Schlagwort: Hühnchen

Eine Sammlung von Beiträgen zu Gerichten mit Hühnchen.

  • Erlebe Shanghaier Spezialitäten in einem Frankfurter Geheimtipp-Restaurant

    Erlebe Shanghaier Spezialitäten in einem Frankfurter Geheimtipp-Restaurant

    Willkommen zurück! Heute laden wir euch in ein kleines, bescheidenes Restaurant mit Shanghai-Chinesischer Küche innerhalb der U-Bahn-Haltestelle Hauptwache (Allianzpassage) in Frankfurt ein. Dieses charmante Lokal bietet eine sehr abwechslungsreiche Speisekarte. Von leckeren kleinen Snacks wie den berühmten Xiaolongbao bis hin zu herzhaften Shanghai Nudeln ist für jeden Gaumen etwas dabei.

    Wir sind Stammgäste in diesem Restaurant und können viele leckere Gerichte empfehlen. Also keine Zeit verlieren und gleich eintauchen!

    Restaurantprofil

    Xiaolongbao (mit Brühe gefüllte Teigtaschen): Das wohl berühmteste Shanghaier Gericht der Welt. Gedämpfte Teigtaschen, gefüllt mit Schweinefleisch und einer herzhaften Brühe. Nach einem jahrhundertealten Rezept aus der späten Qing-Dynastie (1644-1912) werden sie aus feinem Mehl präzise zu zarten, dünnhäutigen Teigtaschen geformt und mit schmackhaftem Schweinefleisch und reichlich Brühe gefüllt.

    Wie kommt die Brühe in die Teigtaschen? Das Geheimnis liegt darin, dass die Brühe z.B. mit Hühnerkarkasse oder Schweinehaut gekocht und anschließend abgekühlt wird, so dass sie eine gelartige Konsistenz erhält. Die gelierte Brühe (Aspik) wird in kleine Würfel geschnitten und mit einer Fleischfüllung (meist Schweinefleisch) vermischt. Diese Mischung wird dann als Füllung für die Teigtaschen verwendet. Beim Dämpfen der Teigtaschen schmilzt das Aspik und verwandelt sich wieder in flüssige Brühe, die dann die charakteristische Suppe des Xiaolongbao bildet.

    Ein verführerischer Duft steigt auf, jeder Bissen ist saftig und leicht süß. Aber Vorsicht vor dem heißen Inneren – erst vorsichtig ein kleines Loch in die dünne Haut knabbern, um die herzhafte Brühe herausschlürfen zu können. Dann den Rest der Teigtasche in Essig und/oder Chilisauce tunken und genießen.

    Shengjianbao (frittierte Teigtaschen) ähneln den Xiaolongbao, werden aber auf der Unterseite frittiert, wodurch sie eine knusprige Textur erhalten. Sie werden liebevoll „Shengjian“ genannt und sind seit Generationen ein beliebtes Grundnahrungsmittel in Shanghai. Die Shanghaier Köche des Fenschmecker-Restaurants machen sie genau so, wie sie sein sollen: ein knuspriger Boden, eine weiche, feuchte Hülle und eine saftige, schmackhafte Füllung aus herzhaftem Schweinefleisch, duftendem Öl, aromatischen Frühlingszwiebeln und nussigen Sesamsamen.

    Teigtaschen und Baozi sind absolute Klassiker der chinesischen Küche, die es je nach Region in den verschiedensten Sorten und Variationen gibt und die auf ganz unterschiedliche Weise zubereitet werden. Manche Sorten ähneln sich, aber jede hat ihren eigenen, unverwechselbaren Geschmack.

    Der Veggie-Pilz-Bun (oder Baozi auf Chinesisch) ist ein klassisches vegetarisches Teigtaschengericht, das mit nur zwei einfachen Zutaten – Shanghai Pak Choi und Pilzen – auskommt, aber unglaublich lecker schmeckt. Die Hülle ist weich, leicht fluffig und mild, so dass das frische Gemüse und die zarten Pilze voll zur Geltung kommen.

    Shanghai Shumai ist einer meiner absoluten Lieblingssnacks! Rund und prall, fest verschlossen, sieht jede Teigtasche aus wie ein kleiner Schatzbeutel, glänzend mit schimmernden, ölgetränkten Klebreiskörnern.

    Der Klebreis ist die Hauptzutat, verfeinert mit ein wenig Hackfleisch und Pilzen, gewürzt mit Schweinefett und Sojasoße. Die Teigtaschen sind zwar nicht besonders groß, dafür aber sehr bissfest. Die leicht zähe Haut und der reichhaltige, dichte und klebrige Reis ergeben ein fleischiges und herzhaftes Erlebnis.

    “上海豆腐脑” (Shanghai Dou Fu Nao), besser bekannt als Tofupudding nach Shanghaier Art, ist eine echte Delikatesse der Shanghaier Küche. Sie besteht aus weichem, seidigem Tofu, der mit verschiedenen Toppings serviert wird: Sojasauce, nussiges Sesamöl, gehackte Frühlingszwiebeln, getrocknete Garnelen und Seetang. Diese Toppings bringen viel Würze, Umami und Knusprigkeit ins Spiel und harmonieren perfekt mit dem cremigen, glatten Tofu und seiner feinen Säure. Der Tofupudding ist für seinen zarten, beruhigenden und milden Geschmack bekannt und daher bei den Shanghaier Einwohnern zum Frühstück oder als Snack sehr beliebt.

    Nudeln nach Shanghaier Art sind in der Regel dick und etwas zäh. Sie können sehr vielseitig serviert werden – mit Brühe oder trocken, mit Fleisch oder nur mit Gemüse, warm oder kalt.

    大排面 (Da Pai Mian) ist ein Nudelgericht, bei dem zarte Schweinekoteletts und Pak Choi in einer kräftigen, aromatischen Brühe schwimmen. In einer Mischung aus Sojasauce, Zucker, Ingwer, Knoblauch und Sternanis geschmort, punkten das saftige Schweinefleisch und die Brühe mit einer intensiven Umami-Note und einem Hauch von Süße. Die Karamellisierung des Zuckers während des Schmorens verleiht dem Fleisch außerdem eine appetitliche rotbraune Farbe.

    Inmitten der Vielfalt traditioneller Köstlichkeiten hat sich 辣肉面 (La Rou Mian oder Nudelsuppe mit Schweinegulasch) einen festen Platz auf der Speisekarte fast aller Nudelrestaurants Shanghais gesichert. Sie wird aus gewürfeltem Schweinefleisch zubereitet, das mit duftenden Gewürzen und Chilisauce angebraten und großzügig über die Nudeln gegossen wird. Mit etwas mehr Sojasauce und genau der richtigen Menge Zucker wird nicht nur der Fleischgeschmack hervorgehoben, sondern auch die Schärfe der Chili ausgeglichen. Die Schweinefleischwürfel sind nicht zu groß, um das Aroma der Brühe aufzunehmen, aber auch nicht zu klein, so dass sie nicht an Feuchtigkeit verlieren und bei jedem Bissen saftig und aromatisch schmecken. Die Brühe ist nicht dickflüssig, sondern vollmundig mit einer natürlichen Mischung aus Salzigkeit, Schärfe und dezenter Süße.

    Frühlingszwiebelnudeln mit gebratenem Ei und frischer Gurke (葱油拌面 Cong You Ban Mian) sind ein einfaches Hausmannsgericht aus Shanghai. Die Seele dieses Gerichts ist das Frühlingszwiebelöl. Wenn das heiße Öl zischt, extrahiert es die duftende Essenz der Frühlingszwiebeln. Ihr Aroma wird vom Öl eingefangen und versiegelt. Es verbindet sich perfekt mit den Nudeln und entfaltet einen ausgeprägt erdigen, würzigen und erfrischenden Geschmack. Mit einem Schuss Essig und hausgemachter Chilisauce erhalten die Nudeln eine würzig-säuerliche Note.

    Kleiner Tipp: Bei Nudelgerichten ohne Suppe nicht vergessen, die Nudeln gut umzurühren, damit jede einzelne Nudel von der schmackhaften Sauce umhüllt ist.

    Jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht, möchten wir zwei erfrischende, kalte Nudelgerichte empfehlen, die sehr appetitlich schmecken und ideal sind, um der Sommerhitze zu trotzen.

    Kalte Nudeln mit Hühnerstreifen (oder 鸡丝凉面 Ji Si Liang Mian) ist eine traditionelle Delikatesse aus Sichuan. Im Restaurant “Feinschmecker” bekommt das Gericht eine Shanghaier Note. Zartes Hühnerfleisch, knackiges Gemüse und zarte Nudeln werden von einer dicken, würzigen Sauce umhüllt. Verfeinert mit scharfem Chiliöl, saurem Essig und süßem Zucker sowie Sojasoße und Austernsoße für eine umamireiche Note. Garniert mit belebenden Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch sowie knusprigen, erfrischenden Gurken- und Karottenstreifen ist das Gericht perfekt für heiße Sommertage!

    凉皮 (Liang Pi) oder Nudeln mit kalter Haut ist ein beliebtes Gericht aus der chinesischen Provinz Shaanxi. Es besteht aus glatten, festen und leicht durchsichtigen Weizennudeln, die mit in Streifen geschnittenen Gurken, frischem Koriander, Weizengluten, Knoblauchwasser, Chiliöl, Sesampaste und Essig garniert werden. Das Ergebnis ist eine erfrischende und erstaunlich vielschichtige Geschmacksmischung – knoblauchig, umami, sauer, scharf und nussig -, die selbst an einem schwülen Sommertag den Appetit anregt!

    Hier ein kleiner Tipp, den wir gerne weitergeben: Das Mittagsteller Special. Ähnlich einem Buffet kann man hier zwischen verschiedenen Fleisch- und Gemüsegerichten wählen, darunter Mapo-Tofu, rot-geschmortes Schweinefleisch (Hongshao Rou) und große Schweinefleischbällchen (Shizi Tou). Für etwa 10 Euro kann man sich einen Teller mit 3-4 Gerichten nach Wahl zusammenstellen, mit oder ohne Fleisch. Das Mittagsangebot ist sehr beliebt, zu Stoßzeiten muss man mit langen Schlangen rechnen. Wer jedoch gegen 11.30 Uhr kommt, sollte in der Regel keine Probleme haben, einen Tisch zu bekommen.

    Die Shanghaier Küche zeichnet sich durch eine feine Mischung aus süßen, salzigen und umami-Geschmacksrichtungen und einfachen, ausgewogenen Gewürzen aus. Sie ist leichter verdaulich und weniger scharf, was sie auch für diejenigen zugänglich macht, die sich nicht an die besonderen (vor allem scharfen!) Geschmacksrichtungen der asiatischen/chinesischen Küche herantrauen.

  • Entdecke köstliche Vielfalt: Authentische chinesische Küche im Pak Choi

    Entdecke köstliche Vielfalt: Authentische chinesische Küche im Pak Choi

    Erinnert ihr euch noch an das Korean-Fried-Chicken Restaurant Chiking, das wir euch vor einiger Zeit vorgestellt haben? Heute möchten wir euch zu einem weiteren kulinarischen Highlight gleich nebenan entführen.

    Das Restaurant Pak Choi bietet authentische chinesische Küche zu einem guten Preis. Die Atmosphäre erinnert ein wenig an ein kleines Streetfood-Restaurant in China. Chinesen bzw. Asiaten, Einheimische und Besucher aus aller Welt kommen hier zusammen und genießen leckeres chinesisches Essen.

    Ein kleiner Exkurs zum Namen des Restaurants: Pak Choi (白菜 – auf Deutsch “weißer Kohl” oder 青菜 – “grüner Kohl”) ist ein Blattgemüse, das in der asiatischen Küche sehr beliebt ist. Es hat dunkelgrüne Blätter und einen knackigen, hellen Strunk mit einem milden, süßlichen Geschmack. Es ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, leicht zuzubereiten, vielseitig verwendbar (gedünstet, gekocht, gebraten oder sogar roh) und lässt sich gut mit anderen Zutaten kombinieren. Pak Choi ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der chinesischen Küche. Er wird in einer Vielzahl von Gerichten verwendet, von Suppen über Eintöpfe bis hin zu gebratenen Gerichten.

    Restaurantprofil

    Der Name des Restaurants passt meiner Meinung nach sehr gut, denn die Vielseitigkeit des Pak Choi spiegelt sich auch in der Speisekarte des Restaurants wider (siehe hier). Das Pak Choi legt sich nicht auf eine bestimmte regionale Küche Chinas fest und bietet eine große Auswahl an verschiedenen Gerichten. Auch für Vegetarier gibt es eine große Auswahl. Wer gerne authentisch asiatisch isst, sich aber an scharfe Gewürze oder für uns ungewohnte Zutaten (Froschschenkel, Innereien, Seetang etc.) nicht so recht herantraut, ist hier ebenfalls gut aufgehoben.

    Nicht zuletzt aus diesen Gründen haben wir das Restaurant Pak Choi schon oft besucht und möchten hier eine Auswahl verschiedener Gerichte vorstellen.

    Beginnen wir mit den gebackenen Rippchen mit Knoblauch (蒜香排骨 oder Suan Xiang Pai Gu – zu Deutsch: “nach Knoblauch duftende Schweinerippchen”). Eine ungewöhnliche, aber sehr leckere Interpretation von Spareribs. Zartes, saftiges Fleisch mit einem unverwechselbarem Knoblauchgeschmack.

    Kleiner Tipp: Die Rippchen können manchmal etwas salzig sein. Deshalb empfiehlt es sich, etwas ausgleichendes dazu zu bestellen, zum Beispiel grünes Gemüse oder ganz klassisch eine Portion Reis. Das rundet das Geschmackserlebnis ab und sorgt für eine ausgewogene Mahlzeit.

    Weiter geht es mit gedämpftem Wolfsbarsch mit Charlotten und Koriander (清蒸鱼 oder Qīngzhēng yú – zu Deutsch: klarer oder reiner gedämpfter Fisch).

    Dabei wird ein ganzer Fisch zubereitet, mit Ingwer, Chili und frischem Koriander gefüllt und anschließend gedämpft. Ein leichtes und gesundes Gericht, bei dem der natürliche Geschmack des Fisches im Vordergrund steht. Die leicht salzige und süßliche Sauce (Soja, Sesamöl, Zucker und Reiswein) verleiht dem Gericht ein zusätzliches Aromenspiel. Der Wolfsbarsch ist mild und zeichnet sich durch sehr zartes Fleisch und eine noch zartere Haut aus.

    Die Schalotten sorgen für eine süßlich-würzige Note, der Koriander für ein frisches, zitrusartiges Aroma. Zusammen mit dem zarten und saftigen Fleisch des Wolfsbarsches ergibt sich ein harmonisches und ausgewogenes Geschmacksprofil.

    Qīngzhēng yú ist in vielen Regionen Chinas ein unverzichtbarer Bestandteil feierlicher Anlässe und festlicher Mahlzeiten, insbesondere während des chinesischen Neujahrsfestes. In der chinesischen Kultur symbolisiert der Fisch Reichtum und Wohlstand und steht für den Wunsch nach Glück und Erfolg im neuen Jahr.

    Machen wir weiter mit Schweinefleisch in Sojabohnenpaste auf Frühlingszwiebeln (酱肉丝 – jiàng ròu sī). Dabei handelt es sich um dünn geschnittenes Schweinefleisch, das in Sojabohnenpaste (auch fermentierte Sojabohnenpaste oder 黄豆酱 – huángdòu jiàng genannt) mariniert und anschließend mit Frühlingszwiebeln gekocht wird.

    Dazu wird Tofupapier oder Tofuhaut (豆腐皮) serviert. Legt dafür etwas von dem Schweinefleisch, der Paste und ein paar frische Frühlingszwiebeln auf eine der Tofuscheiben und macht daraus einen kleinen Wrap (ähnlich wie bei der Peking-Ente).

    Der Geschmack dieses Gerichts ist herzhaft und durch die fermentierte Sojabohnenpaste reich an Umami. Das Schweinefleisch ist zart und saftig und die Frühlingszwiebeln verleihen dem Gericht eine frische und knackige Note.

    Kommen wir nun zu den Sojasprossen mit Bärlauch, Glasnudeln & Fleischstreifen (炒合菜 – Chǎo hé cài). Hierbei handelt es sich um eine Eigenkreation des Hauses aus gemischtem und gebratenem Gemüse (Chǎo bedeutet “gebraten” und “hé cài” steht für verschiedene Gemüsesorten).

    Es ist ein sehr ausgewogenes Gericht mit knackigen Sojasprossen, weichen Glasnudeln und herzhaftem Fleisch. Die Zutaten werden in der Pfanne oder im Wok gebraten und mit einer Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und anderen Gewürzen verfeinert. Chǎo hé cài gibt es auch als rein vegetarische Variante mit Tofu.

    Zu guter Letzt möchten wir die Rippchensuppe mit Wintermelone (排骨冬瓜汤 – Schweinerippchen (排骨) und Wintermelone (冬瓜)) vorstellen.

    Die Wintermelone verleiht der milden Suppe eine feine Süße und ein erfrischendes Aroma, während die Schweinerippchen für einen herzhaften Fleischgeschmack sorgen. Verfeinert wird die Suppe mit verschiedenen Gewürzen wie Ingwer oder Koriander.

    Diese harmonische Kombination macht die Suppe nicht nur äußerst nahrhaft und schmackhaft, sondern spendet auch wohltuende Wärme an kalten Tagen.

  • Ein Feuerwerk indischer Aromen aus dem Herzen des Himalayas

    Ein Feuerwerk indischer Aromen aus dem Herzen des Himalayas

    Heute freuen wir uns, euch in eine Welt zu entführen, in der jeder Bissen an die majestätischen Gipfel und versteckten Täler des Himalaya erinnert – wir stellen euch das “Himalaya-Laternchen” vor. Wie der Name schon sagt, strahlt das Restaurant eine entspannte Atmosphäre aus. Sanfte Lichter spenden ein angenehmes Licht und heißen die Gäste herzlich willkommen. Das Restaurant hat sich auf die Köstlichkeiten der Himalaya-Region spezialisiert und vereint tibetische, nepalesische, bhutanesische, pakistanische und vor allem indische Einflüsse. Viele typische Zutaten der indischen Küche wie Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und Chili finden sich hier wieder.

    Restaurantprofil

    Die feurigen Gewürze und Aromen Indiens verlangen nach Abkühlung und dazu passt Lassi, ein traditionelles indisches Joghurtgetränk. Diesmal haben wir uns nicht für die üblichen Klassiker Mango-Lassi und Minz-Lassi entschieden, sondern für ein Kokos-Lassi. Eine köstliche Mischung aus cremiger Kokosmilch und samtigem Joghurt. Nicht zu süß, aber mit einer leichten Kokosnote, vermittelt es ein tropisches Gefühl und beruhigt den Gaumen – sehr erfrischend!

    Zum Aufwärmen für die Hauptgerichte haben wir eine Portion Linsencracker bestellt (pro Portion gibt es zwei Cracker). Sie werden aus Linsenmehl hergestellt und erinnern in ihrer knusprigen Konsistenz an Chips mit einem nussigen Aroma. Die eingebetteten Ajwain-Samen verleihen den Crackern einen leicht bitteren und pfeffrigen Geschmack. Dazu gibt es einen süßen Chutney-Dip und einen Joghurt-Minz-Dip. Letzterer bietet einen frischen Kontrast zu den knusprigen Crackern und rundet den herzhaften Geschmack wunderbar ab.

    Für ein wirklich authentisches indisches Restauranterlebnis ist Knoblauch- oder Garlic-Naan ein absolutes Muss. Weich, luftig und an einigen Stellen leicht knusprig goldbraun gebacken. Frisch gebacken duftet es verführerisch nach Knoblauch! Die natürliche, dezente Süße des Brotes mit einem Hauch Knoblauch ist der perfekte Ausgleich zu würzigen indischen Gerichten.

    Nun zum Hauptgang: Lamm Tikka Tandoori. Dieses Gericht hat seine Wurzeln in der indischen und pakistanischen Küche. Die Marinade aus Joghurt und Gewürzen macht das Fleisch wunderbar zart und verleiht ihm einen reichen und komplexen Geschmack. Bei jedem Bissen spürt man die Schärfe von Knoblauch und Ingwer, den erdigen Geschmack des Lammfleisches und das tiefe, warme Aroma von Kreuzkümmel und Koriander. Chilipulver und Paprika sorgen für eine angenehme Schärfe und eine feine Süße.

    Das Himalaya-Lammfleisch wird im traditionellen Tandoor-Ofen zubereitet, einem zylinderförmigen Lehmofen, der tradionell mit Holz (Holzkohle) befeuert wird. Der Tandoor-Ofen erreicht sehr hohe Temperaturen, oft über 400°C, wodurch das Lammfleisch außen schön knusprig und innen zart und saftig wird. Die rauchige Note des Ofens verstärkt den natürlichen Geschmack des Lamm-Tandooris sogar noch.

    Achtung, jetzt wird’s scharf! Wer es so scharf mag wie wir, für den ist Chicken Chilli genau das Richtige. Zartes, paniertes Hähnchenfleisch, umhüllt von einer goldenen, scharfen Chillisauce, wird mit knackigen Paprika und Zwiebeln serviert, die mit ihrer dezenten Süße die Schärfe des Chilis ausgleichen. Der Ingwer durchbricht die Fülle dieses Gerichts und bringt eine weitere Geschmacksdimension ins Spiel.

    Das Restaurant bot uns verschiedene Schärfegrade von 1 (mild) bis 5 (authentisch scharf) an und für uns war sofort klar – wir nehmen die schärfste Variante. Sicherheitshalber haben wir aber noch ein indisches Raita in Form eines Knoblauchjoghurts dazubestellt, um unseren strapazierten Gaumen etwas abkühlen zu können. Und das war unser Retter in der Not, das Chicken Chilli ist richtig scharf, kribbelt und macht einfach süchtig. Aber den Joghurt griffbereit halten! Für weniger Geübte empfehlen wir eher die Schärfegrade 1-2, ab 3 wird’s feurig …

    Zum Nachtisch gab es ein traditionelles indisches Dessert, Rass Malai. Es besteht aus weichen Käsebällchen, die in einer süßen, cremigen Milchsoße serviert und mit Pistazien verfeinert werden. Die Käsebällchen, auch “Malai” genannt, sind sehr weich und äußerst zart und zergehen förmlich auf der Zunge. Ihre cremige Textur wird durch die samtige Milchsauce wunderbar ergänzt. Das Dessert zeichnet sich dadurch aus, dass es zwar süß, aber nicht überwältigend ist. Durchsetzt mit nussigem Pistazienpulver entfaltet sich bei jedem Schluck eine warme, erdige Note.

    Im Himalaya-Laternchen erlebten wir eine Achterbahnfahrt aus feurigen Gewürzen, kräftigen Aromen, cremigen Beilagen und süßen Desserts. Hier wird die indische Küche zum Leben erweckt, wie ein von Laternen beleuchtetes Refugium inmitten der majestätischen Schönheit der schneebedeckten Gipfel des Himalaya. In einer Gebirgskette mit schwierigem Terrain und extremem Klima wird das gemeinsame Kochen und Essen zu einem Leuchtfeuer der Überlebenskraft. Bis zum nächsten Mal!

  • Gran Canaria entdecken: Unterkünfte, Reisetipps und eine sensationelle Paella!

    Gran Canaria entdecken: Unterkünfte, Reisetipps und eine sensationelle Paella!

    Um dem späten Winter zu entfliehen, haben wir unsere Koffer gepackt und sind für zwei Wochen nach Spanien gereist. Nachdem wir in den letzten Jahren wegen des ganzjährig sommerlichen Klimas verschiedene Kanarische Inseln besucht haben, war nun Gran Canaria an der Reihe.

    Die beste Reisezeit für Gran Canaria ist von April bis Juni und von September bis November (Informationen zum Klima auf Gran Canaria findest du z.B. hier). In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm warm und damit ideal für die zahlreichen Aktivitäten, die die Insel zu bieten hat, wie Bergwandern, Wassersport oder einen Ausflug an einen der malerischen Strände. In der Regel liegen die Temperaturen jedoch das ganze Jahr über zwischen 20° und 30° C. So lässt es sich auch im Winter gut aushalten, zumal dann deutlich weniger Touristen auf der Insel sind.

    Wir waren Ende März/Anfang April auf Gran Canaria und obwohl die Temperaturen selten über 22°C stiegen, fühlte es sich durch die starke spanische Sonne wärmer an, als es war. Wenn die Sonne untergeht, wird es allerdings schnell deutlich kühler, also unbedingt eine leichte Übergangsjacke mitnehmen. Wer in den Bergen wandern will, sollte sich auf noch ein paar Grad niedrigere Temperaturen einstellen.

    Anreise und Fortbewegung auf Gran Canaria

    • Flüge:
      • Von Deutschland, Europa und Asien aus erreicht man Gran Canaria über den Flughafen Gran Canaria (LPA), der von verschiedenen Fluggesellschaften gut angeflogen wird. Direktflüge gibt es z.B. von Frankfurt, Berlin, London, Madrid oder Amsterdam.
    • Auf der Insel:
      • Mit dem Bus:
        • Gran Canaria verfügt über ein gut ausgebautes öffentliches Busnetz, das die größeren Städte wie Las Palmas, Maspalomas und Puerto Rico mit den kleineren Orten und Sehenswürdigkeiten verbindet.
        • Die Busse verkehren in der Regel alle 15 bis 30 Minuten. Die Fahrpreise variieren je nach Entfernung, sind aber im Allgemeinen sehr günstig. Fahrkarten können direkt beim Fahrer oder an ausgewiesenen Verkaufsstellen erworben werden.
        • Eine bequeme und günstige Art, die Insel zu erkunden. Allerdings muss man sich strikt nach den Busfahrplänen richten, was die Flexibilität einschränkt. Vor allem wenn ihr entlegenere Teile der Insel erkunden möchtet, ist ein Mietwagen oft die bessere Wahl.
      • Mit dem Auto:
        • Ein Mietwagen ist die beste Option für alle, die Gran Canaria flexibel und bequem erkunden möchten. Am Flughafen von Gran Canaria und in den wichtigsten touristischen Zentren gibt es verschiedene Anbieter. Für eine bessere Verfügbarkeit und günstigere Preise empfehlen wir, Mietwagen im Voraus online zu buchen.
        • Jedes Mal, wenn wir auf die Kanaren fliegen, entscheiden wir uns für CICAR. Der Service ist unkompliziert und es gibt keine versteckten Kosten. Für ein Auto mit Automatikgetriebe haben wir für 2 Wochen ca. 400 Euro inkl. Benzinkosten bezahlt. Mit Schaltgetriebe ist es etwas günstiger.
        • Parkplätze sind auf Gran Canaria in der Regel ausreichend vorhanden und kosten in der Regel nicht mehr als 1 bis 2 Euro pro Stunde. Viele Parkplätze sind auch gebührenfrei, doch sollte man sich vor “Bußgeldfallen” in Acht nehmen. Park- und Halteverbotsschilder sind oft nicht vorhanden, stattdessen weisen farbliche Markierungen auf mögliche Parkverbote hin (auf weiß markierten Parkplätzen kann man in der Regel problemlos parken). Achtet auch auf Hinweise wie “solo Residentes” (nur für Anwohner). Bußgelder zwischen 40 und 80 Euro sind möglich.
      • Andere Möglichkeiten:
        • Gran Canaria lässt sich auch mit dem Taxi erkunden. Außerdem gibt es viele geführte Touren zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Beide Möglichkeiten sind jedoch meist deutlich teurer.

    Unterkunft auf Gran Canaria

    • Las Palmas de Gran Canaria:
      • Die Hauptstadt Gran Canarias kann mit einer Mischung aus urbanen Annehmlichkeiten, kulturellen Attraktionen wie dem Stadtteil Vegueta, der Casa de Colón und der Kathedrale Santa Ana sowie malerischen Stränden (z.B. Las Canteras) punkten.
      • Die Stadt bietet eine große Auswahl an Unterkünften, von Preisgünstig* bis Luxuriös***.
    • Maspalomas:
      • Maspalomas ist bekannt für seine Sanddünen, ein pulsierendes Nachtleben und mit dem Playa des Maspalomas einen der schönsten Badestrände der Insel. Das Aqualand Maspalomas oder der Palmitos Park sind beliebte Attraktionen für Familien.
      • Es gibt eine Vielzahl von Resorts und Hotels. Preislich bewegt man sich hier zwischen Standard** bis Luxoriös***
    • Puerto de Mogán:
      • Puerto de Mogán ist ein malerisches Fischerdorf mit einem schönen Yachthafen und ein idealer Ort für diejenigen, die eine entspannte Atmosphäre bevorzugen. Das Dorf wird wegen seiner vielen Kanäle und Brücken auch “Klein-Venedig” genannt.
      • Unterkünfte reichen von Standard** bis Luxoriös***, darunter Boutique-Hotels und Apartments mit Meerblick. Puerto de Mogan ist auch bekannt für seine Fisch- und Strandrestaurants.
    • Playa del Inglés:
      • Ideal für Strandliebhaber und Partygänger bietet Playa del Inglés eine lebhafte Atmosphäre, eine Vielzahl an Restaurants und Bars. Zu den nahe gelegenen Attraktionen gehören der Sioux City Park, ein Wildwest-Themenpark, und der Vergnügungspark Holiday World. Playa del Ingles ist bei Wassersportlern wie Windsurfern und Jetskifahrern sehr beliebt.
      • Es gibt eine große Auswahl an Unterkünften für jeden Geldbeutel, einschließlich Budgethotels, Apartments und All-Inclusive-Resorts.
    • Puerto Rico:
      • Eingebettet zwischen dramatisch wirkenden Klippen ist Puerto Rico ein familienfreundlicher Badeort mit goldenen Stränden, Wassersportmöglichkeiten und Delfinbeobachtungstouren.
      • Es gibt viele familienfreundliche Resorts und Apartments von Standard** bis Luxoriös***.
    • Die Preise variieren je nach Saison und Ausstattung.-
      • *Preisgünstig reicht von ca. 10 EUR bis 30 EUR pro Nacht für ein Mehrbettzimmer und von ca. 30 EUR bis 60 EUR für ein Privatzimmer.
      • **Standard reicht von 60 EUR bis 150 EUR pro Nacht für ein Doppelzimmer oder eine Einzimmerwohnung.
      • ***Luxoriös reicht von 150 EUR bis 500 EUR pro Nacht für ein Luxushotel und von 200 EUR bis 1000 EUR pro Nacht für eine Privatvilla.
    • Alle genannten Orte verfügen über eine gute Anbindung an Supermärkte und andere Geschäfte, Apotheken und zahlreiche Restaurants etc. Das kulinarische Angebot reicht von traditioneller kanarischer bzw. spanischer Küche über internationale Küche (z.B. britisch, deutsch, schwedisch, asiatisch) bis hin zu gehobener Gastronomie.

    Auf der Suche nach sommerlichen Temperaturen zog es uns in ein charmantes, rustikales Triplex im sonnigen Süden der Insel, nach Maspalomas. In der gut ausgestatteten Küche bereiteten wir uns fast jeden Morgen ein selbstgemachtes Frühstück zu und genossen dabei den herrlichen Blick auf das Meer – ein traumhafter Start in den Tag!

    Frühstück mit Aussicht
    Unser “Gastgeber” heißt uns bei der Rückkehr willkommen

    Nach unserer Ankunft hatten wir nur wenig Zeit, die Insel zu erkunden, aber das Glück war auf unserer Seite: Wir stießen auf das Restaurante Los Angeles, einen der besten Paella-Hotspots der Stadt. Hungrig nach einem langen Reisetag konnten wir unser Abendessen kaum erwarten.

    Los ging es mit 2 beliebten spanischen Vorspeisen – Pimientos de Padrón (Paprikaschoten aus Padrón) und Champignons in Knoblauchöl (Champiñones al Ajillo).

    Padrón-Paprikaschoten haben einen eher milden Geschmack, können aber auch leicht scharf sein. Sie werden in Olivenöl angebraten und mit grobem Meersalz bestreut. Sie sind zart und leicht knusprig. Ein einfaches Gericht, aber eine süchtig machende Kombination aus rauchigen, scharfen, bitteren und fruchtigen Aromen.

    Champiñones al Ajillo (Champignons in Knoblauchöl) werden in Olivenöl angebraten und mit Knoblauch, Petersilie und einem Schuss Weißwein verfeinert. Dabei nehmen die Champignons das Aroma des Knoblauchöls wunderbar an. Die Pilze sind zart und saftig mit einer fleischigen Textur, die einen schönen Kontrast zum seidigen Knoblauchöl bildet. Das Gericht wird heiß in einer Pfanne oder einem Tonschälchen serviert. Vorsicht: Verbrenn dir nicht die Finger! Dazu gibt es knuspriges Brot, dass ihr in das heiße Schälchen dippen und mit Knoblauchöl genießen könnt.

    Als Hauptgericht erwartet uns eine duftende Paella mit Safranreis, Meeresfrüchten, Fleisch und Gemüse. Der kostbare Safran verleiht der Paella nicht nur ihre charakteristische goldene Farbe, sondern auch einen unverwechselbaren erdig-blumigen Geschmack. Heiß und dampfend serviert, entfalten die Meeresfrüchte ihren verführerischen Duft, der an das Meer erinnert. Die großzügig verteilten Fleischstücke sorgen für eine herzhafte Note. Überraschenderweise finden sich auch Zwiebeln, Bohnen, Paprika und zwei Orangenscheiben in der Paella – eine erfrischende und ungewöhnliche Kombination, die mit ihrem feinen Zitrusaroma das herzhafte Fleisch und die Meeresfrüchte perfekt ergänzt.

    Die Paella kostet im Restaurante Los Angeles ca. 14 EUR pro Person und ist damit unserer Erfahrung nach ca. 30% günstiger als in anderen Restaurants auf der Insel. Die Paella wird in großzügigen Portionen serviert. Selbst nach einem anstrengenden Reisetag und viel Kohldampf war noch etwa ein Drittel übrig, das wir uns einpacken ließen. Das Restaurant punktet trotz seiner touristischen Lage mit einem charmanten, einheimischen Ambiente und ausgesprochen freundlichem Personal. Paella-Liebhabern können wir diesen Ort nur wärmstens empfehlen!

    Dieser Artikel ist nur der Anfang einer faszinierenden Reise! Von erholsamen Wanderungen und erfrischenden Badeausflügen über Golfpartien und wohltuende Massagen bis hin zu aufregenden Abenteuern in Vergnügungs- und Wasserparks – diese Insel hat für jeden etwas zu bieten. Mit ihren atemberaubenden Landschaften, kulturellen Schätzen und kulinarischen Köstlichkeiten bietet Gran Canaria eine große Vielfalt für Reisende. Wir freuen uns darauf, die Highlights unserer Reise auf Gran Canaria mit euch zu teilen. Bleibt dran!

  • Entdecke das kulinarische Herz Indonesiens im Bali Bistro in Frankfurt!

    Entdecke das kulinarische Herz Indonesiens im Bali Bistro in Frankfurt!

    (LEIDER IST DIESES RESTAURANT DAUERHAFT GESCHLOSSEN.)

    Herzlich willkommen, liebe “Foodies”! Heute wollen wir in die Aromen und Traditionen einer der dynamischsten Küchen der Welt eintauchen – der indonesischen.

    Versteckt in einer ruhigen Seitenstraße in der Frankfurter Innenstadt ist das Bali Bistro ein Leuchtturm authentischer indonesischer Küche, das durch Herzlichkeit und Gastfreundschaft besticht. Von Einheimischen geführt, ist das Bali Bistro ein Treffpunkt für die indonesische Community der Stadt. Beim Betreten des gemütlich dekorierten Restaurants umhüllt einen sofort eine warme und einladende Atmosphäre, und man wird mit einem freundlichen Lächeln empfangen.

    Aber nicht nur das Ambiente ist beeindruckend, auch die Speisen auf den bunten Tellern, vom aromatischen Rendang bis zum feurigen indonesischen Chili, versprechen eine fantastische kulinarische Reise durch das Küstenparadies Indonesien.

    Restaurantprofil

    In den belebten Straßen Indonesiens, wo die Luft vom verführerischen Duft köstlicher Snacks erfüllt ist, scheint jede Ecke zu einer kulinarischen Entdeckungsreise einzuladen. Zwei dieser Snacks, die bei den Einheimischen besonders beliebt sind und die man auch im Bali Bistro genießen kann, möchten wir euch hier vorstellen.

    Den Anfang macht Tahu Isi, eine vegane Delikatesse aus frittiertem Tofu, gefüllt mit Reisnudeln und begleitet von leckerem Gemüse. Wer in die knusprige, goldbraune Hülle beißt, den erwartet ein befriedigendes Knacken, das den Blick auf das weiche Innere freigibt. Die Füllung aus zarten Reisnudeln bildet einen schönen Kontrast zur knusprigen Hülle. Für zusätzliche Frische sorgt die Kombination mit frischen Salatblättern, Gurken- oder Tomatenscheiben.

    Der Höhepunkt ist das Eintauchen in „kecap manis“, eine süße indonesische Sojasauce. Sie bringt zusätzliche Feuchtigkeit und eine eigene Geschmackskomponente. Mit ihren reichhaltigen Karamellnoten und feinen Umami-Nuancen ergänzt sie den cremigen Tofu perfekt und sorgt für ein unvergleichlich köstliches Geschmackserlebnis. Dazu gibt es frisch gemahlenen indonesischen Chili. Für den extra feurigen Kick!

    Außerdem haben wir noch eine weitere vegatrische Vorspeise bestellt und zwar – Tempe Mendoan. Die Basis dieses Gerichts ist Tempeh, ein proteinreiches Grundnahrungsmittel aus fermentierten Sojabohnen. Hauchdünn geschnitten und zart in einen würzigen Teig getaucht, wird Tempeh goldbraun frittiert, wodurch eine knusprige Textur entsteht, die ein weiches Inneres umhüllt. Obwohl es sich um ein vegetarisches Gericht handelt, schmeckt man einen Hauch von Umami, ähnlich wie bei gebratenem Hühnchen. Die süße Sojasauce und die feurige frische Chilipaste tragen zu einer verlockenden Mischung herzhafter Aromen bei. Auch hier empfiehlt es sich, das frische Gemüse nicht nur als Dekoration zu sehen, denn es bildet einen erfrischenden Kontrast zu den reichhaltigen Aromen des gebratenen Tempeh.

    Nach den Vorspeisen geht es gleich mit den Hauptgerichten weiter.

    Nasi Ayam Betutu ist ein traditionelles balinesisches Gericht, das die Vielfalt der indonesischen Küche auf einem Teller vereint. Im Mittelpunkt steht eine saftige Hähnchenkeule, die mit traditionellen balinesischen Gewürzen verfeinert und mit Reis und verschiedenen Beilagen serviert wird.

    Dieses Gericht präsentiert sich als ein sorgfältig arrangiertes Fest für die Sinne – duftender Reis, dekoriert mit gerösteten Zwiebeln, eine großzügige Portion zartes Hühnerfleisch, zum Teil liebevoll in Bananenblätter gewickelt und gegart. Frischer Salat und eine Schüssel mit gekochtem Gemüse runden das Hauptgericht ab.

    Doch das Hühnchenfleisch stiehlt die Show. Es wird in einer aromatischen gelben Sauce bzw. Gewürzpaste namens “Base Gede” oder “Bumbu Bali” gegart, die häufig in balinesischen Gerichten verwendet wird. Mit anderen Saucen vermischt, verleiht das Hühnchen dem Gericht eine würzige Fülle und einen erdigen Geschmack. Das perfekt gegarte Fleisch ist so zart, dass es fast vom Knochen fällt. Die leicht durchwachsene Haut sorgt für ein angenehmes Mundgefühl, das am besten mit einem Löffel Reis genossen wird.

    Um das Geschmackserlebnis noch zu intensivieren, können einige geröstete Erdnüsse und Peperoni darüber gestreut werden, die für eine würzige und knusprige Note sorgen.

    Lasst uns nun in die magische Welt des Nasi Padang Rendang eintauchen. Dieser Rindfleischeintopf ist ein ikonisches Gericht in Indonesien, das intensive Gewürze, facettenreiche Texturen und exotische Zutaten zelebriert.

    Das Rindfleisch wird langsam gegart und mit Kokosmilch und einer Gewürzmischung aus Zitronengras, Galangal, Ingwer und Knoblauch verfeinert. Die Zugabe von Durian, der berühmten „Königin der Früchte“, verleiht dem Gericht eine einzigartige Geschmackstiefe. Der ursprüngliche, charakteristische Duft und Geschmack der Durian wird beim Kochen etwas abgeschwächt. Die cremige Textur der Frucht bleibt jedoch erhalten. Hinzu kommen die zarten Kartoffeln und das knusprig gebratene Ei mit der interessanten Tigerfell-Oberfläche (auch bekannt als 虎皮鸡蛋).

    Wie so oft in der asiatischen Küche darf auch bei einem indonesischen Festmahl die Schärfe nicht fehlen. Hier kommt Balado ins Spiel. Die feurige Chilisauce mit den Aromen von Chilischoten, Knoblauch, Schalotten, Tomaten und Limettensaft verleiht dem Nasi Padang Rendang eine zitrusartige Schärfe. Die Sauce wird in einem separaten Dip-Schälchen serviert, so dass man je nach Vorliebe damit experimentieren kann.

    Ein authentisches tropisches Esserlebnis wird am besten mit einem Schluck eines frischen, süßen Desserts abgerundet. Es Cendol ist ein typisch indonesisches Dessert oder Getränk, das aus süßen Eisnudeln aus Reismehl in Kokosmilch besteht. Die geleeartigen Stränge werden mit Pandanblattextrakt aromatisiert, der ihnen eine natürliche grüne Farbe und einen süßen, blumigen und leicht nussigen Geschmack verleiht. Vorsichtig umrühren, damit sich die cremige Kokosmilch mit der süßen Mango und dem Palmzuckersirup am Boden vermischt. Ein herrlich erfrischendes Dessert, das den tropischen Charme Indonesiens perfekt einfängt!

    Dank der Empfehlung eines lieben Freundes hatten wir die Gelegenheit, das Bali Bistro und die indonesische Küche näher kennen zu lernen. Wir sind fasziniert von der Vielfalt der Aromen und der Kultur dieses Landes. Von Streetfood bis hin zu exquisiten Bankettspeisen, die kulinarische Welt Indonesiens besticht durch eine erstaunliche Vielfalt und viel exotischen Charme. Da Indonesien aus Tausenden von Inseln besteht und zahlreiche Kulturen beheimatet, ist es nicht verwunderlich, dass die Küche so abwechslungsreich ist. Unsere Meinung: Ein kulinarisches Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

  • Gourmet City in Frankfurt – Das China Buffet der Extraklasse

    Gourmet City in Frankfurt – Das China Buffet der Extraklasse

    Viele chinesische Restaurants in Deutschland passen ihre Speisekarten den hiesigen Geschmäckern und Vorlieben an. Das bedeutet übergroße Fleischportionen, wenig exotische Gewürze, keine klare Linie (verschiedene asiatische Küchen werden bunt gemischt) und vor allem viel Glutamat. Dies gilt insbesondere für den Klassiker unter den chinesisch-asiatischen Restaurantkonzepten in Deutschland – das Buffet.

    Umso erfreuter waren wir, als wir in Frankfurt ein Buffet-Restaurant entdeckten, das auch viele verschiedene chinesische Spezialitäten anbietet. Im China Restaurant Gourmet City findet man frische Zutaten für den Grill und jeden Freitag traditionell zubereitete Pekingente (siehe auch unser Lieblingsrestaurant für Pekingente in Frankfurt). Darüber hinaus gibt es viele authentische chinesische Gerichte mit viel gesundem Gemüse und sogar einige traditionelle chinesische Desserts.

    Restaurantprofil

    Das Gourmet City liegt eher unscheinbar in einem Einkaufszentrum in einem Industriegebiet im Frankfurter Westen. Betritt man jedoch das Restaurant, eröffnet sich einem eine gigantische kulinarische Szenerie mit Dutzenden von Essstationen und Theken, und sofort steigt einem der Duft von unzähligen leckeren Zutaten und Gerichten in die Nase. Es gibt einen Bereich, in dem frische Zutaten ausgestellt und später auf einem mongolischen Grill zubereitet werden können, verschiedene Stationen mit authentischen (aber auch weniger authentischen) gekochten und frittierten Vorspeisen und Hauptgerichten. Eine malerische Theke mit frischen, leckeren Früchten, ein riesiger Raum mit kitschig-pompösen chinesischen Landschaftsgemälden, eine ausladende Bühne mit Klavier (gerne genutzt für Karaoke-Abende, die man übrigens auch hier buchen kann) und so weiter und so fort.

    Die Preise für das All-You-Can-Eat-And-Drink-Buffet variieren je nach Wochentag, Mittags- oder Abendbuffet und ob ein Hot Pot (Feuertopf) mitbestellt wird oder nicht zwischen 11,90 € und 18,90 € für Kinder und 19,90 € und 37,90 € für Erwachsene. Da man auch ohne Hot Pot satt wird, empfehlen wir, diesen nicht mitzubestellen. Wer auf der Suche nach einem authentischen Hot Pot-Erlebnis in Frankfurt ist, findet dafür andere sehr gute Adressen.

    Das Buffet beinhaltet alle Speisen, alkoholfreie Getränke + Heißgetränke + 2 Gläser Wein oder Bier. Spirituosen und Cocktails müssen separat bestellt werden. Offiziell ist die Verweildauer auf maximal 2,5 Stunden begrenzt, aber wenn man etwas länger bleiben möchte, ist das auch kein Problem – so war es zumindest bei uns. Bezahlt wird direkt am Eingang und man bekommt je nach Wahl ein Bändchen in der entsprechenden Farbe um den Arm gebunden.

    Zur besseren Orientierung oder für einen ersten Vorgeschmack gibt es einen visuellen Rundgang durch das Restaurant unter: https://gourmetcity-ffm.de/#p360

    Wir beginnen gleich mit unserem Highlight – dem chinesischen Barbecue. Nehmt euch einen Teller und wählt aus dem reichhaltigen Angebot an frischem Fisch und Meeresfrüchten, Fleisch und Gemüse. Den Teller gebt ihr beim Grillmeister ab, der das Festmahl für euch zubereitet. Ihr erhaltet einen Küchentimer, der euch per Vibrationsalarm informiert, sobald euer Teller fertig ist. Bis es soweit ist und ihr euren Teller abholen könnt, könnt ihr euch schon mal an der Soßentheke umsehen und eure eigene Grillsoße zusammenstellen. Außerdem gibt es einige authentische kalte Speisen, die ihr probieren könnt, um euren Magen schon mal auf Betriebstemperatur zu bringen. Aber nicht zu viel, sonst bleibt nicht mehr viel Platz für die Hauptgerichte. 😊

    Auswahl an Soßen und Zutaten für die eigene Barbecue-Soße
    Verschiedene traditionelle chinesische kalte Vorspeisen und Snacks

    Bei den Getränken halten wir es ähnlich: Es gibt zwar eine große Auswahl. Aber um genug Platz für das leckere Buffet zu haben, trinken wir nur Wasser oder maximal eine Bionade 😉

    Die Auswahl fällt uns schwer und wir greifen überall in kleinen Portionen zu – von Tintenfisch, Oktopus, Muscheln, Garnelen, Lachs, Dorade und anderen Fischen über Hühner-, Rinder- oder Lammspieße, Schweinebauch und Lammkoteletts bis hin zu knackigen Champignons oder Brokkoli. Hier gibt es wirklich alles und das nicht zu knapp!

    Meist dauert es nicht lange, bis der “Wecker klingelt”. Voller Vorfreude stürmen wir zum Grill und holen uns unseren reich gefüllten ab. Beim Hineinbeißen in die kleinen Grillhäppchen entfaltet sich ein leicht rauchiges Aroma, das wunderbar mit den herzhaften Grillsaucen und pikanten Gewürzen harmoniert, die während des Grillvorgangs hinzugegeben werden.

    Während wir also unsere Grillplatten genießen, bedienen wir uns nach und nach an den köstlich zubereiteten Speisen des Hauses. In dampfenden Töpfen werden klassische chinesische Gerichte wie Mapu Tofu oder Kung Pao Chicken serviert. Aber natürlich gibt es auch Dumplings. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Teigtaschen-Fan bin und einfach nicht widerstehen kann. Daher probiere ich Baozi, Jiaozi und Dim Sum. Im Gourmet City hat man buchstäblich die Qual der Wahl, so viele leckere Optionen, aber nur ein Magen! 😂

    Sehr zu empfehlen ist auch der gedämpfte Lachs, der wunderbar zart und saftig ist. Und für die Feinschmecker unter euch – probiert die Krabben. Der salzige, leicht süßliche Geschmack des zarten Krabbenfleisches ist eine wahre Delikatesse.

    Verschiedene Gerichte, u.a. Champignons mit Pak Choi und Jiaozi links, gedämpfter Lachs und Krabben rechts

    Um die proteinreiche Grillmahlzeit abzurunden, greifen wir auch gerne zu zusätzlichen vegetarischen Gerichten wie z.B. der leckeren Pilzpfanne mit knackigem Pak Choi.

    Im Prinzip ist es nicht schwer: Lasst euch von der Fülle der Möglichkeiten nicht verwirren, probiert aus, seid kreativ und achtet auf frische Zutaten bzw. frisch zubereitete Speisen (oft sind sie beschrieben oder benannt). Wie bei jedem Buffet gilt: Alles kann, nichts muss.

    Vom Sushi und frittierten Speisen raten wir jedoch eher ab. Diese sind nicht wirklich authentisch und kommen auch geschmacklich nicht an die anderen Gerichte heran. Wenn ihr große Sushi-Fans seid, empfehlen wir auch eher den Besuch eines Sushi-Restaurants.

    Man hat ja bekanntlich einen zweiten Magen für den Nachtisch, den Dessert-Magen… Auch wenn das natürlich Quatsch ist, kann ich mich meist nicht zurückhalten, auch wenn ich schon satt bin, noch einmal zuzugreifen und werde auch hier schwach.

    Verschiedene Obstplatten mit Melonen, Orangen, Ananas, Trauben und Bananen

    Es gibt eine Auswahl an frischem Obst und anderen süßen Versuchungen wie Kuchen und Eis. Was mich aber am meisten interessiert, sind die typischen chinesischen Dessertspezialitäten wie warme Sesambällchen (die ich schon in einem anderen Artikel vorgestellt habe) oder Tangyuan (汤圆), eine traditionelle chinesische Süßigkeit, die aus einem klebrigen Reismehlteig besteht, der mit verschiedenen süßen Füllungen wie Bohnenpaste oder Sesampaste gefüllt ist. Die Tangyuan-Bällchen werden in einem süßen Sirup serviert und symbolisieren Einheit (tang 汤 bedeutet Suppe und yuan 圆 steht für rund, gleichzeitig ist tangyuan jedoch auch ein Homophon für Einheit – Tanyuan (团圆)), was sie u.a. zu einem beliebten Gericht zu Hochzeiten oder Familienfeiern macht.

    Links: Chinesische Tangyuan (汤圆) mit Gojibeeren – Rechts: Klebreisbällchen mit Kokosraspeln

    Alles in allem ein rundum gelungenes Buffet-Erlebnis. Authentisch, lecker und preiswert. Kleiner Tipp: Vor oder nach dem Besuch der Gourmet City keine größeren Mahlzeiten mehr einplanen – man kommt hier voll auf seine Kosten! 😊

  • Faszination Xinjiang: von Aromen, Kultur & mystischen Geschichten

    Faszination Xinjiang: von Aromen, Kultur & mystischen Geschichten

    (LEIDER IST DIESES RESTAURANT DAUERHAFT GESCHLOSSEN. ZUM GLÜCK GIBT ES IN FRANKFURT EIN ANDERES TOLLES UIGUREN-RESTAURANT – LOULAN.)

    Xinjiang war für mich immer ein mystischer und ferner Ort. Sein reiches kulturelles Erbe, seine vielfältige Bevölkerung und seine atemberaubende Landschaft fesseln die Phantasie vieler Menschen. Oft sieht man sie im Fernsehen, wie sie in den traditionellen Kostümen ihrer ethnischen Gruppen – Uiguren, Kasachen, Hui und andere – ihre lebendigen kulturellen Traditionen, Sprachen, Musik und Tänze stolz präsentieren.

    Die Lebendigkeit der Völker Xinjiangs spiegelt sich auch in der köstlichen und unverfälschten Küche wider. Die Küche Xinjiangs wird für ihre kräftigen Aromen gerühmt, die von der ethnischen Vielfalt der Region und ihrer historischen Lage an der berühmten Seidenstraße geprägt sind. Heute möchten wir euch eine der repräsentativsten und beliebtesten Küchen Xinjiangs vorstellen – die uigurische Küche.

    Restaurantprofil

    Gösh Nan (handgemachte uigurische Kalzone, gefüllt mit Hackfleisch, Paprika und Zwiebeln) ist ein Grundnahrungsmittel in Xinjiang, insbesondere in der uigurischen Gemeinschaft. Sie wird aufgrund ihrer reichen Tradition und ihres köstlichen Geschmacks sehr geschätzt.

    Der Teig hat genau die richtige Dicke und ist angenehm knusprig und fest. Wenn man mit den Zähnen hineinbeißt, kommt eine himmlische Füllung aus würzigem Lammfleisch, Paprika und Zwiebeln zum Vorschein. Das Lamm ist unglaublich saftig und ergänzt die trockene Textur des frisch gebackenen Brotes perfekt. Die einfachen Gewürze bringen den natürlichen, reichen Geschmack des Lammfleisches wunderbar zur Geltung. Verstärkt durch die süßen und würzigen Noten der karamellisierten Zwiebeln entfaltet sich bei jedem Bissen ein kräftiger, herzhafter, tiefer und authentischer Geschmack.


    Dapanji“, auch bekannt als “大盘鸡” auf Chinesisch, ist zweifellos eines der bekanntesten Gerichte aus Xinjiang. Der Name, übersetzt als “großer Hühnchenteller“, ist passend, da alles an diesem Gericht groß ist – angefangen beim großzügigen Teller, auf dem es serviert wird, bis hin zu den üppigen Portionen von Hähnchenstücken, Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln und Frühlingszwiebeln, sowie den herzhaften Nudeln.

    Xinjiang kann auf eine lange Geschichte des Weizenanbaus zurückblicken. Archäologische Funde in den Gräbern von Xinjiang Yanghai aus dem Jahr 2016 belegen frühe Lebensmittelzubereitungen aus Weizen und Gerste und zeigen die Vorreiterrolle der Region in der Weizenverarbeitung. Aufgrund der einzigartigen natürlichen Bedingungen mit langen Tageslichtzeiten und großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht ist die Qualität des Weizens besonders hoch. Ein Reiseschriftsteller hat die klimatischen Besonderheiten Xinjiangs einmal sehr anschaulich wie folgt beschrieben

    “Urumqi scheint in einer Zeitschleife gefangen zu sein, in der ein anderer Rhythmus herrscht. Frühstück gibt es erst um 9.30 Uhr, Abendessen erst um 21.30 Uhr. Selbst um 22.30 Uhr bricht die Sonne noch hartnäckig durch die Wolken, und ihr gleißendes Licht bleibt bis weit nach 23 Uhr. Erst um Mitternacht wird es schlagartig kühler”.

    Die für Dapanji verwendeten Nudeln werden auch “pida mian” oder Gürtelnudeln genannt. Sie sind eher fest und können die würzige Soße gut aufnehmen, ohne matschig zu werden. Die authentischsten Dapanji-Nudeln in Deutschland haben wir im Restaurant Taklamakan in München entdeckt. Die Nudeln kommen sogar aus China!

    Im Uyghur Restaurant sind sie etwas dünner, aber ebenso elastisch. Nachdem sie die Essenz der Gewürze und Kräuter aufgenommen haben, entfalten sie bei jedem Bissen ein wunderbar herzhaftes Aroma.

    Das in großen Stücken mit Knochen zubereitete Hühnerfleisch hat einen reichen und komplexen Geschmack, der für Xinjiang einzigartig ist. Man spürt die feurige Schärfe der getrockneten Chilischoten, die erdige Wärme der Kreuzkümmelsamen, die feine Süße des Sternanis und die betäubende Wirkung der Sichuan-Pfefferkörner. Durch die Zugabe von Ingwer und verschiedenen anderen Kräutern wird der lebendige und kräftige Charakter noch verstärkt.

    Aber kein Xinjiang-Nudelgericht kommt ohne Knoblauch aus. Ganze Knoblauchzehen verleihen dem Gericht eine unverwechselbare Schärfe, die die Fülle von Sauce und Hühnchen wunderbar ergänzt.

    Alles in allem ein sehr schmackhaftes und befriedigendes Gericht. Die reichliche Verwendung von Gewürzen und duftenden Kräutern fordert die Geschmacksnerven heraus, und seine Vitalität und Kraft spiegeln den Herzschlag der Region wider, die voller pulsierender Lebensenergie steckt.

    Lammspieße sind eine beliebte Delikatesse der uigurischen Küche und begeistern Feinschmecker weltweit durch ihren einzigartigen Geschmack. Die Besonderheit der Lammspieße aus Xinjiang liegt im hochwertigen Lammfleisch, das in der Regel etwas magerer und damit reiner und geschmacksintensiver ist.

    Eine aromatische Mischung verschiedener Gewürze durchzieht das Fleisch und verleiht ihm einen reichen und duftenden Geschmack. Beim Grillen auf Holzkohle entfalten sich die Aromen und verleihen dem Fleisch ein köstliches Raucharoma.

    Obwohl viele der berühmten Gerichte in Xinjiang auf der Basis von Fleisch zubereitet werden, gibt es in diesem Restaurant eine gute Auswahl an veganen Gerichten.

    Ein köstliches Beispiel sind die geröstete Bohnen mit Knoblauch und rotem Paprika, ein Gericht, das Textur und Geschmack perfekt miteinander verbindet. Durch die Hitze zieht sich die Haut der Bohnen sanft zusammen und bildet eine harte Schale, die dem saftigen, süßen Kern weicht. Abgerundet wird das Ganze durch saftige Paprika. Ihre Feuchtigkeit und Frische gleichen die Schärfe der Xinjiang-Gewürze aus.

    Tofu nach Hausmannsart besteht aus gekochtem Tofu mit rotem Paprika und schwarzen Pilzen (auch Holzohrpilze genannt). Gewürzt mit Sojasauce, Knoblauch und Ingwer hat der schwammige Tofu einen reichen und kräftigen Geschmack. Die Zugabe von rotem Paprika verleiht dem Gericht eine süße Note und eine kräftige Farbe, während die schwarzen Holzohrpilze einen erdigen Geschmack und eine weiche, seidige Textur beisteuern.

    Das Besondere an diesem Gericht ist die Verwendung einer Tofupaste, die Furu ähnelt (bekannt als 腐乳, eine fermentierte Tofupaste). Sie verleiht dem Gericht eine salzige Schärfe und eine reiche Umami-Note, die perfekt mit der Schärfe des Knoblauchs harmoniert. Alles in allem ein köstliches, komplexes und aromatisches Gericht.

    In Xinjiang soll die Luft von einem allgegenwärtigen Duft erfüllt sein, als ob jeder Zentimeter des Landes seinen eigenen, einzigartigen Geruch verströmen würde. Dieses Phänomen erinnert an die legendäre Figur der “Xiangfei”, der duftenden Konkubine, die in Mythos und Folklore verwurzelt ist. Xiangfei, auch Rongfei genannt, stammte aus dem berühmten Hui-Volk im südlichen Xinjiang und eroberte das Herz des Kaisers Qianlong der Qing-Dynastie. Man sagt, dass ihre natürliche Schönheit nur von dem betörenden Duft übertroffen wurde, den sie zu verströmen schien. In Romanen wird dieser als “nicht der Duft von Blumen oder Puder, sondern ein eigentümlicher und bezaubernder Duft, der die Seele durchdringt” beschrieben.

    Der allgegenwärtige Duft Xinjiangs scheint mit dem mythischen Zauber von Xiangfei zu verschmelzen und in zahlreichen Geschichten Realität und Legende miteinander zu verweben. Diese Mystik findet ihre Entsprechung in der reichhaltigen und aromatischen Küche des uigurischen Volkes, die die Sinne mit dem charakteristischen und betörenden Duft dieser bezaubernden Region umhüllt.

  • Genieße authentische Indische Küche Im EatDOORI in Frankfurt

    Genieße authentische Indische Küche Im EatDOORI in Frankfurt

    Seit wir in Frankfurt leben, ist unsere Begeisterung für die indische Küche stetig gewachsen und wir haben sie mehr und mehr lieben gelernt. Es gibt hier viele tolle Restaurants – eines haben wir bereits vorgestellt -, die leckere und authentische indische Gerichte anbieten. Was uns an der indischen Küche besonders fasziniert, ist die Vielfalt der Aromen und Gewürze und vor allem die Schärfe, die die indische Küche so bekannt und beliebt macht.

    Heute möchte ich euch das Restaurant eatDOORI vorstellen. Die Idee zu diesem Konzept entstand 2015 mit dem Ziel, den Frankfurtern das lebendige Flair Mumbais und die authentische indische Küche näher zu bringen. Seitdem wurden weitere Restaurants in verschiedenen deutschen Städten eröffnet. Diesmal hat es uns in die Filiale im Oeder Weg verschlagen, wo es im Gegensatz zu den anderen Standorten etwas “relaxter” zugeht.

    Restaurant Profile
    • Name des Restaurants: eatDOORI
    • Adress: unterschiedliche Standorte
    • Stil: Indische Küche
    • Preis: ca. 20 – 30 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Kommen wir nun zum Wichtigsten – dem Essen. Die Speisekarte der eatDOORI-Restaurants verbindet traditionelle indische Küche mit modernen Elementen. Von Samosas über Naanbrot bis hin zu Chicken Tikka Masala, diversen Currys und dem obligatorischen Lassi-Getränk gibt es hier alles, was das indische Herz begehrt.

    An diesem Abend haben wir uns für ein würziges Chicken Biryani und ein herzhaftes Lamb Buna als Hauptgerichte entschieden. Als Beilagen haben wir einen frischen Gurken-Minze-Joghurt-Dip und ein sättigendes Garlic Naan ausgewählt. Dazu gab es zwei süße, frische Lassis in zwei verschiedenen Geschmacksrichtungen

    Chicken Biryani soll der Überlieferung nach ursprünglich aus der königlichen Küche Persiens stammen und wurde während der Mogulherrschaft nach Indien gebracht. Seitdem hat es sich zu einem festen Bestandteil der indischen Küche entwickelt.

    Cicken Biryani mit würziger Hähnchenbrust, Karotten & Paprika

    Im Mittelpunkt stehen der duftende Basmatireis und das zarte Hühnerfleisch, die mit einer Fülle von Gewürzen und Aromen verfeinert werden. Typische Zutaten sind Ingwer, Knoblauch, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und eine Vielzahl anderer Gewürze, die dem Biryani seinen charakteristischen Geschmack verleihen. Diese Gewürze ergeben eine Mischung aus süßen, herzhaften, warmen und leicht scharfen Geschmacksnuancen.

    Im eatDOORI wird das Chicken Biryani mit würziger Hähnchenbrust, Karotten und Paprika serviert. Die saftige, in einer Gewürzmischung marinierte Hähnchenbrust bietet einen intensiven Geschmack, der perfekt mit der milden Süße der Karotten und der frischen Schärfe der Paprika harmoniert. Zusammen mit dem aromatischen Basmatireis entsteht ein herrliches indisches Geschmackserlebnis.

    Bhuna-Lamm ist ein Gericht aus Nordindien, das für seine komplexen Aromen und sorgfältig ausgewählten Zutaten bekannt ist. Der Name “Bhuna” bezieht sich auf die spezielle Kochtechnik, bei der das Lammfleisch langsam in einer Mischung aus Zwiebeln, Tomaten, Curry, Kardamom und anderen Gewürzen geschmort wird. Diese Methode intensiviert die Aromen und sorgt für eine reichhaltige, dickflüssige Textur. Das Fleisch wird in einer Mischung aus Joghurt und Gewürzen mariniert, bevor es in die kochende Soße gegeben wird, um dem Geschmack Tiefe zu verleihen und das Fleisch zarter zu machen.

    Lamb Bhuna mit zartem Lammfleisch geschmort in würzigem Curry aus Tomaten, Curryblättern & Kardamom

    Das Besondere an diesem Gericht ist nicht nur sein Geschmack, sondern auch seine kulturelle Bedeutung. Lamb Bhuna ist ein fester Bestandteil vieler Feste und Feierlichkeiten in Indien und wird oft als Zeichen von Wohlstand und Großzügigkeit serviert.

    Wie beim Chicken Biryani wird auch zum Lamm Bhuna Reis serviert. Wir haben dazu ein Garlic Naan bestellt, das, wenn man es in die aromatische Schale mit dem Lamm Bhuna taucht, die Aromen herrlich aufnimmt – und außerdem sind wir große Knoblauch-Fans! 🙂

    Füge gern eine feurige Note indischer Schärfe mit etwas extra scharfer Soße hinzu

    Um den Magen etwas zu beruhigen, haben wir einen Gurken-Minze-Joghurt Dip bestellt. Der Dip mit Granatapfelkernen hat eine erfrischende Note durch die Gurke, die Minze und eine leicht säuerliche Note durch den Joghurt, kombiniert mit der leichten Süße der Granatapfelkerne. Der belebende Geschmack des Gurken-Minze-Joghurt-Dips bietet einen angenehmen Kontrast zu den intensiven und gehaltvollen Gerichten Lamb Bhuna und Chicken Biryani. Einfach über das Fleisch oder den Reis geben und genießen.

    Gurken-Minz Joghurt Dip

    Mint & Lime Lassi ist eine Variante des traditionellen indischen Getränks Lassi, zubereitet mit frischer Minze und Limettensaft. Es ist erfrischend, herb und leicht säuerlich. Die Minze verleiht dem Getränk eine kräuterige Note, während der Limettensaft für eine prickelnde Säure sorgt. Mango Lassi hingegen wird aus Joghurt, Wasser, Zucker und frischem Mangopüree zubereitet. Es ist süß, leicht säuerlich und sehr erfrischend mit dem fruchtigen Aroma reifer Mangos. Beide Getränke sind – wie auch der Joghurt Dip – eine ideale Ergänzung zu den kräftigen Aromen der indischen Küche.

    Links: Mint & Lime Lassi & Rechts: Mango Lassi
  • Entdecke das verborgene Juwel: Phuket Thai Imbiss in Frankfurt

    Entdecke das verborgene Juwel: Phuket Thai Imbiss in Frankfurt

    Versteckt im Zentrum Frankfurts liegt ein thailändisches Restaurant – der Phuket Thai Imbiss. Trotz seines unscheinbaren Äußeren verbirgt sich hier ein authentisches thailändisches Esserlebnis. Es wird von Einheimischen betrieben und strahlt eine Vertrautheit aus, die an die kleinen Restaurants und Straßenstände in den belebten Gassen Thailands erinnert.

    Die Atmosphäre ist locker und entspannt, die einfachen Tische und Stühle reichen teilweise bis auf den Bürgersteig. Trotz seiner bescheidenen Größe bietet dieses Restaurant eine große Auswahl an authentischen thailändischen Klassikern wie Pad Thai, Tom Yum Suppe, Grünes Curry sowie verschiedene Reis- und Nudelgerichte zu wirklich günstigen Preisen!

    Restaurantprofil

    Als Vorspeise empfehlen wir eine thailändisch inspirierte Variante der Spareribs. Mariniert in einer Mischung aus thailändischen Gewürzen und Soßen, darunter Sojasoße, Austernsoße, Knoblauch und Ingwer, erinnern die Spareribs an den Geschmack von Meeresfrüchten. Mit ihrer goldbraunen Haut und dem intensiven Geschmacksprofil sind die Spareribs ein Genuss, der immer wieder Lust auf mehr macht.

    Kuay Jub (ก๋วยจั๊บ oder Reisnudeln mit Schweinefleisch, Tofu und Ei) ist ein klassisches und beliebtes Streetfood in Thailand. Sie bestehen aus breiten, flachen Reisnudeln, die rechteckig geschnitten und zu einer Rolle geformt werden. Aus Schweineknochen hergestellt und mit aromatischen Kräutern und Gewürzen wie Knoblauch, Sternanis und Korianderwurzel gekocht, hat die Brühe eine schöne Mischung aus herzhaften und leicht süßlichen Aromen.

    Gebratener Tofu, gekochte Eier und saftiges Schweinefleisch in Form von Schweinebauch, Hackfleisch und Innereien sind in die reichhaltige Brühe eingebettet und sorgen für eine verführerische Mischung aus Aromen und Texturen. Die gelungene Kombination aus zartem Schweinefleisch, bissfesten Nudeln, knusprig gebratenen Schalotten und Sellerie macht jeden Löffel zum Genuss. Ob als Snack für zwischendurch oder als herzhafte Mahlzeit, hier ist jeder richtig.

    Die Reisnudelsuppe mit Meeresfrüchten, Fischbällchen und Erdnüssen (กว๋ ยเตยี วทะเลตม้ ยาํ มะนาว) ist ein beliebtes traditionelles Gericht, das die verführerische Welt der thailändischen Aromen in einer einzigen Schale einfängt. Die duftende Brühe mit Zitronengras, Galgantwurzel und Kaffernlimettenblättern hat eine sehr aromatische und erfrischende Basis. Die zarten Garnelen, der saftige Tintenfisch und die herzhaften Muscheln, allesamt in der würzigen Brühe pochiert, sorgen mit jedem Löffel für eine Explosion an Frische und Geschmack.

    Diese mit roter Currypaste verfeinerte Suppe hat eine verführerisch rote Farbe. Sie erinnert an die berühmte Laksa aus Malaysia und Singapur und schmeckt vollmundig, würzig und leicht nussig. In der Mitte des schillernden Ensembles befinden sich Fischbällchen, gekochte Eier, Sojasprossen und eine Vielzahl knuspriger Toppings wie geröstete Erdnüsse, frischer Sellerie, gebratene Schalotten und Koriander. Alles zusammen ergibt ein lebhaftes Geschmacksprofil – frisch, erdig und herzhaft mit Kräuter- und Zitrusnoten. Nicht zu vergessen sind die zarten Reisnudeln, die dem Ganzen einen angenehmen Geschmack verleihen.

    In einem früheren Beitrag haben wir bereits Wasserspinat mit Knoblauch kennen gelernt, ein beliebtes Grundnahrungsmittel in China. Heute widmen wir uns der thailändischen Variante “ผัดผักบุ้ง” (Pad Pak Boong), was übersetzt “im Wok gebratener Wasserspinat” bedeutet. Pad Pak Boong mit gehacktem Hühnerfleisch im Phuket Thai Imbiss ist eines meiner persönlichen Lieblingsgerichte. Es vereint alle meine liebsten “comfort foods”: zartes Hühnerfleisch, knackiger Wasserspinat, duftender Reis und ein Hauch Chili für den extra Kick – und ja, das mit dem Chili ist kein Witz!

    Bei diesem Gericht spielt das Gemüse die Hauptrolle und wird durch eine kleine Portion Fleisch ergänzt, um zusätzliche Proteine und einen Hauch von herzhafter Tiefe zu erhalten. Diese Zubereitungsart ist in Asien weit verbreitet. Auch mit Fleisch behält das Gericht seine Leichtigkeit und den erfrischenden Geschmack des Gemüses.

    Pad Pak Boong ist mit Sojasauce und Bohnenpaste gewürzt und hat einen köstlichen Umami-Geschmack, der perfekt zu einer dampfenden Schüssel Reis passt. Es ist ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht, das in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern sehr beliebt ist.

    Der Phuket Thai Imbiss ist ideal für alle, die eine schnelle und bequeme Mahlzeit suchen. Der Service ist in der Regel freundlich und effizient. Das Restaurant bietet außerdem ein einzigartiges und authentisches kulinarisches Erlebnis. Es erinnert an das geschäftige Leben in Thailand: Ein Spaziergang durch die belebten Stände der Einheimischen in Flip-Flops. Rauch wirbelt auf, lebendige Energie und verführerische Düfte kitzeln die Sinne.

  • Knusprig, saftig, unwiderstehlich: Entdecke Korean Fried Chicken in Frankfurt!

    Knusprig, saftig, unwiderstehlich: Entdecke Korean Fried Chicken in Frankfurt!

    Schon mal was von Koreani Fried Chicken gehört? Heute stellen wir dir unser Lieblingsrestaurant für Koreanisches Fried Chicken in Frankfurt vor – Chiking City zwischen Hauptbahnhof und Willy-Brandt-Platz. Aber zuerst möchte ich dir zeigen, was Korean Fried Chicken eigentlich ist und was es von amerikanischem Fastfood unterscheidet?

    Restaurantprofile

    Korean Fried Chicken ist eine beliebte Variante von frittiertem Hühnchen, die in Korea ihren Ursprung hat. Im Gegensatz zum traditionellen amerikanischen Fried Chicken zeichnet es sich durch eine Reihe von Besonderheiten aus:

    • Das Fleisch wird in der Regel zweimal frittiert. Durch das zweimalige Frittieren erhält das Hähnchen eine besonders knusprige Panade, während das Fleisch im Inneren zart und saftig bleibt.
    • Das frittierte Hähnchenfleisch wird oft in verschiedenen Arten von Saucen getaucht oder mit ihnen beträufelt. Diese Soßen verleihen dem Gericht einen zusätzlichen Geschmack und können von mild bis sehr scharf reichen. Sie enthalten Zutaten wie Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und Honig. Beliebt sind auch scharfe Soßen oder Gewürze wie Gochujang, eine süß-scharfe fermentierte Chilipaste, oder Gochugaru, gemahlene Chilischoten.
    • Zusätzlich zu den Soßen werden gerne verschiedene Garnierungen wie gerösteter Sesam, Frühlingszwiebeln, gehackter Knoblauch usw. verwendet.
    • Häufig werden verschiedene Beilagen wie eingelegtes Gemüse, Reis oder Kimchi (koreanisches Nationalgericht aus fermentiertem Gemüse) serviert. Diese Beilagen fügen dem Hähnchenfleisch einen zusätzlichen Geschmack und eine zusätzliche Textur hinzu.

    Die Speisekarte in Chiking City bietet genau diese Vielfalt, die Korean Fried Chicken auszeichnet. Man kann zwischen verschiedenen Saucen und Beilagen wählen. Das Fried Chicken gibt es mit und ohne Knochen. Alternativ können auch Chicken Wings in den entsprechenden Geschmacksrichtungen bestellt werden.

    Im Restaurant Chiking könnt ihr zwischen verschiedenen Portionsgrößen wählen: M für eine halbe Portion oder L für eine große Portion beim “normalen” frittierten Hähnchen und 10 oder 20 Stück bei den Hähnchenflügeln. Unserer Meinung nach reicht die halbe Portion für eine Person völlig aus. Wenn man zu zweit oder in einer Gruppe isst, empfiehlt es sich, verschiedene Sorten zu bestellen, um für Abwechslung zu sorgen. Eine gute Möglichkeit sind die Kombinationen des Hauses: Kombi A, eine halbe Portion ohne Sauce und eine halbe Portion mit einer Sauce nach Wahl oder Kombi B, zwei halbe Portionen mit einer Sauce nach Wahl. Aber genug der Portionen, kommen wir zu dem, was wirklich zählt: dem Geschmack.

    Unsere Empfehlung: Wer kein Problem damit hat, auf den Knochen herumzukauen, sollte mit Knochen bestellen. Denn diese geben dem Fleisch einen volleren Geschmack, da das Mark beim Frittieren austritt. Dadurch wird das Fleisch saftiger und zarter und bietet eine zusätzliche Geschmacksdimension, die gut mit der knusprigen Panade harmoniert.

    Wir haben uns bisher für die folgenden Sorten entschieden:

    Die Basisvariante ist das Golden Fried Chicken ohne zusätzliche Sauce. Ein unverfälschter Geschmack, der die Saftigkeit des Fleisches und die knusprige Kruste hervorragend zur Geltung bringt – der Klassiker. Bestellen wir eigentlich fast immer, denn neben den intensiven und ausdrucksstarken Aromen brauchen wir immer auch etwas Bodenständiges.

    Golden Fried Chicken

    Wer es scharf mag, für den ist Yangnum oder Yangnyeom Chicken genau das Richtige. Hier wird eine süß-scharfe Saucenmischung aus Zutaten wie Gochujang (koreanische Chilipaste), Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und Honig oder Zucker verwendet. Sie wird nach dem Frittieren auf die frittierten Hähnchenstücke gestrichen und verleiht diesen eine aromatische, leicht klebrige Hülle. Anschließend werden sie mit Erdnüssen bestreut, welche für zusätzliche Knusprigkeit und einen erdigen Geschmack sorgen. Man kann zwischen mild, mittelscharf und sehr scharf wählen. Für Liebhaber der scharfen Küche empfiehlt sich die sehr scharfe Variante, während die mittelscharfe Variante auch weniger Geübten ein authentisches koreanisches Esserlebnis bietet.

    Yangnum Chicken Wings

    Das Garlic Soy Chicken hat, wie der Name schon sagt, eine Marinade aus Sojasauce und Knoblauch. Da wir große Knoblauchfans sind, ist diese Variante für uns ein absolutes Muss.

    Wer seine Hauptgerichte gerne mit viel Käse bestreut, für den ist das Snow Cheese Chicken eine Versuchung wert. Leider trocknet das Fleisch durch den Käse etwas aus und verliert an Saftigkeit. Es ist nicht zu vergleichen mit anderen leckeren Hähnchengerichten mit Käse überbacken, wie z.B. Pollo alla Parmigiana oder gefüllte Cordon Bleu. Wir würden es wahrscheinlich nicht noch einmal bestellen. Aber probiert es selbst.

    Mein persönlicher Favorit im Restaurant Chiking ist jedoch das Green Onion Soy Chicken – mit Lauchzwiebeln und Sojasauce. Der salzige Umami-Geschmack der Sojasauce und die frische, leichte Süße der Lauchzwiebeln harmonieren perfekt mit dem knusprigen und saftigen Hühnerfleisch.

    Green Onion Soy Chicken

    Natürlich gibt es im Chiking City auch andere Geschmacksrichtungen und Gerichte (z.B. Hühnermägen). Unserer Erfahrung nach kommt man aber mit einer Kombination aus Fried Chicken sehr gut aus und ist nach diesem reichhaltigen Festmahl satt und zufrieden. Wem das noch nicht reicht oder wer etwas anderes probieren möchte, der hat die Wahl zwischen verschiedenen Beilagen. Zum Beispiel Pommes frites (auch mit Süßkartoffeln), Mozzarellasticks, Zwiebelringe, Rettich, Krausalat und Tteok-bokki. Am interessantesten sind sicherlich die Tteok-bokki. Dabei handelt es sich um ein beliebtes koreanisches Streetfood, das aus Reiskuchen besteht, der zusammen mit anderen Zutaten wie Gemüse, Fisch, Eiern oder Meeresfrüchten in einer scharfen Gochujang-Soße (koreanische Chilipaste) gekocht wird.

    Beilagen: Süßkartoffelpommes

    Noch ein kleiner Tipp: In der koreanischen Küche wird gerne mit süßen und scharfen Geschmacksnuancen experimentiert. So werden zum Beispiel Rettich oder Krautsalat in eine süße Sauce eingelegt, was für den einen oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein kann.