugsort mit authentischen Aromen aus Guangxi

    Lijianger: Ein gemütlicher Rückzugsort mit authentischen Aromen aus Guangxi

    Heute entführen wir euch in einen echten Geheimtipp in Frankfurt – ein unscheinbares, aber gemütliches Restaurant, das nur wenige kennen. Hier erwarten euch große quadratische Tische, bequeme Polsterstühle und ein separater Raum für bis zu zehn Personen – perfekt für Gruppen, die etwas mehr Privatsphäre wünschen. Versteckt in der Nähe der Konstablerwache ist das Restaurant Lijianger leicht zu übersehen. Doch wer es entdeckt, findet eine wahre Schatzkammer authentischer Aromen aus Guangxi, einer Region Chinas, die für ihre atemberaubende Landschaft und ihre reiche kulinarische Tradition berühmt ist.

    Der ikonische Li-Fluss (Li Jiang oder 漓江) in Guilin (einer Gemeinde im Südosten von Guangxi), der so beeindruckend ist, dass er die Rückseite des chinesischen 20-Yuan-Scheins ziert, steht symbolisch für die natürliche Schönheit der Region. Neben der landschaftlichen Schönheit ist Guilin auch für seine Küche bekannt. Frei übersetzt heißt es: „Die Landschaft von Guilin ist die schönste der Welt, und die Küche des Li-Flusses erfüllt alle mit Freude“ (桂林山水甲天下, 漓江美食滿盡歡). Historisch ein kultureller Knotenpunkt in Südchina, wurde Guangxi zu einem Schmelztiegel kulinarischer Einflüsse aus Zentralchina, Fujian, Guangdong und anderen Regionen. Das Ergebnis ist eine vielfältige Palette an Geschmacksrichtungen – knusprig und duftend, sauer und scharf, mal kräftig und mal zart – die sich zu einer einzigartigen kulinarischen Fusion vereinen.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Lijianger Restaurant
    • Adresse: Porzellanhofstraße 10, 60313 Frankfurt am Main
    • Stil: Chinesische Küche – Reisnudeln, Pfannengerichte, Dim Sum
    • Preis: ca. 15 – 25 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Bai Qie Ji (白切鸡), zu Deutsch pochiertes oder gedünstetes Hühnchen, ist ein traditionelles Gericht der kantonesischen Küche, das den natürlichen Geschmack des Fleischeshervorhebt. Es wird warm, mit Knochen und in mundgerechte Stücke geschnitten serviert, die mit Stäbchen leicht zu greifen sind.

    Das Besondere an Bai Qie Ji ist die einfache, aber raffinierte Zubereitung. Beim Kochen werden keine zusätzlichen Gewürze verwendet. Das Hühnchen wird entweder in heißem Wasser sanft pochiert oder gedünstet, bis es zart ist und der reine, saftige Geschmack des Fleisches optimal zur Geltung kommt. Das Ergebnis ist ein unglaublich zartes Fleisch mit glatter, seidig glänzender Haut, das einen feinen Duft verströmt und sich angenehm beißen lässt.

    Traditionell wird Bai Qie Ji mit einer Sauce aus Frühlingszwiebelöl, Hühnerbrühe, Sojasauce, einer Prise Zucker, fein gehacktem Ingwer und einem Schuss Sesamöl serviert. Diese herzhafte Sauce harmoniert perfekt mit dem zarten Geschmack des Hühnchens. Sie bietet eine ausgewogene Mischung aus Umami, Süße und einem Hauch Ingwerschärfe, die das Gericht verfeinert, ohne den Eigengeschmack des Fleisches zu dominieren.

    Bai Qie Ji verkörpert für die kantonesische Philosophie, die auf frische und einfache Zutaten setzt. Das Hühnchen schmeckt auch ohne Sauce hervorragend, was für die hohe Qualität des Fleisches spricht. Wer es etwas schärfer mag, kann das Gericht auch mit einer Chilisauce kombinieren, die einen angenehmen Kontrast zu den sonst milden Aromen bildet.

    Die nächsten beiden Vorspeisen haben Koriander als Hauptzutat. In Asien wird Koriander wegen seines erfrischenden Geschmacks und seiner gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt, denn er ist reich an Antioxidantien und Vitaminen, die entzündungshemmend wirken können. Allerdings scheiden sich an Koriander die Geister: Aufgrund genetischer Unterschiede empfinden manche Menschen seinen Geschmack als seifig. Wenn Koriander nichts für euch ist, solltet ihr nächsten beiden Gerichte also besser meiden.

    Das erste Gericht ist ein würziger, kalter Salat namens Liang Ban Mu Er (凉拌木耳), der aus Mu-Err-Pilzen, fein gehacktem Koriander und Chilischoten besteht und mit Zwiebeln und geröstetem Sesamsamen verfeinert wird. Angerichtet wird der Salat mit einer Mischung aus Sojasauce, Essig und Sesamöl, die eine verlockende Balance aus Schärfe, Säure und herzhaften Aromen schafft. Die knackige Textur der Mu-Err-Pilze harmoniert perfekt mit dem frischen Koriander und der angenehmen Schärfe der Chilischoten. Jeder Bissen ist erfrischend und macht Lust auf mehr.

    Als nächstes steht der feurige Lao Hu Cai (老虎菜) oder „Tigersalat“ auf dem Programm. Dieses charakteristische Gericht aus dem Nordosten Chinas verdankt seinen Namen der intensiven Schärfe, die – so sagt man – so überwältigend und beeindruckend ist wie der Biss eines Tigers. Der Salat ist eine würzige Mischung aus Lauch, Koriander, grünen Chilischoten, Erdnüssen und roten Paprikaschoten, verfeinert mit einem scharfen Dressing.

    Lao Hu Cai wird oft mit dem starken chinesischen Schnaps Baijiu serviert. Die Schärfe des Salats harmoniert hervorragend mit dem intensiven Geschmack des Alkohols und sorgt für ein einzigartiges, kraftvolles Erlebnis, das Lust auf mehr macht.

    Gan Guo Ji (干锅鸡), auch „Hühnchen im trockenen Topf“ genannt, ist ein beliebtes Gericht der Sichuan-Küche, das für seinen intensiven und würzigen Geschmack bekannt ist. Das Hühnerfleisch wird zunächst in einer heißen Pfanne oder einem Wok leicht angebraten, wodurch es eine goldbraune, knusprige Kruste erhält. Danach wird es aus der Pfanne genommen und zusammen mit Gemüse und Gewürzen in einem trockenen Topf, d.h. ohne Zugabe von Flüssigkeit, weiter gegart. Durch diesen zweiten Garvorgang können die Aromen der Gewürze in das zarte und saftige Fleisch eindringen. So wird es außen schön knusprig und bleibt innen zart und saftig.

    Das Gericht ist reich gefüllt mit kleinen grünen Chilischoten, Zwiebeln, Sichuan-Pfefferkörnern, getrockneten roten Chilischoten, Knoblauch, Ingwer und Sellerie. Diese Mischung ergibt ein köstliches Geschmackserlebnis, das die Aromen der Zutaten wunderbar vereint. Serviert in einem brutzelnden Topf verschmelzen die verschiedenen Gewürze auf wunderbare Weise und erzeugen die charakteristische betäubende Schärfe (Mala) der Sichuanpfefferkörner, die die feurige Schärfe der Chilischoten ergänzt und den Geschmack intensiviert.

    Das Hühnchen wird mit Knochen serviert, damit es die Aromen der Gewürze optimal aufnehmen kann. Während des Garens entwickelt das Fleisch seinen natürlichen Umami-Geschmack, der wegen seines Glutamidgehalts oft als ‚hausgemachter Geschmacksverstärker‘ bezeichnet wird.

    Obwohl Gan Guo Ji nicht offiziell auf der Speisekarte steht, gehört es zu den beliebtesten Gerichten – ein echter Geheimtipp, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet!

    Tie Ban Dou Fu (铁板豆腐), oder Tofu auf heißer Eisenplatte, besteht aus seidigem Eier-Tofu, der aus einer Mischung von Sojamilch und Eiern hergestellt wird. Er wird leicht angebraten, so dass sich außen eine goldbraune Kruste bildet, während das Innere cremig und zart bleibt. Dieser Eier-Tofu ist bei Tofu-Liebhabern besonders beliebt, da seine samtige, puddingartige Konsistenz auf der Zunge zergeht und er eine hervorragende Quelle für Proteine und Nährstoffe ist.

    Auf der heißen Platte brutzelt der Tofu zusammen mit herzhaftem Hackfleisch, frischen Frühlingszwiebeln und knackigen Karotten zu einem farbenfrohen und einladenden Gericht. Eine kleine Menge Brühe verleiht dem Ganzen eine angenehme Süße und macht jeden Bissen zu einem echten Wohlfühlmoment.

    Der feine, aber ausgeprägte Geschmack des Eier-Tofus harmoniert perfekt mit dem herzhaften Hackfleisch und dem frischen Gemüse. So entsteht ein befriedigendes Mundgefühl, das reiche Umami-Aromen mit zarten Texturen verbindet.

    Huang Men Yang Rou (黄焖羊肉), zu Deutsch „gelb geschmortes Lamm“, war einst eine beliebte Delikatesse am Kaiserhof des letzten Kaisers der Qing-Dynastie. Das Gericht stammt aus dem Nordwesten Chinas und besticht durch seinen aromatischen, vollmundigen Geschmack und seine zarte, leicht knusprige Textur.

    Das Lamm ist meisterhaft geschmort und saugt die dickflüssige und würzige Huang Men-Sauce auf. Frühlingszwiebeln und Lauch verleihen den saftigen Lammstücken eine angenehme Süße. Das Fleisch hat einen guten Biss und bietet eine ausgewogene Kombination aus zarten, fetten und mageren Teilen.

    Der Begriff „Huang Men“ steht für ein einzigartiges Geschmacksprofil, das sich durch einen reichen Umami-Geschmack, eine milde Süße und eine leichte Schärfe auszeichnet. Dieser exquisite Geschmack entsteht durch die Kombination von Gewürzen und Kräutern wie Ingwer, Frühlingszwiebeln, Sternanis und Zimt.

    Das Restaurant Lijianger hat Huang Men Yang nicht immer im Angebot, aber nachfragen lohnt sich 😊

    Gan Guo Hua Cai (干锅花菜), auch bekannt als “Blumenkohl im trockenen Topf“, ist ein köstliches vegetarisches Gericht, das vor allem Liebhaber knackiger Texturen und leichter Schärfe begeistern wird. Der chinesische Blumenkohl “Hua Cai” hat längere, dünnere Stiele und lockere, offene Röschen. Er ist fester und knackiger als der uns bekannte Blumenkohl.

    Er wird zusammen mit getrockneten roten Chilischoten und Knoblauch in einem heißen Topf gebraten, was ihm ein würziges, leicht scharfes Aroma verleiht. Der Blumenkohl bleibt knackig und frisch, nimmt die Aromen der Gewürze auf und behält seine natürliche Süße. Ein einfaches, aber köstliches Gericht, das eindrucksvoll beweist, dass Gemüse nicht langweilig sein muss!

    Xue Cai Mao Dou (雪菜毛豆), eingelegte Senfblätter mit Edamame, ist ein frisches und würziges Gericht, das den Appetit anregt.

    Die eingelegten Senfblätter (Xue Cai) sorgen für eine angenehm säuerliche Note, während die Edamame mit ihrem milden, leicht nussigen Geschmack einen schönen Kontrast bilden. Das Gericht ist leicht, aber vollmundig mit einer Prise Salz und eignet sich daher hervorragend als Beilage zu deftigeren Gerichten – oder einfach als erfrischender Snack zwischendurch.

    Cù Liū Báicài (醋溜白菜) heißt auf Deutsch “Chinakohl in Essigsoße” und ist ein richtig leckeres, aber einfaches Gericht. Der Chinakohl wird so angebraten, dass er schön knackig bleibt und die würzige, leicht süßliche Note des schwarzen chinesischen Essigs wunderbar aufnimmt. Hinzu kommen getrocknete Chilischoten (干辣椒), die dem Gericht eine angenehme Schärfe verleihen, ohne es zu scharf zu machen.

    Der Essig verbessert nicht nur den Geschmack, sondern regt auch die Verdauung an. Dieses Gericht ist eine ausgezeichnete Wahl, wenn man etwas Schmackhaftes sucht, das gleichzeitig leicht verdaulich ist.

    Das Restaurant Lijianger bietet eine beeindruckende Auswahl an Xiao Chao (Pfannengerichten), die die alltägliche Hausmannskost aus verschiedenen Regionen Chinas repräsentieren. Diese Gerichte sind geprägt von den typischen sauer-würzigen, scharfen und herzhaften Aromen aus Guilins und bringen gleichzeitig regionale Besonderheiten aus anderen Regionen Chinas ein. Während wir uns bisher vor allem auf entweder fleisch- oder gemüselastige Gerichte konzentriert haben, enthalten die Xiao Chao häufig eine ausgewogene Mischung aus beidem.

    Ein gutes Beispiel ist Rou Chao Gan Dou Fu (肉炒干豆腐), gebratenes Schweinefleisch mit getrocknetem Tofu. Das Gericht besteht aus zarten Schweinefleischscheiben, knusprigen Streifen getrockneten Tofus, frischen Zwiebeln und kleinen grünen Chilischoten, die für eine angenehme Schärfe sorgen. Der Tofu ist schön bissfest und bildet einen tollen Kontrast zu Schweinefleisch und Zwiebeln.

    Dazu gibt es Reis: eine unkomplizierte Mahlzeit zu einem fairen Preis – ideal für den kleinen Hunger.

    Das Restaurant Lijianger bietet ein wirklich authentisches Erlebnis – es gibt auch sehr “exotische” chinesische Küche, für manche ein kulinarischer Alptraum. Diese Gerichte zeichnen sich durch besonders intensive Aromen oder starke, unvertraute Gerüche aus, die für viele schwer zu ertragen sind. Für Feinschmecker aber sind sie einfach faszinierend. Und in Deutschland sozusagen eine absolute Rarität.

    Aber keine Sorge, wenn du dich für eines dieser Gerichte entscheidest: Das freundliche Personal kennt sich mit den europäischen Vorlieben bestens aus und weist dich gerne darauf hin, falls ein Gericht für den eher ungeübten hiesigen Gaumen möglicherweise zu intensiv sein könnte. So kannst du es dir noch einmal überlegen. Für alle Wagemutigen und Liebhaber der authentischen asiatischen Küche haben wir eine Auswahl dieser gewagten Gerichte zusammengestellt – nur für den Fall, dass du neugierig geworden bist oder dich auf ein kulinarisches Abenteuer einlassen möchtest!

    Luo Si Fen (螺蛳粉), auch bekannt als Reisnudeln mit Schneckenbrühe, ist eine beliebte Spezialität aus Guangxi und wurde 2020 in die Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas aufgenommen. Berühmt für ihren intensiven und unverwechselbaren Geschmack, liegt das Geheimnis dieses Gerichts in seiner einzigartigen Brühe.

    Die reichhaltige, aromatische Brühe entsteht durch langsames Köcheln eines Suds aus Flussschnecken und einer verführerischen Mischung aus Gewürzen wie Galgant, Sternanis, Zimt, Nelken und verschiedenen Chilis. Das Schneckenfleisch wird nach dem Kochen entfernt, da die Aromen vollständig in die Brühe übergegangen sind.

    Luo Si Fen wird mit zarten Reisnudeln serviert und mit eingelegtem Bambus, Erdnüssen, frittierten Tofuhäuten, frischem Kohl und weiteren Zutaten garniert.

    Luo Si Fen ist ein Gericht, das polarisiert – entweder man liebt es oder man hasst es. Viele schreckt der intensive, fast stechende Geruch ab, vor allem wegen der eingelegten Bambussprossen (酸笋), die einen fermentierten, scharfen und säuerlichen Geruch verströmen, der von vielen als unangenehm bis abstoßend empfunden wird – ähnlich der Durianfrucht oder bestimmten Käsesorten. Auch der Geschmack ist sehr intensiv: eine kräftige Mischung aus Schärfe, Säure und Umami. Die fermentierten Zutaten verbinden sich mit dem scharfen Chiliöl und den Gewürzen zu einer wahren Geschmacksexplosion, die etwas empfindlichere Gaumen überwältigen kann.

    Andererseits schätzen Kenner genau diese Eigenschaften. Der intensive, kräftige und unverwechselbare Geschmack bietet ein einzigartiges Sinneserlebnis. Ich persönlich genieße den Kontrast zwischen den säuerlichen Bambussprossen, der würzigen, scharfen Brühe und den knusprigen Toppings wie frittierter Tofuhaut. Wer sich traut und das kulinarische Abenteuer liebt, sollte Luo Si Fen unbedingt probieren.

    Chou Dou Fu (臭豆腐), besser bekannt als „Stinktofu“, ist ein beliebter fermentierter Tofu, der in den chinesischen Provinzen Changsha, Hubei, Nanjing, Shaoxing sowie in Taiwan verbreitet ist. Jede Region hat dabei ihre eigene Zubereitungs- und Servierweise. Die Variante aus dem Restaurant Lijianger besticht durch eine knusprige, goldbraune Kruste, die einen weichen, cremigen Kern umhüllt. Dazu gibt es frische Frühlingszwiebeln, Koriander und eine aromatische Brühe.

    Auch wenn der intensive, durchdringende Geruch zunächst abschreckend wirken mag, ist der Geschmack des Tofus überraschend mild. Er hat eine reife, leicht säuerliche Note und eine erdige Tiefe. Der Tofu nimmt die Gewürze und die Brühe sehr gut auf und entfaltet eine würzige Mischung aus Säure, Knoblauch, Schärfe und herzhaftem Umami. Der Geruch ist gewöhnungsbedürftig, aber wer ihn mag, wird die Kombination aus intensivem Aroma und knuspriger Textur lieben.

    Gan Guo Fei Chang (干锅肥肠) oder “gebratene Schweinedärme in einem trockenen Topf” ist ein herzhaftes und würziges Gericht, das durch seine Schärfe und sein intensives Aroma besticht. Die Schweinedärme werden zusammen mit getrockneten Chilischoten, frischem grünen Paprika, Zwiebeln und Lotuswurzeln scharf angebraten. Die zarten, leicht bissfesten Schweinedärme nehmen die Gewürze hervorragend auf und entfalten einen kräftigen Umami-Geschmack.

    Der Schweinedarm ist nicht zu fettig, sondern hervorragend gewürzt und sättigend. Sein kräftiger, unverwechselbarer Geschmack und seine bissfeste, leicht zähe Textur sind vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für Feinschmecker eine wahre Delikatesse. Die weichen, saftigen Schweinedärme, die leuchtend rote Farbe und der verführerisch aromatische Duft machen sie einfach unwiderstehlich.

    Neben den berühmten Luo Si Fen bietet Lijianger eine beeindruckende Vielfalt an Reisnudelgerichten, die von herzhaften Rindfleischvariationen bis zu köstlichen Meeresfrüchten, gehacktem Schweinefleisch und Fischnudeln reichen. Die Geschmacksrichtungen reichen von scharf und sauer bis mild und zart. Auch chinesische Spezialitäten wie Zitronen-Bier-Ente (柠檬啤酒鸭) und Muscheln in scharfer Sauce (麻辣花蛤) stehen auf der Speisekarte, ebenso wie Sichuan-Klassiker wie pochiertes Rindfleisch oder Fischfilet in scharfer Brühe (水煮牛肉/鱼) sowie der betäubend scharfe Wok (麻辣香锅). Verschiedene Dim Sum (点心) und Reisbrei (粥) runden das kulinarische Angebot ab.

    Bei den Getränken gibt es eine schöne Auswahl an chinesischen Tees, die mit verschiedenen Blüten und Kräutern aromatisiert sind. Diese Tees zeichnen sich durch ihren milden Geschmack und ihre gesundheitsfördernde Wirkung aus. Eine Teekanne kostet ca. 5 Euro und kann problemlos mit 2-3 Personen geteilt werden.

    Es hat etwas zutiefst Beruhigendes, im sanften Abendlicht zu sitzen, während die Sonne langsam am Horizont verschwindet, und entspannt ein gutes Essen zu genießen. In solchen Momenten erinnert man sich an den Rat der Familie: Egal, wie stressig der Tag war, nimm dir immer Zeit für dich selbst. Ein gesunder Körper ist das wichtigste Kapital. Diese Kraft und Vitalität findet man nicht in den besonderen Momenten, sondern in der Geborgenheit des Alltags, umgeben vom ständigen Puls des Lebens.

    Draußen mag das Wetter trübe sein – der Herbst neigt sich dem Ende zu und kalte, feuchte Luft strömt herein. Doch während sich der Magen über einen dampfenden Nudeltopf oder ein deftiges Abendessen freut, beginnt sich auch die Seele zu entspannen. Es sind die kleinen, unscheinbaren Momente, die einen Tag zu etwas Besonderem machen.

  • Ein Fest voller Farben und lebendiger Aromen im Ban Thai in Frankfurt

    Ein Fest voller Farben und lebendiger Aromen im Ban Thai in Frankfurt

    Heute möchten wir euch ein echtes Juwel im Frankfurter Stadtteil Bockenheim vorstellen: Ein Thai-Restaurant, das mit authentischen Aromen und einer beeindruckenden Präsentation überzeugt. Die Gerichte sind nicht nur farbenfroh, sondern auch unglaublich lecker, wobei die typisch scharfen thailändischen Gewürze für das gewisse Etwas sorgen. Wer es etwas milder mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten – es gibt zahlreiche weniger scharfe, aber nicht minder leckere Alternativen.

    Restaurantprofil

    Das Ban Thai Restaurant selbst besticht durch seine gemütliche und einladende Atmosphäre. Die traditionelle thailändische Holzeinrichtung vermittelt eine beruhigende Nähe zur Natur, während warmes, behagliches Licht den Raum durchflutet. An sonnigen Tagen entfaltet der Innenhof eine ganz besondere Stimmung – die farbenfrohe Gestaltung spiegelt die Vielfalt und Schönheit der servierten Speisen wider und lädt zum entspannten Verweilen und Genießen ein.

    Man kann ohne Übertreibung sagen, dass jedes Gericht im Ban Thai ein Kunstwerk ist. Die Präsentation der Speisen ist atemberaubend und voller Leben, die leuchtenden Farben der Zutaten ziehen einen sofort in ihren Bann. In der thailändischen Küche ist es üblich, Hauptgerichte und Beilagen in kontrastierenden Farben zu kombinieren, um die wesentlichen Zutaten hervorzuheben und besondere Akzente zu setzen. Das steigert die Vorfreude auf den ersten Bissen.

    184 Gung Chae Nam Pla ist eine verführerische thailändische Vorspeise, die durch ihre erfrischenden und intensiven Aromen besticht. Dieses Salatgericht besteht aus acht saftigen, frischen, rohen Garnelen, die in einer würzigen thailändischen Fischsauce mariniert sind. Abgerundet wird das Ganze mit einer bunten Mischung aus Kohl, Karotten, Zwiebeln und Bittermelone.

    Wenn man die saftigen Garnelen in die dunkle, feurige Meeresfrüchtesauce taucht, verleiht das dem Gericht eine ganz neue Dimension. Die scharfen und würzigen Aromen harmonieren hervorragend mit der natürlichen Süße der Garnelen. Die Sauce ist scharf, belebt die Geschmacksnerven und sorgt für einen aufregenden Kick.

    Die knackige Bittermelone sorgt für einen erfrischenden Geschmackskontrast, während die würzigen Zwiebeln eine pikante Note beisteuern. Der rohe Knoblauch verleiht dem Gericht einen intensiven Duft, der lange anhält. Diese harmonische Kombination macht das Gericht lebhaft und äußerst befriedigend, besonders für diejenigen, die abenteuerliche und exotische Aromen schätzen.

    Wenn du Garnelen magst, aber scharfe Gewürze nichts für dich sind, empfehlen wir dir 107 Thod Man Pla. Das ist eine traditionelle thailändische Vorspeise, hausgemachte Frikadellen aus kleingehackten Garnelen und Fisch. Die Bällchen werden in der Pfanne frittiert, so dass sie außen knusprig goldbraun und innen zart und aromatisch sind. Dazu gibt es frische Kräuter und Gemüse wie Frühlingszwiebeln.

    Serviert wird das Ganze mit einer süßsauren Sauce, garniert mit zerkleinerten Erdnüssen, Gurken und roten Paprikaschoten. Taucht man die Fisch- / Garnelenfrikadelle in die Sauce, entfaltet sich zunächst ein süßer Geschmack, der von einer erfrischenden Säure abgelöst wird. Die Gurken- und Paprikawürfel sorgen für einen frischen Biss, die Erdnüsse für eine nussige Note, die den umamiartigen, pikanten Geschmack der Frikadelle perfekt abrundet.

    Die Beilage aus frischem Kohl und Karotten erfrischt den Gaumen zwischen den herzhaften Frikadellen und schafft eine harmonische Balance aus verschiedenen Aromen und Texturen.

    81 Khao Pad Sapparot, gebratener Ananasreis, ist ein bekanntes thailändisches Gericht, das in einer ausgehöhlten Ananashälfte serviert wird – ein echter Hingucker. Der goldbraun gebratene Reis wird mit einer bunten Mischung aus Zutaten vermengt: Hühnchen, Garnelen, Rührei, Ananas, Tomaten, Rosinen, Zwiebeln und Cashewnüssen. Verfeinert wird das Ganze mit Kurkuma, das dem Reis eine warme, würzige Note verleiht.

    Die in Würfel geschnittene Ananas verleiht dem Gericht eine süße Saftigkeit, die wunderbar mit den pfeffrigen, rauchigen und leicht karamellisierten Aromen harmoniert. Die saftigen Garnelen, das zarte Hühnerfleisch, das weiche Ei und die knackigen Cashewnüsse ergeben ein intensives Zusammenspiel der Aromen. Koriander und Frühlingszwiebeln sorgen für eine frische Kräuternote.

    Eine großzügige Schicht Ananas am Boden sorgt für die perfekte Balance – eine köstliche Mischung aus süß, sauer und salzig, die sättigt und erfrischt. Khao Pad Sapparot ist ein hervorragendes Beispiel für die thailändische Kochkunst, Aromen harmonisch zu kombinieren und das Beste aus tropischen Zutaten herauszuholen.

    182 Nam Tok Moo (mit Schweinefleisch) oder Nua (mit Rindfleisch) ist ein beliebtes, scharfes thailändisches Gericht, das die intensiven Aromen der thailändischen Küche perfekt verkörpert. Es besteht aus gegrilltem Schweine- oder Rindfleisch, das in einer speziellen Marinade aus Fischsauce, Limettensaft und geröstetem Reispulver geschwenkt wird. Wenn ihr besonderen Wert auf Authentizität und Tradition legt, solltet ihr euch für die Rindfleischvariante entscheiden.

    Die Schärfe der Chilischoten wird durch die Frische der Minze und die würzige Note der Zwiebeln harmonisch ausbalanciert. Das geröstete Reispulver verleiht dem Gericht eine leicht nussige Nuance und eine knusprige Textur, die wunderbar mit der feurigen Schärfe harmoniert.

    Ein besonderes Highlight sind die Orangenscheiben, die dem herzhaften Rindfleisch eine saftige, süßlich-zitronige Komponente verleihen. Sie mildern die Schärfe und hinterlassen einen fruchtigen Orangen-Nachgeschmack mit einer tiefen Umami-Note. Alles in allem ist Nam Tok Moo oder Nua ein wahres Geschmacksfeuerwerk und ein absolutes Muss für alle, die auf der Suche nach authentischen thailändischen Aromen sind.

    Zu würzigen thailändischen Gerichten passt ein grüner Thai-Eistee mit Milch. Der milde, erdige Geschmack des grünen Tees, begleitet von einer feinen Kräuternote und einer dezenten Süße, sorgt für eine angenehme Erfrischung und reinigt den Gaumen. Die cremige Milch verleiht dem Getränk eine herrlich samtige Konsistenz, mildert die Bitterkeit des Tees und gleicht die Schärfe der Vor- und Hauptspeisen angenehm aus. Für uns gehört ein Glas Milchtee zu einer würzigen thailändischen Mahlzeit einfach dazu!

    Das Ban Thai bietet eine umfangreiche Mittagskarte für rund 10 Euro. Als Basis stehen Reis, Glasnudeln oder Reisnudeln zur Auswahl, kombiniert mit Gemüse wie Brokkoli, Karotten und Bohnen. Dazu gibt es verschiedene Proteinquellen wie Entenfleisch, Hühnerfleisch, Rindfleisch, Garnelen, Schweinefleisch oder Tofu. Verfeinert wird das Ganze mit Sojasoße, rotem oder grünem Curry und anderen Soßen. Die reguläre Speisekarte bietet aber noch mehr Abwechslung: von Salaten über Currys bis hin zu Wok-Gerichten und verschiedenen Nudel- und Reisvariationen.

    Eine ganze Seite der Speisekarte ist der authentischen thailändischen Küche gewidmet. Neben den Tagesempfehlungen finden sich hier Spezialitäten wie gebratener Lachs, ganze Doraden oder thailändische Kokoscurrys. Wer den authentischen, lebendigen Geschmack Thailands erleben möchte, sollte sich diese Rubrik auf keinen Fall entgehen lassen!

    Viele traditionelle thailändische Gerichte sind für ihre leuchtenden Farben bekannt, die meist durch natürliche Zutaten anstelle von künstlichen Farbstoffen erzielt werden. Kurkuma, Kürbis, Rote Beete, Hibiskus und Pandanblätter sind nur einige Beispiele für diese natürlichen Farbstoffe, die nicht nur gut aussehen und schmecken, sondern auch gesundheitsfördernd sind.

    Wenn ein kunstvoll angerichtetes Gericht auf den Tisch kommt, spürt man sofort die Liebe zum Detail, die der Koch in seine Kreation gesteckt hat. Das macht Appetit – und man kann den ersten Bissen kaum erwarten.

  • Nudelträume werden wahr: Entdecke Max’s Beef Noodles im Herzen Münchens

    Nudelträume werden wahr: Entdecke Max’s Beef Noodles im Herzen Münchens

    Ihr mögt handgemachte Nudeln mit aromatischen Brühen, exotischen Gewürzen und frischen Zutaten wie Fleisch, Gemüse oder Tofu? Dann seid ihr in München im Max‘s Beef Noodle Restaurant genau richtig – einem der besten chinesischen Nudelrestaurants der Stadt! Je nach Tages- und Jahreszeit muss man sich allerdings auf lange Schlangen einstellen – das Restaurant ist sehr beliebt und es gibt nicht viele Plätze.

    Das Max Beef Noodles Restaurant befindet sich in der Münchner Innenstadt direkt am Sendlinger Tor und hat sich auf traditionelle handgemachte Nudeln aus China, sogenannte Shǒugōng Lāmiàn (手工拉面), spezialisiert.

    Restaurantprofil

    Neben verschiedenen Nudelgerichten wie Nudelsuppen und gebratenen Nudeln gibt es auch Reisgerichte und zahlreiche Beilagen bzw. Vorspeisen wie “Mao Dou” (毛豆), eine Art chinesische Edamame, Spinat-und Gurkensalat, Frühlingsrollen und vieles mehr. Für ein möglichst authentisches Erlebnis, sollte man sich auf einige Nudelgerichte und wenige Beilagen konzentrieren – später geben wir euch dazu noch einige Tipps und konkrete Empfehlungen zu einzelnen Gerichten, die wir selbst probiert haben.

    Max’s Beef Noodles versprüht den Charme eines kleinen chinesischen Streetfood-Restaurants mit einfachen, aber leckeren Gerichten, schlichter Dekoration und viel Wert auf authentische Küche zu wirklich fairen Preisen. So kann man den Köchen über die Schulter schauen, wenn sie die Nudeln vor den Augen der Gäste von Hand zubereiten.

    Auf diese Weise lässt sich die chinesische Nudeltradition hautnah miterleben: Denn handgezogene Nudeln sind eine Kunst für sich, bei der der Teig von Hand bearbeitet und zu langen, elastischen Nudeln geformt wird. Diese jahrhundertealte Technik besteht aus vier wesentlichen Schritten, die bei Max’s Beef Noodles liebevoll mit kleinen Wandbildern dargestellt werden: Teig mischen, Teig kneten, Teig teilen und schließlich ziehen. Jeder dieser Schritte erfordert Präzision, Geschick und viel Übung, um die perfekte Konsistenz und Textur der Nudeln zu erreichen.

    1. Teig mischen

    Für den Grundteig wird Mehl, meist Weizenmehl, mit Wasser vermischt. Manchmal kommt noch Salz oder Öl dazu, damit der Teig schön elastisch wird. Das Verhältnis von Mehl und Wasser ist wichtig für die Struktur und Festigkeit des Teiges, der weder zu trocken noch zu klebrig sein darf.

    2. Teig kneten

    Das Kneten ist entscheidend, da es das im Mehl enthaltene Gluten aktiviert und dem Teig seine Elastizität und Struktur verleiht. Der Teig wird 10 bis 15 Minuten lang intensiv gedehnt und gefaltet, bis er glatt und geschmeidig ist. Manche Köche lassen den Teig zwischendurch ruhen, damit sich das Gluten noch besser entfalten kann.

    3. Teig teilen

    Sobald der Teig die richtige Konsistenz hat, wird er in kleinere Portionen geteilt. Die Größe dieser Portionen hängt von der gewünschten Dicke der späteren Nudeln ab. In der Regel wird der Teig in lange, zylindrische Stücke geteilt, die dann weiterverarbeitet und für den letzten Schritt – das Ziehen – vorbereitet werden.

    4. Teig ziehen

    Im letzten Schritt wird der Teig durch wiederholtes Ziehen, Strecken und Falten zu Nudeln geformt. Dieser Vorgang erfordert Geschick und Übung, da der Teig zu langen, dünnen Strängen gezogen wird. Dieser Vorgang wird mehrmals wiederholt, bis die gewünschte Dicke und Länge erreicht ist. Erfahrene Köche führen diesen Vorgang mit einer Art Tanzbewegung aus, indem sie die Nudeln in der Luft schwingen und drehen. Die fertigen Nudeln werden dann in kochendem Wasser gegart und in verschiedenen Gerichten serviert.

    Kommen wir nun zu unseren Empfehlungen und beginnen wir mit den Beilagen und Vorspeisen. Diese werden in kleinen Schälchen serviert und kosten derzeit zwischen 2 und 4 Euro pro Snack. Wenn man richtig Hunger mitgebracht hat, ist eine Portion pro Person vielleicht etwas wenig. Aber bei den Preisen kann man ruhig etwas mehr bestellen. 😉

    Wir haben bereits den Spinatsalat, die chinesischen Edamame, frittiertes Hühnchen und Tofu probiert und können euch alle diese Beilagen sehr ans Herz legen. Hier noch ein paar Details zu den Gerichten:

    Der Tofu (煎豆腐 – Jiān Dòufu) wird in Scheiben geschnitten und in einer Pfanne oder auf einer heißen Platte gebraten, bis er außen knusprig und innen weich ist. In Max’s Beef Noodles wird der gebratene Tofu mit einer leichten Marinade aus Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und weiteren Zutaten wie Reiswein verfeinert.

    Der Geschmack von Tofu ist mild und leicht nussig, da er von Natur aus keinen intensiven Eigengeschmack hat. Durch das Anbraten erhält er jedoch eine knusprige, leicht karamellisierte Kruste, die ihm einen herzhaften Geschmack verleiht. Da Tofu in Sojasauce und anderen Gewürzen mariniert wird, nimmt er die Aromen gut auf und schmeckt leicht salzig, würzig und süßlich.

    Der Spinatsalat (菠菜沙拉 – Bōcài Shālā) besteht aus zart gekochtem Spinat, der in einem cremigen Sesamdressing serviert und mit gehackten Erdnüssen verfeinert wird.

    Der frische Spinat verleiht dem Gericht eine feine, erdige Note und eine knackige Textur. Das Sesamdressing punktet mit seinem nussigen Aroma, einer leichten Süße und einer umamiartigen Tiefe, während ein Schuss Essig einen erfrischend säuerlichen Akzent setzt. Die Erdnüsse sorgen nicht nur für mehr Biss, sondern intensivieren den nussigen Geschmack und harmonieren perfekt mit dem Sesam-Aroma. Ihr leicht süßlicher Geschmack und der angenehme „Crunch” machen den Salat sehr abwechslungsreich.

    Yánshuǐ Máodòu (盐水毛豆), in Deutschland besser bekannt als Edamame, sind junge Sojabohnen, die noch in ihren Schoten stecken. Sie werden in gesalzenem Wasser gekocht und leicht gewürzt. Die meisten Leute denken bei Edamame sofort an japanische Küche. Dabei sind sie auch in China sehr beliebt.

    Ihr Geschmack ist schön mild und leicht salzig, mit einer angenehmen, erdigen Note, die von der Sojabohne selbst kommt. Das Salzen verstärkt das natürliche Aroma der Edamame, wodurch sie besonders lecker werden. Man isst sie, indem man die Schoten mit den Zähnen aufbricht und die bissfesten Bohnen herausdrückt. Wer möchte, kann auch Essstäbchen oder eine Gabel zur Hilfe nehmen, um die Bohnen leichter genießen zu können.

    Für die frittierten Hähnchenstücke (煎鸡块 – Jiān Jīkuài) wird das Fleisch in mundgerechte Stücke geschnitten, mariniert, paniert und dann im Wok frittiert. Sie erinnern an Tori no Karaage, wie man sie in der japanischen Küche kennt, oder in gewisser Weise auch an Chicken Nuggets, werden jedoch ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe zubereitet.

    Das Hähnchen wird lediglich mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Sojasauce mariniert. Nach dem Marinieren werden die Hähnchenstücke paniert, wodurch sie eine angenehme Textur und einen knusprigen Biss erhalten. Das Fleisch bleibt zart und saftig, während der milde Hähnchengeschmack durch die Röstaromen aus der Pfanne eine leicht nussige Note erhält.

    Weiter geht es mit den Hauptgerichten und der Spezialität des Hauses – den Max’s Beef Nudeln (马克思牛肉面 – Mǎkèsī Niúròu Miàn). Dabei handelt es sich um eine Interpretation der traditionellen Lanzhou-Lamian (兰州牛肉面 – Lánzhōu niúròu miàn) Rindfleisch-Nudelsuppe. Das Gericht besteht aus einer aromatischen Brühe oder Suppe, Nudeln, Rindfleischscheiben, Pilzen und wird mit Frühlingszwiebeln und Koriander garniert.

    Das unbestrittene Highlight ist die Brühe. Sie wird aus Rindfleisch, Rinderknochen und Suppenhuhn hergestellt und mit einer Mischung aus 14 verschiedenen Gewürzen verfeinert. Ganze sechs Stunden lang köchelt sie in einem speziell angefertigten Suppentopf auf kleiner Flamme, wodurch die Aromen langsam freigesetzt und die Nährstoffe schonend extrahiert werden. So entsteht eine unglaublich aromatische Brühe, die nicht nur intensiv im Geschmack, sondern auch äußerst gesund ist. Reich an Aminosäuren, Kalzium und Kollagen, unterstützt sie die Knochendichte und stärkt das Immunsystem.

    Da sie weder zu salzig noch zu scharf ist, sollte man nicht nur Nudeln und Fleisch, sondern auch die Brühe bis zum letzten Tropfen genießen. Sie ist vollmundig und umamireich mit einem warmen, leicht süßlichen Geschmack, der durch Gewürze wie Sternanis, Ingwer, Knoblauch und Kreuzkümmel abgerundet wird.

    Die handgezogenen Nudeln werden separat gekocht und zusammen mit der Brühe und den anderen Zutaten serviert. Durch ihre elastische, aber bissfeste Konsistenz ergänzen sie sich wunderbar mit dem zarten Rindfleisch und den erdigen Pilze. Letztere bringen durch ihre fleischige Textur eine natürliche Umami-Note ins Spiel, die den Geschmack auf raffinierte Weise abrundet. Das gekochte, in dünne Scheiben geschnittene Rindfleisch wird direkt auf den Nudeln und in der Brühe serviert. So können die zarten Rindfleischscheiben den vollen Geschmack der aromatischen Brühe aufnehmen. Wer es etwas schärfer mag, kann auf Wunsch hausgemachtes Chiliöl hinzufügen – eine Mischung aus Öl, getrockneten Chilischoten und anderen Gewürzen, die für eine pikante Note sorgt.

    Wer zum ersten Mal bei Max’s Beef Noodle ist, sollte sich dieses Gericht auf keinen Fall entgehen lassen – es ist das Herzstück des Restaurants und trägt seinen Namen nicht ohne Grund.

    Neben Max’s Beef Nudeln ist auch die Hongshao Nudelsuppe (红烧牛肉面, Hóngshāo Niúròu Miàn) sehr zu empfehlen.

    Im Gegensatz zum Lanzhou Lamian wird das Fleisch hier nicht gekocht, sondern langsam geschmort, was es besonders zart und aromatisch macht. Während für die Max Beef Nudeln eine klare Brühe verwendet wird, zeichnet sich die Hongshao Nudelsuppe durch einen süßlicheren, herzhafteren und gehaltvolleren Geschmack aus, der vor allem durch das in Sojasauce geschmorte Rindfleisch entsteht. Das Gericht wird mit knackigem Pak Choi, frischem Koriander und Frühlingszwiebeln serviert, die für zusätzliche Frische und Farbe sorgen.

    Die gebratenen Nudeln mit Rindfleisch (牛肉炒面 – Niúròu Chǎomiàn) sind, wie der Name schon sagt, eine köstliche Kombination aus leicht angebratenen Nudeln, zartem, in Scheiben geschnittenem Rindfleisch, frischem Gemüse und Rührei.

    Das Gericht besticht durch seinen herzhaften und würzigen Geschmack, der von einer umamireichen Soße aus Sojasauce, Austernsauce und einer Auswahl an Gewürzen getragen wird. Das knackige Gemüse, insbesondere der Chinakohl, bringt eine erfrischende Note und eine dezente Süße ins Spiel, die sich harmonisch mit dem kräftigen Aroma des Rindfleischs und der Sauce verbindet. Gewürze wie Knoblauch und Ingwer sorgen für eine angenehme Schärfe und Tiefe. Die leicht angebratenen Nudeln sind bissfest und wunderbar saftig, da sie die Säfte der anderen Zutaten hervorragend aufnehmen.

    Den Abschluss bilden heute Ban-Nudeln mit Pilzen und Hackfleisch (香菇鸡肉拌面 – Xiānggū Jīròu Bànmiàn). Bei diesem Gericht werden gekochte Nudeln mit einer aromatischen Soße und anderen leckeren Zutaten wie Hackfleisch und Pilzen kombiniert.

    Die Nudeln werden in eine Schüssel gegeben und mit grob gehacktem Hühnerhackfleisch, saftigen Pilzen und frischen Frühlingszwiebeln garniert. Vor dem Verzehr alles kräftig umrühren, damit sich die Aromen schön vermischen.

    Die Sauce aus Sojasauce, Austernsauce und verschiedenen Gewürzen gibt dem Gericht eine kräftige, würzige Note, die wunderbar in die Nudeln einzieht und ihnen eine saftige Konsistenz verleiht. Die Champignons sind sehr aromatisch und haben einen leicht erdigen Geschmack mit einem kräftigen, umamiartigen Aroma, das perfekt zu Hühnchen und Nudeln passt. Das Hähnchenhack sorgt für eine zarte, fast cremige Textur, da es die Soße gut aufsaugt und sich gleichmäßig über die Nudeln verteilt. Wer es etwas schärfer mag, kann – wie bei allen anderen Gerichten auch – etwas Chilisauce hinzufügen.

    Max’s Beef Noodles in München steht nicht nur für leckere handgemachte Nudeln, sondern auch für exzellenten Service. Das wurde besonders deutlich, als ich nach meinem ersten Besuch Trinkgeld geben wollte, aber auch nach mehrmaligem Nachfragen höflich abgewiesen wurde. Diese Reaktion zeigt, dass hier die Zufriedenheit der Gäste an erster Stelle steht und guter Service als selbstverständlich angesehen wird. Diese respektvolle Haltung trägt zu einer authentischen und angenehmen Atmosphäre bei. Mit einem klaren Fokus auf die Qualität von Speisen und Service und einem wirklich fairen Preis-Leistungs-Verhältnis – was will man mehr?

  • SEOULFOOD aus Korea: authentisch koreanisches Streetfood in Frankfurt

    SEOULFOOD aus Korea: authentisch koreanisches Streetfood in Frankfurt

    Wer sich gerne auf die Suche nach verborgenen kulinarischen Perlen macht, kommt bei unserer nächsten Empfehlung voll auf seine Kosten! Heute stellen wir einen koreanischen Imbiss vor, der in Frankfurt vielleicht noch nicht so bekannt, aber auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Das unscheinbare Äußere täuscht – in der gemütlichen Bar gibt es einige der beliebtesten koreanischen Streetfood-Klassiker wie Duk-Bok-Ki (auch bekannt als Tteokbokki oder auf Deutsch: Reiskuchen in scharfer, würziger Soße), koreanische Nationalgerichte wie Dolsot (Bibimbap im heißen Steintopf), eine bunte Auswahl an Kimbap-Reisrollen und vieles mehr.

    Solche kleinen Bars gibt es in ganz Korea und sie sind die ideale Anlaufstelle für alle, die schnell und lecker essen wollen – sei es für ein entspanntes Mittagessen oder für den kleinen Hunger zwischendurch.

    Koreanisches Streetfood, auch Bunshik (粉食) genannt, besteht meist aus herzhaften Teigwaren auf Mehlbasis wie Tteokbokki (떡볶이), Mandu (만두) oder Ramyeon (라면 – koreanische Ramen-Nudeln). Neben den beliebten Bunshik findet man im SEOULFOOD aber auch leichtere Gerichte wie Kimbap (김밥 – Reisrollen, erinnern optisch an Sushi). Und das Beste daran? Man wird satt und das zu erschwinglichen Preisen, ohne beim Geschmack Abstriche machen zu müssen.

    Restaurantprofil

    Dieses kleine Juwel wird von Koreanern geführt und ist bei den Koreanern in Frankfurt sehr beliebt. Du kannst dich also auf ein authentisches Erlebnis freuen! Und ja, viele Koreaner lieben scharfes Essen und davon gibt es im SEOULFOOD jede Menge! Aber keine Sorge – wenn scharfes Essen nicht so dein Ding ist, kannst du natürlich auch mildere Gerichte und Beilagen bestellen. Eigentlich ist für jeden Geschmack etwas dabei und man kann auf dieser Speisekarte nichts falsch machen. Trotzdem wollen wir dir hier einige unserer Favoriten vorstellen.

    Beginnen wir mit einem kleinen, aber verführerischen Leckerbissen: S4 Gimmari. Dieser köstliche koreanische Snack ist vegetarisch und besteht aus einer Glasnudelfüllung, umhüllt von einer zarten Eierschicht und Seetang.

    Außen knusprig, innen weich und saftig. Dazu gibt es eine klassische Essig-Sojasauce, verfeinert mit einer Prise Zucker und einem Schuss Sesamöl. Die Sauce bringt die feine Süße und das Umami der Füllung wunderbar zur Geltung und schafft die perfekte Balance zwischen herzhaft, süß und sauer.

    Und nun ein Gericht, das es in sich hat: Jjamppong, eine der Spezialitäten des Hauses. Zarte Nudeln schwimmen in einer roten Brühe aus eingelegtem Napa-Kohl (Kimchi) und feurigem Chilipulver.

    Aber nicht nur die Schärfe, sondern auch ein lang anhaltendes, rauchig-würziges Aroma ist charakteristisch für Jjamppong. Die Brühe bildet eine herzhafte Basis, die an eine köstliche Schweineknochensuppe erinnert und eine kräftige Grundlage bietet. Das Kimchi bringt eine säuerliche, fermentierte Note ins Spiel, die die Fülle der Aromen ausbalanciert. Die Süße des angebratenen Gemüses rundet das Geschmacksprofil harmonisch ab. Frische Meeresfrüchte wie Garnelen, Tintenfisch, Oktopus, Muscheln und Schnecken sorgen mit ihrem salzigen Geschmack für einen intensiven Umami-Eindruck.

    Kimbap, koreanische Reisrollen, sehen aus wie Sushi, schmecken aber ganz anders. Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis bei Kimbap mit Sesamöl und Salz gewürzt, was ihm ein reichhaltiges, nussiges Aroma verleiht. Die Füllungen sind meist gekocht oder mariniert und nicht roh. Die Rollen werden auch mit herzhaften Zutaten wie Fleisch, Eiern und Gemüse gefüllt. Wir empfehlen zum Beispiel das K3 Jeyuk Kimbap, für das wir uns entschieden haben.

    Jeyuk Kimbap besteht aus zartem Schweinefleisch, das in einer scharfen Chilisauce mariniert und in getrockneten Seetang, auch Gim (김) genannt (ähnlich wie Nori beim Sushi), eingerollt wird. Dazu gibt es eingelegten Rettich, frische Gurken, Ei, Karotten und Reis. Jeder Bissen ist eine harmonische Kombination aus süß, scharf und salzig, wobei das knackig-frische Gemüse das würzige Schweinefleisch perfekt ergänzt. Die Schärfe ist nicht überwältigend und sorgt für eine angenehme Wärme, die beruhigend und sättigend zugleich wirkt.

    Ramyun, die beliebten koreanischen Instantnudeln, sind ein fester Bestandteil jeder koreanischen Snack-Bar und bekannt für ihre elastische, bissfeste Textur und ihr kräftiges Aroma. Bei SEOULFOOD kannst du deine Ramyun ganz nach deinem Geschmack mit Zutaten wie Kimchi, Dumplings oder Eiern zusammenstellen. Wir haben uns für Dumplings entschieden.

    Die Nudeln sind mit einer scharfen Gewürzmischung umhüllt, die sofort ein feuriges Geschmacksfeuerwerk entfacht. Die Zugabe von Fleisch- und Gemüseextrakten (ähnlich einer Hühner-, Rinder- und Gemüsebrühe) verleiht dem Gericht eine Umami-Note. Die Brühe selbst ist reichhaltig und sorgt für ein warmes, prickelndes Gefühl, das viele als süchtig machend empfinden – vor allem diejenigen, die es scharf mögen.

    Die mit einer Mischung aus zerkleinertem Gemüse und Glasnudeln gefüllten Teigtaschen sind zart und appetitanregend. Dazu isst man klassischerweise ein Stück Kimbap, das die Schärfe der Ramyun etwas mildert und für einen harmonischen Geschmack sorgt.

    Dolsot, eines der Hauptgerichte von SEOULFOOD, zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Gerichten Koreas und ist eine spezielle Variante von Bibimbap, die in einer heißen Steinschale serviert wird. Diese Schale hält das Essen warm und sorgt dafür, dass sich am Boden eine köstliche, knusprige Reisschicht bildet. Darüber kommt eine bunte Mischung aus Gemüse wie Karotten, Sojasprossen, Zucchini, eingelegtem Rettich und langen grünen Bohnen sowie ein rohes Ei, das beim Umrühren mitgart.

    Im SEOULFOOD hast du die Möglichkeit, dein Dolsot ganz nach deinen Wünschen zu zusammenzustellen:

    Als Basis kannst du zwischen weißem, schwarzem oder gebratenem Reis wählen. Schwarzer Reis ist die gesündere Wahl: Er hat eine bissfeste Textur, schmeckt leicht süßlich und ist eher dunkelviolett als schwarz. Er sieht nicht nur ansprechend aus, sondern enthält auch mehr Nährstoffe und Antioxidantien als weißer Reis – perfekt, wenn man etwas Herzhaftes und Gesundes genießen möchte.

    Die Auswahl an Toppings ist groß: Gegen einen kleinen Aufpreis kann man zwischen Rind, Schwein, Huhn, Tofu, Kimchi, Lachs und Meeresfrüchten wählen. Besonders die klassische Kombination aus Rindfleisch und Kimchi begeistert mit einer köstlichen Mischung aus herzhaften und würzigen Aromen. Das zarte, marinierte Rindfleisch bringt einen reichen Umami-Geschmack mit, während das Kimchi mit seiner pikanten, fermentierten Säure für den perfekten Ausgleich sorgt.

    Um das Dolsot perfekt abzurunden, bietet SEOULFOOD eine große Auswahl an Saucen an:

    • Die Chokohot-Sauce begeistert mit intensiver Chilischärfe und einer rauchigen Note.
    • Die süß-saure Zitrus-Sojasauce (Citrus-Joy) sorgt für einen spritzigen Kick und ein tiefes Umami-Aroma.
    • Die Gurke-Wasabi-Sauce bringt eine erfrischende Note mit einem scharfen Kick durch den Wasabi,
    • während die Sesamsauce (Sesame) dem Gericht einen nussigen, gerösteten Geschmack verleiht.
    • Für alle, die es scharf mögen, ist die Kohot-Sauce ein Muss: Diese traditionelle koreanische Chilipaste hat eine kräftige, feurige Note und passt perfekt zu mariniertem Rindfleisch und knusprigem Reis.
    • Ssamjang ist eine salzige, leicht scharfe Chilisoße (deutlich milder als Kohot) aus Sojabohnenpaste, die ein reiches, erdiges Aroma entfaltet und hervorragend zu Gemüse und Reis passt.

    Dolsot ist ein echtes „Allround-Talent”. Denn die Zutaten lassen sich beliebig kombinieren. Das Ergebnis ist ein leckeres und nahrhaftes Gericht mit viel gesundem Gemüse und Proteinen.

    Duk-bok-ki, auch bekannt als Tteokbokki, ist ein beliebtes koreanisches Streetfood. Es besteht aus Reiskuchen (Duk), Fischkuchen (Odeng) und Frühlingszwiebeln, die in einer süß-scharfen Sauce geschmort werden.

    Das Besondere an Duk-bok-ki ist die Sauce, die aus Gochujang (koreanische Chilipaste), Zucker und verschiedenen Gewürzen zubereitet wird. Sie verleiht dem Gericht seinen einzigartigen süß-scharfen Geschmack. Die glänzende Sauce haftet hervorragend an den elastischen Reiskuchen und den zarten Fischkuchen und intensiviert deren natürliche Aromen. Die dezent süßen und salzigen Noten des Fisches harmonieren perfekt mit der kräftigen Sauce, während die Frühlingszwiebeln dem Gericht eine frische Note verleihen.
    Diese köstliche Kreation ist ein absolutes Muss für alle, die in die verführerische Welt der koreanischen Streetfood-Küche eintauchen möchten!

    Japchae ist ein veganes koreanisches Nudelgericht, das aus gebratenen Glasnudeln (Dangmyeon) und einer bunten Auswahl an frischem Gemüse wie Karotten, Sojasprossen, Spinat und grünen Bohnen besteht.

    Die Nudeln sind weich, aber dennoch beeindruckend elastisch und nehmen die Sojasauce vollständig auf, ohne zu zerfallen. Dadurch entwickeln sie einen reichen Umami-Geschmack und eine angenehme Bissfestigkeit. Besonders hervorzuheben ist der pfeffrig-würzige Geschmack von Japchae, der durch die natürliche Süße des Gemüses perfekt abgerundet wird. Das Gericht ist leicht und gut bekömmlich – ideal für alle, die es etwas milder mögen.

    Bulgogi und Korean Fried Chicken sind sozusagen die Aushängeschilder der koreanischen Küche. Bulgogi ist zart mariniertes Rindfleisch mit einem intensiven, süß-salzigen Geschmack. Die Marinade aus Sojasauce, Knoblauch, Zucker und Sesamöl verleiht dem Fleisch eine unwiderstehliche, leicht rauchige und karamellisierte Note. Im Gegensatz dazu überzeugt das koreanische Fried Chicken mit einer knusprigen Außenhaut und einem saftigen Inneren, das von einer süß-würzigen Sauce überzogen ist.

    Bei SEOULFOOD erwartet dich eine Vielzahl an Reisgerichten, die du nach Belieben mit Bulgogi, Fried Chicken, Tofu, Meeresfrüchten oder Schweinefleisch kombinieren kannst.

    Ein Tipp: Wenn du Bulgogi und Fried Chicken in einem Gericht genießen möchtest, solltest du das G3 Best of Both probieren. Hier erwartet dich zartes Bulgogi mit knusprigem Hähnchenfleisch auf einem Teller. Dazu gibt es knusprige Pommes oder Reis und du hast die Wahl zwischen einer scharfen Chilisoße, einer Joghurtsoße oder sogar einer Kombination aus beidem. So kannst du beide Klassiker – Bulgogi und Fried Chicken – in einem Gericht genießen!

    SEOULFOOD bietet leckeres koreanisches Streetfood wie Gunmandu (koreanische Teigtaschen), Kimchi Jeon (herzhafte Kimchi-Pfannkuchen) und Yachae Tykim (frittierte Gemüsepuffer). Die Hauptgerichte Bibimbap und Kimbap stehen für die koreanische Ernährungsphilosophie der “fünf Farben und fünf Geschmacksrichtungen”. Diese Philosophie fördert eine ausgewogene Ernährung durch die Integration von Lebensmitteln in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen, die jeweils spezifische Nährstoffe und gesundheitliche Vorteile bieten.

    Das Restaurant hat auch eine Auswahl an Suppen im Angebot – scharf oder mild, mit oder ohne Fleisch – in verschiedenen Portionsgrößen an. Sie eignen sich hervorragend als Beilage zu den Hauptgerichten mit Nudeln oder Reis. Fazit: Mit seinen günstigen Preisen und der großen Auswahl an klassischen koreanischen Gerichten ist dieses kleine, gemütliche Restaurant der ideale Ort, um die Geschmacksvielfalt der koreanischen Küche zu entdecken.

  • Geheime Speisekarte enthüllt: Reichhaltige vietnamesische Küche im Thuy’s

    Geheime Speisekarte enthüllt: Reichhaltige vietnamesische Küche im Thuy’s

    Heute entführen wir euch in ein gemütliches authentisches vietnamesisches Restaurant, das sich im ruhigen Stadtteil Sendling in München versteckt. Das charmante Lokal besticht durch seine traditionelle vietnamesische und südostasiatische Dekoration und versprüht einen natürlichen, rustikalen Charme. Das gemütliche Ambiente lädt zum Verweilen ein, egal ob man drinnen speist oder draußen im Schatten der hohen Eichen die Sommerbrise genießt.

    Das gemütliche Restaurant bietet einen Einblick in die reiche kulinarische Szene Vietnams mit seinen aromatischen Kräutern, raffinierten Brühen und verführerischen Snacks. Die Speisekarte bietet eine große Auswahl an klassischen vietnamesischen und thailändischen Reis- und Nudelgerichten. Für echte Feinschmecker gibt es jedoch ein besonderes Highlight: die „geheime“ Speisekarte, die auf Anfrage erhältlich ist. Hinter dem Namen „Hôm Nay“ (vietnamesisch für „Heute Spezial“) verbirgt sich eine exklusive Auswahl authentischer Gerichte, die vor allem bei den Vietnamesen bzw. Asiaten in München sehr beliebt ist. Wer den authentischen Geschmack Vietnams sucht, wird hier auf jeden Fall fündig.

    Restaurantprofil

    Banh Xeo Chay Hay Man oder „Knusprige vietnamesische Pfannkuchen“ werden aus einem Teig aus Reismehl, Wasser und Kurkuma hergestellt, der ihnen ihre charakteristische gelbe Farbe verleiht. Durch den hohen Wasseranteil im Teig und das schnelle Braten in einer heißen, gut geölten Pfanne wird der Pfannkuchen gleichmäßig gebacken und erhält eine dünne, knusprige Konsistenz.

    Der außen goldbraun und leicht knusprig gebratene Pfannkuchen verbirgt eine leckere Füllung aus Garnelen, Schweinefleisch, Sojasprossen und Reisnudeln. Knusprig, zart und erfrischend zugleich. Dazu eine Auswahl frischer Kräuter wie Minze, Thai-Basilikum, Fischminze (rau diep ca) und vietnamesischer Koriander (rau ram), abgerundet mit der pikanten Nuoc-Cham-Dip-Sauce. Jeder Bissen eine Geschmacksexplosion.

    Wenn die Kräuter in die Pfannkuchen eingerollt werden, entfalten sich die erfrischende Wirkung der Minze, die anisartige Würze des Thai-Basilikums, das fischig-erdige Aroma der Fischminze und die pfeffrig-zitronige Note des vietnamesischen Korianders. Diese Kräutermischung verleiht jedem Bissen geschmackliche Tiefe und Komplexität. Diese Kräutermischung macht jeden Bissen zu einem Geschmackserlebnis. Wenn die Pfannkuchen in Nuoc Cham getunkt und mit geriebenen Karotten, Daikon-Rettich und Chili verfeinert werden, entsteht eine süß-säuerlich-scharfe Geschmackskombination, die perfekt mit dem herzhaft-kräuterigen Pfannkuchen harmoniert.

    Bánh Canh Cua (Từ Nhà Làm, dt.: hausgemacht) ist ein herzhaftes vietnamesisches Gericht aus dicken, zylindrischen Reisnudeln – ähnlich den japanischen Udon-Nudeln – in einer kräftigen, aromatischen Brühe. Besonders hervorzuheben sind die vier großen Krabbenscheren (Càng Ghẹ Cua) und das zarte Krabbenfleisch, das mit frischem Koriander, Frühlingszwiebeln und einem Hauch Pfeffer garniert wird.

    Die kräftige, leicht eingedickte Brühe entsteht durch das Kochen von Schweineknochen und Krabbenschalen. Etwas Fischsauce bringt den Umami-Geschmack voll zur Geltung. Krabbenfleisch und Wachteleier verleihen dem Gericht eine cremige Konsistenz und einen reichen, tiefen Meeresgeschmack. Die dicken Reisnudeln bleiben auch nach längerem Kochen in der Brühe schön bissfest und bieten ein angenehmes Kaugefühl.

    Das zarte, süß-salzige Krabbenfleisch zergeht förmlich auf der Zunge, während das Fleisch der Krabbenscheren besonders saftig, prall und elastisch ist. Letzteres besticht durch seine feste Konsistenz und seinen intensiven, frischen Geschmack. Die Scheren sind bereits vorab geöffnet, um das Fleisch leichter herauszubekommen, aber selbst dann kann es ziemlich „messy” werden – also lieber ein paar Servietten mehr bereithalten!

    Bún Bò Huế Đặc Biệt ist eine besonders gelungene Interpretation der klassischen vietnamesischen Nudelsuppe aus der alten Stadt Huế in Zentralvietnam. Das Gericht ist bekannt für seine kräftige, würzige Brühe und seine vielfältigen Aromen.

    Die Brühe, die aus Rinder- und Schweineknochen mit Zitronengras gekocht und mit Chiliöl verfeinert wird, besticht durch ihren aromatischen, leicht scharfen Geschmack und ihre leuchtend rote Farbe. Die im Gegensatz zu den flachen Pho-Nudeln dickeren, runden Nudeln sind fest und elastisch und bieten ein besonders angenehmes Kaugefühl.

    Das Besondere an Bún Bò Huế Đặc Biệt ist die Vielfalt der verschiedenen Fleischsorten, die der Brühe eine umamireiche Tiefe und einen herzhaften Duft verleihen.

    Rindshaxe verleiht der Suppe einen tiefen, kräftigen Geschmack, während Ochsenschwanz eine feine Süße und einen intensiven Rindfleischgeschmack beisteuert und so zart gegart wird, dass er fast vom Knochen fällt. Schweinshaxe bringt trotz ihres milden und delikaten Geschmacks wertvolles Kollagen und Mark in die Brühe, und die gallertartige Haut und das Knorpelgewebe machen die Brühe besonders samtig. Zudem sorgen Schweineblutwürfel für zusätzliche Cremigkeit.

    Garniert wird die Suppe mit Zwiebeln und Schalotten sowie luftig gebratenen Tofuwürfeln, die die Brühe hervorragend aufnehmen und ein angenehmes Aroma verströmen. Frische Kräuter, Gemüse und eine Zitronenscheibe werden separat gereicht, so dass die Suppe nach Belieben verfeinert werden kann.

    Wenn von vietnamesischer Küche die Rede ist, denkt man oft an die leichteren, weniger intensiven Gerichte aus dem Norden Vietnams wie Pho oder Bun Thang. Diese zeichnen sich durch eine klare, aromatische Brühe und leichte, subtil gewürzte Zutaten aus. Während die nordvietnamesischen Gerichte eher mild sind, ist die Küche in Zentral- und Südvietnam für ihre intensiven, kräftigen und manchmal auch scharfen Aromen bekannt. Bún Bò Huế und Bánh Canh Cua sind hervorragende Beispiele für diese Vielfalt und zeigen die herzhafte, würzige und intensive Seite der vietnamesischen Küche.

    Das Personal im Thuy ist unglaublich freundlich. Als sie merkten, dass ich Chinesin bin, brachten sie mir freundlicherweise eine chinesische Übersetzung der “geheimen” Speisekarte. Sie erklärten mir, dass viele chinesische Gäste vor allem wegen der original vietnamesischen Gerichte hier sind. Deshalb haben sie sich die Mühe gemacht, eine chinesische Übersetzung anzufertigen. Die handgeschriebene chinesische Speisekarte hat mich sehr beeindruckt und zeigt, wie gastfreundlich die Vietnamesen sind. Mir wurde klar, dass es beim Essen nicht nur auf den Geschmack ankommt, sondern auch auf menschliche Wärme und Aufmerksamkeit. Vielleicht ist das der Grund, warum die vietnamesische Küche mit ihrer Aromenvielfalt und herzlichen Gastfreundschaft Feinschmecker aus aller Welt anzieht.

  • Einsame Strände und Tavernen abseits der Touristenpfade auf Gran Canaria

    Einsame Strände und Tavernen abseits der Touristenpfade auf Gran Canaria

    Wer eine ruhige Auszeit von den belebten Touristenzentren Gran Canarias sucht, ist an der Playa de Tiritaña und der Playa de los Frailes genau richtig. Diese abgelegenen Strände sind leicht mit dem Auto zu erreichen und liegen nur etwa zehn Minuten voneinander entfernt.

    Wir parkten unser Auto etwa zehn Gehminuten von der Playa de Tiritaña entfernt. Der Weg dorthin erinnert an einen Spaziergang durch einen Lost Place, geprägt von einer unfertigen Straße, die wahrscheinlich Teil eines aufgegebenen Resortprojektes war. Der Himmel war tiefblau und warf sein helles Licht über die Landschaft. Die Felsformationen auf einem nahe gelegenen Hügel standen wie uralte Wächter und beobachteten stumm dieses versteckte Refugium, das nur wenige Besucher zu Gesicht bekommen. All dies verleiht dem Ort einen einzigartigen, fast mystischen Charme.

    Bei unserer Ankunft an diesen felsigen Buchten empfing uns ein rauer und zugleich intimer Rückzugsort. Im Gegensatz zu den üblichen Sandstränden findet man hier größere Steine und Kiesel. Die Abgeschiedenheit wirkt sofort beruhigend. In dieser stillen Ecke der Insel ist das einzige Geräusch das der Wellen, die langsam und rhythmisch ans Ufer schlagen.

    In den natürlichen Tümpeln, die sich am felsigen Strand bilden, kann man kleine, lebhafte Fische beobachten, die fröhlich im Sonnenlicht schwimmen. Selbst die sonst so scheuen Krabben zeigen sich mutig, genießen kurz die Sonne und ziehen sich dann schnell wieder in den Schatten unter den Felsen zurück.

    Das Wasser ist angenehm kühl und einladend, eingebettet in die von Bergen gesäumte Küste, die eine perfekte Naturkulisse für ein erfrischendes Bad bietet. Aber Vorsicht! Wegen des felsigen Geländes und der manchmal starken Strömung ist es nicht ganz ungefährlich.

    Abenteuerlustige können eine einstündige Wanderung über die steilen Berge unternehmen, die die Playa de Tiritaña von der Playa de los Frailes trennen, und dabei atemberaubende Ausblicke auf die Küste genießen. Trotz der unebenen Wege und gelegentlich steilen Abschnitte ist der Weg für die meisten Wanderer gut zu bewältigen.

    Während wir die Hügel erklimmen und alle Geräusche außer dem fernen Rauschen des Meeres hinter uns lassen, haben wir das Gefühl, in eine unendliche Leere einzutauchen, in der der Horizont gleichzeitig nah und fern ist. Man hat das Gefühl, in einem kurzen, aber intensiven Moment gefangen zu sein, in dem Zeit und Raum ihre Bedeutung verlieren und die Welt sich zu verlangsamen scheint.

    Am Playa de los Frailes ist der Sand weicher und zieht vor allem Badegäste an, die es etwas entspannter mögen. Ein Pfad auf der rechten Seite der Steilküste führt zu einem ruhigeren Ort.

    Am Ende des Weges entdecken wir einen Ort, der einen weiten Blick auf das Meer erlaubt und gleichzeitig einladend und gemütlich wirkt. Das unendliche Meer und der Himmel liegen in beeindruckender Weite vor uns.

    Die Zeit vergeht wie im Flug, während wir beobachten, wie sich das Meer in Licht und Schatten verwandelt, wie das Licht auf der Wasseroberfläche spielt, wie die Wellen tosen oder sanft dahin gleiten. In der Ferne zieht ein Segelboot vorbei, der Steuermann scheint uns zu bemerken und winkt uns freundlich zu. Wir winken zurück – ein flüchtiger, aber bewegender Moment.

    Tipps für deinen Besuch:
    • Felsenküste: Die Strände sind felsig, daher ist es ratsam, Aqua- oder Badeschuhe mitzunehmen, um die Füße beim Baden zu schützen.
    • Wanderausrüstung: Für die Wanderung zwischen den beiden Stränden solltest du feste Wanderschuhe und ausreichend Wasser mitnehmen. Die Wege können uneben und anspruchsvoll sein.
    • Sonnenschutz: Sonnencreme, Hut und Sonnenbrille mitnehmen. Die Sonne kann sehr intensiv sein und es gibt wenig Schatten entlang der Wege. Beginne die Wanderung früh, um die größte Hitze zu vermeiden.
    • Vorsicht an den Felswänden: Vorsicht vor losen Steinen und schmalen Pfaden.

    Nach einem Tag voller Wander- und Kletterabenteuer gibt es nichts Besseres als ein leckeres spanisches Essen. Diesmal möchten wir euch ein absolutes Muss auf der Insel vorstellen – La Tasquita Gallega. Diese familiengeführte spanische Taverne serviert fast alle Aromen der Küste, die man sich bei einem Besuch auf Gran Canaria nur wünschen kann – gegrilltes Fleisch, Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, verschiedene Arten von Paella und eine große Auswahl an Tapas. Die Speisekarte findet ihr hier.

    Die Auswahl an Tapas-Gerichten ist wirklich groß. Man kann sich richtig austoben und in viele verschiedene Geschmacksrichtungen eintauchen. Am besten bestellt ihr kleine Portionen zu günstigeren Preisen – genau wie wir!

    Unser erstes Tapas-Gericht wurde gleich zu einem unserer Favoriten: Empanadillas oder spanische Teigtaschen.

    Die herzhaften Teigtaschen sind mit würzigem Hackfleisch gefüllt und schmecken unwiderstehlich aromatisch. In der würzigen Füllung bilden angebratene Zwiebeln und Knoblauch eine duftende Basis, ergänzt durch Oregano, frische Paprika und erdigen Kümmel. Salz und Pfeffer runden die Aromen perfekt ab und bringen das saftige, gehaltvolle Hackfleisch zur Geltung. Umhüllt wird das Ganze von einem knusprigen, goldbraunen Teigmantel, der bei jedem Bissen für einen befriedigenden Crunch sorgt!

    Die Austern im La Tasquita Gallega sind außergewöhnlich saftig und gut gefüllt.

    Jede Auster hat eine beeindruckende Größe und entfaltet einen klaren, salzigen Geschmack, der die Frische des Meeres perfekt einfängt. Die Textur ist zart und bissfest. Genieße sie roh mit einem Spritzer Zitrone, um die natürliche Süße und den leicht salzigen Geschmack hervorzuheben. Jeder Bissen ist ein erfrischender Genuss.

    Die Paprika Padrón, die wir bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt haben, sind für uns ein Muss auf jeder Spanienreise.

    Kurz in Olivenöl gebraten, bis sie Blasen werfen und zart sind, überzeugen sie durch ihren einfachen und frischen Geschmack. Mit einer Prise Meersalz serviert, bieten sie einen herzhaften Kontrast zu ihrem natürlich milden, leicht süßlichen Aroma. Dieses vegetarische Gericht eignet sich hervorragend als Beilage zu anderen Tapas oder Hauptgerichten.

    Die galicische Chorizo-Wurst ist für ihr reiches und würziges Aroma bekannt. Sie hat einen kräftigen, von Pfeffer, Knoblauch und anderen aromatischen Gewürzen geprägten Geschmack.

    Die Wurst kombiniert saftige, aromatische Speckstücke mit magerem Fleisch, was ihr eine feste Konsistenz und eine angenehme Textur verleiht. Mit Zwiebeln angebraten und in einer leicht pikanten Sauce gegart, entwickelt sie einen kräftigen, herzhaft-würzigen und leicht säuerlichen Geschmack. Die süßlichen Zwiebeln mildern den intensiven Fleischgeschmack und sorgen für eine harmonische und besonders schmackhafte Balance.

    Vieras al Horno, spanische überbackene Jakobsmuscheln, sind ein köstliches Tapas-Gericht, das vor allem wegen seines exquisiten Geschmacks geschätzt wird.

    Frische, saftige Jakobsmuscheln werden mit fein gehackten Zwiebeln und Petersilie im Ofen zart gebacken. Die für ihren buttrigen, salzigen und leicht nussigen Geschmack bekannten Jakobsmuscheln erhalten durch das Garen mit aromatischen Zwiebeln und pfeffriger Petersilie eine feine Umami-Note. Die Petersilie verleiht dem Gericht nicht nur eine kräftige Farbe, sondern unterstreicht auch die natürliche Süße und die leichte Salzigkeit der Jakobsmuscheln.

    Der Arroz Caldoso de Marisco nimmt in der Küche der Kanarischen Inseln einen besonderen Platz ein und bietet mit seinem reichen Aroma und seiner wohltuenden Art ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

    Das Gericht wird in einer Suppenschüssel serviert, die bis zum Rand mit zartem, mit Safran verfeinertem Reis gefüllt ist. Der Safran verleiht dem Reis eine warme goldene Farbe und ein dezent blumiges Aroma. Arroz Caldoso de Marisco ist ein Fest der Meeresfrüchte – saftiger Tintenfisch, salzige Muscheln, pralle Garnelen und zarter Oktopus, die alle in einer aromatischen Brühe köcheln und dabei die köstlichen Aromen und die Frische des Meeres entfalten.

    Der Reis in der Suppe bleibt schön bissfest und unterscheidet sich dadurch von einem Reisbrei. Er nimmt die intensiven Aromen der Brühe auf, ohne seine Konsistenz zu verlieren. Der Reis verbindet sich perfekt mit den anderen Zutaten: Die Süße der Meeresfrüchte harmoniert mit den blumig-würzigen Noten des Safrans, die milde Paprika und die kräftige Brühe runden den Geschmack ab. Jeder Löffel ein Genuss!

    Die Crema Catalana ist ein klassisches spanisches Dessert, das wir auf unserer Reise mehrfach genießen durften.

    In La Tasquita Gallega ähnelt das Dessert, das auf einer Eiercreme basiert, der Crème brûlée, erhält aber durch subtile Zitrus- und Zimtnoten ein einzigartiges Aroma. Sie ist mit einer karamellisierten Zuckerschicht überzogen, die einen angenehmen Texturkontrast bietet: unten cremig und eiförmig, oben knusprig. Ursprünglich aus Katalonien in Spanien stammend, ist die Crema Catalana ein köstlicher Abschluss jeder Mahlzeit.

    Das war’s dann auch schon wieder mit unserer Blog-Serie über Gran Canaria. Egal woher wir kommen, auch die schönsten Landschaften können irgendwann zum Alltag werden. Jeder von uns sehnt sich irgendwann nach neuen Horizonten und Erfahrungen. Wenn es soweit ist und wir uns nach Abwechslung sehnen, sollten wir uns mit offenem Herzen auf den Weg machen und Freude daran finden, unseren eigenen Weg zu gehen.

  • Nana’s Ramen: Japanische Ramen-Kunst in Frankfurt

    Nana’s Ramen: Japanische Ramen-Kunst in Frankfurt

    Willkommen zu einem weiteren kulinarischen Abenteuer in Frankfurt! Heute stellen wir euch ein neu eröffnetes japanisches Ramen-Restaurant vor, das uns auf Anhieb begeistert hat. Schon wenige Wochen nach der Eröffnung hörten wir von diesem gemütlichen Lokal und wollten sofort hin. Damals war die Speisekarte noch überschaubar und bot lediglich drei verschiedene Ramen-Suppen und einige Currys an.

    Trotz des überschaubaren Angebots sind wir gerne wiedergekommen. Was wir dort erlebten, verkörperte den Geist der japanischen Kochkunst – die Konzentration auf wenige köstliche Gerichte, die mit großer Sorgfalt und Hingabe immer weiter perfektioniert werden. Einfach und doch außergewöhnlich – genau das schätzen wir an der japanischen Küche.

    Inzwischen ist die Speisekarte erfreulicherweise vielfältiger geworden – es gibt eine größere Auswahl an Vorspeisen und neue Ramen-Suppengerichte. Wir waren neugierig auf die neuen Kreationen und waren wieder einmal begeistert. Heute möchten wir euch mitnehmen in Nana’s Ramen und einige unserer Lieblingsgerichte vorstellen.

    Restaurantprofil

    Beginnen wir mit einer vegetarischen Vorspeise: Edamame Harumaki – eine japanische Frühlingsrolle mit einer Füllung aus Paprika, Glasnudeln und Salat.

    Durch die Zugabe von Edamame erhalten die Teigblätter bzw. die Hülle der Frühlingsrolle eine natürliche grüne Farbe und einen milden, pflanzlichen Geschmack. Dieser harmoniert perfekt mit dem knackigen Salat, der süßen Paprika und den zarten Glasnudeln und sorgt für ein erfrischend knuspriges Mundgefühl. In Kombination mit der Yuzu-Chili-Sauce entfaltet sich ein wunderbar harmonisches Spiel aus frischen Zitrusaromen, einer leichten Schärfe und einer feinen Bitternote.

    Als Nächstes präsentieren wir einen absoluten Klassiker aus Japan: Gyoza. Diese Teigtaschen sind mit einer herzhaften Mischung aus Hackfleisch, Karotten, Kohl, Mais und Schalotten gefüllt und mit einem unglaublich dünnen Teigmantel umhüllt.

    Perfekt in der Pfanne gebraten, werden die Gyoza auf einer Seite goldbraun und knusprig, während die andere Seite zart und weich bleibt. Der dünne Teig ermöglicht eine schnelle Zubereitung in der Pfanne und nimmt nur wenig Öl auf, so dass die Teigtaschen locker bleiben und die saftige, aromatische Füllung gut zur Geltung kommt. Das Hackfleisch sorgt für eine kräftige Basis, Karotten und Mais für eine natürliche Süße. Der knackig-frische Wirsing und die pikanten Schalotten verbinden sich in jedem Bissen zu einer harmonischen Geschmackskombination.

    Die Gyoza schmecken noch besser, wenn man sie mit einer Dipsauce aus Reisessig und Chiliöl kombiniert. Das gibt ihnen eine schöne Schärfe und Würze.

    Katsuretsu oder auch “gefüllte Katsu” sind panierte und frittierte japanische Schnitzel, die mit verschiedenen Füllungen zubereitet werden. Im Nana’s Ramen werden insgesamt vier Stück serviert, die alle eine herrlich goldbraune, knusprige Kruste haben. Zwei der Schnitzel sind mit süßem Maispüree gefüllt, das durch seinen natürlich süßen Geschmack und seine weiche Textur einen angenehmen Kontrast zur knusprigen Panade bildet. Die anderen beiden Katserutsu enthalten eine grüne Paste aus Gemüse und Kräutern und sind mit schwarzen Sesamkörnern bestreut.

    Dazu werden feine Streifen von geraspeltem Kohl serviert, die für eine erfrischende Abwechslung sorgen.

    Um das Katsuretsu noch schmackhafter und saftiger zu machen, kann es in Tonkatsu-Sauce getunkt werden. Diese Soße zeichnet sich durch einen komplexen, herzhaft-süßen Geschmack aus, der leicht pfeffrig, leicht säuerlich und dezent scharf ist. Die Soße harmoniert perfekt mit der knusprigen Panade und unterstreicht die Aromen der Füllung.

    Tsukune Cheese ist ein beliebtes Gericht in Izakayas (japanischen Bars) und Restaurants. Es besteht aus japanischen Fleischbällchen namens Tsukune, die mit geschmolzenem Käse überbacken werden.

    Die Fleischbällchen sind fest, schmackhaft und mit einer verlockenden Mischung aus Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und etwas Süße gut gewürzt. Der Käse, der beim Grillen knusprig wird und rauchige Aromen entwickelt, sieht nicht nur appetitlich aus, sondern verleiht den würzigen Fleischbällchen auch eine cremige Fülle.

    Serviert werden die Fleischbällchen mit einer süßen Sojasauce, vermutlich einer Mischung aus Teriyaki und Dashi (japanische Brühe), die ein ausgewogenes Verhältnis von süß, salzig und umami aufweist. Diese Soße verleiht dem Gericht eine aromatische Tiefe und verstärkt so den herzhaften, üppigen Geschmack.

    Um den unterschiedlichen Geschmäckern gerecht zu werden, gibt es in Nana’s Ramen verschiedene Nudelsorten. Jede Suppenbasis wird mit der Nudelsorte kombiniert, die ihren Geschmack am besten ergänzt. Die dünnen Nudeln sind zart und weich, während die dicken Nudeln kräftiger und bissfester sind.

    Neben den klassischen Toppings gibt es bei Nana’s Ramen gegen einen kleinen Aufpreis viele weitere Optionen bzw. Toppings. Für den großen Hunger kann man zusätzlich Nudeln, Schweinefleisch, Hühnerstreifen oder Hackfleisch bestellen. Außerdem habt ihr eine große Auswahl an Extras wie Tsukune (drei würzige Fleischbällchen), Garnelen, Eier, extra Chili und verschiedene Gemüsesorten wie Aubergine, Zucchini, Mais und Tofu. So kann sich jeder sein Gericht individuell nach seinem Geschmack zusammenstellen.

    Die Spezialität von Nana’s Ramen ist zweifellos Tori Paitan (鶏白湯, übersetzt “weiße Hühnersuppe“).

    Tori Paitan ist eine klassische Ramen-Brühe, die sich durch ihre cremige Konsistenz, ihre weiße Farbe und ihren kräftigen, würzigen Geschmack auszeichnet. Ihre Ursprünge gehen auf das frühe 20. Jahrhundert in Japan zurück, als Köche begannen, nach Wegen zu suchen, den vollen Geschmack von Hühnerfleisch zu entfalten. Durch ständiges Experimentieren und Verfeinern entstand nach und nach Tori Paitan, das zu einem unverwechselbaren Merkmal der Ramen-Kultur in Japan wurde.

    Tori Paitan wird zubereitet, indem Hühnerfleisch und -knochen lange gekocht werden, so dass sich Kollagen und Fett in der Brühe auflösen. Dadurch entsteht die charakteristische cremig-weiße Farbe und die dickflüssige Konsistenz. Während des Kochens werden Gewürze wie Salz und Sojasauce hinzugefügt, um den Geschmack zu intensivieren.

    Das Ergebnis ist eine köstliche Brühe, die nicht nur reich an Geschmack, sondern auch an Proteinen, Kollagen und verschiedenen gesundheitsfördernden Nährstoffen ist.

    Das 濃厚醤油鶏白湯ラーメン (Nōkō Shōyu Tori Paitan Ramen oder „Weiße Ramen mit Sojasauce und Hühnerbrühe”) im Nana’s Ramen bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunst des japanischen Paitan. Die cremig-weiße Brühe entsteht durch stundenlanges intensives Kochen und Emulgieren von Hühnerknochen. Sie ist dickflüssig, reich an Umami und wird mit Sesamsamen bestreut, die ihr eine nussige Note und eine knusprige Konsistenz verleihen, und garniert mit zartem Chashu-Schweinefleisch, würzigem roten Ingwer, knackigen Sojasprossen und frischen Frühlingszwiebeln.

    Miso Tori Paitan Ramen (味噌鶏白湯ラーメン, zu Deutsch „Weiße Ramen mit Miso-Hühnerbrühe“) ist ein köstliches Ramen-Gericht, das die reichhaltige, cremige Textur der Paitan-Hühnerbrühe mit der herzhaften Tiefe von Miso verbindet. Das Gericht wird mit süßem Mais, aromatischen Schalotten und würzigem Hackfleisch garniert und mit einer reichhaltigen Paitan-Brühe übergossen.

    Die Brühe zeichnet sich durch den intensiven Umami-Geschmack des Miso und eine angenehme Salzigkeit aus. Die bissfesten Nudeln haben genau die richtige Konsistenz, um die reichhaltige Brühe aufzunehmen. Der süße Mais und die pikanten Schalotten harmonieren perfekt und bilden einen guten Ausgleich zum herzhaften Hackfleisch und der cremigen Brühe. Dieses Gericht ist wirklich ideal für alle, die es kräftig und herzhaft mögen.

    Miso enthält von Natur aus viel Salz. Deshalb sollte man nicht zu viel davon essen. Wenn man nicht so viel Salz verträgt oder leichte Kost bevorzugt, sollte man mit dem Genuss der Brühe eher vorsichtig sein.

    Ebi Shio Ramen (海老塩ラーメン oder “Garnelen-Salz-Ramen” auf Deutsch) ist ein köstliches Ramen-Gericht mit einer klaren, leichten Brühe, die sich von den reichhaltigeren Paitan-Suppen unterscheidet. Die Brühe basiert auf Shio (japanisch für „Salz“) und hat einen reinen, herzhaften Geschmack. Gewürzt wird sie mit Shirasu, kleinen getrockneten Garnelen, die ihr einen salzigen Umami-Geschmack verleihen.

    Zu den Standardbeilagen gehören Frühlingszwiebeln, Sprossen und ein gegrillter Garnelenspieß. Wir haben zusätzlich Chashu-Schweinefleisch bestellt und das Ganze mit etwas Chilipaste aufgepeppt. Die dünnen, bissfesten Nudeln harmonieren perfekt mit der Shio-Brühe und unterstreichen die feinen Aromen, ohne sie zu überdecken.

    Das Highlight von Ebi Shio Ramen sind die gegrillten Garnelen, die durch einen zarten, rauchigen Geschmack überzeugen. Die leicht gerösteten Shirasus und der Knoblauch sorgen für ein dezentes Röstaroma und eine köstliche Umami-Note, die einen schönen Kontrast zur leichten Brühe bilden. Für die perfekte Schärfe unserer Brühe und um den gegrillten Garnelen noch mehr Pep zu verleihen, haben wir eine besonders scharfe Chilipaste (Stufe 2, die schärfste Variante) bestellt. Diese intensiv würzige Paste ergänzt die natürliche Süße der Garnelen auf ideale Weise und verleiht jedem Bissen eine aufregende Note.

    Die Einführung von Ramen in Japan geht auf das Jahr 1912 zurück, als japanische Reisende aus China nach Yokohama zurückkehrten und die Nudelsuppe mitbrachten. Dieser kulturelle Austausch wurde durch den Freundschafts- und Handelsvertrag von 1871 zwischen Japan und Qing-China gefördert, der die Einwanderung von Chinesen ermöglichte und zur Gründung von Chinatowns in den großen Hafenstädten wie Yokohama, Kobe und Nagasaki führte. Eines der ersten Ramen-Restaurants in Japan war „Rairaiken“, das 1910 in Asakusa, Tokio, eröffnet wurde.

    Ramen-Nudeln haben ihre Wurzeln in China, wurden aber in Japan weiterentwickelt und populär gemacht. Zu den verschiedenen Geschmacksrichtungen gehören unter anderem Brühen auf Basis von Sojasauce, Salz oder Miso sowie der heute vorgestellte Hühnchen-Paitan. Bei Nana’s Ramen kann man auch scharfe Brühen wie Tantanmen (特製担々ラーメン) mit Chili probieren.

    Außerdem gibt es saure Brühen, die an Soba erinnern, Tomatenbrühen nach europäischem Vorbild und sogar Currybrühen. Besonders beliebt ist der Tonkotsu-Stil aus Kyushu, der für seine reichhaltige und cremige Schweineknochenbrühe bekannt ist.

    In der Welt der japanischen Ramen gibt es noch viel zu entdecken, und Nana’s Ramen ist ein guter Anfang. Begleite uns gern auf unserer köstlichen Entdeckungsreise!

  • Entdecke das Herz Indiens: Ein neues kulinarisches Abenteuer in Frankfurt

    Entdecke das Herz Indiens: Ein neues kulinarisches Abenteuer in Frankfurt

    Nachdem eines unserer indischen Lieblingsrestaurant (Taste of India) überraschend geschlossen wurde, waren wir natürlich sehr traurig. Auch wenn das fantastische Buffet und der tolle Service im Taste of India für uns in absehbarer Zeit wohl nicht zu ersetzen sind, bleibt die Lust auf indisches Essen. Und es war Zeit für ein neues indisches Abenteuer in Frankfurt. Über den Frankfurter Schlemmerblock (ein Gutscheinheft mit vielen tollen Freizeit- und Restaurantangeboten) stießen wir auf das LAXMI Tandoori & Curry Restaurant.

    Besonders angetan waren wir von der gemütlichen Atmosphäre und dem Service des inhabergeführten Restaurants, das seit 1986 von einem Ehepaar mit viel Hingabe geführt wird.

    Im schönen Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen gelegen, wird hier vor allem traditionelle indische Küche angeboten – von indischen Vorspeisen wie Pappadams, Samosa oder Bhaji über Tandoori-Grillgerichte bis hin zu Biryani und natürlich Currys in verschiedenen Variationen. Darüber hinaus gibt es eine Mittagskarte mit einer Auswahl an Currys sowie wochentags wechselnde Aktionsangebote zu deutlich günstigeren Preisen. Italienische Küche wird ebenfalls angeboten – da es sich um einen indischen Koch handelt, raten wir von italienischen Gerichten ab.

    Restaurantprofil

    Wie in indischen Restaurants üblich, kann der Schärfegrad je nach Vorliebe variiert werden, z.B. durch Zugabe von frischen Chilischoten,  Chilipulver oder Cayennepfeffer. Als Freunde der scharfen Küche haben wir natürlich original indische Schärfe bestellt. Im Vergleich zum Himalaya-Laternchen im Frankfurter Ostend, das wir bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt haben, waren die Gerichte jedoch deutlich milder (was aber wohl auch an der Auswahl anderer Gerichte lag, die von Haus aus bereits schärfer sind).

    Beginnen wir mit meiner Lieblingsvorspeise der indischen Küche – Onion Bhaji, die wir bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt haben. Im LAXMI Tandorri & Curry Restaurant werden Bhajis klassisch aus fein geschnittenen Zwiebeln zubereitet, die mit Kichererbsenmehl und Gewürzen wie Kurkuma, Kreuzkümmel, Chili und Koriander vermischt und in heißem Öl goldbraun und knusprig frittiert werden.

    Eine unglaublich aromatische Vorspeise, die durch ein Chili-Chutney und eine Joghurt-Minz-Sauce noch verfeinert wird. Eine köstliche Geschmackskombination aus würzig-knusprigen Bhajis, süß-säuerlichem, leicht pikantem Chili-Chutney und erfrischend cremiger Joghurt-Minz-Sauce.

    Weiter geht es mit den Hauptgerichten und Chicken Tikka Masala, einem beliebten Gericht indischen Ursprungs, das vermutlich in den 1960er oder 1970er Jahren von indischen Einwanderern in Großbritannien erfunden wurde. Es besteht aus gegrillten und marinierten Hähnchenstücken, die in einer würzigen Tomaten-Curry-Sauce (Masala-Sauce) serviert werden.

    Dabei kommt vor allem Garam Masala zum Einsatz, eine der bekanntesten und vielseitigsten Gewürzmischungen der indischen Küche. Garam Masala bedeutet “heißes Gewürz” und besteht typischerweise aus gemahlenem Zimt, Kardamom, Nelken, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Koriander und Pfeffer.

    Das Wort “Tikka” stammt aus dem Hindi und bedeutet wörtlich “Stück” oder “Bissen”. Es bezeichnet kleine Stücke oder Würfel von Fleisch, Fisch oder Gemüse, die in einer würzigen Marinade mariniert und anschließend gegrillt oder gebraten werden.

    Die Hühnerbrustfiletstücke oder “Tikka” werden in einer Marinade aus Joghurt und Gewürzen wie Garam Masala, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Knoblauch und Ingwer eingelegt, wodurch das Fleisch besonders zart und aromatisch wird. Nach dem Marinieren wird das Huhn traditionell im Tandoor, einem speziellen Lehmofen, oder über Holzkohle gegrillt und erhält so eine leicht rauchige Note.

    Anschließend wird das gegrillte Hähnchen in einer würzigen Tomaten-Curry-Sauce serviert. Die Soße besteht aus einer Basis aus Tomaten, Sahne oder Joghurt und einer Mischung verschiedener Gewürze. Häufig verwendete Gewürze sind Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Cayennepfeffer und Garam Masala. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer sind ebenfalls wichtige Zutaten, die der Sauce Geschmack und Tiefe verleihen.

    Chicken Tikka Masala ist ein Fest für die Sinne: leuchtend orangerot, verführerisch duftend und vollmundig im Geschmack. Es vereint scharf würzige, cremige und leicht süßliche Noten zu einer harmonischen Komposition. Die Tomatensauce sorgt für eine fruchtige Säure, die durch die cremige Konsistenz von Sahne oder Joghurt sanft gemildert wird. Die Gewürze verleihen eine angenehme Schärfe und ein Aroma, das perfekt mit dem zarten Hähnchen harmoniert.

    Lamm Madras ist ein traditionelles indisches Gericht, das seinen Ursprung in der südindischen Küche hat. Es ist bekannt für sein würziges und aromatisches Geschmacksprofil, das durch eine Vielzahl von Gewürzen und Aromen erreicht wird. Ähnlich wie Chicken Tikka Masala wird beim Lamm Madras das Fleisch einer würzigen Joghurtmarinade eingelegt und wird danach in einer Sauce gekocht, die reich an Gewürzen wie Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Chili, Knoblauch und Ingwer ist. Diese Gewürze verleihen dem Gericht seine charakteristische orange-rote Farbe und den intensiven Geschmack. Allerdings direkt in der Sauce gekocht und nicht vorher gegrillt.

    Während Chicken Tikka Masala durch die mit Sahne oder Joghurt verfeinerte Tomatensauce oft milder und etwas cremiger im Geschmack ist und durch die Tomaten eine leichte Süße aufweist, zeichnet sich Lamm Madras durch einen deutlich würzigeres und schärferes – und nicht zuletzt durch das Lammfleisch – auch durch ein intensiveres Aroma aus.

    Zu beiden Gerichten wird Basmatireis serviert, der die kräftigen und würzigen Saucen perfekt aufnimmt und zu einem rundum sättigenden und zufriedenstellenden Erlebnis beiträgt.

    Wir haben uns zusätzlich für eine Portion Garlic Naan bzw. Knoblauch Naan entschieden. Das Naan ist herrlich weich und gleichzeitig leicht knusprig mit einem intensiven Knoblauchgeschmack und ergänzt perfekt das cremige Chicken Tikka Masala sowie das würzige Lamm Madras. Für uns ist Garlic Naan ein Muss bei jedem indischen Festmahl!

    Nach all den Gewürzen, kräftigen Saucen, viel Reis und Brot sowie saftigem und zartem Fleisch fehlt eigentlich nur noch eines: ein erfrischendes Getränk. Und da darf der indische Klassiker Lassi natürlich nicht fehlen.

    Wir bestellen ein süßen Mango Lassi und ein erfrischendes, gesalzenes Lassi (Salted Lassi). Letzteres besteht zwar auch aus Joghurt, ist aber im Gegensatz zur süßen Variante mit Salz und verschiedenen Gewürzen wie geröstetem Kreuzkümmel (Jeera) verfeinert. Eine hervorragende Ergänzung zu herzhaft-würzigen indischen Gerichten, die ganz ohne Zucker auskommt.

    Über das Mango Lassi haben wir bereits in einem früheren Beitrag über das Restaurant EatDOORI in Frankfurt berichtet. Im LAXMI haben es uns besonders die Mangostückchen angetan, die dem Lassi eine wunderbar fruchtige Note und einen schönen Texturkontrast zum cremigen Püree verleihen.

    Das LAXMI Tandoori & Curry Restaurant ist ideal für Liebhaber der indischen Küche und einer gemütlichen Atmosphäre. Ob zu zweit, mit der Familie oder mit Freunden, hier können Sie eine Vielfalt an authentischen indischen Gerichten und einen herzlichen Service genießen.

  • Erlebe die magische Faszination des Libanon bei Du Liban in Frankfurt

    Erlebe die magische Faszination des Libanon bei Du Liban in Frankfurt

    Der Libanon mit seinen faszinierenden kulturellen, architektonischen und archäologischen Sehenswürdigkeiten steht schon lange auf unserer Liste der Top-Reiseziele. Wir haben schon viel von der libanesischen Lebensfreude und Gastfreundschaft gehört, von den freundlichen und warmherzigen Menschen. Und das Essen – die lebendige kulinarische Szene – soll einfach unglaublich sein, frisch und unglaublich vielfältig – leckere Gerichte wie Hummus, Falafel und Kebab stehen auf der Speisekarte. Natürlich waren wir sofort begeistert, als wir das Du Liban entdeckt haben, ein authentisches libanesisches Restaurant direkt hier in Frankfurt. Viele Fans der libanesischen Küche schwören auf das Restaurant Du Liban als absolute Top-Adresse. Klar, dass wir es selbst ausprobieren mussten!

    Restaurantprofil

    Bevor es ans Essen geht, gibt es ein erfrischendes Joghurtgetränk mit KnoblauchLaban Zeer. Schwarzkümmelsamen verleihen ihm nicht nur Geschmack, sondern sollen auch gut für die Gesundheit sein. Das Getränk hat einen leicht salzigen Geschmack, der die Säure des Joghurts gut ausgleicht. Zusammen mit dem aromatischen Knoblauch und der erdigen, leicht pfeffrigen Note der Schwarzkümmelsamen ergibt sich eine einzigartige Mischung. Auch wenn es sich nicht um einen typischen Durstlöscher handelt, ist es aufgrund seiner erfrischenden Eigenschaften ein idealer Begleiter für ein herzhaftes libanesisches Essen.

    Unsere Vorspeise – Billahmeh Sambus sind köstliche libanesische Teigtaschen, garniert mit frischen Frühlingszwiebeln und Koriander, serviert mit knusprigen Gurken, saftigen Tomaten und Salat. Die Teigtaschen sind reichlich gefüllt mit einer herzhaften Mischung aus Hackfleisch, Zwiebeln, Pinienkernen und einer Auswahl libanesischer Gewürze.

    Ein Biss in die blättrige, goldbraune Kruste gibt den saftigen Kern frei: zartes, saftiges Fleisch, gewürzt mit traditionellen libanesischen Gewürzen, süße Zwiebeln, die die Fülle des Fleisches unterstreichen, und knackige Pinienkerne. Der herzhafte Geschmack wird durch einen Hauch von Zimt, pfeffrigem Piment und erdigem Kreuzkümmel abgerundet. Das Zusammenspiel dieser Aromen schafft ein spannendes Geschmackserlebnis, das durch erfrischendes, knackiges Gemüse abgerundet wird.

    Weiter geht es mit den Hauptgerichten und unserem Highlight – Shakkaleh Maschawi, ein wunderschön arrangiertes, gemischtes libanesisches Grillgericht mit reichhaltigen Aromen und Texturen.

    Saftiges Lammfleisch, gehackte Lammspieße und saftige Hähnchenbrustfilets werden in einer dreieckigen Form mit buntem Grillgemüse wie süßer, rauchiger Paprika, zarten Zucchini, cremiger Aubergine und leicht angebratenen Tomaten kombiniert.

    Das zarte Lamm, gewürzt mit Kräutern und Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und Petersilie, entfaltet seinen kräftigen und herzhaften Geschmack. Das in Knoblauch, Zitronensaft und Olivenöl marinierte Hähnchen schmeckt herzhaft und erfrischend zugleich. Das leicht angebratene Gemüse sorgt für eine Frischeexplosion – besonders hervorheben möchte ich die saftige Säure der Tomate und die leichte Schärfe der Paprika, die die Fülle des Fleisches durchbricht.

    Dazu gibt es Basmatireis gemischt mit knusprigen Mandeln und Erdnüssen, die einen nussigen Geschmack beisteuern, sowie ein dünnes Fladenbrot mit frischem Koriander, der dem Gericht eine Kräuternote verleiht.

    Natürlich dürfen auch die Grillsoßen nicht fehlen. Im Restaurant Du Liban gibt es eine cremige weiße Sauce mit viel Knoblauch (wahrscheinlich Toum) und eine nussige, würzige, leicht scharfe Sauce (wahrscheinlich Muhammara). Beide haben eine dickflüssige Konsistenz und eignen sich hervorragend für Grillgerichte. Sie verleihen Fleisch und Gemüse einen köstlich vollen und geschmeidigen Geschmack.

    Das Grillfleisch im Restaurant Du Liban ist hervorragend. Zwei weitere empfehlenswerte Spezialitäten des Hauses sind Kafta Mischwieh Ghanam (Lammhackspieße) und Riasch Ghanem (Lammkoteletts).

    Kafta Mishwi Ghanam ist ein traditionelles libanesisches Gericht aus Lammhackfleisch, gekonnt vermengt mit Petersilie, Zwiebeln und einer aromatischen libanesischen Gewürzmischung. In drei großzügigen Stücken geformt, präsentiert es sich herzhaft und gehaltvoll. Die äußere Schicht ist herrlich knusprig gegrillt, während das Innere noch leicht rosa ist. Das Fleisch ist unglaublich zart und gibt auf leichten Druck mit dem Messer nach, was seine erstklassige Textur und Qualität unterstreicht.

    Jeder Bissen beginnt mit dem befriedigenden Knuspern der gegrillten Kruste, gefolgt vom saftigen Lammfleisch. Es schmeckt würzig und aromatisch, wobei die Gewürze die natürliche Fülle des Lammfleisches unterstreichen. Die Petersilie, die Zwiebeln und der Salat als Beilage bringen frische Kräuternoten ins Spiel, die das Gericht perfekt ausbalancieren.

    Riash Ghanem besteht aus vier zarten Lammkoteletts, die sorgfältig nach ihrer Qualität ausgewählt und in einer traditionellen libanesischen Gewürzmischung mariniert werden. Die Marinade macht das Fleisch schön zart und verleiht ihm einen kräftigen, komplexen Geschmack – würzig, kräuterig, mit der tiefen Erdigkeit des Lammfleisches und einer frischen Zitrusnote.

    Trotz seiner festen Textur ist das Grillfleisch saftig, dank der hervorragenden Marmorierung des Premium Lamms. Das intramuskuläre Fett schmilzt beim Garen und benetzt das Fleisch von innen, was den Geschmack zusätzlich intensiviert.

    Wie beim Schakkaleh Maschawi wird auch dieses Gericht mit frischem Grillgemüse und herzhaften Saucen serviert.

    Bamih bil Lahme (arabisch für Okra mit Fleisch) ist ein beliebtes traditionelles Gericht der nahöstlichen Küche. Es besteht aus zartem Kalbfleisch und Okra, die in einer kräftigen Tomatensauce mit Zwiebeln, Knoblauch und Koriander langsam gegart werden.

    Die Tomatensauce verleiht dem Gericht eine dezente Säure, die für eine erfrischende Note sorgt und gut mit der glatten, fast samtigen Textur der Okra harmoniert, die wiederum den fleischigen Geschmack des Kalbfleischs ergänzt. Das Kalbfleisch selbst ist außergewöhnlich zart und für seine feine Textur und seinen milden Geschmack bekannt. Dadurch nimmt es die reichhaltigen, herzhaften Aromen der Sauce gut auf und sorgt für einen kräftigen, vollmundigen Geschmack.

    Die Sauce ist nicht zu salzig, so dass man die Aromen der hochwertigen Zutaten gut herausschmecken kann. Einfach über den duftenden Reis träufeln, mit Mandeln und Erdnüssen garnieren und genießen!

    Heute haben wir einen kleinen Einblick in die libanesische Küche bekommen, aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Von schmackhaften Eintöpfen bis hin zu saftigen Grillgerichten wird hier eindeutig auf frische, hochwertige Zutaten gesetzt, die gekonnt gewürzt und zu verführerischen Geschmacks- und Texturfusionen kombiniert werden.

    Der Libanon ist ein kleines Land, aber es bietet eine atemberaubende Landschaft mit vielen Zedernbäumen, sanften Bergen und Hügeln, tiefen Tälern und weiten Ebenen. Die einzigartige Vielfalt, in der Islam und Christentum nebeneinander existieren, belebt eine lebendige Kunst- und Kulturszene

    Trotz aller Herausforderungen strahlen die Libanesen Widerstandskraft, Optimismus und Stolz aus. Ein Besuch in einem libanesischen Restaurant wie Du Liban ist eine gute Gelegenheit, die libanesische Kultur kennen zu lernen – eine Kultur, in der Essen nicht nur als Nahrung, sondern auch als Kunstform und Mittel des sozialen Miteinanders betrachtet wird. Die Gerichte werden raffiniert angerichtet, so dass der Geschmack besonders gut zur Geltung kommt. Außerdem spürt man die Wärme, Positivität und Gastfreundschaft, die den mediterranen Geist der libanesischen Küche ausmachen.

  • Gran Canaria: Wildwest-Abenteuer im Sioux City und spanische Fusion-Küche

    Gran Canaria: Wildwest-Abenteuer im Sioux City und spanische Fusion-Küche

    Sonne, Strand, Berge und Kultur – das sind die Schlagworte, die unsere Reise auf Gran Canaria bisher geprägt haben. Wie bereits in unserem letzten Beitrag erwähnt, bietet die Insel neben ihrer natürlichen Schönheit auch zahlreiche von Menschenhand geschaffene Attraktionen und Unterhaltungsmöglichkeiten wie Freizeitparks, Golf- und Tennisclubs und vieles mehr. Normalerweise stehen Freizeitparks nicht ganz oben auf unserer Liste, wenn wir eine Insel besuchen. Doch der Sioux City Park San AUGUSTIN, ein Vergnügungspark im Wildwest-Stil, wurde überraschenderweise zu einem der Highlights unserer Reise.

    Eingebettet in die eher karge Landschaft von San Bartolomé de Tirajana fügt sich der Sioux City Park nahtlos in seine natürliche Umgebung ein – das raue, sonnenverbrannte Gelände und das Wüstenklima bieten die perfekte Kulisse für diese Western-Oase.

    Kaum hatten wir die Tore durchschritten, fühlten wir uns in die Zeit des Wilden Westens zurückversetzt – wie in einem Westernfilm, in dem die Erschließung des amerikanischen Westens, der Goldrausch und das Leben der Cowboys und Outlaws zum Greifen nah sind.

    Die verschiedenen Schauplätze – das Indianerdorf, das Stammesleben und -kultur zeigt, mexikanische Dörfer, alte Westernhotels, belebte Saloons, Schulen, Kirchen, das Büro des Sheriffs, eine Bank und sogar ein chinesisches Gasthaus – schaffen ein dynamisches soziales Gefüge, das den kulturellen Schmelztiegel des Wilden Westens lebendig werden lässt.

    Das Dorf ist aber keine statische Ausstellung, sondern ein lebendiger Ort. Man erlebt hautnah, wie die Menschen damals gelebt und gearbeitet haben. Die Liebe zum Detail lässt schnell vergessen, dass man sich auf einer spanischen Insel befindet und nicht in einem Western-Dorf des späten 19. Jahrhunderts.

    Die Erkundung des Dorfes ist auch mit spannenden und gut durchdachten Live-Shows verbunden. Wenn du in der Saloon-Bar einen Tequila bestellst, kommt der Kellner im historischen Outfit und serviert ihn dir ganz im Stil des Wilden Westens. Du genießt deinen Drink, als plötzlich der ganze Raum im Chaos versinkt – Teil der Show. Plötzlich wird der Kellner, der dir gerade den Drink serviert hat, in einer spannenden Nachstellung “erschossen”.

    Der Auftakt zu einer der vielen Shows – mitten im Publikum, direkt vor deinen Augen.

    Die Darsteller sind sehr interaktiv. Sie kommen auf dich zu, fordern dich zum Tanzen auf oder zwinkern dir zu, während du Fotos machst. So fühlst du dich als Teil der Geschichte.

    Die Live-Shows im Sioux City Park sind eine romantisierte Zeitreise in den Wilden Westen. Szenen wie Banküberfälle, Saloon-Shows mit Tanz, Musik und Schlägereien an der Bar sowie dramatische Schießereien zwischen Sheriff und Gesetzlosen werden eindrucksvoll nachgestellt. Figuren wie Billy the Kid und Wild Bill Hickok, die Tapferkeit, Freiheit und Widerstandskraft verkörpern, werden in diesen Shows zum Leben erweckt.

    Sie lassen eine Zeit wieder aufleben, in der die ‘normale’ Zivilisation und der Wilde Westen parallel existierten – eine Zeit der Gesetzlosigkeit, in der die Menschen ihre Identität neu entdecken und ihre Vergangenheit hinter sich lassen konnten.

    Zwischen dem Auf und Ab der Pferdehufe scheint sich der Kampf um Gerechtigkeit, Moral und Überleben abzuspielen. Wer entscheidet am Ende über die fließenden Grenzen zwischen Gut und Böse? Diese Vielschichtigkeit wird jedoch durch die einfachen Dialoge und derben Interaktionen der Schauspieler ausgedrückt, die wunderbar die damalige Zeit widerspiegeln. Diese Eigenschaften passen perfekt zum Geist einer Zeit, in der harte Arbeit und Ausdauer zu Erfolg und Wohlstand führen konnten.

    Verglichen mit der heutigen komplexen Gesellschaft ist es leicht zu verstehen, warum viele Menschen diese Zeit des Aufbruchs und des Wandels immer noch idealisieren und sie als eine der faszinierendsten Epochen der amerikanischen Geschichte betrachten, die den Charakter und die Werte der Nation entscheidend geprägt hat.

    Zusammengefasst: Der Sioux City Park erweckt diese vergangene Ära zu neuem Leben und bietet eine unterhaltsame, nostalgische und zugleich lehrreiche Zeitreise.

    Tipps für deinen Besuch:
    • Günstigere Preise online: Eintrittskarten kosten etwa 25 EUR pro Person und variieren je nach Saison. Oft ist es günstiger, sie online zu kaufen als vor Ort. Im Preis inbegriffen sind alle Live-Aufführungen.
    • Anreise: Der Park ist leicht mit dem Auto zu erreichen. Alternativ gibt es auch einen kostenlosen Shuttlebus, den man z.B. über diese Tour buchen kann. Unter dem gleichen Link findest du auch die Zeiten der Live-Shows.
    • Sei früh da: Wenn du nicht mit dem Auto kommst, solltest du vor 11 Uhr da sein, damit du die erste Show nicht verpasst. Die Live-Shows laufen den ganzen Tag bis 15 Uhr, mit Pausen dazwischen, um etwas zu essen oder die Stadt zu erkunden.
    • Die Verpflegung ist nicht im Eintrittspreis enthalten. Man kann vor allem Fastfood wie Pommes frites, Burger und Chicken Wings bestellen und natürlich (fast) alle Arten von Getränken.

    Passend zu unserem Besuch im Sioux City Park haben wir uns für ein kulinarisches Erlebnis entschieden, das die Vielfalt des Wilden Westens widerspiegelt – das Restaurante Allende 22º. Dieses bietet eine Fusionsküche, in der asiatische, amerikanische, mexikanische und traditionelle kanarische Geschmacksrichtungen zu einem spannenden Menü verschmelzen. Die globale Vielfalt der verschiedenen Gerichte hat uns sofort neugierig gemacht.

    22º Nachos: Maischips mit “Chilibohnen” aus Shiitake-Pilzen, Guacamole, Sauerrahm und Mango – ein Gericht mit kulinarischen Einflüssen aus aller Welt.

    Knusprige Maischips und Süßkartoffelchips bilden die sättigende Basis. Die Süßkartoffeln fallen durch ihre dunklere violette Farbe auf. Ihr leicht süßlicher Geschmack mit erdigen, nussigen Noten macht sie zu einer einzigartigen Ergänzung der Nachos. Die Chilibohnen, angereichert mit würzigen Shiitake-Pilzen, sorgen für einen vollmundigen Umami-Kick – ganz ohne Fleisch.

    Frische Guacamole bietet eine cremige, zitronige und erdige Mischung, die zusammen mit der kühlen, würzigen Sauerrahm einen erfrischenden Kontrast zu den reichhaltigen Aromen der Chili-Bohnen bildet. In Kombination mit den knusprig-süßen Kartoffelchips, den saftigen Cherrytomaten und dem pfeffrigen Mikrogrün entsteht eine perfekte Balance zwischen den herzhaften Komponenten des Gerichts.

    Und dann ist da noch die Mango – ihre fruchtige Süße verleiht dem Gericht eine exotische Note und macht die Nachos zu einem echten Genuss.

    Die frittierten Auberginen mit Rohrzuckerhonig eignen sich sowohl als Vorspeise als auch als Dessert.

    Die Auberginenstifte sind mit einem leichten Eierteig umhüllt, der sie außen knusprig und innen zart und weich macht. Das leicht herzhafte Aroma der Auberginen harmoniert wunderbar mit dem übergossenen Rohrzuckerhonig, der durch sein kräftiges Aroma mit Karamell- und Rauchnoten besticht. Trotz seiner Intensität ist das Gericht nicht zu süß, da die milde Aubergine den tiefen Geschmack des Honigs perfekt ausgleicht.

    Die Kroketten mit iberischem Schinken, Kabeljau und Garnelen sowie Rote Bete und Ziegenkäse waren wirklich köstlich. Normalerweise wählt man eine Füllung aus, aber wir baten darum, alle probieren zu dürfen, und unser Kellner war so freundlich, dies mit der Küche zu arrangieren. Es gab ein Set mit sechs dieser hausgemachten Leckereien, jeweils zweimal gefüllt mit iberischem Schinken, Kabeljau und Garnelen und einmal mit Rote Bete und Ziegenkäse.

    Diese Kroketten aus cremigem Kartoffelpüree und leckeren Füllungen sind perfekt paniert und goldbraun frittiert, so dass sie angenehm knusprig sind. Die Füllungen sind herrlich würzig und saftig, umhüllt von einer dünnen, knusprigen Kruste. Im samtigen Inneren entfalten sich der volle Geschmack und die zarte Textur des iberischen Schinkens, die feinen Meeresaromen von Kabeljau und Garnelen sowie deren zarte, flockige Textur. Die erdig-süße Note der Roten Beete und der würzige Ziegenkäse bilden einen reizvollen Kontrast, der sich perfekt mit den cremigen Kroketten verbindet.

    Schwarzer Reis mit Baby Calamari, Garnelen und Aioli war auch diesmal wieder Bestandteil unserer Bestellung, obwohl wir ihn auf dieser Reise schon mehrfach genießen durften. Er ist perfekt als Belohnung nach einem langen Reisetag, weil er so herzhaft und sättigend ist.

    Im Gegensatz zu traditionellen Paella-Gerichten, die normalerweise für zwei oder mehr Personen zubereitet werden, kann man dieses schwarze Reisgericht auch als Einzelportion genießen.

    Der Reis ist so portioniert, dass jedes Reiskorn den tiefen, herzhaften Umami-Geschmack der Tintenfischtinte aufnimmt. Die zarten Baby-Tintenfische und die saftigen Garnelen sorgen für Frische und eine leichte Meeresbrise. Durch die Zugabe von Aioli zum schwarzen Reis wird der ohnehin schon reichhaltige Geschmack noch cremiger und knoblauchiger, mit einer würzigen Note, die perfekt mit der herzhaften Tintenfischtinte harmoniert.

    Auf Gran Canaria hatten wir bereits den berühmten iberischen Schinken probiert, der für seine hervorragende Marmorierung bekannt ist. Und wir fragten uns, wie der iberische Schinken wohl gegrillt schmecken würde. Im Allende 22° war es dann soweit und es gab gegrilltes iberisches Schweinefleisch.

    Dieses edle Stück Fleisch besticht durch seinen natürlichen süßlich-nussigen Geschmack, begleitet von einer leichten Pfeffernote und einem subtilen fruchtigen Unterton, der wahrscheinlich von der Weinglasur herrührt, mit der es beim Garen überzogen wurde. Während das Fett auf dem Grill schmilzt, wird das Fleisch saftig, aber nicht fettig. Das saftige Innere steht in perfektem Kontrast zu der zart gebratenen und karamellisierten Außenseite, die dem Fleisch eine zusätzliche Geschmacksdimension verleiht.

    Serviert mit einer Bratensoße und einem Schuss Olivenöl kommt der natürliche Umami-Geschmack des Schweins voll zur Geltung.

    Zum Nachtisch gibt es Joghurt mit kandiertem Kürbis und Vanille.

    Der leicht säuerliche Joghurt harmoniert wunderbar mit den süßen Zutaten. Die Vanille verleiht dem cremigen Joghurt ein feines Aroma und rundet den Geschmack perfekt ab. Der kandierte Kürbis bringt eine frische, karamellisierte Süße mit einer leicht erdigen, angenehm warmen Note. Ein wirklich leckeres Dessert, das leicht süßlich schmeckt, aber nicht zu süß ist.

    Nach einem aufregenden Tag im Vergnügungspark von Sioux City geht es weiter zu abgelegenen Stränden, wo uns unberührte Küstenlandschaften fernab vom Trubel erwarten. Wir sind dort ganz für uns – mit Endlosen Horizonten und dem sanften Rauschen des Meeres. Bleibt dran!