Schlagwort: Meeresfrüchte

Eine Sammlung von Beiträgen zu Gerichten mit Meeresfrüchten.

  • Hausgemachte Nudeln und unvergleichliche Aromen: Die Noodles Bar in Frankfurt

    Hausgemachte Nudeln und unvergleichliche Aromen: Die Noodles Bar in Frankfurt

    Wenn es um die besten chinesischen Nudeln in Frankfurt geht, fällt den meisten sofort The Noodlemaker ein – und das aus gutem Grund. Das Restaurant punktet mit authentischem Geschmack und guter Qualität. Doch auch wenn Frankfurt keine asiatische Metropole ist, mangelt es nicht an tollen und leckeren Alternativen. Heute stellen wir euch ein weiteres gemütliches Nudelparadies vor: die Noodles Bar. Sie hat noch nicht den gleichen Hype wie The Noodlemaker erreicht, und genau das macht sie zu einem echten Geheimtipp.

    Mit hausgemachten Nudeln, kräftigen, aromatischen Brühen, frischen, regionalen Zutaten und authentischen Gewürzen direkt aus China könnte die Noodles Bar schnell zu eurem neuen Lieblings-Nudelrestaurant werden. Werfen wir einen Blick auf einige der besten Gerichte und finden wir heraus, warum diese Adresse ein absolutes Muss ist!

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Noodles Bar
    • Adresse: Fahrgasse 86, 60311 Frankfurt am Main
    • Stil: Chinesische Küche – Hausgemachte Nudeln, Dim Sum
    • Preis: ca. 15 – 25 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Auf der Speisekarte stehen nicht nur Nudeln, sondern auch leckere Wan Tan, Dim Sum und natürlich eine große Auswahl an kalten Vorspeisen und Beilagen. In der chinesischen Küche ist es eine beliebte Tradition, heiße Nudeln mit kalten Vorspeisen (liángcài, 凉菜) zu kombinieren. Diese Kombination schafft ein harmonisches Zusammenspiel von Aromen und Texturen. Sie spiegelt die chinesische Philosophie wider, die ein Gleichgewicht zwischen Yin (kühlend) und Yang (wärmend) in der Ernährung anstrebt. Bevor wir uns den Nudeln zuwenden, wollen wir einen Moment innehalten und einen Blick auf einige der exzellenten liángcài werfen!

    Kǒushuǐ Jī (口水鸡), zu Deutsch „Hühnchen, bei dem einem das Wasser im Mund zusammenläuft“, macht seinem Namen alle Ehre und ist ein wahres Geschmackswunder. Diese ikonische Vorspeise der Sichuan-Küche besteht aus einem zarten, pochierten Hühnerschenkel, der perfekt gekühlt und in einer leuchtend roten Sauce mariniert wird. Das unglaublich saftige Fleisch harmoniert perfekt mit der kräftigen, feurig scharfen Sauce.

    Die Sauce selbst ist ein kleines Meisterwerk: Sie kombiniert die betäubende Schärfe der Sichuan-Pfefferkörner mit feurigem Chiliöl, abgerundet mit Knoblauch, Sojasauce und einem Schuss Essig. Das Ergebnis ist eine perfekte Mischung aus Schärfe, Säure und herzhaften Aromen. Geröstete Sesamsamen und gehackte Erdnüsse sorgen für eine nussige Note und einen angenehmen Crunch, während frischer Koriander jeden Bissen frisch und lebendig macht. Mit seiner unwiderstehlichen Mischung aus Málà (betäubend und scharf), Xiān (herzhaft und aromatisch) und einer dezenten Süße ist Kǒushuǐ Ji die ideale Vorspeise, um die Geschmacksknospen in Schwung zu bringen.

    Málà Yāshé (麻辣鸭舌), zu Deutsch betäubend scharfe Entenzungen, ist eine köstliche kalte Delikatesse, die sich hervorragend für einen entspannten Snack mit Freunden eignet. Das Gericht macht neugierig und beim gemeinsamen Probieren kommt schnell eine lockere, gesellige Atmosphäre auf. Die zarten, elastischen Entenzungen werden in einer aromatischen Lǔwèi-Brühe (卤味) geschmort – einer schmackhaften Mischung aus Sojasoße, Essig, Sternanis, Kandiszucker und anderen Gewürzen. Das Ergebnis ist ein tiefes, reiches Aroma mit einer ausgewogenen Umami-Note und einer angenehmen Säure, abgerundet durch den warmen, lakritzartigen Geschmack des Sternanis und die leichte Süße des Kandiszuckers.

    Die betäubenden Sichuan-Pfefferkörner und das feurige Chiliöl verleihen den Entenzungen eine süchtig machende, prickelnde Schärfe. Sie sind bissfest und zart zugleich, und es zumindest mir macht es richtig Spaß, an den kleinen Knochen herumzuknabbern. Mit frischem Koriander und getrockneten Chilischoten garniert und kalt serviert, ist dieses Gericht ein erfrischender Leckerbissen mit einer spannenden Kombination Geschmackskombination. Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber für Liebhaber ungewöhnlicher und kräftiger Aromen auf jeden Fall einen Versuch wert!

    Zwei vor allem im Sommer beliebte Gerichte sind Yánshuǐ Máodòu (盐水毛豆), also gesalzene Edamame, und Suān Là Tǔdòu Sī (酸辣土豆丝), scharf-saure Kartoffelstreifen. Beide Gerichte sind vegetarisch und ideal für warme, sonnige Tage.

    Gesalzene Edamame sind ein einfacher, aber leckerer Snack, den fast jeder mag. Die jungen Sojabohnen werden in leicht gesalzenem Wasser gekocht und schmecken herrlich knackig und frisch. Das Salz unterstreicht den natürlichen, leicht nussigen Geschmack der Edamame und macht jede Schote zu einem echten Leckerbissen.

    Für die Suān Là Tǔdòu Sī (scharf-saure Kartoffelstreifen) werden Kartoffeln und Möhren zunächst in dünne Scheiben geschnitten, dann mit frischem Koriander verfeinert und mit einem würzigen Dressing aus Essig, Chiliöl und etwas Knoblauch vermischt. Die knackige Textur der Kartoffelstreifen und die harmonische Mischung aus säuerlichen, pikanten und herzhaften Aromen sorgen für einen erfrischenden Crunch.

    Kommen wir nun zu dem, was die Noodles Bar ausmacht – natürlich die Nudeln! Jede Nudelsorte, perfekt kombiniert mit einer speziellen Brühe oder Sauce, verspricht ein einzigartiges Geschmackserlebnis. Wir freuen uns darauf, euch unsere Lieblingsgerichte vorzustellen!

    Den Anfang machen die Dandan-Nudeln (chinesisch: 四川担担面), eine Spezialität aus Zigong in Sichuan, die zu den zehn besten Nudelgerichten Chinas zählt. Der Name leitet sich von der traditionellen Art des Verkaufs ab: Früher trugen die Straßenverkäufer die Nudeln auf ihren Schultern (chinesisch: 担担, dandan). Dieses Gericht hat eine lange Geschichte, die bis ins Jahr 1841 zurückreicht.

    Die Sauce ist eine Mischung aus scharfem Chiliöl, würzigem Hackfleisch, intensivem Sichuanpfeffer und Knoblauch, verfeinert mit Pak Choi, zerdrückten Erdnüssen, Sesam, seidigen Shimeji-Pilzen und pikant eingelegtem Yibin-Gemüse. Das Ganze umhüllt die dünnen, glatten Nudeln und sorgt für einen herzhaft-pikanten bis scharfen Geschmack mit leicht säuerlicher Note. Einfach die Nudeln mit dem knusprig-aromatischen Schweinefleisch und der leicht säuerlich-würzigen Brühe mischen, kräftig zubeißen – und schon wird man mit einem intensiven, lang anhaltenden Umami-Erlebnis belohnt.

    Má là Niúròu Miàn (麻辣牛肉面) oder betäubend scharfe Rindfleischnudeln sind voller Geschmack und gewagter Aromen. In einer kräftigen, würzigen Brühe mit Sichuanpfeffer und Chiliöl angereichert, entsteht das unverwechselbare, feurige und leicht betäubende Málà-Gefühl (wie schon bei den kalten Vorspeisen und den Dandan-Nudeln, die wir vorgestellt haben. Aber keine Angst, in der Noodles Bar gibt es nicht nur Mala 😉).

    Die Nudeln sind mit zarten, würzigen Rindfleischscheiben belegt, die dem Gericht eine tiefe, herzhafte Note verleihen. Dazu gibt es frischen Pak Choi, erdige Shimeji-Pilze, frische Frühlingszwiebeln, Koriander und etwas Sesam. Die pfeffrige Brühe und das aromatische Chiliöl, die in die Nudeln, das Gemüse und das zarte Fleisch einziehen, intensivieren den Umami-Geschmack.

    Sichuan Gān Zá Miàn (四川干杂面), zu Deutsch warmer Nudelsalat, ist ebenfalls ein schmackhaftes und appetitanregendes Gericht. Die dünnen, elastischen Nudeln werden “trocken”, also ohne Brühe, serviert und großzügig mit aromatischem Chiliöl beträufelt. Darauf kommen Hackfleisch, frische Frühlingszwiebeln, knusprige Erdnüsse, Sesamsamen, getrocknete Chilischoten und knackige Sprossen.

    Das Chiliöl haftet an den Nudeln und verleiht ihnen einen feurig-scharfen Kick, der belebt und einfach süchtig macht. Wenn man gut vermischt, entfaltet sich ein vollmundiger, nussiger, scharfer und frischer Geschmack – und die elastischen Nudeln geben ein tolles Mundgefühl!

    Das Hackfleisch ist unglaublich aromatisch dank einer Marinade aus kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln, Ingwer, Doubanjiang (fermentierte Bohnenpaste), Sojasauce, süßer Bohnensauce und Pfeffer. Diese Kombination verleiht dem Fleisch einen tiefen, herzhaften Umami-Geschmack mit einer feinen Süße und einer dezenten Schärfe. Das Fleisch entwickelt ein duftendes Aroma und karamellisiert, was perfekt zu den mit Chiliöl umhüllten Nudeln passt.

    Die Tomaten-Rindfleisch-Nudelsuppe, auf Chinesisch Fānqié Niúròu Miàn (番茄牛肉面) genannt, ist ein echtes Seelenfutter. Zarte Rindfleischscheiben werden langsam in einer reichhaltigen, leicht säuerlichen Tomatenbrühe gekocht, die vor Geschmack nur so strotzt.

    Die Nudeln schwimmen in der samtigen Tomatensuppe und werden von frischen Sojabohnen, knackigem Pak Choi, erdigen Shimeji-Pilzen, Frühlingszwiebeln und etwas Koriander abgerundet. Das fruchtige, leicht süßliche Aroma der Tomaten mit einer angenehmen, erfrischenden Säure durchzieht die Suppe und harmoniert perfekt mit dem herzhaften Geschmack des Rindfleischs.

    Das Fleisch ist perfekt gegart und zergeht förmlich auf der Zunge. Es verleiht der Suppe Tiefe und Umami. Koriander, Frühlingszwiebeln und süßsaure Tomaten intensivieren den Geschmack und sorgen für ein erfrischendes und wohltuendes Geschmackserlebnis. Wer Lust auf ein mildes Gericht mit schmackhaften und natürlichen Aromen hat, für den ist diese Suppe genau das Richtige!

    Das waren einige unserer Lieblingsgerichte in der Noodles Bar, aber wir möchten euch noch zwei weitere Hauptgerichte empfehlen, die für Abwechslung sorgen. Auch wenn wir sie selbst nicht so oft bestellen, sind sie auf jeden Fall einen Versuch wert.

    Eines davon ist Dōngyīn Gōng Tāng Miàn (冬阴功汤面), auch bekannt als Tom Yum Nudelsuppe, eine chinesische Interpretation des klassischen thailändischen Gerichts. In der Noodles Bar werden die Nudeln mit frischen Sojabohnen, mild-süßen Shimeji-Pilzen, saftigen Garnelen, zartem Fisch-Tofu, Surimi (eine verarbeitete Fischpaste aus püriertem weißem Fisch, z.B. Seelachs), Garnelen- und Tintenfischbällchen kombiniert. Eine köstliche Vielfalt an Meeresfrüchten mit frischem Koriander und knackigen Bohnensprossen. Im Gegensatz zum traditionellen, scharfen Tom Yum ist die Suppe in der Noodles Bar durch die Kokosmilch leicht süßlich und eher mild. Ein wohltuendes, umamireiches Erlebnis.

    Hóngyóu Chāoshǒu (红油抄手), mit Schweinefleisch gefüllte Wantons in scharfer Brühe, stammen ursprünglich aus Sichuan, sind aber in ganz China beliebt. Die zarten, mit saftigem Schweinefleisch gefüllten Wantons werden in dünne, leichte Teigtaschen gewickelt und mit frischem Pak Choi, Sesamkörnern und Frühlingszwiebeln garniert.

    Das Besondere an diesem Gericht ist die würzige Brühe, die mit Knoblauch, Sojasauce und einem Schuss Essig abgeschmeckt ist. Sie bietet die perfekte Balance zwischen Schärfe und Säure. In der Noodles Bar wird die traditionelle Schärfe der Sichuan-Küche etwas abgemildert, während das tiefe Aroma der Rinderbrühe in den Vordergrund tritt. Scharf, aber nicht zu scharf, gehaltvoll, aber nicht schwer im Magen, ist dieses Gericht ideal für alle, die sich zum ersten Mal mit der Sichuan-Küche vertraut machen wollen.

    Bevor wir zum Schluss kommen, möchten wir noch zwei hausgemachte Getränke aus der Noodles Bar empfehlen. Beide Drinks sind herrlich erfrischend und haben genau die richtige Portion natürlicher Süße.

    Der Rose Lychee Black Tea überzeugt durch die zarten blumigen Noten der Rosenblüten und die feine Süße der Lychee, die perfekt mit dem kräftigen Aroma des Schwarztees harmoniert. Ein duftendes Getränk mit herrlich blumigen und fruchtigen Untertönen.

    Der Peach Oolong Tea ist eine wunderbare Mischung aus mildem, aromatischem Oolong-Tee und der saftigen Süße reifer Pfirsiche. Die geröstete, erdige Basis des Oolong harmoniert perfekt mit dem frischen, fruchtigen Pfirsichgeschmack und sorgt so für einen leichten, spritzigen und natürlich süßen Genuss.

    Die Noodles Bar ist klein, aber immer gut besucht. Die Gäste kommen wegen der preiswerten und schmackhaften Nudeln und der großen Auswahl an Beilagen. Hier werden frische Zutaten, hausgemachte Nudeln und aromatische Brühen verwendet, die nicht nur lecker, sondern auch nahrhaft sind. Die Speisekarte mag einfach erscheinen, aber jedes Gericht ist ein Meisterwerk: reichhaltig und authentisch, mit charakteristischen Nudelrezepten aus verschiedenen Regionen. Die herzliche Gastfreundschaft der Besitzer und der schnelle Service sind ein weiterer Pluspunkt. Kein Wunder, dass die Noodles Bar eine treue Fangemeinde hat!

  • Late Night Wonders: Authentische chinesische Snack-Kultur in Frankfurt

    Late Night Wonders: Authentische chinesische Snack-Kultur in Frankfurt

    In China hat das Konzept des “Mitternachtsimbisses” oder der „Mitternachtsküche“ – auf Chinesisch 夜宵 (Yèxiāo) – eine jahrhundertealte Tradition und ist tief in der chinesischen Kultur verwurzelt. Dieses Konzept umfasst eine Vielzahl von Gerichten und Snacks, die für ihre Vielfalt und ihren Aromenreichtum bekannt sind und typischerweise an Straßenständen, auf Nachtmärkten und in speziellen Nachtlokalen angeboten werden. Das Língdiǎn Chuàn Ba (“零点串吧” – übersetzt: „Mitternachts-Spieß-Bar” oder “Mitternachts-Spieß-Grill”), fünf Minuten vom Frankfurter Hauptbahnhof entfernt, knüpft an diese Tradition an und bietet bis spät in die Nacht bzw. bis in die frühen Morgenstunden saftige Grillspieße (串, chuàn), herzhafte Nudelsuppen (面条, miàntiáo), leckere Teigtaschen (饺子, jiǎozi) und vieles mehr an.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: 零点串吧 (Língdiǎn Chuàn Ba)
    • Adresse: Münchener Str. 46, 60329 Frankfurt am Main
    • Stil: Chinesische Küche – Street Food, Barbecue
    • Preis: ca. 15 – 25 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Bereits während der Tang-Dynastie (618-907) erlebten die chinesischen Städte einen Aufschwung und es entstanden lebhafte Märkte, die rund um die Uhr eine Vielzahl von Waren und Speisen anboten. Diese Tradition entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte weiter und erreichte in der Song-Dynastie (960-1279) sowie in der Ming- und Qing-Dynastie (1368-1912) einen neuen Höhepunkt. Heute ist die Kultur des Mitternachtsimbisses lebendiger denn je, und Metropolen wie Peking, Shanghai, Chengdu und Wuhan sind für ihre vielfältigen und lebhaften Nachtmärkte im ganzen Land bekannt.

    Doch warum ist dieses Konzept auch heute noch so beliebt? In der chinesischen Kultur ist Essen oft ein gesellschaftliches Ereignis. Bars und Stände, die bis spät in die Nacht geöffnet sind, bieten eine wunderbare Gelegenheit, wertvolle Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Gerade in den pulsierenden Städten, wo das Leben oft hektisch ist, sind diese Orte eine willkommene Oase der Entspannung und Geselligkeit. Viele Berufstätige, Jugendliche und Studenten suchen nach einem langen Arbeitstag, einem intensiven Studium oder einer durchfeierten Nacht Orte, an denen sie sich stärken und zur Ruhe kommen können.

    Kommen wir endlich zu dem, was wirklich zählt: dem Essen!

    Beim chinesischen Streetfood dürfen natürlich die obligatorischen Grillspieße nicht fehlen. Hier gibt es im Lingdian Chuanba eine riesige Auswahl: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse und vieles mehr. Aus der Speisekarte kann man sich nach Herzenslust bedienen, wir haben inzwischen schon viele verschiedene Spieße ausprobiert. Lammspieße, Rindfleischspieße, Hühnerflügel scharf und mit Knoblauch, Lammnierchen, Rindersehne, Hühnermagen, Schweinebauch, gegrillter Oktopus, Kräuterseitling, Tofu, chinesischer Schnittlauch, Paprika und vielleicht habe ich sogar das eine oder andere vergessen…

    Jeder Spieß zeichnet sich durch eine knusprige Außenhaut und eine wunderbar zarte Textur aus. Verfeinert mit Kreuzkümmel, Chili, Knoblauch und anderen Gewürzen erhalten sie einen herzhaft würzigen, oft leicht rauchigen Geschmack. Dabei behält jeder Spieß seinen eigenen Charakter: aromatisches Lammfleisch mit hohem Fettgehalt, saftige Hühnerflügel, nussige und erdige Pilze mit fleischiger Textur, kräftige Lammniere, zähe, fast knorpelige Rindersehne, salzige Meeresfrüchte sowie milder, weicher Tofu und eine Palette von Gemüsesorten von süß bis bitter. Neben den Spießen finden sich auch BBQ-klassiker wie Jakobsmuscheln oder Austern, die durch ihren rauchigen, intensiven und würzigen Geschmack und ihre bissfeste Textur überzeugen. In einem früheren Blogeintrag haben wir bereits über einen Nachtmarkt in Wuhan berichtet, auf dem Austern auf chinesische Art zubereitet werden.

    Wer mehr Kohlenhydrate möchte, vor allem für den großen Hunger, kann eines der vielen Nudelgerichte bestellen. Auch hier gibt es eine große Auswahl – Reisnudeln, Glasnudeln und Eiernudeln mit oder ohne Suppe und mit verschiedenen Zutaten wie Hackfleisch, Rindfleisch, Pilzen, Pak Choi, Bohnen und vielem mehr. Jede Schüssel wird mit einem halben gekochten Ei, Koriander, Frühlingszwiebeln und eingelegtem Rettich in vier separaten Schälchen serviert.

    Ich bin ein großer Fan der Nudelsuppe mit geschmortem Rindfleisch (红烧牛肉 (Hóngshāo Niúròu). Das Rindfleisch wird bei niedriger Temperatur in einer pikanten Soße aus Soja, Zucker, Reiswein, Ingwer, Knoblauch und verschiedenen Gewürzen langsam geschmort. Das Fleisch ist wunderbar saftig und zart, der Pak Choi knackig, die Eiernudeln reichhaltig und leicht buttrig, die Suppe herzhaft, umami und durch die Zugabe von etwas Chiliöl (das bleibt natürlich jedem selbst überlassen) schön scharf. Der bei der Zubereitung verwendete Zucker verleiht dem Gericht eine dezente Süße, die gut mit den herzhaften Aromen harmoniert.

    Das Ei gebe ich in die Suppe und verrühre es ein wenig. Es bildet einen milden, cremigen Kontrast und gleicht die intensiven Aromen des Rindfleischs und der Brühe angenehm aus. Außerdem garniere ich das Ganze mit Koriander und Frühlingszwiebeln, damit es schön frisch schmeckt. Ab und zu nehme ich einen Bissen vom eingelegten Rettich, um die Geschmacksnerven zu “neutralisieren” (vergleichbar mit eingelegtem Ingwer oder Gari beim Sushi) und die verschiedenen Aromen der Nudeln, der Grillspieße und eventuell anderer Gerichte besser wahrnehmen zu können.

    Empfehlenswert und authentisch sind auch die Nudelsuppe mit Hackfleisch und eingelegten Bohnen sowie Suan La Fen (Glasnudeln mit Schweinefleisch in sauer-scharfer Suppe).

    Suān Là Fěn (酸辣粉), ein Gericht der Sichuan-Küche, bedeutet wörtlich übersetzt „sauer-scharfe Nudeln” – eine treffende Beschreibung für diese Spezialität. Die Basis bilden glatte, elastische Glasnudeln, die häufig aus Süßkartoffelstärke hergestellt werden. Sie werden in einer aromatischen Brühe serviert, die sich durch eine harmonische Mischung aus sauren, scharfen und leicht süßlichen Aromen auszeichnet – typisch für die Sichuan-Küche. Der tiefe, komplexe Geschmack des chinesischen schwarzen Essigs sorgt für die Säure, Chiliöl und scharfer Sichuanpfeffer für die Schärfe, Knoblauch, Sojasauce, Zwiebeln und Koriander für eine süße und frische Note. Dazu wird Schweinehackfleisch serviert, das als herzhafte und umamireiche Komponente den Geschmack perfekt abrundet.

    Nudelsuppe mit Hackfleisch und eingelegten Bohnen, auch bekannt als 酸豆角肉沫面 (Suān Dòu Jiǎo Ròu Mò Miàn), ist ein aromatisches Gericht aus der Provinz Sichuan, die für ihre scharfe Küche bekannt ist. Die Hauptzutaten sind fermentierte, sauer eingelegte grüne Bohnen (酸豆角) und scharf angebratenes Schweinehackfleisch (肉沫), das mit Knoblauch, Ingwer und Chilipaste verfeinert wird. Die dicken, zähen Weizennudeln nehmen die kräftigen Aromen der Sauce hervorragend auf und bieten eine ideale Grundlage für die kräftige Schärfe der Sichuan-Chilipaste, die erfrischende Säure der eingelegten Bohnen und den tiefen Umami-Geschmack des Hackfleisches.

    Wenn du Lust auf ein Nudelgericht ohne Brühe hast, dann sind Zhajiangmian genau das Richtige für dich. Dieses aromatische chinesische Gericht besteht aus Nudeln mit gebratenem Hackfleisch, verfeinert mit dem kräftigen Umami-Geschmack von dunklem Doubanjiang, einer reichhaltigen fermentierten Bohnenpaste.

    Die hauchdünn geschnittenen Möhren und Gurken sind schön knackig und passen perfekt zur herzhaften Sauce. Frischer Koriander und Frühlingszwiebeln geben dem Ganzen eine leckere Note, eingelegter Rettich sorgt für einen interessanten säuerlich-würzigen Kontrast, der die Aromen wunderbar ausbalanciert. Ein halbes hartgekochtes Ei sorgt für eine cremige Note, wenn das Eigelb unter die Nudeln gerührt wird.

    Darüber hinaus gibt es im Lingdian Chuanba weitere BBQ-Spezialitäten – auf der Speisekarte fallen sofort die verschiedenen Gerichte in einem Aluminiumbehälter ins Auge. Doch was hat es damit auf sich? In der chinesischen Küche ist das Grillen in Alufolie eine gängige Methode, um den Geschmack und die Saftigkeit der Zutaten durch schonendes und gleichmäßiges Garen zu erhalten. Diese Technik intensiviert die Aromen und eignet sich besonders für Gerichte, die schnell und unkompliziert zubereitet werden sollen. Einige dieser Köstlichkeiten möchte ich euch hier vorstellen.

    In Alufolie gegrillter Chinakohl, chinesisch 锡纸娃娃菜 (Xīzhī Wáwá Cài), besticht durch seine zarte Textur und seinen mild-süßlichen Geschmack. Die kleinen Kohlköpfe behalten ihre natürliche Frische und werden mit Gewürzen wie Knoblauch, Chili, Frühlingszwiebeln und Sojasauce verfeinert, um dem Gericht zusätzliche Geschmackstiefe zu verleihen.

    Die in Alufolie gegrillten Enoki-Pilze, chinesisch 锡纸金针菇 (Xīzhǐ Jīnzhēnɡū), zeichnen sich durch ihren milden, leicht süßlichen Geschmack und ihre knackige Textur aus. Zusammen mit Gewürzen wie Knoblauch, Chili und Frühlingszwiebeln entsteht ein aromatisches und saftiges Gericht, das eine köstliche Mischung aus herzhaften, würzigen und umami Aromen bietet.

    Der in Alufolie gegrillte Tofu, chinesisch 锡纸麻辣豆腐 (Xīzhǐ Málà Dòufu), entfaltet seinen intensiven Geschmack in einer scharfen Sauce aus Sichuanpfefferkörnern, Chili, Knoblauch, Ingwer, Sojasauce und anderen Gewürzen. Das Ergebnis ist eine komplexe Mischung aus Schärfe, Umami, leichter Süße und zartem Tofu. Das Ganze wird mit frischem Koriander garniert, der eine erfrischende Note hinzufügt und das Gericht harmonisch abrundet.

    Wer danach immer noch Hunger hat, kann sich eine Portion chinesische Teigtaschen, sogenannte Jiaozi (饺子), bestellen, die in keinem chinesischen Streetfood-Restaurant fehlen dürfen. Im Lingdian Chuan Ba gibt es zwar nicht die besten der Stadt, aber sie schmecken trotzdem sehr gut. Wenn ihr chinesische Teigtaschen mögt, dann schaut euch diesen Beitrag an.

    Für Feinschmecker, die etwas Neues ausprobieren möchten, sind gegrillte Schweinsfüße, chinesisch 烤猪蹄 (Kǎo Zhūtí), – eine beliebte Delikatesse in China – genau das Richtige. Sie werden zuerst mariniert und dann gegrillt oder gebraten. Die Marinade besteht aus einer Mischung verschiedener Gewürze und Zutaten wie Sojasauce, Knoblauch, Ingwer, Sternanis und Sichuanpfeffer, die für einen intensiven, scharfen und leicht süßlichen Geschmack sorgen.

    Der Geschmack der Schweinsfüße ist herzhaft und würzig, mit knuspriger Haut und zartem, saftigem Fleisch. Die Textur reicht von knusprig bis teilweise gelatinös, was dem Gericht eine besondere Tiefe und einen zusätzlichen Reiz verleiht. Die Gewürze verleihen dem Gericht eine gewisse Komplexität und machen es zu einem einzigartigen kulinarischen Erlebnis.

    Die Tradition des chinesischen Mitternachtsimbisses lebt nicht nur auf den Nightmarkets in China, sondern auch mitten in Frankfurt. Das Língdiǎn Chuàn Ba bringt ein Stück dieser lebendigen Kultur und Geschmacksvielfalt in die deutsche Metropole und bietet hungrigen Nachtschwärmern eine beeindruckende Auswahl an authentischen Gerichten. Ob knusprige Grillspieße oder herzhafte Nudelsuppen – hier findet jeder etwas, das den späten Hunger stillt und gleichzeitig ein Stück chinesische Lebensart vermittelt.

  • Geheime Speisekarte enthüllt: Reichhaltige vietnamesische Küche im Thuy’s

    Geheime Speisekarte enthüllt: Reichhaltige vietnamesische Küche im Thuy’s

    Heute entführen wir euch in ein gemütliches authentisches vietnamesisches Restaurant, das sich im ruhigen Stadtteil Sendling in München versteckt. Das charmante Lokal besticht durch seine traditionelle vietnamesische und südostasiatische Dekoration und versprüht einen natürlichen, rustikalen Charme. Das gemütliche Ambiente lädt zum Verweilen ein, egal ob man drinnen speist oder draußen im Schatten der hohen Eichen die Sommerbrise genießt.

    Das gemütliche Restaurant bietet einen Einblick in die reiche kulinarische Szene Vietnams mit seinen aromatischen Kräutern, raffinierten Brühen und verführerischen Snacks. Die Speisekarte bietet eine große Auswahl an klassischen vietnamesischen und thailändischen Reis- und Nudelgerichten. Für echte Feinschmecker gibt es jedoch ein besonderes Highlight: die „geheime“ Speisekarte, die auf Anfrage erhältlich ist. Hinter dem Namen „Hôm Nay“ (vietnamesisch für „Heute Spezial“) verbirgt sich eine exklusive Auswahl authentischer Gerichte, die vor allem bei den Vietnamesen bzw. Asiaten in München sehr beliebt ist. Wer den authentischen Geschmack Vietnams sucht, wird hier auf jeden Fall fündig.

    Restaurantprofil

    Banh Xeo Chay Hay Man oder „Knusprige vietnamesische Pfannkuchen“ werden aus einem Teig aus Reismehl, Wasser und Kurkuma hergestellt, der ihnen ihre charakteristische gelbe Farbe verleiht. Durch den hohen Wasseranteil im Teig und das schnelle Braten in einer heißen, gut geölten Pfanne wird der Pfannkuchen gleichmäßig gebacken und erhält eine dünne, knusprige Konsistenz.

    Der außen goldbraun und leicht knusprig gebratene Pfannkuchen verbirgt eine leckere Füllung aus Garnelen, Schweinefleisch, Sojasprossen und Reisnudeln. Knusprig, zart und erfrischend zugleich. Dazu eine Auswahl frischer Kräuter wie Minze, Thai-Basilikum, Fischminze (rau diep ca) und vietnamesischer Koriander (rau ram), abgerundet mit der pikanten Nuoc-Cham-Dip-Sauce. Jeder Bissen eine Geschmacksexplosion.

    Wenn die Kräuter in die Pfannkuchen eingerollt werden, entfalten sich die erfrischende Wirkung der Minze, die anisartige Würze des Thai-Basilikums, das fischig-erdige Aroma der Fischminze und die pfeffrig-zitronige Note des vietnamesischen Korianders. Diese Kräutermischung verleiht jedem Bissen geschmackliche Tiefe und Komplexität. Diese Kräutermischung macht jeden Bissen zu einem Geschmackserlebnis. Wenn die Pfannkuchen in Nuoc Cham getunkt und mit geriebenen Karotten, Daikon-Rettich und Chili verfeinert werden, entsteht eine süß-säuerlich-scharfe Geschmackskombination, die perfekt mit dem herzhaft-kräuterigen Pfannkuchen harmoniert.

    Bánh Canh Cua (Từ Nhà Làm, dt.: hausgemacht) ist ein herzhaftes vietnamesisches Gericht aus dicken, zylindrischen Reisnudeln – ähnlich den japanischen Udon-Nudeln – in einer kräftigen, aromatischen Brühe. Besonders hervorzuheben sind die vier großen Krabbenscheren (Càng Ghẹ Cua) und das zarte Krabbenfleisch, das mit frischem Koriander, Frühlingszwiebeln und einem Hauch Pfeffer garniert wird.

    Die kräftige, leicht eingedickte Brühe entsteht durch das Kochen von Schweineknochen und Krabbenschalen. Etwas Fischsauce bringt den Umami-Geschmack voll zur Geltung. Krabbenfleisch und Wachteleier verleihen dem Gericht eine cremige Konsistenz und einen reichen, tiefen Meeresgeschmack. Die dicken Reisnudeln bleiben auch nach längerem Kochen in der Brühe schön bissfest und bieten ein angenehmes Kaugefühl.

    Das zarte, süß-salzige Krabbenfleisch zergeht förmlich auf der Zunge, während das Fleisch der Krabbenscheren besonders saftig, prall und elastisch ist. Letzteres besticht durch seine feste Konsistenz und seinen intensiven, frischen Geschmack. Die Scheren sind bereits vorab geöffnet, um das Fleisch leichter herauszubekommen, aber selbst dann kann es ziemlich „messy” werden – also lieber ein paar Servietten mehr bereithalten!

    Bún Bò Huế Đặc Biệt ist eine besonders gelungene Interpretation der klassischen vietnamesischen Nudelsuppe aus der alten Stadt Huế in Zentralvietnam. Das Gericht ist bekannt für seine kräftige, würzige Brühe und seine vielfältigen Aromen.

    Die Brühe, die aus Rinder- und Schweineknochen mit Zitronengras gekocht und mit Chiliöl verfeinert wird, besticht durch ihren aromatischen, leicht scharfen Geschmack und ihre leuchtend rote Farbe. Die im Gegensatz zu den flachen Pho-Nudeln dickeren, runden Nudeln sind fest und elastisch und bieten ein besonders angenehmes Kaugefühl.

    Das Besondere an Bún Bò Huế Đặc Biệt ist die Vielfalt der verschiedenen Fleischsorten, die der Brühe eine umamireiche Tiefe und einen herzhaften Duft verleihen.

    Rindshaxe verleiht der Suppe einen tiefen, kräftigen Geschmack, während Ochsenschwanz eine feine Süße und einen intensiven Rindfleischgeschmack beisteuert und so zart gegart wird, dass er fast vom Knochen fällt. Schweinshaxe bringt trotz ihres milden und delikaten Geschmacks wertvolles Kollagen und Mark in die Brühe, und die gallertartige Haut und das Knorpelgewebe machen die Brühe besonders samtig. Zudem sorgen Schweineblutwürfel für zusätzliche Cremigkeit.

    Garniert wird die Suppe mit Zwiebeln und Schalotten sowie luftig gebratenen Tofuwürfeln, die die Brühe hervorragend aufnehmen und ein angenehmes Aroma verströmen. Frische Kräuter, Gemüse und eine Zitronenscheibe werden separat gereicht, so dass die Suppe nach Belieben verfeinert werden kann.

    Wenn von vietnamesischer Küche die Rede ist, denkt man oft an die leichteren, weniger intensiven Gerichte aus dem Norden Vietnams wie Pho oder Bun Thang. Diese zeichnen sich durch eine klare, aromatische Brühe und leichte, subtil gewürzte Zutaten aus. Während die nordvietnamesischen Gerichte eher mild sind, ist die Küche in Zentral- und Südvietnam für ihre intensiven, kräftigen und manchmal auch scharfen Aromen bekannt. Bún Bò Huế und Bánh Canh Cua sind hervorragende Beispiele für diese Vielfalt und zeigen die herzhafte, würzige und intensive Seite der vietnamesischen Küche.

    Das Personal im Thuy ist unglaublich freundlich. Als sie merkten, dass ich Chinesin bin, brachten sie mir freundlicherweise eine chinesische Übersetzung der “geheimen” Speisekarte. Sie erklärten mir, dass viele chinesische Gäste vor allem wegen der original vietnamesischen Gerichte hier sind. Deshalb haben sie sich die Mühe gemacht, eine chinesische Übersetzung anzufertigen. Die handgeschriebene chinesische Speisekarte hat mich sehr beeindruckt und zeigt, wie gastfreundlich die Vietnamesen sind. Mir wurde klar, dass es beim Essen nicht nur auf den Geschmack ankommt, sondern auch auf menschliche Wärme und Aufmerksamkeit. Vielleicht ist das der Grund, warum die vietnamesische Küche mit ihrer Aromenvielfalt und herzlichen Gastfreundschaft Feinschmecker aus aller Welt anzieht.

  • Sanku-Maotsai: Entdecke die feurige Seele Sichuans im Herzen Frankfurts!

    Sanku-Maotsai: Entdecke die feurige Seele Sichuans im Herzen Frankfurts!

    Anders als der Name vermuten lässt, geht es im Restaurant Sanku-Maotsai, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof in Frankfurt entfernt, nicht um Maotai oder Moutai – eine Art Baijiu, ein traditioneller chinesischer Schnaps oder Likör. Der Name bezieht sich vielmehr auf ein beliebtes authentisches chinesisches Gericht namens Maocai (冒菜) aus der Provinz Sichuan, die für ihre würzige und aromatische Küche bekannt ist.

    Restaurant Profile

    Alle Gewürze werden direkt aus Sichuan importiert und sorgen für ein authentisches Geschmackserlebnis. Achten sollte man auch auf die immer wieder stattfindenden Rabattaktionen und Gratisbeilagen (wie z.B. Hühnerfüße zum Probieren – vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ein außergewöhnliches Erlebnis😊).

    Auch Vegetarier kommen im Sanku-Maotsai auf ihre Kosten, denn es gibt eine große Auswahl an Gemüse, Pilzen, Tofu und Nudeln etc.

    Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Gericht? Beim Maocai werden verschiedene Zutaten wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Tofu und Gemüse ähnlich wie beim berühmten Hotpot oder Malatang in einer würzigen Brühe gekocht oder trocken angebraten.

    Drei Begriffe, drei Gerichte und die Verwirrung ist perfekt: Hot Pot, Malatang und Maocai. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Hier eine kurze Erklärung:

    • Hotpot (einige gute Hotpot Restaurants in Frankfurt sind z.B. das Liuyishou oder Sen mit einer vietnamesischen Version) ist ein interaktives Erlebnis, bei dem frische, vorher ausgewählte Zutaten gemeinsam in einem großen Topf zubereitet werden – einer der absoluten Klassiker der chinesischen Küche.
    • Malatang (wer mehr über Malatang erfahren möchte, findet hier ein Restaurant in Frankfurt) und Maocai unterscheiden sich vom Hot Pot vor allem dadurch, dass die Zutaten nicht gemeinsam am Tisch in einer Brühe gekocht werden, sondern bereits in der Küche zubereitet und dann fertig serviert werden.
    • Beim Maocai gehen die Unterschiede aber noch etwas weiter, z.B. werden für die Brühen andere Gewürze und teilweise auch chinesische Heilkräuter verwendet und es gibt eine „trockene“ Variante.

    Zu diesem Restaurant möchten wir vor allem das trockenen Maocai (香辣干拌) vorstellen, bei dem die Zutaten zunächst kurz blanchiert und dann in einer Pfanne zusammen mit erhitztem Öl, getrockneten Chilis, Sichuanpfefferkörnern, Knoblauch und Ingwer scharf angebraten werden. Sojasauce, Reiswein und etwas Zucker runden das Gericht ab.

    Alles wird gut verrührt und kurz geköchelt, bis sich die Aromen voll entfaltet haben und die Zutaten perfekt gegart sind.

    Trockenes Maocai wird heiß serviert und zeichnet sich durch seine ausgeprägte Schärfe und das charakteristische, leicht betäubende „Mala”-Gefühl auf der Zunge aus, das durch Chilischoten und Sichuanpfeffer hervorgerufen wird. Hinzu kommt ein tiefes, herzhaft-würziges Umami-Aroma, das durch Fleisch, Sojasauce und andere geschmacksverstärkende Zutaten entsteht.

    Durch das Garen in der Brühe werden die Zutaten zart, saftig und aromatisch. Trockenes Maocai hingegen bewahrt die ursprüngliche Textur der Zutaten: Gemüse bleibt knackig und Fleisch oder Meeresfrüchte entwickeln eine festere, oft leicht karamellisierte Oberfläche. Die “trockene” Maocai zeichnet sich durch einen intensiveren und konzentrierteren Geschmack aus, da die Gewürze und Aromen direkt an den Zutaten haften und nicht durch die Brühe verdünnt werden. Es ist genau diese Kombination aus intensiven Aromen und vielfältigen Texturen, die die trockene Variante für mich wahrscheinlich noch besser macht als mit Brühe …

    Geschmacklich vergleichbar ist es z.B. mit Ma La Xiang Guo (siehe unseren Ausflug ins China Haus in Frankfurt) oder Gan Guo, bei denen die Zutaten ebenfalls in einer würzigen Sauce ohne viel Flüssigkeit serviert werden.

    Wer dennoch lieber zu den Suppen greift, findet hier eine Übersicht – folgende Brühen stehen zur Auswahl:

    • Spicy Soup – klassisch Sichuan scharf (经典川味 – jīng diǎn chuān wèi)
    • Tomato Soup, mild (浓香番茄 – nóng xiāng fān qié)
    • Sour Soup mit Sauerkraut – scharf, aber etwas milder als die Spicy Soup (老坛酸菜 – Lǎo tán suān cài)
    • Fresh Soup mit gekochten Pilzen, mild (鲜香三鲜 – xiān xiāng sān xiān)

    Wenn ihr fleißige Leser unseres Blogs seid, wird euch der folgende Ablauf bereits bekannt vorkommen. Schnappt euch direkt am Eingang eine Schüssel sowie eine Zange und stürzt euch auf die Zutaten in der Station. Hier findet ihr alles, was das Maocai-Herz begehrt. Angefangen von verschiedenen Fleischsorten (zum Teil mariniert, Fleischröllchen und -bällchen etc.), Meeresfrüchten und Fisch über diverse Gemüsesorten (Brokkoli, Karotten, Kohl, Pakchoi etc.), Pilze und Tofu bis hin zu verschiedenen herzhaften Nudelsorten. Gebt alles, was euch schmeckt, in die Schüssel und wählt dann die Zubereitungsart – wir empfehlen trockenes Maocai. Alternativ stehen euch die bereits genannten Brühen zur Auswahl. Für einen kleinen Aufpreis von 2 Euro könnt ihr auch eine „Reis-Flatrate” bestellen.

    Nach der Bestellung erhaltet ihr einen Pager. In der Zwischenzeit, während euer Maocai zubereitet wird, könnt ihr euch am Soßenbuffet bereits eure Dipsauce zusammenstellen – wie ihr das am besten macht, haben wir bereits in anderen Beiträgen erklärt (schaut euch dazu z.B. das Liuyishou in Frankfurt oder das Haidilao in Wuhan an). Die Basis bilden goldbraune Erdnuss- und Sesamsaucen. Dazu gehören unserer Meinung nach Knoblauch, Koriander, Frühlingszwiebeln und ein wenig Chili (da das Maocai schon scharf ist, kann man darauf auch ganz verzichten). Ansonsten könnt ihr nach Herzenslust experimentieren.

    Nachdem ihr nun hoffentlich einen guten Eindruck von den leckeren Gerichten bekommen habt, wünschen wir euch viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit im Sanku-Maotsai!

  • Thai Boat Noodles: Authentizität, Tradition und Nostalgie im Soi 22

    Thai Boat Noodles: Authentizität, Tradition und Nostalgie im Soi 22

    Tauche ein in die pulsierende Welt Thailands, mitten in Frankfurt – in unserem neuesten kulinarischen Hotspot: Soi 22. Dieses Thai-Restaurant ist ein Muss für alle, die den authentischen Geschmack Thailands erleben möchten. Schon beim Betreten des Restaurants wird man von der lebhaften Atmosphäre und der charmanten Einrichtung empfangen, die eine alte, typisch thailändische Tradition zum Leben erweckt: die Kultur der Thai Boat Noodles bzw. Bootsnudeln.

    Der Inhaber, dessen Leidenschaft der authentischen thailändischen Küche gilt und dessen Mission es ist, diese kulinarische Tradition in Deutschland erlebbar zu machen, bietet im Soi 22 vor allem die vielfältigen und historischen Thai Boat Noodles (Kuay Teow Reua) an. Diese Nudelgerichte haben ihren Ursprung in der Ayutthaya-Periode (1351-1767) und umfassen verschiedene Varianten, die sich in Brühe, Fleischsorten und Gewürzen unterscheiden. Ursprünglich wurden sie von Booten aus entlang der belebten Kanäle Thailands verkauft, als diese noch das Hauptverkehrsmittel in vielen Teilen des Landes waren. Die Händler ruderten durch die Kanäle, bereiteten die Nudeln in Schalen zu und verkauften sie an die Leute am Ufer oder auf anderen vorbeifahrenden Booten.

    Mit dem Niedergang der Kanalschifffahrt verlagerten sich die Märkte für Thai Boat Noodles an Land und entwickelten sich zu lebendigen Kultur- und Freizeitzentren. Soi 22 fängt diesen traditionellen Charme perfekt ein: Das Ambiente, das zum Beispiel alten Friseur- und Massagesalons nachempfunden ist, schafft eine Atmosphäre, die einen direkt in eine charmante Miniaturausgabe eines thailändischen Boat Noodle Markets versetzt.

    Restaurantprofil

    Bevor wir uns dem Essen zuwenden, möchten wir euch zwei wirklich leckere und erfrischende thailändische Eistee-Kreationen vorstellen.

    Thailändischer Eistee mit Limette, hergestellt aus einer Mischung aus schwarzem Tee und Gewürzen wie Anis und Tamarinde, präsentiert sich in einem tiefen Rubinrot. Eine Limettenscheibe verstärkt die erfrischende Süße und verleiht dem Getränk eine leicht säuerliche Note.

    Eine besonders cremige und genussvolle Variante ist der Thai Ice Tea mit Milch. Die aromatisierte Teemischung verleiht dem Getränk eine goldene Farbe, die sich am Boden absetzt, wo sie sich noch nicht vollständig mit der Milch vermischt hat. So entsteht ein faszinierender Kontrast zwischen der cremig-weißen Schicht oben und dem goldenen Tee darunter. Ein Hauch von Zimt auf der Oberfläche rundet das Ganze ab und verleiht dem üppigen Milchgeschmack eine angenehm warme Note.

    Auch wenn diese süßen, erfrischenden Getränke nicht unbedingt zum Durstlöschen gedacht sind, eignen sie sich hervorragend, um die intensiven, würzigen Aromen der thailändischen Küche auszugleichen. Sie sind daher ideal für alle, die gehaltvolle Dessertgetränke lieben.

    Die sorgfältig ausgewählten Vorspeisen des Soi 22 bringen den authentischen Geschmack der thailändischen Nachtmärkte direkt auf den Tisch. Besonders beliebt sind die knusprigen Wontons und das zarte Schweinefleisch. Auf keinen Fall verpassen solltest du die A1 Gegrillte Schweinefleischbällchen und A4 Gedämpfte scharfe Garnelen-Wontons – diese Gerichte sind echte “Must-Haves” im Soi 22.

    Die gegrillten Schweinefleischbällchen (A1) bestehen aus neun handgemachten, frischen Fleischbällchen, die auf drei Spießen serviert werden. Sie sind mit Koriander und einer Scheibe roter Paprika garniert.

    Die Fleischbällchen zeichnen sich durch ihre meisterhafte Zubereitung aus und überzeugen durch ihre unglaubliche Frische und Saftigkeit sowie ihre angenehm feste Textur. Die leicht gebräunte Oberfläche sorgt für einen zarten Biss und einen rauchigen Geschmack. Werden die Bällchen großzügig in die Sauce getaucht, entfaltet sich eine verführerische Mischung aus rauchigen, säuerlichen, süßen und leicht würzigen Noten. Diese Kombination verleiht den herzhaften Umami-Bällchen ein komplexes und facettenreiches Geschmackserlebnis.

    Die gedämpften Wontons mit pikanten Garnelen (A4) sind ein Gericht, das selbst unsere Tischnachbarn mit einem begeisterten „Meeresfrüchte-Paradies!” in Erstaunen versetzte – und wir können dem nur zustimmen.

    Dieses exquisite Gericht besteht aus drei kunstvoll zubereiteten Wontons, die jeweils großzügig mit zwei saftigen Black Tiger Garnelen gefüllt sind. Umhüllt von einer dunklen, aromatischen Fischsauce und gekrönt mit Koriander und frischem Chili sind diese Wontons ein unvergleichliches Geschmackserlebnis.

    In jedem Wonton entfaltet sich die natürliche Süße der Garnelen, die perfekt mit den kräftigen Gewürzen harmoniert. Die zarte, gedämpfte Hülle ist weich und leicht zäh, zergeht auf der Zunge und bildet einen schönen Kontrast zu den festen, prallen Garnelen im Inneren.

    Die dazu gereichte Fischsauce, scharf, säuerlich und leicht süßlich, rundet den Gesamtgeschmack perfekt ab. Vorsicht, die Sauce hat es in sich, aber gerade diese Schärfe verleiht dem Gericht seine belebende Note. Ein Biss genügt, um sich von der spannenden Mischung aus Texturen und Aromen – der zarten Garnelenfüllung, der weichen Wonton-Hülle und der intensiv würzigen Umami-Sauce – überraschen zu lassen.

    Wem die Schärfe zu intensiv ist, kann mit süßen Eistees Abhilfe schaffen. Aber glaub uns, jeder würzige und leckere Bissen dieser Wontons ist die scharfe Herausforderung wert. Es ist wirklich wie ein kleines Stück Meeresparadies auf deinem Teller.

    Kommen wir nun zum Hauptgang – den Thai Boat Noodles! Diese werden in einer dunklen, köstlichen Brühe serviert, die durch ihren reichen und intensiven Geschmack besticht. Das Geheimnis liegt in der Mischung aus Gewürzen, Kräutern und manchmal sogar Schweine- oder Rinderblut, das der Brühe zusätzliche Tiefe und Cremigkeit verleiht. Im Soi 22 bleibt man der Tradition treu und serviert eine moderate Menge Brühe, so wie früher auf den kleinen, schwankenden Booten, wo man aufpassen musste, nichts zu verschütten. Keine Sorge, wenn du mehr Brühe möchtest – Nachschlag gibt es hier ohne Aufpreis.

    Für deine Nudelsuppe kannst du zwischen verschiedenen Zutaten wählen: zartes Rindfleisch, leckere Rindfleischbällchen und eine Auswahl an Innereien. Abgerundet wird das Ganze mit thailändischem Basilikum und knackigen Sojasprossen.

    Du kannst Nudeln mit oder ohne Brühe genießen und zwischen verschiedenen Sorten wählen: Eiernudeln, dünne oder dicke Reisnudeln.

    Für den besonderen Kick kannst du Chiliflocken, eingelegte Chilischoten, Fischsauce und Zucker hinzufügen. Die thailändischen Chiliflocken sind allerdings sehr scharf – also Vorsicht!

    Nam Tok mit Wagyu (N6) hebt thailändische Nudeln auf ein ganz neues Level. Dieses Gericht beeindruckt mit hochwertigem Wagyu A5 Rindfleisch, das hauchdünn geschnitten und roh serviert wird, um die intensive Marmorierung und die leuchtend rote Farbe perfekt zur Geltung zu bringen. Ein wahrer Genuss für Auge und Gaumen, der ein saftiges, fleischiges Erlebnis verspricht.

    Das rohe Wagyu wird großzügig auf den Nudeln angerichtet und direkt am Tisch gegart. Erlebe, wie das Servicepersonal die heiße Brühe über das Fleisch gießt und es vor deinen Augen zart und saftig wird. Durch diese spezielle Zubereitung bleiben die zarte Textur und der charakteristische, vollmundige Geschmack des Wagyu-Rindfleisches optimal erhalten.

    Die dunkle, kräftige Brühe, verfeinert mit einer komplexen Mischung aus Gewürzen, Kräutern und einer feinen Säure, ist die perfekte Ergänzung zum herzhaften Wagyu. Frisches Thai-Basilikum und knackige Sojasprossen sorgen für einen erfrischenden Crunch und eine harmonische Balance der intensiven Aromen.

    Wichtig: Die Nudeln sofort nach Zugabe der Brühe umrühren, da die dickflüssige, würzige Brühe bei zu langem Stehen die Nudeln matschig machen kann. In jedem Bissen vereinen sich zartes Fleisch, kräftige Brühe und lebendige Toppings zu einer besonders edlen Variante der traditionellen thailändischen Bootsnudeln.

    Nam Tok All-In (N5) ist ein hervorragendes Beispiel für eine authentische thailändische Nudelsuppe mit einer köstlichen Mischung aus verschiedenen Rindfleischsorten. Dazu gehören zartes, dünn geschnittenes Rindfleisch, geschmortes Rindfleisch, Rindfleischbällchen, Sehnen, Leber und Kutteln.

    Die reichhaltige, dickflüssige Brühe unterstreicht den herzhaften Geschmack des zarten, in Scheiben geschnittenen und geschmorten Rindfleisches. Die Rindfleischbällchen sind bissfest und sehr aromatisch. Die Rindersehnen sind weich und gallertartig und nehmen die Fülle der Brühe vollständig auf. Die Rinderleber hat einen kräftigen, erdigen Geschmack, der dem Gericht Tiefe verleiht, während die Rinderkutteln zäh und leicht schwammig sind und eine einzigartige Textur bieten.

    Genieße die Nam Tok All-In mit ihrer kräftigen Brühe und den frischen Gemüsetoppings wie Thai-Basilikum und Sojasprossen. Jeder Löffel bietet intensiven Geschmack, der durch eine erfrischende, knusprige Textur und eine frische Note perfekt abgerundet wird.

    Die Vielfalt der Rindfleischsorten ist typisch für die klassischen Boat Noodles und macht dieses Gericht zur perfekten Wahl für alle, die den authentischen Geschmack Thailands erleben möchten.

    Das einzige Dessert im Soi 22 ist das Original Khanom Thuay (E1) und es ist wirklich außergewöhnlich. Der gedämpfte Kokosnusspudding besticht durch seine cremige Textur und seinen reichhaltigen, vielschichtigen Geschmack.

    Khanom Thuay besteht aus zwei Schichten: Oben befindet sich eine seidig-weiche, leicht salzige Kokoscreme, darunter eine zart süße, gedämpfte Reismehlbasis. Die untere Schicht ist zart und glatt, die obere unglaublich cremig und voll aromatischem Kokosgeschmack.

    Jeder Bissen vereint harmonisch süße, salzige und cremige Noten, die auf der Zunge zergehen. Am besten fährt man mit dem Bambuslöffel vorsichtig am Rand der Schale entlang, hebt den Pudding im Ganzen heraus und genießt beide Schichten in einem Bissen.

    Zum Abschluss erwartete uns eine süße Überraschung, die nicht auf der Speisekarte stand: ein Dessert aus Palmzucker, Milch und Kokosnuss, das als besondere Aufmerksamkeit des Hauses serviert wurde. Das Dessert besteht aus einem weichen, kuchenähnlichen, leicht luftigen Boden, dem der Palmzucker eine warme, goldene Farbe und eine reiche, erdige Süße verleiht.

    Das Dessert ist mit Kokosraspeln bestreut, die ihm nicht nur eine angenehme Textur, sondern auch ein nussiges Aroma verleihen und die feine tropische Note des Desserts unterstreichen. Die Kokosraspeln bilden einen schönen Kontrast zur luftig-süßen Basis und verbinden die Süße des Desserts mit einer angenehm leichten Note.

    Die Atmosphäre im Soi 22 ist einfach ansteckend: Jeder Gast scheint sich an den leckeren Speisen und der fröhlichen Stimmung zu erfreuen. Das Personal begrüßt jeden Besucher herzlich mit traditionellen Gesten – gefaltete Hände, ein leises “Sawasdee ka” (thailändisch für “Guten Tag”) und eine feine Verbeugung zeugen von Anmut und Bescheidenheit. In ruhigen Momenten nimmt sich der Inhaber persönlich Zeit für ein Gespräch und erzählt Geschichten zu jedem Gericht, von den Ursprüngen in Thailand bis zu den Einflüssen aus den Nachbarländern. Seine Leidenschaft für die thailändische Küche und das Restaurant ist deutlich spürbar.

    Das Soi 22 bietet nicht nur authentische thailändische Küche, sondern auch einen authentischen Einblick in die thailändische Kultur. Hier trifft thailändische Tradition auf herzliche Gastfreundschaft und einen Hauch von Nostalgie.

  • Nana’s Ramen: Japanische Ramen-Kunst in Frankfurt

    Nana’s Ramen: Japanische Ramen-Kunst in Frankfurt

    Willkommen zu einem weiteren kulinarischen Abenteuer in Frankfurt! Heute stellen wir euch ein neu eröffnetes japanisches Ramen-Restaurant vor, das uns auf Anhieb begeistert hat. Schon wenige Wochen nach der Eröffnung hörten wir von diesem gemütlichen Lokal und wollten sofort hin. Damals war die Speisekarte noch überschaubar und bot lediglich drei verschiedene Ramen-Suppen und einige Currys an.

    Trotz des überschaubaren Angebots sind wir gerne wiedergekommen. Was wir dort erlebten, verkörperte den Geist der japanischen Kochkunst – die Konzentration auf wenige köstliche Gerichte, die mit großer Sorgfalt und Hingabe immer weiter perfektioniert werden. Einfach und doch außergewöhnlich – genau das schätzen wir an der japanischen Küche.

    Inzwischen ist die Speisekarte erfreulicherweise vielfältiger geworden – es gibt eine größere Auswahl an Vorspeisen und neue Ramen-Suppengerichte. Wir waren neugierig auf die neuen Kreationen und waren wieder einmal begeistert. Heute möchten wir euch mitnehmen in Nana’s Ramen und einige unserer Lieblingsgerichte vorstellen.

    Restaurantprofil

    Beginnen wir mit einer vegetarischen Vorspeise: Edamame Harumaki – eine japanische Frühlingsrolle mit einer Füllung aus Paprika, Glasnudeln und Salat.

    Durch die Zugabe von Edamame erhalten die Teigblätter bzw. die Hülle der Frühlingsrolle eine natürliche grüne Farbe und einen milden, pflanzlichen Geschmack. Dieser harmoniert perfekt mit dem knackigen Salat, der süßen Paprika und den zarten Glasnudeln und sorgt für ein erfrischend knuspriges Mundgefühl. In Kombination mit der Yuzu-Chili-Sauce entfaltet sich ein wunderbar harmonisches Spiel aus frischen Zitrusaromen, einer leichten Schärfe und einer feinen Bitternote.

    Als Nächstes präsentieren wir einen absoluten Klassiker aus Japan: Gyoza. Diese Teigtaschen sind mit einer herzhaften Mischung aus Hackfleisch, Karotten, Kohl, Mais und Schalotten gefüllt und mit einem unglaublich dünnen Teigmantel umhüllt.

    Perfekt in der Pfanne gebraten, werden die Gyoza auf einer Seite goldbraun und knusprig, während die andere Seite zart und weich bleibt. Der dünne Teig ermöglicht eine schnelle Zubereitung in der Pfanne und nimmt nur wenig Öl auf, so dass die Teigtaschen locker bleiben und die saftige, aromatische Füllung gut zur Geltung kommt. Das Hackfleisch sorgt für eine kräftige Basis, Karotten und Mais für eine natürliche Süße. Der knackig-frische Wirsing und die pikanten Schalotten verbinden sich in jedem Bissen zu einer harmonischen Geschmackskombination.

    Die Gyoza schmecken noch besser, wenn man sie mit einer Dipsauce aus Reisessig und Chiliöl kombiniert. Das gibt ihnen eine schöne Schärfe und Würze.

    Katsuretsu oder auch “gefüllte Katsu” sind panierte und frittierte japanische Schnitzel, die mit verschiedenen Füllungen zubereitet werden. Im Nana’s Ramen werden insgesamt vier Stück serviert, die alle eine herrlich goldbraune, knusprige Kruste haben. Zwei der Schnitzel sind mit süßem Maispüree gefüllt, das durch seinen natürlich süßen Geschmack und seine weiche Textur einen angenehmen Kontrast zur knusprigen Panade bildet. Die anderen beiden Katserutsu enthalten eine grüne Paste aus Gemüse und Kräutern und sind mit schwarzen Sesamkörnern bestreut.

    Dazu werden feine Streifen von geraspeltem Kohl serviert, die für eine erfrischende Abwechslung sorgen.

    Um das Katsuretsu noch schmackhafter und saftiger zu machen, kann es in Tonkatsu-Sauce getunkt werden. Diese Soße zeichnet sich durch einen komplexen, herzhaft-süßen Geschmack aus, der leicht pfeffrig, leicht säuerlich und dezent scharf ist. Die Soße harmoniert perfekt mit der knusprigen Panade und unterstreicht die Aromen der Füllung.

    Tsukune Cheese ist ein beliebtes Gericht in Izakayas (japanischen Bars) und Restaurants. Es besteht aus japanischen Fleischbällchen namens Tsukune, die mit geschmolzenem Käse überbacken werden.

    Die Fleischbällchen sind fest, schmackhaft und mit einer verlockenden Mischung aus Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und etwas Süße gut gewürzt. Der Käse, der beim Grillen knusprig wird und rauchige Aromen entwickelt, sieht nicht nur appetitlich aus, sondern verleiht den würzigen Fleischbällchen auch eine cremige Fülle.

    Serviert werden die Fleischbällchen mit einer süßen Sojasauce, vermutlich einer Mischung aus Teriyaki und Dashi (japanische Brühe), die ein ausgewogenes Verhältnis von süß, salzig und umami aufweist. Diese Soße verleiht dem Gericht eine aromatische Tiefe und verstärkt so den herzhaften, üppigen Geschmack.

    Um den unterschiedlichen Geschmäckern gerecht zu werden, gibt es in Nana’s Ramen verschiedene Nudelsorten. Jede Suppenbasis wird mit der Nudelsorte kombiniert, die ihren Geschmack am besten ergänzt. Die dünnen Nudeln sind zart und weich, während die dicken Nudeln kräftiger und bissfester sind.

    Neben den klassischen Toppings gibt es bei Nana’s Ramen gegen einen kleinen Aufpreis viele weitere Optionen bzw. Toppings. Für den großen Hunger kann man zusätzlich Nudeln, Schweinefleisch, Hühnerstreifen oder Hackfleisch bestellen. Außerdem habt ihr eine große Auswahl an Extras wie Tsukune (drei würzige Fleischbällchen), Garnelen, Eier, extra Chili und verschiedene Gemüsesorten wie Aubergine, Zucchini, Mais und Tofu. So kann sich jeder sein Gericht individuell nach seinem Geschmack zusammenstellen.

    Die Spezialität von Nana’s Ramen ist zweifellos Tori Paitan (鶏白湯, übersetzt “weiße Hühnersuppe“).

    Tori Paitan ist eine klassische Ramen-Brühe, die sich durch ihre cremige Konsistenz, ihre weiße Farbe und ihren kräftigen, würzigen Geschmack auszeichnet. Ihre Ursprünge gehen auf das frühe 20. Jahrhundert in Japan zurück, als Köche begannen, nach Wegen zu suchen, den vollen Geschmack von Hühnerfleisch zu entfalten. Durch ständiges Experimentieren und Verfeinern entstand nach und nach Tori Paitan, das zu einem unverwechselbaren Merkmal der Ramen-Kultur in Japan wurde.

    Tori Paitan wird zubereitet, indem Hühnerfleisch und -knochen lange gekocht werden, so dass sich Kollagen und Fett in der Brühe auflösen. Dadurch entsteht die charakteristische cremig-weiße Farbe und die dickflüssige Konsistenz. Während des Kochens werden Gewürze wie Salz und Sojasauce hinzugefügt, um den Geschmack zu intensivieren.

    Das Ergebnis ist eine köstliche Brühe, die nicht nur reich an Geschmack, sondern auch an Proteinen, Kollagen und verschiedenen gesundheitsfördernden Nährstoffen ist.

    Das 濃厚醤油鶏白湯ラーメン (Nōkō Shōyu Tori Paitan Ramen oder „Weiße Ramen mit Sojasauce und Hühnerbrühe”) im Nana’s Ramen bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunst des japanischen Paitan. Die cremig-weiße Brühe entsteht durch stundenlanges intensives Kochen und Emulgieren von Hühnerknochen. Sie ist dickflüssig, reich an Umami und wird mit Sesamsamen bestreut, die ihr eine nussige Note und eine knusprige Konsistenz verleihen, und garniert mit zartem Chashu-Schweinefleisch, würzigem roten Ingwer, knackigen Sojasprossen und frischen Frühlingszwiebeln.

    Miso Tori Paitan Ramen (味噌鶏白湯ラーメン, zu Deutsch „Weiße Ramen mit Miso-Hühnerbrühe“) ist ein köstliches Ramen-Gericht, das die reichhaltige, cremige Textur der Paitan-Hühnerbrühe mit der herzhaften Tiefe von Miso verbindet. Das Gericht wird mit süßem Mais, aromatischen Schalotten und würzigem Hackfleisch garniert und mit einer reichhaltigen Paitan-Brühe übergossen.

    Die Brühe zeichnet sich durch den intensiven Umami-Geschmack des Miso und eine angenehme Salzigkeit aus. Die bissfesten Nudeln haben genau die richtige Konsistenz, um die reichhaltige Brühe aufzunehmen. Der süße Mais und die pikanten Schalotten harmonieren perfekt und bilden einen guten Ausgleich zum herzhaften Hackfleisch und der cremigen Brühe. Dieses Gericht ist wirklich ideal für alle, die es kräftig und herzhaft mögen.

    Miso enthält von Natur aus viel Salz. Deshalb sollte man nicht zu viel davon essen. Wenn man nicht so viel Salz verträgt oder leichte Kost bevorzugt, sollte man mit dem Genuss der Brühe eher vorsichtig sein.

    Ebi Shio Ramen (海老塩ラーメン oder “Garnelen-Salz-Ramen” auf Deutsch) ist ein köstliches Ramen-Gericht mit einer klaren, leichten Brühe, die sich von den reichhaltigeren Paitan-Suppen unterscheidet. Die Brühe basiert auf Shio (japanisch für „Salz“) und hat einen reinen, herzhaften Geschmack. Gewürzt wird sie mit Shirasu, kleinen getrockneten Garnelen, die ihr einen salzigen Umami-Geschmack verleihen.

    Zu den Standardbeilagen gehören Frühlingszwiebeln, Sprossen und ein gegrillter Garnelenspieß. Wir haben zusätzlich Chashu-Schweinefleisch bestellt und das Ganze mit etwas Chilipaste aufgepeppt. Die dünnen, bissfesten Nudeln harmonieren perfekt mit der Shio-Brühe und unterstreichen die feinen Aromen, ohne sie zu überdecken.

    Das Highlight von Ebi Shio Ramen sind die gegrillten Garnelen, die durch einen zarten, rauchigen Geschmack überzeugen. Die leicht gerösteten Shirasus und der Knoblauch sorgen für ein dezentes Röstaroma und eine köstliche Umami-Note, die einen schönen Kontrast zur leichten Brühe bilden. Für die perfekte Schärfe unserer Brühe und um den gegrillten Garnelen noch mehr Pep zu verleihen, haben wir eine besonders scharfe Chilipaste (Stufe 2, die schärfste Variante) bestellt. Diese intensiv würzige Paste ergänzt die natürliche Süße der Garnelen auf ideale Weise und verleiht jedem Bissen eine aufregende Note.

    Die Einführung von Ramen in Japan geht auf das Jahr 1912 zurück, als japanische Reisende aus China nach Yokohama zurückkehrten und die Nudelsuppe mitbrachten. Dieser kulturelle Austausch wurde durch den Freundschafts- und Handelsvertrag von 1871 zwischen Japan und Qing-China gefördert, der die Einwanderung von Chinesen ermöglichte und zur Gründung von Chinatowns in den großen Hafenstädten wie Yokohama, Kobe und Nagasaki führte. Eines der ersten Ramen-Restaurants in Japan war „Rairaiken“, das 1910 in Asakusa, Tokio, eröffnet wurde.

    Ramen-Nudeln haben ihre Wurzeln in China, wurden aber in Japan weiterentwickelt und populär gemacht. Zu den verschiedenen Geschmacksrichtungen gehören unter anderem Brühen auf Basis von Sojasauce, Salz oder Miso sowie der heute vorgestellte Hühnchen-Paitan. Bei Nana’s Ramen kann man auch scharfe Brühen wie Tantanmen (特製担々ラーメン) mit Chili probieren.

    Außerdem gibt es saure Brühen, die an Soba erinnern, Tomatenbrühen nach europäischem Vorbild und sogar Currybrühen. Besonders beliebt ist der Tonkotsu-Stil aus Kyushu, der für seine reichhaltige und cremige Schweineknochenbrühe bekannt ist.

    In der Welt der japanischen Ramen gibt es noch viel zu entdecken, und Nana’s Ramen ist ein guter Anfang. Begleite uns gern auf unserer köstlichen Entdeckungsreise!

  • Der ultimative Guide für authentisches Malatang in der Frankfurter Innenstadt

    Der ultimative Guide für authentisches Malatang in der Frankfurter Innenstadt

    Heute möchte ich das Restaurant 香香麻辣烫 XiangXiang Malatang (Spicy Hotpot) vorstellen, das seit Jahren bei vielen Asiaten, aber auch Einheimischen in Frankfurt hoch im Kurs steht.

    Zentral in der Frankfurter Innenstadt, in der Nähe des Römers gelegen, steht hier, wie der Name schon sagt, ein beliebtes Gericht der authentischen chinesischen Küche im Mittelpunkt: Malatang.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: 香香麻辣烫 XiangXiang Malatang (Spicy Hot Pot)
    • Adresse: Berliner Str. 64, 60311 Frankfurt am Main
    • Stil: Chinese Küche
    • Preis: ca. 15 – 25 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Bevor wir auf uns das Restaurant genauer anschauen, möchte ich euch ein paar Hintergrundinformationen geben: Malatang (麻辣烫) stammt aus der Region Sichuan, die für ihre scharfe und würzige Küche bekannt ist. Der Name “Malatang” setzt sich aus den chinesischen Wörtern “ma” (麻) für “betäubend”, “la” (辣) für “scharf” und “tang” (烫) für “heiß” oder „scharf“ zusammen. Es beschreibt eine heiße Suppe oder einen heißen Topf, der durch die Verwendung von Sichuan-Pfefferkörnern und Chili sowohl scharf als auch leicht betäubend ist. Das Konzept Mala haben wir bereits in früheren Beiträgen vorgestellt (z.B. Höfchen Restaurant in Frankfurt, Zhuge Grillfisch in Frankfurt or Seen in München).

    Im XiangXiang Restaurant gibt es vor allem Dongbei Malatang – eine Malatang-Variante aus der Region Dongbei (东北) im Nordosten Chinas mit eigenen kulinarischen Traditionen. Der Hauptunterschied zwischen Dongbei Malatang und Sichuan Malatang ist die Intensität der Schärfe und die spezifischen Gewürze, die in der Brühe verwendet werden. Sichuan Malatang ist bekannt für seinen hohen Schärfegrad und den einzigartigen Geschmack des Sichuan-Pfeffers, während Dongbei Malatang in der Regel etwas milder und für viele Menschen zugänglicher ist, mit einem Schwerpunkt auf herzhaften und umami-Aromen. Dazu wird beim Dongbei Malatang eine gewürzte Sesampaste als Dip verwendet, um eine cremige, nussige Note zu erhalten und die scharfe Brühe etwas auszugleichen.

    Anders als beim klassischen Hot Pot wird beim Malatang nicht gemeinsam aus einem großen Topf in der Mitte des Tisches gegessen, sondern jeder bekommt seine eigene Schüssel. Der Clou ist, dass ihr euch euer Gericht ganz individuell zusammenstellen könnt.

    Dazu möchten wir euch eine kleine Do-It-Yourself-Anleitung geben. Zuerst nehmt ihr euch eine Schüssel und eine Zange. Füllt die Schüssel mit den Zutaten eurer Wahl. Das Küchenteam wird sie dann in einer Brühe eurer Wahl kochen und servieren.

    Los geht’s mit den Zutaten für die Suppe. Gemüse wie Pak Choi, Spinat, Brokkoli, frische Sprossen usw., Pilze (z.B. Champignons und die in China sehr beliebten Holzohrpilze) und verschiedene Tofu-Varianten, verschiedene Nudelsorten, Spiegeleier und Dumplings, Fleisch in allen Variationen, gepökelt, in Scheiben gerollt, als Fleischbällchen usw., Meeresfrüchte wie Garnelen und Tintenfisch und viele andere Zutaten stehen zur Auswahl.

    Die Auswahl ist wirklich riesig, allein vom Grundnahrungsmittel Nudeln gibt es über 10 verschiedene Sorten. Hier sollte man sich etwas Zeit nehmen, alles in Ruhe anschauen und dann die Zutaten mit der Zange in die Schüssel geben.

    Grundsätzlich gibt es keine Zutaten, die besonders hervorstechen. Das hängt ganz von eurem Geschmack ab. Wir empfehlen aber, vor allem frische Zutaten zu verwenden und möglichst auf eine bunte Mischung der Lebensmittel zu achten. Als Basis dienen eine oder mehrere Nudelsorten, dazu je nach Geschmack Gemüse, Pilze und Tofu, Fleisch (vor allem die bei Asiaten sehr beliebten Fleischröllchen) und eventuell etwas Meeresfrüchte.

    Wenn die Schüsseln gefüllt sind und ihr mit eurer Auswahl zufrieden seid (Achtung: manchmal sind die Augen größer als der Appetit, also wählt eure Lieblingszutaten gezielt aus), könnt ihr euch ein Getränk aus dem Kühlschrank aussuchen und die Schüssel an der Rezeption abgeben. Hier werdet ihr nun nach eurer Suppenbasis gefragt. Ihr könnt zwischen folgenden Brühen wählen:

    • Eine scharfe Basis aus rotem Chili (Mala 麻辣) mit einer Kombination aus Sichuanpfeffer und Chili – der Klassiker,
    • ein sehr scharfer Fond aus grünem Sichuanpfeffer (藤椒 Teng Jiao), der frischer und zitroniger ist als der rote Sichuanpfeffer der Mala-Brühe,
    • die Tomatenbrühe (番茄 Fan Qie), die leicht säuerlich und süßlich schmeckt,
    • eine milde Rindfleischbrühe (骨汤 Gu Tang), die durch langes Kochen von Rindfleischknochen entsteht – die Basisvariante,
    • eine saure Brühe (金汤 Jin Tang), die „goldene Brühe“, die für ihre goldgelbe Farbe bekannt ist,
    • und schließlich die scharfe Zitronenbrühe (柠檬金汤 Ning Meng Jin Tang), eine Variante der goldenen Brühe mit Zitrone,

    Bei all diesen Brühen kann der Schärfegrad manuell eingestellt werden – wenn euch also eine bestimmte Basis gefällt, ihr es aber etwas vorsichtiger angehen wollt, könnt ihr einfach weniger scharf bestellen.

    Nachdem ihr euch für eine Brühe entschieden habt, bekommt ihr eine kleine Marke mit einer Nummer. An der Wand über der Zutatenausgabe findet ihr eine Anzeigetafel mit einer Nummer. Hier wird eure Nummer aufgerufen, wenn eure Suppe fertig ist. Achtung: Die Durchsage ist auf Chinesisch. Wenn ihr also kein Chinesisch sprecht, schaut einfach immer auf die Nummer auf der Anzeigetafel.

    Während ihr auf eure Suppe wartet, könnt ihr eure Dipsauce zubereiten. Hier geht ihr ähnlich vor wie beim Hot Pot (siehe einen unserer früheren Blogposts für weitere Details). Beim Dongbei Malatang ist die Basis der Dipsauce die Sesampaste, dazu könnt ihr etwas Frühlingszwiebel und Knoblauch geben und z.B. ein paar scharfe Gewürze hinzufügen. Wir entscheiden uns meistens für eine klassische Dipsauce aus Sesampaste, Koriander, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Kreuzkümmelpulver und Chiliöl. Da Dips aber immer wieder neu zubereitet werden können, empfehlen wir, einfach mal auszuprobieren.

    Sobald eure Nummer aufgerufen wird, könnt ihr die fertige Malatang an der Kasse abholen. Dazu bekommt ihr einen tiefen Löffel für die Suppe und ein paar Stäbchen, um die Zutaten zu probieren. Nehmt eine Zutat nach der anderen aus der Schüssel und gebt sie in die Soße. Mit dem Löffel könnt ihr dann die Suppe auslöffeln – Vorsicht, manche Suppen sind sehr scharf.

    Malatang überzeugt durch Vielfalt und Flexibilität, denn man kann aus einer Vielzahl von Zutaten wählen und sich seine Schale individuell zusammenstellen. Der einzigartige, würzige Geschmack der verschiedenen Brühen, geprägt durch die Kombination verschiedener Gewürze und Kräuter, wie z.B. Sichuanpfeffer und Chili, macht sie besonders schmackhaft.

    Die Suppen werden schnell zubereitet, die Zutaten sind gesund und das Essen ist ein geselliges Erlebnis mit Freunden und anderen Gästen.

  • „Jianbing-Joy”: Ein Streetfood-Abenteuer im LeDu in Bonn

    „Jianbing-Joy”: Ein Streetfood-Abenteuer im LeDu in Bonn

    Nachdem wir bereits zuvor ein authentisches koreanisches Restaurant im Herzen von Bonn entdeckt hatten, wollten wir jetzt mal schauen, was es sonst noch so gibt. Wer hätte gedacht, dass sich in den Tiefen der U-Bahn-Station am Bonner Hauptbahnhof ein echtes Highlight chinesischer Streetfood-Küche verbirgt? Von knusprigen Jianbing (chinesischen Pfannkuchen) über hausgemachte Dumplings mit verführerischen Füllungen nach Wahl bis hin zu leckeren Nudeln gibt es hier alles, was das Herz eines Liebhabers der asiatischen Küche höher schlagen lässt – und das zu wirklich günstigen Preisen.

    Restaurantprofil

    Im Rampenlicht dieses Restaurants stehen die Jianbing. Das sind chinesische Pfannkuchen, ein beliebter Klassiker der chinesischen Streetfood-Küche.

    Wo es Woks gibt, gibt es auch Pfannkuchen. Die Ursprünge der chinesischen Pfannkuchen oder Jianbing lassen sich bis in die Antike zurückverfolgen, als die ersten Woks bzw. Pfannen entstanden. Archäologische Funde haben antike Woks und Pfannen (鏊 auf Chinesisch, ausgesprochen “ao”) ans Licht gebracht, darunter prähistorische Töpferwoks, die über 5000 Jahre alt sind, sowie Eisen- und Kupferwoks aus den Dynastien der Liao, Song, Jin, Westlichen Xia und Yuan. All dies deutet darauf hin, dass die Ursprünge von Jianbing mindestens 5000 Jahre zurückliegen.

    Tief in der Geschichte verwurzelt, besteht diese traditionelle Delikatesse aus einem Teig aus verschiedenen Getreidesorten, der dünn ausgerollt und auf einer heißen Platte gebacken wird. Jianbing werden nicht nur wegen ihres unwiderstehlichen Geschmacks, sondern auch wegen ihres Nährstoffreichtums geschätzt.

    LeDu’s Version des Jianbing ist eine Hommage an den berühmten Jianbing Guozi aus Tianjin, ein echtes Highlight unter den Pfannkuchenvariationen Chinas. Alles beginnt mit einem dünnen, herzhaften Pfannkuchen aus Mungobohnenmehl, der mit einem verquirlten Ei, Frühlingszwiebeln, Sesam und einer Auswahl an Saucen – von Hoisin- über Erdnuss- bis hin zu Knoblauchsauce und in verschiedenen Schärfegraden belegt wird. Hinzu kommen knusprige Cracker, verschiedene Füllungen wie Pekingente, Rindfleisch, Schweinefleisch oder Tofu, frischer Salat und weitere Toppings nach Wahl. Schließlich wird der Pfannkuchen zu einer Rolle geformt.

    Du kannst die Füllungen und Saucen ganz nach deinem Geschmack kombinieren. Von der cremig-nussigen Erdnusssauce über den aromatischen Knoblauch bis hin zur verführerischen hausgemachten Chilisauce – jede Sauce verleiht dem Jianbing eine einzigartige Note.

    Unsere Empfehlung ist der Jianbing mit Pekingente und Hoisin-Sauce, eine Kombination, die tief in der chinesischen Tradition verwurzelt ist. In einem früheren Beitrag haben wir bereits gezeigt, dass die Pekingente, das wohl berühmteste chinesische Nationalgericht, in der dickflüssigen, herzhaften und leicht süßlichen Hoisin-Sauce ihren perfekten Begleiter findet. Das saftige Fleisch und die zart knusprige Entenhaut werden durch die kräftige Hoisin-Sauce verfeinert, während der Salat einen erfrischenden Kontrast bildet. Zusammen mit dem knusprigen Cracker und dem duftenden, weichen Pfannkuchen ergibt sich ein herzhaftes, dynamisches und vor allem köstliches Geschmackserlebnis.

    Die Hot Pot Bowl (麻辣烫 oder Ma La Tang) kommt ursprünglich aus der chinesischen Provinz Sichuan, genauer gesagt aus der Stadt Leshan. Es handelt sich um einen brodelnden Kessel, der mit einer reichhaltigen, aromatischen Brühe gefüllt ist, die mit betäubenden Sichuanpfefferkörnern, feurigem Chilipfeffer und einer exotischen Gewürzmischung versetzt ist.

    Nach dem Aufkochen werden verschiedene Zutaten – von prallen Garnelen, zarten Rindfleischbällchen, bissfesten Rinderinnereien und luftigen Tofu-Knödeln bis hin zu umamireichem Fischtofu, Süßkartoffelnudeln und knusprigen Lotuswurzeln – hinzugefügt und kurz gegart, um die kräftigen Aromen aufzunehmen und ihre natürliche Frische zu bewahren. Saisonale Gemüsesorten wie Pak Choi und erdige Holzohrenpilze verleihen der Mischung lebhafte Farben und Texturen.

    Das Ma La Tang von LeDu hat einen intensiven, umamiartigen Geschmack, der hauptsächlich von der Suppe herrührt. Die Brühe ist leicht ölig, sieht verführerisch aus und riecht wunderbar aromatisch.

    Man kann sie mit einer Prise zerdrückter Erdnüsse, etwas cremiger Sesampaste und frisch gehackten Frühlingszwiebeln verfeinern. Beim ersten Bissen entfaltet sich die Schärfe des Gerichts langsam und wird dann immer intensiver. Außerdem nimmt man eine leichte Süße und Säure wahr.

    Die Wan Tan Bowl aus der Stadt Chongqing in China (auch bekannt als 红油抄手 oder Hong You Chao Shou) besticht durch ihre schmackhaften Wan Tans, die eine Füllung aus Schweinehackfleisch und zarten Garnelen enthalten.

    Die Mischung aus Fleisch und Meeresfrüchten, gewürzt mit Sojasauce, Reiswein und duftendem Sesamöl, schmeckt unglaublich gut. Die mit Sesam- und Chiliöl aromatisierte Brühe wird beim Kochen durch die natürlichen Aromen des Schweinefleisches und der Garnelen verfeinert. Frische Gurken, knackige Karotten, würzige Schalotten und gehackte Erdnüsse verleihen jedem Bissen eine Vielfalt an Aromen und Texturen.

    Ein Freund hat mir mal erzählt, dass man die chinesische Kultur am besten durch ihr Streetfood begreift. Das Streetfood kommt meist aus bescheidenen Lokalen oder mobilen Verkaufsständen und wird in kleinen Portionen serviert – ideal für den kleinen Hunger zwischendurch. Jeder Straßenverkäufer bietet seine eigenen Spezialitäten an, die er oft im Laufe seines Lebens perfektioniert hat.

    Bei vielen wecken diese Snacks nostalgische Erinnerungen an Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden. Ihre Aromen erinnern an freundliche, faltige Gesichter, raue, aber warme Hände und dampfende, duftende Speisen, die von den Straßenverkäufern serviert werden.

    Ein lokaler Food-Journalist hat einmal geschrieben: Streetfood ist der Geschmack des Salzes, der Berge, des Sonnenlichts, des Morgentaus und des Lebens, das an uns vorbeizieht. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich diese Aromen mit der Sehnsucht nach Heimat, Familie, den Tugenden der Sparsamkeit, der Widerstandskraft und des Glaubens vermischt und spiegeln auf einfachste und zugleich großartige Weise den Geist und die Emotionen der Menschen wider.

  • Einfach und lecker: herzerwärmende vietnamesische Küche bei Pho Ha Noi

    Einfach und lecker: herzerwärmende vietnamesische Küche bei Pho Ha Noi

    Hallo und willkommen zu einer weiteren kulinarischen Reise durch Frankfurt. Heute möchten wir euch einladen, mit uns gemeinsam die Aromen zu entdecken, die seit langem einen besonderen Platz in unseren Erinnerungen einnehmen.

    Als wir nach Frankfurt gezogen sind, war unsere Küche noch eine Baustelle, sodass wir oft auswärts essen mussten. Schnell haben wir unser Lieblingslokal für gute und bodenständige asiatische Küche entdeckt – das Pho Ha Noi Restaurant. Die vietnamesische Küche im Pho Hanoi hat uns auf Anhieb begeistert. Die Gerichte sind leicht, farbenfroh und voller frischer Gemüse und aromatischer Kräuter. Das Personal ist äußerst freundlich und ihre Gastfreundschaft ist so einladend wie die Gerichte, die sie servieren.

    Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auf eine kleine Zeitreise unserer Lieblingsgerichte aus diesem geschätzten Restaurant begleitet.

    Restaurantprofil

    Wenn du Lust auf etwas wirklich Erfrischendes hast, empfehlen wir dir den hausgemachten Eistee. Oder wie wäre es mit der Passionsfrucht-Minze-Limonade? Die ist wirklich lecker! Sie hat genau die richtige Mischung aus Süße und Säure, mit dem fruchtigen Kick der Passionsfrucht und der belebenden Minze. Mit Eis serviert, ist es der perfekte Drink für den Sommer.

    IWenn du lieber etwas Warmes trinken möchtest, bietet Pho Ha Noi auch eine Auswahl an heißen Tees mit Ingwer, Zitrone oder Minze – je nachdem, wonach dir der Sinn steht.

    Bei Pho Ha Noi kannst du deine Mahlzeit mit einer Auswahl an Vorspeisen beginnen, darunter die berühmten vietnamesischen Frühlingsrollen (auch bekannt als „Cha Gio”, über die wir in unserem Beitrag über vietnamesischen Hotpot bereits berichtet haben).

    Heute möchten wir euch eine leichtere, erfrischendere Option vorstellen – die vietnamesischen Sommerrollen (Nr. 3 C). Auch bekannt als frische Frühlingsrollen oder Reispapierrollen, umhüllen sie eine bunte Mischung aus lebendigen Zutaten mit dünnem, durchscheinendem Reispapier: knackiger Salat, knusprige Paprika, erfrischende Gurke, aromatische Kräuter wie Koriander und Minze sowie würzig eingelegte Karotten und Kohlrabi, alles verflochten mit zarten Reisnudeln. Bei Pho Ha Noi kannst du zwischen Rindfleisch, Hühnchen oder Garnelen wählen. Alle Varianten sind köstlich, aber wir schwören auf die Garnelen, da ihre herzhaft-salzige Note perfekt mit den anderen Zutaten harmoniert.

    Die Rollen werden mit einer würzigen Dipsauce serviert, die mit Limette, Reisessig und Fischsauce verfeinert ist. Du kannst auch etwas Hoisin-Sauce (herzhaft, leicht süß und knoblauchig) oder Erdnusssauce (cremig, nussig, leicht süß) hinzugeben.

    Die Sommerrollen verkörpern Leichtigkeit, Frische und intensiven Geschmack. Sie vereinen auf raffinierte Weise Süße, Säure, Salzigkeit und Umami. Ein Hauch von Minze belebt die Sinne und rundet das Geschmackserlebnis ab.

    Pho Dac Biet (Nr. 13) ist ein echtes Highlight der vietnamesischen Küche. Dabei handelt es sich um eine vietnamesische Suppe, die durch ihre einzigartige Kombination von Aromen und Texturen überzeugt.

    Die Grundlage dafür ist die Brühe, die über Stunden hinweg mit einer Vielzahl aromatischer Gewürze wie Sternanis und Nelken gebraut wird. Dadurch schmeckt sie besonders herzhaft, süß und erdig mit einem Hauch von Rind- und Hühnergeschmack. Die leichte Würze macht es möglich, die Brühe bis zum letzten Tropfen zu schlürfen, ohne ein überwältigendes Salzgefühl zu verspüren. Wenn du es noch würziger magst, kannst du die Brühe zusätzlich mit Knoblauch-infundierter Fischsauce oder frischen Chilis aufpeppen.

    Die Reisnudeln sind schön seidig und glatt und bilden eine zarte, aber dennoch solide Basis. Sie harmonieren perfekt mit den anderen Zutaten, zum Beispiel mit zartem Rindfleisch, festen Rindfleischbällchen oder saftigem Hühnchenfleisch. Ihr vollmundiger Geschmack gibt der Suppe eine angenehme Fülle.

    Die Pho wird großzügig mit frischen Kräutern wie Thai-Basilikum, Koriander, Minze, knusprigen Sojasprossen und sauren Zwiebeln garniert. Dadurch wird jeder Schluck zu einem erfrischenden Geschmackserlebnis.

    An warmen Sommertagen ist Bun La Lot (Nr. 23) besonders zu empfehlen. Eine erfrischende Mischung aus Reisnudeln, frischem Salat, Kräutern und zartem, gegrillten Rinderhackfleisch, eingewickelt in duftende Betelblätter.

    Das Highlight sind zweifellos die eingewickelten Rindfleischröllchen. Sie enthalten eine ausgewogene Kombination von magerem und fettem Fleisch, was sie besonders saftig und aromatisch macht. Frisch zubereitet haben sie eine zarte und weiche Konsistenz. Die gegrillten Betelblätter sind knusprig und geben einen einzigartigen Kräutergeschmack ab, der sich wunderbar mit dem reichhaltigen, aromatischen Rindfleisch verbindet.

    Die Rindfleischröllchen werden heiß, der Rest kalt serviert. Dazu gibt es Nuoc Cham – eine süß-saure Soße aus Fischsauce, Limettensaft, Knoblauch und Wasser.

    Zuerst etwas Nuoc Cham Soße über die Reisnudeln und den Salat geben. Gut umrühren, damit sich die Aromen verbinden. Dann taucht man die Rindfleischröllchen in die restliche Soße und genießt, wie sich die reichhaltigen Aromen verbinden und bei jedem Bissen eine Geschmacksexplosion auslösen!

    Die Gerichte im Pho Ha Noi bestechen nicht durch atemberaubende Extravaganz, sondern durch die sanfte Harmonie wohltuender Kombinationen, wie ein ruhiger Bach, der unter der malerischen Huc-Brücke fließt. Ohne große Wellen zu schlagen, dringen die Aromen langsam ins Herz, wie die Geschichten der Ältesten, die sich mit Ruhe und Bedacht entfalten und für immer in Erinnerung bleiben.

  • Entdecke das verborgene Juwel: Phuket Thai Imbiss in Frankfurt

    Entdecke das verborgene Juwel: Phuket Thai Imbiss in Frankfurt

    Versteckt im Zentrum Frankfurts liegt ein thailändisches Restaurant – der Phuket Thai Imbiss. Trotz seines unscheinbaren Äußeren verbirgt sich hier ein authentisches thailändisches Esserlebnis. Es wird von Einheimischen betrieben und strahlt eine Vertrautheit aus, die an die kleinen Restaurants und Straßenstände in den belebten Gassen Thailands erinnert.

    Die Atmosphäre ist locker und entspannt, die einfachen Tische und Stühle reichen teilweise bis auf den Bürgersteig. Trotz seiner bescheidenen Größe bietet dieses Restaurant eine große Auswahl an authentischen thailändischen Klassikern wie Pad Thai, Tom Yum Suppe, Grünes Curry sowie verschiedene Reis- und Nudelgerichte zu wirklich günstigen Preisen!

    Restaurantprofil

    Als Vorspeise empfehlen wir eine thailändisch inspirierte Variante der Spareribs. Mariniert in einer Mischung aus thailändischen Gewürzen und Soßen, darunter Sojasoße, Austernsoße, Knoblauch und Ingwer, erinnern die Spareribs an den Geschmack von Meeresfrüchten. Mit ihrer goldbraunen Haut und dem intensiven Geschmacksprofil sind die Spareribs ein Genuss, der immer wieder Lust auf mehr macht.

    Kuay Jub (ก๋วยจั๊บ oder Reisnudeln mit Schweinefleisch, Tofu und Ei) ist ein klassisches und beliebtes Streetfood in Thailand. Sie bestehen aus breiten, flachen Reisnudeln, die rechteckig geschnitten und zu einer Rolle geformt werden. Aus Schweineknochen hergestellt und mit aromatischen Kräutern und Gewürzen wie Knoblauch, Sternanis und Korianderwurzel gekocht, hat die Brühe eine schöne Mischung aus herzhaften und leicht süßlichen Aromen.

    Gebratener Tofu, gekochte Eier und saftiges Schweinefleisch in Form von Schweinebauch, Hackfleisch und Innereien sind in die reichhaltige Brühe eingebettet und sorgen für eine verführerische Mischung aus Aromen und Texturen. Die gelungene Kombination aus zartem Schweinefleisch, bissfesten Nudeln, knusprig gebratenen Schalotten und Sellerie macht jeden Löffel zum Genuss. Ob als Snack für zwischendurch oder als herzhafte Mahlzeit, hier ist jeder richtig.

    Die Reisnudelsuppe mit Meeresfrüchten, Fischbällchen und Erdnüssen (กว๋ ยเตยี วทะเลตม้ ยาํ มะนาว) ist ein beliebtes traditionelles Gericht, das die verführerische Welt der thailändischen Aromen in einer einzigen Schale einfängt. Die duftende Brühe mit Zitronengras, Galgantwurzel und Kaffernlimettenblättern hat eine sehr aromatische und erfrischende Basis. Die zarten Garnelen, der saftige Tintenfisch und die herzhaften Muscheln, allesamt in der würzigen Brühe pochiert, sorgen mit jedem Löffel für eine Explosion an Frische und Geschmack.

    Diese mit roter Currypaste verfeinerte Suppe hat eine verführerisch rote Farbe. Sie erinnert an die berühmte Laksa aus Malaysia und Singapur und schmeckt vollmundig, würzig und leicht nussig. In der Mitte des schillernden Ensembles befinden sich Fischbällchen, gekochte Eier, Sojasprossen und eine Vielzahl knuspriger Toppings wie geröstete Erdnüsse, frischer Sellerie, gebratene Schalotten und Koriander. Alles zusammen ergibt ein lebhaftes Geschmacksprofil – frisch, erdig und herzhaft mit Kräuter- und Zitrusnoten. Nicht zu vergessen sind die zarten Reisnudeln, die dem Ganzen einen angenehmen Geschmack verleihen.

    In einem früheren Beitrag haben wir bereits Wasserspinat mit Knoblauch kennen gelernt, ein beliebtes Grundnahrungsmittel in China. Heute widmen wir uns der thailändischen Variante “ผัดผักบุ้ง” (Pad Pak Boong), was übersetzt “im Wok gebratener Wasserspinat” bedeutet. Pad Pak Boong mit gehacktem Hühnerfleisch im Phuket Thai Imbiss ist eines meiner persönlichen Lieblingsgerichte. Es vereint alle meine liebsten “comfort foods”: zartes Hühnerfleisch, knackiger Wasserspinat, duftender Reis und ein Hauch Chili für den extra Kick – und ja, das mit dem Chili ist kein Witz!

    Bei diesem Gericht spielt das Gemüse die Hauptrolle und wird durch eine kleine Portion Fleisch ergänzt, um zusätzliche Proteine und einen Hauch von herzhafter Tiefe zu erhalten. Diese Zubereitungsart ist in Asien weit verbreitet. Auch mit Fleisch behält das Gericht seine Leichtigkeit und den erfrischenden Geschmack des Gemüses.

    Pad Pak Boong ist mit Sojasauce und Bohnenpaste gewürzt und hat einen köstlichen Umami-Geschmack, der perfekt zu einer dampfenden Schüssel Reis passt. Es ist ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht, das in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern sehr beliebt ist.

    Der Phuket Thai Imbiss ist ideal für alle, die eine schnelle und bequeme Mahlzeit suchen. Der Service ist in der Regel freundlich und effizient. Das Restaurant bietet außerdem ein einzigartiges und authentisches kulinarisches Erlebnis. Es erinnert an das geschäftige Leben in Thailand: Ein Spaziergang durch die belebten Stände der Einheimischen in Flip-Flops. Rauch wirbelt auf, lebendige Energie und verführerische Düfte kitzeln die Sinne.