Schlagwort: Reisgericht

Eine Sammlung von Beiträgen zu Gerichten mit Reisgerichten.

  • La Cevi: Ein Meisterwerk peruanischer Fusionsküche in Frankfurt

    La Cevi: Ein Meisterwerk peruanischer Fusionsküche in Frankfurt

    Hallo und herzlich willkommen im La Cevi! Ein peruanisches Restaurant voller Kreativität, Innovation und Eleganz – von der Einrichtung bis zu den Gerichten. Der Name „La Cevi“ ist eine spielerische Hommage an das peruanische Nationalgericht Ceviche.

    Das Ambiente ist stilvoll und inspirierend: geschwungene Muster an der Decke erinnern an sanfte Wellenbewegungen, bunte Zeichnungen von Fischen, Meerestieren, Tauchern und anderen maritimen Symbolen setzen die tiefe Verbundenheit Perus mit dem Meer künstlerisch in Szene.

    Das Interieur spiegelt die Philosophie der Küche wider – eine ständige Reise zwischen Tradition und Moderne. Die kompakte Speisekarte des La Cevi überzeugt mit durchdachten und kreativ komponierten Gerichten.

    Restaurantprofil

    Bevor wir uns dem Essen zuwenden, möchten wir euch ein Getränk vorstellen: Pisco Sour, der wohl berühmteste Cocktail Perus. Er besteht aus peruanischem Pisco, frischem Limettensaft, einer Prise Zucker, ein Schuss Angostura-Bitterlikör und einer samtigen Haube aus Eiweißschaum.

    Pisco, ein Traubenbrand aus Peru, wird aus erlesenen Traubensorten destilliert und besitzt ein weiches, fruchtiges Aroma.

    Schon beim ersten Schluck entfaltet sich das frische, zitrusartige Aroma des Pisco Sour, das durch die Süße des Zuckers perfekt ergänzt wird. Der Angostura-Bitter bringt eine würzige Note ins Spiel, während der Eiweißschaum dem Getränk eine cremige Fülle verleiht.

    Die Liebe der Peruaner zu ihrem Pisco Sour ist so groß, dass sie ihm einen eigenen Feiertag gewidmet haben: den Nationalen Tag des Pisco Sour (Día Naciona del Pisco Sour), der jedes Jahr am ersten Samstag im Februar gefeiert wird. Ein Schluck und man versteht sofort, warum.

    Ceviche Mixto (C3) vereint die Frische des Meeres mit dem spritzigen Aroma von Limetten. Zarter roter Schnapper (eine Fischart) trifft auf Oktopus, Tintenfisch, Garnelen und Muscheln – verfeinert mit frischem Koriander, Zwiebeln und Chili. Dazu eine Mischung aus Süßkartoffeln, geröstetem Cancha-Mais und Erdnüssen, die dem Gericht nicht nur Farbe, sondern auch Textur und Geschmack verleihen.

    Der rote Schnapper überzeugt durch seine Zartheit, während der Oktopus mit seiner leicht bissfesten Konsistenz einen spannenden Kontrast bildet. Die leicht säuerliche Limettenmarinade setzt belebende Zitrusnoten frei, die wunderbar mit den leicht salzigen Meeresaromen von Fisch und Meeresfrüchten harmonieren. Frische Zwiebeln und Koriander sorgen für eine aromatische Würze und der nussige Crunch” von geröstetem Mais und Erdnüssen für den perfekten Abschluss.

    Man nehme eine kleine Portion Süßkartoffeln, kombiniere sie mit einer saftigen Garnele und lasse sich die natürliche Süße auf der Zunge zergehen. Etwas Chili setzt einen raffinierten Kontrast, der die natürliche Süße perfekt in Szene setzt. Die harmonische Balance von süß, sauer, scharf und salzig macht diese Ceviche zu einem echten Highlight: leicht, erfrischend und unwiderstehlich.

    Doch Ceviche ist mehr als ein Gericht – es ist ein Stück Geschichte. In Peru wird jedes Jahr am 28. Juni der „Ceviche-Tag” gefeiert. Damit wird eine Tradition gewürdigt, die mehr als 2.000 Jahre bis zur Moche-Kultur zurückreicht. Schon damals wurde Fisch mit Früchten, Chili und anderen Zutaten mariniert.

    Seco de Carrilera (H4), ein wahres Meisterwerk der peruanischen Küche, enthält zarte Rinderbäckchen, die 45 Stunden lang „sous vide” (franz. „unter Vakuum“) gegart wurden. Beim Vakuumgaren wird das Fleisch in einem luftdichten Beutel in einem genau temperierten Wasserbad gegart. So bleibt das Fleisch besonders saftig und aromatisch, denn durch die gleichmäßige Zubereitung bleiben die natürlichen Säfte erhalten.

    Seco de Carrilera wird nur mit einem Löffel gegessen. Denn das Fleisch ist so zart, dass es förmlich auf der Zunge zergeht und fast mühelos mit dem Löffel aufgenommen werden kann

    Die natürliche Bratensoße ist mit einem feinen Curryaroma verfeinert, das sich perfekt mit der dezenten Süße und der erdigen Note der kräftigen Sauce verbindet. Darunter bildet ein cremiges Kartoffelpüree eine herzhafte Grundlage. Frisches Mikrogrün, Chili und Zwiebeln setzen farbige Akzente und verleihen dem Gericht eine angenehme Schärfe.

    Verführerisch duftet der duftende Jasminreis, der mit feinstem Sesamöl aromatisiert ist. Dazu gesellen sich Babykohl, Karotten und frische Petersilie, deren leichte Süße und knackige Frische das Gericht perfekt abrunden.

    Ensalada Nikkei (H7) vereint auf eindrucksvolle Weise die Aromen der japanischen und der peruanischen Küche. Die Nikkei-Küche, die vom kulturellen Austausch zwischen Japan und Peru geprägt ist, entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts, als japanische Einwanderer nach Peru kamen.

    Im Mittelpunkt steht ein meisterhaft gebratenes Thunfischsteak, das von einer knusprigen Quinoa-Kruste umhüllt wird. Der Thunfisch besticht durch seinen vollen, frischen und fleischigen Geschmack. Perfekt gebraten bleibt das Innere zart und saftig, so dass der natürliche Meeresgeschmack erhalten bleibt.

    Der Salat besteht aus knackigen Gurken, würzigen Radieschen, cremiger Avocado und Koriander. Diese Komposition bringt eine leichte Säure mit sich, die durch süß geröstete Mandeln mit einem angenehmen “Crunch” perfekt abgerundet wird.

    Das Dressing ist eine raffinierte Mischung aus Sojasauce, Sesamöl und hausgemachter peruanischer Mayonnaise. Diese sorgt für Säure, Umami und Fülle. Die leicht gesalzene Avocado ist buttrig und cremig und harmoniert mit dem spritzigen Limettensaft. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, so dass man die Aromen der einzelnen Zutaten gut herausschmecken kann, ohne den natürlichen Geschmack des Thunfischs und des frischen Gemüses zu überdecken.

    Tacu Chaufa (H3) entstammt der Chifa-Küche, die auf einer faszinierenden Fusion chinesischer und peruanischer Traditionen beruht. Diese einzigartige kulinarische Verbindung entstand im 19. Jahrhundert mit der chinesischen Einwanderungswelle nach Peru. Im Mittelpunkt des Tacu Chaufa stehen gebratener Reis und zarter, saftiger Schweinebauch.

    Der Schweinebauch wird 30 Stunden lang sous vide, also unter Vakuum, gegart. Dadurch wird er unglaublich saftig und butterweich, während die Außenseite schön knusprig und goldbraun wird. Frische Petersilie, Mikrogrün, fein gehackte rohe Zwiebeln und frische Chilischoten verleihen jedem Bissen eine angenehme Frische und dezente Schärfe. Die gesalzene und mit Limette gewürzte Avocado sorgt für einen schönen Ausgleich zur üppigen Fleischfülle.

    Die Grundlage bildet sättigender Kamameshi-Reis (japanischer „Kesselreis“), der knusprig gebraten und mit herzhaften weißen Bohnen, knusprigen Getreidekörnern und Kartoffelstückchen verfeinert wird. Aji Amarillo, die charakteristische gelbe Chilischote Perus, verleiht dem Gericht eine milde, zitronige Schärfe, die sich perfekt in die Komposition einfügt. Rote Beeren runden das Ganze ab und sorgen mit ihrer süß-säuerlichen Note für geschmackliche Kontraste und elegante Farbakzente.

    Die peruanische Küche ist ein beeindruckendes Beispiel kulinarischer Vielfalt. Sie schöpft aus den reichen Ressourcen des Landes: von den fruchtbaren Böden im Hochland, die 14 Quinoa-, 55 Mais-, 200 Süßkartoffel- und über 300 Chilisorten hervorbringen, über die unglaubliche Zahl von 3.800 Kartoffelsorten bis hin zu den fruchtbaren Küstengewässern, die zu den ertragreichsten Fischgründen der Welt zählen.

    Doch nicht nur die Zutaten machen die peruanische Küche so einzigartig, sondern auch ihre Offenheit für kulturelle Einflüsse aus aller Welt. Vom Erbe des Inkareiches über die spanische Kolonialzeit bis hin zu Einwanderungswellen aus Italien, Japan, China und Afrika. Dieser interkulturelle Austausch hat die peruanische Küche geprägt und ihr eine unverwechselbare Identität verliehen. Dazu gehört neben der japanisch geprägten Nikkei-Küche und der chinesisch-peruanischen Chifa-Tradition, die wir bereits kurz vorgestellt haben, auch die italienisch beeinflusste Bachiche-Küche.

    Die Speisekarte des La Cevi ist zwar nicht besonders umfangreich, aber jedes Gericht zeigt auf wunderbare Weise, wie sich die Fusionsküche organisch und kontinuierlich weiterentwickelt hat. Neben den bereits erwähnten Spezialitäten gibt es Klassiker wie Lomo Saltado (ein Wokgericht mit Rindfleisch, das die Aromen der Anden mit chinesischen Einflüssen verbindet), Arroz con Mariscos (eine peruanische Interpretation der spanischen Meeresfrüchte-Paella) und Ceviche Tradicional (roher roter Schnapper).

  • Sonamu: Ein Stück Korea in der Berger Straße – Natürlich. Authentisch. Köstlich.

    Sonamu: Ein Stück Korea in der Berger Straße – Natürlich. Authentisch. Köstlich.

    Heute möchten wir Ihnen ein Restaurant vorstellen, das die Herzen von Liebhabern der koreanischen Küche höher schlagen lässt. Es liegt in der belebten Berger Straße und trägt den Namen Sonamu – das koreanische Wort für Kiefer. Schon beim Betreten des Lokals entfaltet sich der natürliche Charme des Restaurants und zieht die Gäste sofort in seinen Bann.

    Passend zum Namen ist das Design des Restaurants von Holz geprägt. Von der rustikalen Außenfassade bis zum gemütlichen Innenraum finden sich überall Holzelemente und schaffen eine schlichte und zugleich einladende Atmosphäre. Im Außenbereich erwartet die Gäste eine kleine, von Bambus gesäumte Oase – ein Rückzugsort mitten in der Stadt. Egal, ob man in entspannter Runde essen oder sich zu einem geschäftlichen Networking einfinden möchte – das Restaurant bietet den idealen Rahmen.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Sonamu
    • Adresse: Berger Str. 184, 60385 Frankfurt am Main
    • Stil: Koreanische Küche – Streetfood, Teigtaschen, Nudeln und Reisgerichte, Pfannengerichte, Eintöpfe
    • Preis: ca. 25 – 35 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Bae Tschu Tschon ist die perfekte Vorspeise, um sich auf den Hauptgang einzustimmen. Der Pfannkuchen besteht aus frischen Napa-Kohlblättern, die in einem zarten Weizenteig gebacken werden. Innen ist er locker und weich, außen knusprig und goldbraun. Ein würziger Sojasaucen-Dip rundet das Gericht ab und verleiht ihm eine feine Umami-Note. Die Aromen sind dezent und lassen den frischen Teiggeschmack angenehm zur Geltung kommen.

    Besonders raffiniert ist die Präsentation des Gerichts: Ein ganzes Kohlblatt liegt ausgebreitet auf dem Pfannkuchen und erinnert in seiner Form an einen Baum – eine subtile Anspielung auf den Namen des Restaurants. Dieses kleine Detail verbindet das Gericht harmonisch mit der natürlichen und beruhigenden Atmosphäre des Hauses.

    Galbi, geschmorte Rippchen, sind in Korea ein traditionelles Gericht, das zu besonderen Anlässen gegessen wird und den Zusammenhalt und die Verbundenheit innerhalb der Familie symbolisiert.

    Die Rippchen werden in einer aromatischen Marinade aus Sojasauce, Honig und Äpfeln eingelegt, die süße, salzige und umami Aromen beisteuert. Etwas Chili sorgt für eine dezente Schärfe. Langsam gegart, werden die Rippchen wunderbar zart und bieten die perfekte Balance zwischen zartem Fleisch und saftigem Fett.

    Serviert wird das Gericht mit einer Vielzahl von Zutaten wie zarten Kartoffeln, Karotten, frischen Frühlingszwiebeln, Eierstichstreifen, pfeffrigem Rucola und Brokkoli, die zusammen eine ausgewogene Textur und einen harmonischen Geschmack ergeben.

    Die Brühe ist ein echtes Highlight: reichhaltig und voll im Geschmack, mit einer warmen, würzigen Tiefe. Die Kombination aus zarten Rippchen und frischen Zwiebeln bildet einen spannenden Kontrast, der das gehaltvolle Fleisch noch intensiver zur Geltung bringt und gleichzeitig für eine erfrischende Note sorgt.

    Bulgogi gehört zweifellos zu den bekanntesten Gerichten der koreanischen Küche und ist aus vielen koreanischen Haushalten nicht wegzudenken. Das köstliche Pfannengericht kombiniert zartes Fleisch in einer aromatischen Marinade aus Sojasauce, Ingwer, Knoblauch, Lauch und Pilzen mit der natürlichen Süße von Äpfeln, koreanischen Birnen und etwas Honig.

    Im Sonamu kann man sich sein Bulgogi nach Lust und Laune aus verschiedenen Fleischsorten wie z.B. Hähnchenkeule (ohne Knochen), Rinderrippchen oder Schweinenacken zusammenstellen. Ganz klassisch wird Bulgogi mit Rindfleisch zubereitet, wir haben uns jedoch für die Entenbrust, Bul Go Gi Ori, entschieden, die einen besonders intensiven und vollmundigen Geschmack bietet. Die köstliche Marinade, insbesondere die koreanischen Birnen mit ihrer natürlichen Süße, machen das Fleisch nicht nur zart, sondern verleihen ihm auch eine feine, fruchtige Note. Diese verfeinert den Geschmack und macht das Fleisch besonders saftig und aromatisch.

    Die Gemüsebeilage, bestehend aus Karotten, Frühlingszwiebeln, Rucola, Pilzen, Zwiebeln, Brokkoli, grünen Bohnen und Glasnudeln, harmoniert perfekt mit dem saftigen, leicht faserigen Fleisch und unterstreicht den herzhaften, leicht süßlichen Geschmack.

    Die dazu gereichte Suppe auf Sojabasis ist kräftig, nussig, rauchig und recht salzig, weshalb man sie am besten in kleinen Mengen genießt. Zum Bulgogi gehört auch eine Schüssel Reis, der im Sonamu eine leicht violette Färbung hat – ein Zeichen dafür, dass er aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten besteht. Diese Kombination verleiht dem Gericht einen nussigen Geschmack und liefert zusätzliche Nährstoffe.

    Kim Sam Bok ist ein scharfes koreanisches Wokgericht mit zartem Schweinenacken, der eine ausgewogene Mischung aus magerem und fettem Fleisch bietet. Dieses wird zusammen mit scharf-saurem und knackigem Kimchi – einer fermentierten Gemüsemischung – angebraten. Abgerundet wird das Gericht mit einer großzügigen Portion Gochujang, der berühmten koreanischen Chilipaste, die dem Ganzen Tiefe, Schärfe und eine leichte Süße verleiht. Diese ikonische Paste sorgt für einen unverwechselbaren Kick und eine erdige, umamiartige Note, die noch lange nachklingt.

    Das intensive Schweinefleischaroma wird durch zarten Tofu, Glasnudeln und süße Karotten perfekt ergänzt. Schwarzer und weißer Sesam sowie pfeffriger Rucola verleihen dem Gericht einen frischen, nussigen Biss.

    Das harmonische Zusammenspiel von würzigem, fermentiertem Kimchi und saftigem, herzhaftem Schweinefleisch macht Kim Sam Bok zu einem intensiven Geschmackserlebnis.

    Bibimbap gehört zu den beliebtesten koreanischen Spezialitäten und ist ein ausgewogenes Reisgericht, das mit verschiedenen Gemüsesorten belegt und mit Sesamöl und scharfer Chilipaste verfeinert wird. Im Sonamu kann man Bibimbap auf zwei verschiedene Arten genießen: Entweder in einer warmen Keramikschale mit einem Spiegelei und frischem Rucola oder in einer heißen Steinschale (Dol Sot Bibimbap) mit rohem Eigelb, Apfelstreifen und Rucola. Wir haben uns für die Dol Sot-Variante entschieden, bei der die Hitze der Steinschale den Reis knusprig werden lässt und gleichzeitig das Vermischen der Zutaten direkt nach dem Servieren erleichtert.

    Bibimbap kann entweder vegetarisch oder mit verschiedenen Fleischsorten wie Rind, Hähnchen, Ente oder Schwein zubereitet werden. Wir haben uns für Hähnchen entschieden, da es dem Gericht eine besonders zarte und saftige Note verleiht.

    Dazu kommen Bambussprossen, Holzohr- und Shiitake-Pilze, Auberginen, Eisbergsalat, Zucchini und eine Prise Chili. Wer es noch schärfer mag, kann etwas Chilipaste dazugeben!

    Alles gut vermischen, damit sich die Aromen entfalten können – rauchig, leicht säuerlich und pikant, mit einer frischen Gemüse-Note. Das rohe Eigelb verschmilzt mit dem Reis und verleiht ihm eine cremige, reichhaltige Textur, während die heiße Schale den Reis unten knusprig macht und so einen schönen Kontrast zum frischen Gemüse und dem zarten Eigelb bildet.

    Bibimbap ist das perfekte Gericht für alle, die eine Vielfalt an Aromen, Texturen und gesunden Zutaten suchen – es bietet Komfort und Spannung bei jedem Bissen.

    Neben den bereits von uns erwähnten Gerichten bietet Sonamu auch beliebte Vorspeisen wie Japchae (gebratene Glasnudeln mit Gemüse), panierte Mandu (koreanische Teigtaschen) und Kimchi Jeon (pikante Kimchi-Pfannkuchen) an. Bei den Hauptgerichten könnt ihr auf vegetarische und fleischhaltige Optionen wie Dak Gang Jeong (koreanisches Fried Chicken) und Meeresfrüchtespezialitäten wie Ojing-eo Bokkeum (gebratener Tintenfisch) zurückgreifen.

    Auf jedem Tisch stehen kleine Schälchen mit Beilagen (Banchan genannt), darunter Kimchi, das nicht nur geschmacklich ausgleichend, sondern auch verdauungsfördernd wirkt – nicht umsonst ist es das Grundnahrungsmittel der koreanischen Küche.

    Die Speisekarte des Sonamu mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, bietet aber einen tiefen Einblick in das Herz der koreanischen Küche. Ein gutes Beispiel ist das Bibimbap, das in traditionellen Steinschalen serviert wird – eine Praxis, die auf die Frühzeit Koreas zurückgeht, als Hülsenfrüchte erstmals in Steintöpfen gekocht wurden. Diese Methode ist der Ursprung der heute so beliebten Steinschalengerichte. Im 5. Jahrhundert trug der Buddhismus zur Entstehung einer reichen Tradition vegetarischer Gerichte bei, während im 7. Jahrhundert Gewürze wie Knoblauch und Ingwer den typisch scharfen Geschmack der koreanischen Küche prägten. Unter dem Einfluss der Mongolen im 13. Jahrhundert wurden verschiedene Fleischsorten wie Schwein, Rind und sogar Meeresfrüchte zusammen mit Reis zu unverzichtbaren Bestandteilen der koreanischen Küche.

    Von der scharfen Kimchi-Pfanne bis zum wohltuend warmen Bibimbap – jedes der liebevoll zubereiteten Gerichte im Sonamu entführt auf eine geschmackvolle Entdeckungsreise durch Jahrhunderte voller Tradition und Aromen.

  • An Frankfurt: Ein vietnamesische Food-Paradies versteckt in der Frankfurter Zeil

    An Frankfurt: Ein vietnamesische Food-Paradies versteckt in der Frankfurter Zeil

    Hallo zusammen! heute möchten wir euch ein vietnamesisches Restaurant vorstellen, das wir vor kurzem entdeckt und sofort in unser Herz geschlossen haben. Es ist einer dieser Orte, die man leicht übersieht. Klein und gemütlich, versteckt in einer ruhigen Passage nahe der Frankfurter Hauptwache auf der Zeil.

    Das stilvoll eingerichtete Restaurant An hat nur wenige Sitzplätze, die sich bis in den Gang der Passage erstrecken. Durch die Lage in ebendieser Passage ist es hier – im Gegensatz zum Rest der Zeil – angenehm ruhig, so dass man sein Essen in entspannter Atmosphäre genießen kann. Der Ort wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar, aber hier bekommt man eine der besten Pho in ganz Frankfurt. Meine vietnamesischen Freunde schwören darauf und wer es einmal probiert hat, versteht sofort warum.

    Restaurantprofil

    Ein weiterer Pluspunkt: Im An Frankfurt gibt es nicht nur leckeres Essen, sondern auch exquisite vietnamesische Drinks aus dem Egg Coffee Café gegenüber. Diese können im An Frankfurt direkt zum Essen dazubestellt werden. Wer sie noch nicht probiert hat, sollte das unbedingt nachholen – sie sind genauso stylisch wie lecker. Hier unsere Empfehlungen:

    Los geht’s mit dem Pink Salt Cream Lotus Iced Tea. Der Tee schimmert in einem zarten Gelbton – vermutlich eine Mischung aus Lotus- und Grüntee – und entfaltet eine feine, blumige Note.

    Auf der Oberfläche liegt eine cremige, leicht gesalzene Sahneschicht, die man nach Belieben umrühren oder sanft einwirken lassen kann. Am Boden des Glases warten frische, leicht süßliche Lotussamen, die dem Getränk eine angenehme Textur und einen natürlichen Duft verleihen. Die reichhaltige, leicht salzige Sahne mildert die leichten Bitteraromen des Tees und verleiht ihm eine samtig weiche Konsistenz. Ein gehaltvolles und erfrischendes Getränk.

    Matcha Latte Mango ist ein wunderschön angerichtetes Getränk in drei Schichten und Farben: oben das satte Grün des Matcha, in der Mitte die samtige Milch und unten das leuchtende Gelb von Mango.

    Nimmt man einen Schluck von unten, entfaltet sich zunächst die tropische Süße der Mango. Probiert man weiter oben vereinen sich Matcha und Milch zu einer cremigen Masse mit einem leicht erdigen Aroma. Da die Dichte der einzelnen Schichten sorgfältig ausbalanciert ist (oben leicht, unten schwer), bleiben sie voneinander getrennt – es sei denn, man vermischt alles mit einem Löffel oder Strohhalm. Das Getränk ist ein echter Hingucker und bietet eine große Geschmacksvielfalt.

    Lychee-Eistee mit Chia-Samen ist ein erfrischendes, goldfarbenes Getränk, das vermutlich auf der Basis von Grün- oder Jasmintee zubereitet wird. Der Tee bildet eine feine, aromatische Basis, die angenehm mild und nicht zu süß ist. Darin schwimmen Chiasamen, die dem Getränk eine nussige Note und eine interessante, leicht gelartige Konsistenz verleihen. Zwei saftige Litschis sorgen zusätzlich für eine blumig-fruchtige Süße. Leicht und belebend ist dieses Getränk der perfekte Begleiter zu einer heißen Nudelsuppe oder ähnlichem.

    Trà Sữa Oolong Thạch Phô Mai ist ein klassisches vietnamesisches Getränk, das den vollmundigen, leicht gerösteten Geschmack von Oolong-Milchtee mit der cremig-samtigen Textur von Phô Mai (einer Art Käsecreme) verbindet. Verfeinert wird er mit getrockneten Beeren und grünen und roten Agar-Gelee-Kugeln, die mit Früchten und Sirup gefüllt sind.

    Die Geleekugeln sorgen für einen süßen und erfrischenden Biss, während die getrockneten Beeren eine feine, herbe Note beisteuern, die perfekt mit dem cremigen, nussigen Oolong harmoniert. Das Getränk ist angenehm ausgewogen und nicht zu süß und beruhigend und sättigend zugleich.

    Und nun zum Essen! Die Speisekarte des Restaurants ist zwar klein, aber fein: Sie präsentiert die typischsten Gerichte der vietnamesischen Küche, liebevoll zubereitet und voller Geschmack!

    An erster Stelle steht für mich im An Frankfurt die Phở Tái Chín Bò Viên (Nr. 41) – eine vietnamesische Nudelsuppe mit zart geschnittenem Rindfleisch, Rinderbrust und Fleischbällchen. Jede Schüssel ist liebevoll mit Sojasprossen, Koriander, frischen Zwiebeln und Frühlingszwiebeln garniert.

    Das Rindfleisch ist hauchdünn geschnitten und so zart, dass es auf der Zunge zergeht. Die saftigen Stücke sind vollmundig und intensiv im Geschmack, nehmen das Aroma der Brühe wunderbar auf und entfalten ein tiefes, vollmundiges Umami-Erlebnis.

    Die Rindfleischbällchen sind angenehm bissfest und verleihen dem Gericht eine besondere Textur. Der eigentliche Star des Phở ist jedoch die Brühe: Perfekt ausbalanciert, nicht zu salzig und mit einem frischen, klaren Geschmack, der durch stundenlanges Kochen entsteht. Man schmeckt förmlich die Liebe und Hingabe, die in jede Schüssel geflossen sind. Der charakteristische Geschmack eines traditionell zubereiteten Phở entsteht – wie der Besitzer selbst betont – durch das langsame Einkochen der Aromen aus Knochen und Gewürzen ohne jegliche Zusatzstoffe.

    Das harmonische Zusammenspiel von duftenden Kräutern, der feinen Süße der Gewürze und der kräftigen Rindfleischnote umhüllt die Sinne wie eine warme Umarmung an einem kühlen Tag. Leicht und doch voller Tiefe. Ein Spritzer Limette und ein wenig Chili sorgen für zusätzliche Frische. Das ist Phở in seiner besten Form – einfach, ehrlich und unwiderstehlich lecker.

    Bún Gà – Xo Xía, Heo Quoy (Nr. 28) ist ein vietnamesisches Gericht, bei dem verschiedene Fleischsorten – zartes Hühnerfleisch, gegrillter Schweinenacken und knuspriges Schweinefleisch – auf einem Bett aus klassischen vietnamesischen Reisnudeln angerichtet werden.

    Obwohl das Gericht kalt serviert wird, sind die Nudeln noch leicht warm. Bún (Reisnudeln) sind ein Klassiker der vietnamesischen Küche und werden häufig in Salaten und Suppen verwendet. Sie werden aus Reismehl hergestellt und sind von Natur aus glutenfrei, was sie zu einer leichten und gesunden Wahl macht. Dazu gibt es ein buntes Potpourri aus Zutaten wie eingelegten Karotten- und Rettichstreifen, Gurken, zerdrückten Erdnüssen und frischem Koriander.

    Das knusprige Schweinefleisch hat die perfekte Balance zwischen magerem und fettem Fleisch, umhüllt von einer unwiderstehlich knusprigen Kruste. Die würzige, knusprige Schweineschwarte sorgt nicht nur für eine spannende Textur, sondern hebt das gesamte Geschmackserlebnis auf eine neue Ebene. Das Hähnchenfleisch hingegen ist nur dezent gewürzt, um seine natürliche, milde Süße zur Geltung zu bringen. Es bildet einen harmonischen Kontrast zu den kräftigeren Aromen des Schweinefleisches.

    Abgerundet wird das Bún-Gericht mit einer pikanten Nước chấm, einer klassischen vietnamesischen Sauce aus Fischsauce, Limettensaft oder Essig, Zucker, Knoblauch, Chili und Wasser. Sie ist ein wahres Meisterwerk – leicht und doch vollmundig, mit einem erfrischenden Crunch bei jedem Bissen.

    Wer sich noch etwas mehr gönnen möchte, kann auf die Bún mit frittierten Frühlingsrollen zurückgreifen, wie zum Beispiel Bún Chả Giò Thịt (Nr. 21) mit Schweine- oder Hühnerfleisch (Nr. 21). Sowohl Bún Gà – Xo Xía, Heo Quoy als auch Bún Chả Giò Thịt werden mit ähnlichen Zutaten und Soßen serviert, die knusprigen Frühlingsrollen geben dem Ganzen aber eine zusätzliche Note.

    Wir sind große Fans des knusprigen Schweinefleisches im An Frankfurt und haben uns deshalb für die Bún Chả Giò Thịt (Nr. 21) entschieden. Die knusprige, würzige Schweineschwarte harmoniert wunderbar mit den zarten Aromen der Reisnudeln und dem frischen Gemüse. Jeder Biss in die Frühlingsrolle ist ein echter „Umami-Crunch” – außen goldbraun und knusprig, innen mit einer weichen, leckeren Glasnudelfüllung.

    Nicht vergessen, die Frühlingsrollen in das Nước Chấm zu dippen, das sich am Boden der Schale sammelt. Diese Kombination aus süßen, sauren und salzigen Aromen sorgt für ein rundum befriedigendes Geschmackserlebnis.

    Wer etwas noch Sättigenderes sucht, für den ist das Gericht Cơm Gà Xá Xíu, Heo Quay (Nr. 36) genau das Richtige. Statt Reisnudeln dient hier aromatischer Reis als Grundlage.

    Dazu gibt es ähnlich leckere Fleischsorten wie in der Bún-Variante: zartes Hühnerfleisch, gegrillter Schweinenacken und knuspriger Schweinebraten – alles heiß serviert. Außerdem kommen noch frischer Koriander, buntes Gemüse, geröstete Zwiebeln und Sesam – für noch mehr Geschmack und Abwechslung.

    Bún Bò Huế (Nr. 43A) ist eine beliebte vietnamesische Rindfleisch-Nudelsuppe aus der alten Kaiserstadt Huế. Dieses Gericht zeichnet sich durch seine aromatische, kräftige Brühe aus Rindfleisch und duftendem Zitronengras aus. Die Brühe schmeckt sehr intensiv und hat einen unverkennbaren, tiefen Rindfleischgeschmack.

    Die Suppe enthält etwas dickere, bissfeste Reisnudeln, zarte Scheiben von Schweine- und Rindfleisch sowie würzigen Fischtofu.

    Das saftige, leicht marmorierte Schweinefleisch zergeht förmlich auf der Zunge und verleiht der Suppe eine herzhaft-würzige Note. Der umamireiche Fischtofu harmoniert perfekt mit dem scharfen Chiliöl und rundet das Ganze wunderbar ab.

    Frische Beilagen wie Limetten, Thai-Basilikum, Sojabohnensprossen und Koriander bereichern die Brühe mit lebendigen Aromen, einer knackigen Textur und einer würzigen Kräuternote. Ein Schuss Chilisauce sorgt für die perfekte Schärfe und ist ideal für Liebhaber intensiver Aromen. Die Kombination aus würzigen, herzhaften, säuerlichen und aromatischen Zutaten erzeugt eine angenehme Wärme im Körper und verleiht dem Gericht einen kräftigen, aber ausgewogenen Geschmack.

    Alle Nudel- und Reisgerichte können mit verschiedenen Fleischsorten oder Tofu kombiniert werden. Neben diesen Klassikern bietet das An Frankfurt auch Sommerrollen, Papayasalat und das beliebte Bánh Mì – ein Sandwich und eine Art vietnamesische Fusion aus Ost und West: französisches Baguette trifft auf vietnamesisches Grillfleisch und aromatische Kräuter. Das Bánh Mì zeigt eindrucksvoll, wie die vietnamesische Küche verschiedene kulinarische Traditionen zu etwas Einzigartigem und Köstlichem verbindet.

    Dieses versteckte Restaurant fängt die Seele der vietnamesischen Küche auf wunderbare Weise ein. Mit verschiedenen Aromen und Texturen schafft das An Frankfurt eine gelungene Balance zwischen Einfachheit und Raffinesse. Wer mit offenem Herzen und neugierigem Gaumen dabei ist, entdeckt nicht nur den Geschmack Vietnams, sondern spürt auch die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Kultur, ihrer Gemeinschaft und den Lebensmitteln von Land und Meer.

  • Das Swaad in Frankfurt: Wo Tradition und Geschmack der indischen Küche verschmelzen

    Das Swaad in Frankfurt: Wo Tradition und Geschmack der indischen Küche verschmelzen

    Mit dem Einzug des Herbstes sinken die Temperaturen und die Natur zeigt sich in warmen, intensiven Farben. Die Sehnsucht nach wärmenden und würzigen Speisen wächst. Da sind die intensiven und farbenfrohen Gewürze der indischen Küche genau das Richtige, um uns durch die kühle Jahreszeit zu begleiten und unseren herbstlichen Appetit zu stillen.

    Heute möchten wir euch endlich Swaad vorstellen – ein Restaurant, das uns schon lange beschäftigt. Einige unserer indischen Freunde schwärmen davon. Trotz eines Wechsels des Besitzers und des Küchenchefs wird die Küche nach wie vor ihrem Ruf gerecht.

    Das Swaad vereint das Beste aus zwei Welten: Es ist Restaurant und Cocktailbar in einem. Das Interieur besticht durch seinen modernen Lounge-Charakter mit indischem Flair. Dennoch zieht es uns nach draußen, mit Blick auf das charmante Nordend, wo das Restaurant zwischen historischen Gebäuden und üppigem Grün eingebettet ist.

    Restaurantprofil

    Um das Beste aus der indischen Küche herauszuholen, ist die Wahl des passenden Getränks ebenso entscheidend wie das Essen selbst. Ein erfrischendes Getränk kann die Schärfe der Gewürze abmildern und so dazu beitragen, die vielfältigen Aromen in aller Ruhe zu genießen.

    Mango Lassi ist ein cremiges und köstliches Getränk, das die tropische Süße reifer Mangos mit der milden Säure von Joghurt verbindet. Bei Swaad ist das Mango Lassi besonders dickflüssig und samtig, fast wie ein püriertes Fruchtdessert. Diese reichhaltige Textur, die süße und saure Noten perfekt ausbalanciert, macht es zu unserem liebsten Begleiter zu würzigen indischen Gerichten.

    Die Holunder-Minze-Limonade ist eine erfrischende Variante der klassischen Limonade, verfeinert mit dem leicht blumigen Aroma von Holunderblüten und frischer Minze. In diesem Getränk vereinen sich minzige, süße, säuerliche und sogar leicht salzige Aromen in perfekter Harmonie. Fruchtwürfel am Boden sorgen bei jedem Schluck für eine spritzige Überraschung. Zusammen mit einer Scheibe grüner Zitrone eine hervorragende Wahl, um sich zu erfrischen und neue Energie zu tanken.

    Naanbrot ist die perfekte Wahl für den Beginn einer indischen Mahlzeit. Bei Swaad ist das Naan wunderbar ausgewogen: außen leicht knusprig und innen unwiderstehlich weich. Es eignet sich hervorragend zum Dippen und Eintauchen in kräftig gewürzte Soßen.

    Zum Naan gibt es eine Dipsauce, die an ein würziges Zwiebel-Tomaten-Chutney erinnert. Sie ist leicht säuerlich und pikant und vereint frische Zwiebeln, Tomaten und Sellerie zu einem verführerischen Geschmack, der perfekt zum Naanbrot passt.

    Lamm Nihari ist ein beliebtes Gericht auf dem indischen Subkontinent. Traditionell wird es über Nacht langsam gegart, damit das Lamm zart wird und sich die Gewürze zu einer aromatischen und schmackhaften Sauce verbinden. Der Name „Nihari“ stammt vom arabischen Wort „Nahar“, was „Tag“ bedeutet, und wird traditionell zu einer frühen Tageszeit serviert, also zum Frühstück oder als frühes Mittagessen.

    Im Restaurant Swaad wird die kulinarische Tradition des Lamm Nihari lebendig. Das zartes Lammfleisch saugt die würzige Sauce auf, die mit Joghurt, Ingwer und gebratenen Zwiebeln verfeinert ist. Mit jedem Bissen entfalten sich die aromatischen Gewürze zu einer tiefen und komplexen Harmonie, während eine dezente Süße die Schärfe wunderbar ausbalanciert. Wie immer haben wir uns für die original indische Schärfe entschieden – für uns darf es ruhig feurig sein!

    Serviert mit Naan oder duftendem Basmatireis wird Lamm Nihari zu einer herzhaften, wärmenden Mahlzeit, die den Magen füllt und den Appetit anregt.

    Tandoori Chicken Tikka ist ein klassisches indisches Gericht aus zarten Hähnchenbruststücken, die in einer reichhaltigen Mischung aus Joghurt, Ingwer, Knoblauch und einer Vielzahl von Gewürzen mariniert und in einem traditionellen Lehmofen, dem Tandoor, gegrillt werden. Durch die hohe Hitze im Tandoor entsteht eine rauchige, leicht angebrannte Oberfläche, während das Innere wunderbar zart und saftig bleibt.

    Die leuchtend rote Farbe des Tandoori Chicken Tikka ist ein sichtbares Zeichen für die intensiven Aromen, die es zu entdecken gilt. Die Gewürze in der Marinade – darunter Kreuzkümmel, Koriander und Garam Masala – verleihen dem Hühnchen einen warmen, erdigen Geschmack mit ausgewogener Schärfe. Der Joghurt macht das Fleisch besonders zart und sorgt für eine cremige Frische, die die kräftigen Gewürze harmonisch ausbalanciert.

    Würzige Zwiebeln und frisches Gemüse unterstreichen den rauchig-aromatischen Geschmack des Hähnchens und bilden eine unwiderstehliche Kombination. Feurig, aromatisch und vollmundig – nicht umsonst zählt dieses Gericht zu den Klassikern der indischen Küche.

    Palak Paneer ist ein beliebtes vegetarisches Gericht aus Nordindien, das nährstoffreichen Spinat mit zartem, hausgemachtem Paneer-Käse kombiniert. Die leuchtend grüne Farbe kommt vom pürierten Spinat, der die Basis für die Sauce bildet. Verfeinert wird das Gericht mit einer harmonischen Gewürzmischung aus Kreuzkümmel, Kurkuma, Knoblauch und Garam Masala, die ihm eine angenehme, nussig-würzige Note und eine feine Süße verleiht.

    Der milde, weiche Paneer-Käse nimmt die kräftigen, erdigen Aromen des Spinats und der Gewürze hervorragend auf. Das Besondere an diesem Gericht ist, dass es gleichzeitig sättigend und leicht ist – der Spinat bringt eine frische, leicht säuerliche Note ins Spiel, während der Käse eine dezente Cremigkeit beisteuert, ohne zu schwer im Magen zu liegen. Auch dazu gibt es wieder Naan oder Basmatireis.

    Die Speisekarte bietet eine große Auswahl an leckeren Gemüsegerichten mit Auberginen, Tomaten, Linsen, Okra, Kartoffeln, Spinat und vielem mehr. Hier wird die vegetarische Küche geradezu zelebriert! Kein Wunder also, dass indisches Essen bei meinen vegetarischen Freunden immer ganz oben auf der Liste steht – die Auswahl ist einfach unschlagbar. Viele Inder leben aus religiösen Gründen vegetarisch. Swaad würdigt diesen Lebensstil und präsentiert eine beeindruckende Vielfalt an vegetarischen Gerichten.

    Auch Fleischliebhaber kommen nicht zu kurz: Von Tandoori-Gerichten über würzige Currys mit Hähnchen, Lammfleisch und Fisch bis hin zu aromatischen Reisgerichten wie Biryani ist für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die Vorspeisen sind ein Genuss: Neben frischen Salaten warten Bhaji (frittierten Zwiebeln), Samosas und knusprige Pakoras mit Hähnchenfleisch, Fisch oder Garnelen auf die Gäste.

    Im Swaad verschmelzen Fleisch, Gemüse und Getreide zu köstlichen, sinnlichen Kreationen. Jeder Bissen ist ein Feuerwerk an Aromen, Farben und Düften!

  • Ein Fest voller Farben und lebendiger Aromen im Ban Thai in Frankfurt

    Ein Fest voller Farben und lebendiger Aromen im Ban Thai in Frankfurt

    Heute möchten wir euch ein echtes Juwel im Frankfurter Stadtteil Bockenheim vorstellen: Ein Thai-Restaurant, das mit authentischen Aromen und einer beeindruckenden Präsentation überzeugt. Die Gerichte sind nicht nur farbenfroh, sondern auch unglaublich lecker, wobei die typisch scharfen thailändischen Gewürze für das gewisse Etwas sorgen. Wer es etwas milder mag, kommt ebenfalls auf seine Kosten – es gibt zahlreiche weniger scharfe, aber nicht minder leckere Alternativen.

    Restaurantprofil

    Das Ban Thai Restaurant selbst besticht durch seine gemütliche und einladende Atmosphäre. Die traditionelle thailändische Holzeinrichtung vermittelt eine beruhigende Nähe zur Natur, während warmes, behagliches Licht den Raum durchflutet. An sonnigen Tagen entfaltet der Innenhof eine ganz besondere Stimmung – die farbenfrohe Gestaltung spiegelt die Vielfalt und Schönheit der servierten Speisen wider und lädt zum entspannten Verweilen und Genießen ein.

    Man kann ohne Übertreibung sagen, dass jedes Gericht im Ban Thai ein Kunstwerk ist. Die Präsentation der Speisen ist atemberaubend und voller Leben, die leuchtenden Farben der Zutaten ziehen einen sofort in ihren Bann. In der thailändischen Küche ist es üblich, Hauptgerichte und Beilagen in kontrastierenden Farben zu kombinieren, um die wesentlichen Zutaten hervorzuheben und besondere Akzente zu setzen. Das steigert die Vorfreude auf den ersten Bissen.

    184 Gung Chae Nam Pla ist eine verführerische thailändische Vorspeise, die durch ihre erfrischenden und intensiven Aromen besticht. Dieses Salatgericht besteht aus acht saftigen, frischen, rohen Garnelen, die in einer würzigen thailändischen Fischsauce mariniert sind. Abgerundet wird das Ganze mit einer bunten Mischung aus Kohl, Karotten, Zwiebeln und Bittermelone.

    Wenn man die saftigen Garnelen in die dunkle, feurige Meeresfrüchtesauce taucht, verleiht das dem Gericht eine ganz neue Dimension. Die scharfen und würzigen Aromen harmonieren hervorragend mit der natürlichen Süße der Garnelen. Die Sauce ist scharf, belebt die Geschmacksnerven und sorgt für einen aufregenden Kick.

    Die knackige Bittermelone sorgt für einen erfrischenden Geschmackskontrast, während die würzigen Zwiebeln eine pikante Note beisteuern. Der rohe Knoblauch verleiht dem Gericht einen intensiven Duft, der lange anhält. Diese harmonische Kombination macht das Gericht lebhaft und äußerst befriedigend, besonders für diejenigen, die abenteuerliche und exotische Aromen schätzen.

    Wenn du Garnelen magst, aber scharfe Gewürze nichts für dich sind, empfehlen wir dir 107 Thod Man Pla. Das ist eine traditionelle thailändische Vorspeise, hausgemachte Frikadellen aus kleingehackten Garnelen und Fisch. Die Bällchen werden in der Pfanne frittiert, so dass sie außen knusprig goldbraun und innen zart und aromatisch sind. Dazu gibt es frische Kräuter und Gemüse wie Frühlingszwiebeln.

    Serviert wird das Ganze mit einer süßsauren Sauce, garniert mit zerkleinerten Erdnüssen, Gurken und roten Paprikaschoten. Taucht man die Fisch- / Garnelenfrikadelle in die Sauce, entfaltet sich zunächst ein süßer Geschmack, der von einer erfrischenden Säure abgelöst wird. Die Gurken- und Paprikawürfel sorgen für einen frischen Biss, die Erdnüsse für eine nussige Note, die den umamiartigen, pikanten Geschmack der Frikadelle perfekt abrundet.

    Die Beilage aus frischem Kohl und Karotten erfrischt den Gaumen zwischen den herzhaften Frikadellen und schafft eine harmonische Balance aus verschiedenen Aromen und Texturen.

    81 Khao Pad Sapparot, gebratener Ananasreis, ist ein bekanntes thailändisches Gericht, das in einer ausgehöhlten Ananashälfte serviert wird – ein echter Hingucker. Der goldbraun gebratene Reis wird mit einer bunten Mischung aus Zutaten vermengt: Hühnchen, Garnelen, Rührei, Ananas, Tomaten, Rosinen, Zwiebeln und Cashewnüssen. Verfeinert wird das Ganze mit Kurkuma, das dem Reis eine warme, würzige Note verleiht.

    Die in Würfel geschnittene Ananas verleiht dem Gericht eine süße Saftigkeit, die wunderbar mit den pfeffrigen, rauchigen und leicht karamellisierten Aromen harmoniert. Die saftigen Garnelen, das zarte Hühnerfleisch, das weiche Ei und die knackigen Cashewnüsse ergeben ein intensives Zusammenspiel der Aromen. Koriander und Frühlingszwiebeln sorgen für eine frische Kräuternote.

    Eine großzügige Schicht Ananas am Boden sorgt für die perfekte Balance – eine köstliche Mischung aus süß, sauer und salzig, die sättigt und erfrischt. Khao Pad Sapparot ist ein hervorragendes Beispiel für die thailändische Kochkunst, Aromen harmonisch zu kombinieren und das Beste aus tropischen Zutaten herauszuholen.

    182 Nam Tok Moo (mit Schweinefleisch) oder Nua (mit Rindfleisch) ist ein beliebtes, scharfes thailändisches Gericht, das die intensiven Aromen der thailändischen Küche perfekt verkörpert. Es besteht aus gegrilltem Schweine- oder Rindfleisch, das in einer speziellen Marinade aus Fischsauce, Limettensaft und geröstetem Reispulver geschwenkt wird. Wenn ihr besonderen Wert auf Authentizität und Tradition legt, solltet ihr euch für die Rindfleischvariante entscheiden.

    Die Schärfe der Chilischoten wird durch die Frische der Minze und die würzige Note der Zwiebeln harmonisch ausbalanciert. Das geröstete Reispulver verleiht dem Gericht eine leicht nussige Nuance und eine knusprige Textur, die wunderbar mit der feurigen Schärfe harmoniert.

    Ein besonderes Highlight sind die Orangenscheiben, die dem herzhaften Rindfleisch eine saftige, süßlich-zitronige Komponente verleihen. Sie mildern die Schärfe und hinterlassen einen fruchtigen Orangen-Nachgeschmack mit einer tiefen Umami-Note. Alles in allem ist Nam Tok Moo oder Nua ein wahres Geschmacksfeuerwerk und ein absolutes Muss für alle, die auf der Suche nach authentischen thailändischen Aromen sind.

    Zu würzigen thailändischen Gerichten passt ein grüner Thai-Eistee mit Milch. Der milde, erdige Geschmack des grünen Tees, begleitet von einer feinen Kräuternote und einer dezenten Süße, sorgt für eine angenehme Erfrischung und reinigt den Gaumen. Die cremige Milch verleiht dem Getränk eine herrlich samtige Konsistenz, mildert die Bitterkeit des Tees und gleicht die Schärfe der Vor- und Hauptspeisen angenehm aus. Für uns gehört ein Glas Milchtee zu einer würzigen thailändischen Mahlzeit einfach dazu!

    Das Ban Thai bietet eine umfangreiche Mittagskarte für rund 10 Euro. Als Basis stehen Reis, Glasnudeln oder Reisnudeln zur Auswahl, kombiniert mit Gemüse wie Brokkoli, Karotten und Bohnen. Dazu gibt es verschiedene Proteinquellen wie Entenfleisch, Hühnerfleisch, Rindfleisch, Garnelen, Schweinefleisch oder Tofu. Verfeinert wird das Ganze mit Sojasoße, rotem oder grünem Curry und anderen Soßen. Die reguläre Speisekarte bietet aber noch mehr Abwechslung: von Salaten über Currys bis hin zu Wok-Gerichten und verschiedenen Nudel- und Reisvariationen.

    Eine ganze Seite der Speisekarte ist der authentischen thailändischen Küche gewidmet. Neben den Tagesempfehlungen finden sich hier Spezialitäten wie gebratener Lachs, ganze Doraden oder thailändische Kokoscurrys. Wer den authentischen, lebendigen Geschmack Thailands erleben möchte, sollte sich diese Rubrik auf keinen Fall entgehen lassen!

    Viele traditionelle thailändische Gerichte sind für ihre leuchtenden Farben bekannt, die meist durch natürliche Zutaten anstelle von künstlichen Farbstoffen erzielt werden. Kurkuma, Kürbis, Rote Beete, Hibiskus und Pandanblätter sind nur einige Beispiele für diese natürlichen Farbstoffe, die nicht nur gut aussehen und schmecken, sondern auch gesundheitsfördernd sind.

    Wenn ein kunstvoll angerichtetes Gericht auf den Tisch kommt, spürt man sofort die Liebe zum Detail, die der Koch in seine Kreation gesteckt hat. Das macht Appetit – und man kann den ersten Bissen kaum erwarten.

  • Mangetsu: Kulinarische Traditionen Japans im Zeichen des Vollmondes

    Mangetsu: Kulinarische Traditionen Japans im Zeichen des Vollmondes

    Hallo zusammen! Heute möchten wir euch Mangetsu vorstellen, ein authentisches japanisches Restaurant, das seit vielen Jahren in Frankfurt zu Hause ist. Der Name „Mangetsu“ bedeutet „Vollmond“ und spiegelt die japanische Tradition wider, Orte nach Naturphänomenen, markanten Landschaften zu benennen. Diese poetischen Namen tragen oft eine tiefere kulturelle Bedeutung in sich. So steht der Vollmond in der japanischen Kultur für Schönheit, Vollkommenheit und Ruhe und wird bei traditionellen Festen wie dem Tsukimi bewundert. Gleichzeitig symbolisieren die Mondphasen Veränderung bzw. Transformation und laden zu einer Zeit der Besinnung und des Nachdenkens ein.

    Das Mangetsu bietet sowohl einen Innen- als auch einen Außenbereich mit zahlreichen Sitzgelegenheiten. Du kannst wählen, ob du lieber in der gemütlichen Bar sitzen möchtest oder ein ruhiges Plätzchen im geräumigen Innenhof suchst, der durch Bäume und Sonnenschirme geschützt ist. Überall findet man eine angenehme Atmosphäre zum Essen vor. Das Mangetsu legt großen Wert auf Tradition und setzt die alten Techniken der japanischen Kochkunst meisterhaft ein, um authentische Aromen zu kreieren.

    Restaurantprofil
    • Name des Restaurants: Mangetsu (siehe Speisekarte – zu den einzelnen Speisekarten gelangt man über das “Menü” in der Navigationsleiste)
    • Adresse: Varrentrappstraße 57, 60486 Frankfurt am Main
    • Stil: Japanische Küche – Sashimi, Sushi-Rollen, Gegrilltes, Frittiertes, Hot Pot, Nudelsuppen, Vegetarische Gerichte
    • Preis: ca. 25 – 40 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)

    Im Mangetsu gibt es eine große Auswahl an Sashimi-Gerichten, die man auf unterschiedliche Weise genießen kann. Ob du dich für eine große Sashimi-Platte entscheidet, ein paar Scheiben Fisch auf einem frischen, leichten Salat genießt oder mit einer kleinen Portion als Vorspeise beginnst – die Möglichkeiten sind vielfältig. Ein besonderes Highlight ist das Hirame Carpaccio bzw. Steinbutt Carpaccio, das sich neben den klassischen Fischsorten wie Thunfisch und Lachs als wahre Delikatesse präsentiert.

    Das Hirame-Carpaccio ist ein zartes japanisches Sashimi-Gericht, bei dem die frischen, natürlichen Aromen des Steinbutts besonders gut zur Geltung kommen. Der Fisch wird in hauchdünnen Scheiben serviert, die die zarte Textur und den klaren, aber vollen Fischgeschmack unterstreichen. Ein paar spritzige Kaviarperlen obenauf verleihen dem Ganzen einen eleganten Akzent und sorgen für eine feine Salzigkeit.

    Ein Hauch von Olivenöl betont die seidige Textur des Steinbutts, während die feine Säure, vermutlich von Essig und Ponzu-Sojasauce, dem Gericht eine erfrischende Balance verleiht. Umgeben von Kaviarperlen und knackigen Daikon- und Karottenstreifen entsteht eine dezente, leicht säuerliche Note. So sollte Sashimi schmecken: frisch, ausgewogen und unverfälscht.

    Nach dem leichten und erfrischenden Sashimi ist es Zeit für etwas Deftigeres: Gyu Hire, ein zartes Rinderfilet (150 g), in zehn saftige Stücke geschnitten. Jedes Stück ist nur mit Salz und Pfeffer gewürzt und perfekt auf den Punkt gegart – außen leicht angebraten, innen saftig und zart.

    Das Rinderfilet wird mit drei verschiedenen Saucen serviert, die für ein einzigartiges Geschmackserlebnis sorgen. Links eine rauchige, leicht süßliche Teriyaki-Sauce, in der Mitte eine kräftige, säuerliche Daikon-Sauce, die die Fülle des Rindfleischs perfekt ausbalanciert, und rechts eine leicht säuerliche Ponzu-Sauce mit etwas Knoblauch. Jede Sauce hat ihren eigenen Charakter und unterstreicht die natürlichen Aromen des Rindfleischs.

    Neben Steaks bietet Mangetsu eine große Auswahl an authentischen japanischen Grillgerichten, von Makrele über Meeresfrüchte bis hin zu Geflügel. Besonders gerne bestellen wir die Ika Yaki, gegrillte Calamares.

    Die Ika Yaki werden mit einer cremigen japanischen Mayonnaise und Ingwerpaste serviert. Dadurch schmecken sie nicht nur vollmundig und leicht süßlich, sondern auch erfrischend scharf. Während des Grillens werden die Calamares mit etwas Sojasauce und Miso bestrichen, was ihren natürlichen salzigen Geschmack mit einer köstlichen Umami-Note bereichert. Sie sind zart und gleichzeitig angenehm bissfest – genau die richtige Konsistenz!

    Gegrilltes ist in der japanischen Küche sehr beliebt, da es fettarm und vergleichsweise gesund ist. Die Ika Yaki beweisen, dass man auch ohne schwere Soßen und überflüssiges Fett ein schmackhaftes Grillgericht zubereiten kann – mit einfachen Gewürzen, die die Frische der Zutaten unterstreichen. Sie sind ein hervorragendes Beispiel für die gesundheitsbewusste Esskultur Japans.

    Sukiyaki ist ein traditionelles japanisches Eintopfgericht, bei dem Rindfleisch, Tofu, Shiitake- und Enoki-Pilze, Chinakohl, Lauchzwiebeln, Shirataki-Nudeln (Glasnudeln), Tonghao (Chrysanthemenkraut), Zwiebeln und Karotten in süßer Sojasauce langsam gegart werden. Das Gemüse nimmt die süß-salzigen Aromen der Brühe auf, wird schön zart und bleibt dabei angenehm knackig.

    Das Besondere an diesem Gericht ist das Ritual, das frisch gekochte Rindfleisch vor dem Verzehr in eine Schüssel mit einem rohen, schaumig geschlagenen Ei zu tauchen. Vor einiger Zeit hatte ich das Vergnügen, in einem gemütlichen Hotpot-Restaurant in Japan einen Eintopf mit frischen Zutaten direkt vom Bauernhof zu probieren. Das leuchtend orangefarbene Eigelb – ein Zeichen für frische, qualitativ hochwertige Eier von artgerecht gehaltenen oder „glücklichen” Hühnern – umhüllte das saftige Fleisch und verlieh ihm eine butterweiche Textur. Das war für mich eine völlig neue Erfahrung, an die ich noch heute oft und gerne zurückdenke. 

    Diese authentische Art von Sukiyaki gibt es auch im Mangetsu. Das frische Ei zum Dippen ist herrlich reichhaltig und cremig, dabei völlig frei von unangenehmen Gerüchen. Beim Eintauchen bildet sich eine zarte, cremige Schicht, die sich perfekt mit der süßen Umami-Sojasauce verbindet und die zarten, leicht bissfesten Fleischscheiben sanft umhüllt. Die Aromen sind ausgewogen und harmonisch – eine feine Kombination aus süßen, umami und cremigen Noten, die sich wunderbar ergänzen.

    Viele Liebhaber der japanischen Küche bevorzugen kleine Gerichte, anstatt sich schnell an einem großen Hauptgericht satt zu essen. So können sie eine Vielzahl von Aromen und Zutaten in einer Mahlzeit genießen, sei es beim Grillen oder beim Sashimi. Doch nach all den leckeren „Appetithäppchen” bleibt oft noch Platz für etwas Herzhaftes. Hier kommen unsere Reisbällchen ins Spiel.

    Im Mangetsu werden die Reisbällchen paarweise in knusprige Seetangblätter gewickelt, wie man sie auch für Sushi-Rollen verwendet. Eines ist mit frisch gegrilltem Lachs gefüllt und hat einen warmen, herzhaften Biss. Das andere enthält eine Füllung mit gesalzenen Pflaumen, die mit ihrem blumig-herben Aroma, einer angenehmen Säure und einer Prise Salz einen spannenden Kontrast schafft. Die Reisbällchen sättigen und beruhigen zugleich. Perfekt als Abschluss einer Mahlzeit, um die verschiedenen Geschmäcker und Aromen im Magen zur Ruhe kommen zu lassen.

    Neben den bereits von uns vorgestellten Gerichten bietet das Mangetsu auch einen Mittagstisch mit Sushi, Sashimi, warmen Nudelsuppen und vielem mehr zu Preisen zwischen 12 und 20 Euro an. Das Restaurant begeistert mit einer beeindruckenden Auswahl an kleinen Delikatessen wie frittiertem Hühnchen, Tintenfisch und Tofu sowie gegrillten Gemüse- und Fleischspießen. Sushi-Liebhaber können sich auf verschiedene Nigiri-Sorten und kreative Sushi-Rollen sowie große Sashimi-Platten freuen. Auch Nudelgerichte wie Soba und Ramen stehen auf der Speisekarte.

    Im Jahr 2013 erklärte die UNESCO die japanische Küche (Washoku) zum immateriellen Kulturerbe, was ihre weltweite Popularität weiter steigerte. Auf den besten Food-Plattformen in China beispielsweise rangiert japanisches Essen oft ganz oben, noch vor vielen regionalen Spezialitäten. Mangetsu legt großen Wert auf traditionelle Zubereitung, elegante Präsentation und die Verwendung nährstoffreicher und frischer Zutaten. Oft wird nur wenig gewürzt, um den reinen Geschmack der Zutaten hervorzuheben. Mit seiner abwechslungsreichen Speisekarte ist Mangetsu der ideale Ort, um die authentische japanische Küche zu erleben.

  • SEOULFOOD aus Korea: authentisch koreanisches Streetfood in Frankfurt

    SEOULFOOD aus Korea: authentisch koreanisches Streetfood in Frankfurt

    Wer sich gerne auf die Suche nach verborgenen kulinarischen Perlen macht, kommt bei unserer nächsten Empfehlung voll auf seine Kosten! Heute stellen wir einen koreanischen Imbiss vor, der in Frankfurt vielleicht noch nicht so bekannt, aber auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Das unscheinbare Äußere täuscht – in der gemütlichen Bar gibt es einige der beliebtesten koreanischen Streetfood-Klassiker wie Duk-Bok-Ki (auch bekannt als Tteokbokki oder auf Deutsch: Reiskuchen in scharfer, würziger Soße), koreanische Nationalgerichte wie Dolsot (Bibimbap im heißen Steintopf), eine bunte Auswahl an Kimbap-Reisrollen und vieles mehr.

    Solche kleinen Bars gibt es in ganz Korea und sie sind die ideale Anlaufstelle für alle, die schnell und lecker essen wollen – sei es für ein entspanntes Mittagessen oder für den kleinen Hunger zwischendurch.

    Koreanisches Streetfood, auch Bunshik (粉食) genannt, besteht meist aus herzhaften Teigwaren auf Mehlbasis wie Tteokbokki (떡볶이), Mandu (만두) oder Ramyeon (라면 – koreanische Ramen-Nudeln). Neben den beliebten Bunshik findet man im SEOULFOOD aber auch leichtere Gerichte wie Kimbap (김밥 – Reisrollen, erinnern optisch an Sushi). Und das Beste daran? Man wird satt und das zu erschwinglichen Preisen, ohne beim Geschmack Abstriche machen zu müssen.

    Restaurantprofil

    Dieses kleine Juwel wird von Koreanern geführt und ist bei den Koreanern in Frankfurt sehr beliebt. Du kannst dich also auf ein authentisches Erlebnis freuen! Und ja, viele Koreaner lieben scharfes Essen und davon gibt es im SEOULFOOD jede Menge! Aber keine Sorge – wenn scharfes Essen nicht so dein Ding ist, kannst du natürlich auch mildere Gerichte und Beilagen bestellen. Eigentlich ist für jeden Geschmack etwas dabei und man kann auf dieser Speisekarte nichts falsch machen. Trotzdem wollen wir dir hier einige unserer Favoriten vorstellen.

    Beginnen wir mit einem kleinen, aber verführerischen Leckerbissen: S4 Gimmari. Dieser köstliche koreanische Snack ist vegetarisch und besteht aus einer Glasnudelfüllung, umhüllt von einer zarten Eierschicht und Seetang.

    Außen knusprig, innen weich und saftig. Dazu gibt es eine klassische Essig-Sojasauce, verfeinert mit einer Prise Zucker und einem Schuss Sesamöl. Die Sauce bringt die feine Süße und das Umami der Füllung wunderbar zur Geltung und schafft die perfekte Balance zwischen herzhaft, süß und sauer.

    Und nun ein Gericht, das es in sich hat: Jjamppong, eine der Spezialitäten des Hauses. Zarte Nudeln schwimmen in einer roten Brühe aus eingelegtem Napa-Kohl (Kimchi) und feurigem Chilipulver.

    Aber nicht nur die Schärfe, sondern auch ein lang anhaltendes, rauchig-würziges Aroma ist charakteristisch für Jjamppong. Die Brühe bildet eine herzhafte Basis, die an eine köstliche Schweineknochensuppe erinnert und eine kräftige Grundlage bietet. Das Kimchi bringt eine säuerliche, fermentierte Note ins Spiel, die die Fülle der Aromen ausbalanciert. Die Süße des angebratenen Gemüses rundet das Geschmacksprofil harmonisch ab. Frische Meeresfrüchte wie Garnelen, Tintenfisch, Oktopus, Muscheln und Schnecken sorgen mit ihrem salzigen Geschmack für einen intensiven Umami-Eindruck.

    Kimbap, koreanische Reisrollen, sehen aus wie Sushi, schmecken aber ganz anders. Im Gegensatz zu Sushi wird der Reis bei Kimbap mit Sesamöl und Salz gewürzt, was ihm ein reichhaltiges, nussiges Aroma verleiht. Die Füllungen sind meist gekocht oder mariniert und nicht roh. Die Rollen werden auch mit herzhaften Zutaten wie Fleisch, Eiern und Gemüse gefüllt. Wir empfehlen zum Beispiel das K3 Jeyuk Kimbap, für das wir uns entschieden haben.

    Jeyuk Kimbap besteht aus zartem Schweinefleisch, das in einer scharfen Chilisauce mariniert und in getrockneten Seetang, auch Gim (김) genannt (ähnlich wie Nori beim Sushi), eingerollt wird. Dazu gibt es eingelegten Rettich, frische Gurken, Ei, Karotten und Reis. Jeder Bissen ist eine harmonische Kombination aus süß, scharf und salzig, wobei das knackig-frische Gemüse das würzige Schweinefleisch perfekt ergänzt. Die Schärfe ist nicht überwältigend und sorgt für eine angenehme Wärme, die beruhigend und sättigend zugleich wirkt.

    Ramyun, die beliebten koreanischen Instantnudeln, sind ein fester Bestandteil jeder koreanischen Snack-Bar und bekannt für ihre elastische, bissfeste Textur und ihr kräftiges Aroma. Bei SEOULFOOD kannst du deine Ramyun ganz nach deinem Geschmack mit Zutaten wie Kimchi, Dumplings oder Eiern zusammenstellen. Wir haben uns für Dumplings entschieden.

    Die Nudeln sind mit einer scharfen Gewürzmischung umhüllt, die sofort ein feuriges Geschmacksfeuerwerk entfacht. Die Zugabe von Fleisch- und Gemüseextrakten (ähnlich einer Hühner-, Rinder- und Gemüsebrühe) verleiht dem Gericht eine Umami-Note. Die Brühe selbst ist reichhaltig und sorgt für ein warmes, prickelndes Gefühl, das viele als süchtig machend empfinden – vor allem diejenigen, die es scharf mögen.

    Die mit einer Mischung aus zerkleinertem Gemüse und Glasnudeln gefüllten Teigtaschen sind zart und appetitanregend. Dazu isst man klassischerweise ein Stück Kimbap, das die Schärfe der Ramyun etwas mildert und für einen harmonischen Geschmack sorgt.

    Dolsot, eines der Hauptgerichte von SEOULFOOD, zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Gerichten Koreas und ist eine spezielle Variante von Bibimbap, die in einer heißen Steinschale serviert wird. Diese Schale hält das Essen warm und sorgt dafür, dass sich am Boden eine köstliche, knusprige Reisschicht bildet. Darüber kommt eine bunte Mischung aus Gemüse wie Karotten, Sojasprossen, Zucchini, eingelegtem Rettich und langen grünen Bohnen sowie ein rohes Ei, das beim Umrühren mitgart.

    Im SEOULFOOD hast du die Möglichkeit, dein Dolsot ganz nach deinen Wünschen zu zusammenzustellen:

    Als Basis kannst du zwischen weißem, schwarzem oder gebratenem Reis wählen. Schwarzer Reis ist die gesündere Wahl: Er hat eine bissfeste Textur, schmeckt leicht süßlich und ist eher dunkelviolett als schwarz. Er sieht nicht nur ansprechend aus, sondern enthält auch mehr Nährstoffe und Antioxidantien als weißer Reis – perfekt, wenn man etwas Herzhaftes und Gesundes genießen möchte.

    Die Auswahl an Toppings ist groß: Gegen einen kleinen Aufpreis kann man zwischen Rind, Schwein, Huhn, Tofu, Kimchi, Lachs und Meeresfrüchten wählen. Besonders die klassische Kombination aus Rindfleisch und Kimchi begeistert mit einer köstlichen Mischung aus herzhaften und würzigen Aromen. Das zarte, marinierte Rindfleisch bringt einen reichen Umami-Geschmack mit, während das Kimchi mit seiner pikanten, fermentierten Säure für den perfekten Ausgleich sorgt.

    Um das Dolsot perfekt abzurunden, bietet SEOULFOOD eine große Auswahl an Saucen an:

    • Die Chokohot-Sauce begeistert mit intensiver Chilischärfe und einer rauchigen Note.
    • Die süß-saure Zitrus-Sojasauce (Citrus-Joy) sorgt für einen spritzigen Kick und ein tiefes Umami-Aroma.
    • Die Gurke-Wasabi-Sauce bringt eine erfrischende Note mit einem scharfen Kick durch den Wasabi,
    • während die Sesamsauce (Sesame) dem Gericht einen nussigen, gerösteten Geschmack verleiht.
    • Für alle, die es scharf mögen, ist die Kohot-Sauce ein Muss: Diese traditionelle koreanische Chilipaste hat eine kräftige, feurige Note und passt perfekt zu mariniertem Rindfleisch und knusprigem Reis.
    • Ssamjang ist eine salzige, leicht scharfe Chilisoße (deutlich milder als Kohot) aus Sojabohnenpaste, die ein reiches, erdiges Aroma entfaltet und hervorragend zu Gemüse und Reis passt.

    Dolsot ist ein echtes „Allround-Talent”. Denn die Zutaten lassen sich beliebig kombinieren. Das Ergebnis ist ein leckeres und nahrhaftes Gericht mit viel gesundem Gemüse und Proteinen.

    Duk-bok-ki, auch bekannt als Tteokbokki, ist ein beliebtes koreanisches Streetfood. Es besteht aus Reiskuchen (Duk), Fischkuchen (Odeng) und Frühlingszwiebeln, die in einer süß-scharfen Sauce geschmort werden.

    Das Besondere an Duk-bok-ki ist die Sauce, die aus Gochujang (koreanische Chilipaste), Zucker und verschiedenen Gewürzen zubereitet wird. Sie verleiht dem Gericht seinen einzigartigen süß-scharfen Geschmack. Die glänzende Sauce haftet hervorragend an den elastischen Reiskuchen und den zarten Fischkuchen und intensiviert deren natürliche Aromen. Die dezent süßen und salzigen Noten des Fisches harmonieren perfekt mit der kräftigen Sauce, während die Frühlingszwiebeln dem Gericht eine frische Note verleihen.
    Diese köstliche Kreation ist ein absolutes Muss für alle, die in die verführerische Welt der koreanischen Streetfood-Küche eintauchen möchten!

    Japchae ist ein veganes koreanisches Nudelgericht, das aus gebratenen Glasnudeln (Dangmyeon) und einer bunten Auswahl an frischem Gemüse wie Karotten, Sojasprossen, Spinat und grünen Bohnen besteht.

    Die Nudeln sind weich, aber dennoch beeindruckend elastisch und nehmen die Sojasauce vollständig auf, ohne zu zerfallen. Dadurch entwickeln sie einen reichen Umami-Geschmack und eine angenehme Bissfestigkeit. Besonders hervorzuheben ist der pfeffrig-würzige Geschmack von Japchae, der durch die natürliche Süße des Gemüses perfekt abgerundet wird. Das Gericht ist leicht und gut bekömmlich – ideal für alle, die es etwas milder mögen.

    Bulgogi und Korean Fried Chicken sind sozusagen die Aushängeschilder der koreanischen Küche. Bulgogi ist zart mariniertes Rindfleisch mit einem intensiven, süß-salzigen Geschmack. Die Marinade aus Sojasauce, Knoblauch, Zucker und Sesamöl verleiht dem Fleisch eine unwiderstehliche, leicht rauchige und karamellisierte Note. Im Gegensatz dazu überzeugt das koreanische Fried Chicken mit einer knusprigen Außenhaut und einem saftigen Inneren, das von einer süß-würzigen Sauce überzogen ist.

    Bei SEOULFOOD erwartet dich eine Vielzahl an Reisgerichten, die du nach Belieben mit Bulgogi, Fried Chicken, Tofu, Meeresfrüchten oder Schweinefleisch kombinieren kannst.

    Ein Tipp: Wenn du Bulgogi und Fried Chicken in einem Gericht genießen möchtest, solltest du das G3 Best of Both probieren. Hier erwartet dich zartes Bulgogi mit knusprigem Hähnchenfleisch auf einem Teller. Dazu gibt es knusprige Pommes oder Reis und du hast die Wahl zwischen einer scharfen Chilisoße, einer Joghurtsoße oder sogar einer Kombination aus beidem. So kannst du beide Klassiker – Bulgogi und Fried Chicken – in einem Gericht genießen!

    SEOULFOOD bietet leckeres koreanisches Streetfood wie Gunmandu (koreanische Teigtaschen), Kimchi Jeon (herzhafte Kimchi-Pfannkuchen) und Yachae Tykim (frittierte Gemüsepuffer). Die Hauptgerichte Bibimbap und Kimbap stehen für die koreanische Ernährungsphilosophie der “fünf Farben und fünf Geschmacksrichtungen”. Diese Philosophie fördert eine ausgewogene Ernährung durch die Integration von Lebensmitteln in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen, die jeweils spezifische Nährstoffe und gesundheitliche Vorteile bieten.

    Das Restaurant hat auch eine Auswahl an Suppen im Angebot – scharf oder mild, mit oder ohne Fleisch – in verschiedenen Portionsgrößen an. Sie eignen sich hervorragend als Beilage zu den Hauptgerichten mit Nudeln oder Reis. Fazit: Mit seinen günstigen Preisen und der großen Auswahl an klassischen koreanischen Gerichten ist dieses kleine, gemütliche Restaurant der ideale Ort, um die Geschmacksvielfalt der koreanischen Küche zu entdecken.

  • Lissabon Teil 2: Santa Justa, Kloster Carmo & Authentische portugiesische Küche

    Lissabon Teil 2: Santa Justa, Kloster Carmo & Authentische portugiesische Küche

    Als wir an unserem ersten Morgen in Lissabon erwachten, fühlten wir uns in eine andere Zeit und Dimension versetzt. Die Nacht war ruhig und ohne Träume vergangen, und als das sanfte Morgenlicht durch das Dachfenster fiel, weckte die frische, klare Luft der Stadt sanft unsere Sinne. Es war, als würde neue Energie durch uns strömen, bereit für einen weiteren Tag in dieser pulsierenden und zugleich friedlichen Küstenstadt. Als wir die Augen öffneten, erstreckte sich vor uns der ruhige Fluss Tejo unter einem Himmel, der uns nah und doch unendlich fern erschien.

    Nur wenige Schritte von unserer Unterkunft entfernt genossen wir ein klassisches Lissabonner Frühstück: knuspriger Speck, Schinken, Käse, ein fluffiges Omelette und natürlich die berühmten Pastéis de Nata (Blätterteigtörtchen mit Konditorcreme). Dazu frisch gepresster Orangensaft, eine dampfende Tasse Schwarztee und ein Obstsalat – der perfekte Start in einen energiegeladenen Tag.

    Unser reichhaltiges Frühstück ist eher etwas für diejenigen, die sich für einen langen und anstrengenden Tag (z.B. ausgiebiges Sightseeing) stärken wollen. In Lissabon dagegen beginnen die Einheimischen ihren Tag meist mit etwas Leichtem und Einfachem – oft mit Kaffee und etwas Gebäck. Beliebt sind zum Beispiel ein Espresso oder ein Galão, dazu ein Pão de Deus oder ein Pastel de Nata. Diese berühmten Törtchen mit ihrem knusprigen Blätterteig und der cremigen Füllung aus Eigelb, Zucker, Sahne und Mehl passen nach Meinung vieler Einheimischer am besten zu einem starken Kaffee und bringen auf köstliche Weise das Lebensgefühl dieser Stadt zum Ausdruck.

    Unsere erste Station an diesem Tag ist das Kloster Convento do Carmo, eine beeindruckende Klosterruine, die mit ihren verwitterten Mauern unter freiem Himmel ein Zeugnis der Geschichte Lissabons ist. Einst eine prächtige gotische Kirche, wurde das Kloster durch das verheerende Erdbeben von 1755 bis auf wenige tragende Strukturen zerstört und nicht wieder aufgebaut – ein eindrucksvolles Symbol für die unberechenbare und oft zerstörerische Kraft der Geschichte.

    Die freiliegenden Außenmauern und Gewölbebögen und das dachlose, sonnendurchflutete Kirchenschiff verleihen dem Ort eine geheimnisvolle, andächtige Stimmung, als sei die Zeit stehen geblieben.

    Die Klosterkirche von Carmo ist von leuchtend violetten Jacarandablüten umgeben, die ihr eine romantische Atmosphäre verleihen. Diese widerstandsfähigen und schönen Pflanzen bilden eine einzigartige und berührende Kulisse, die sowohl die bewegten Momente der Geschichte Lissabons als auch ihre Schönheit widerspiegelt.

    Heute beherbergt die Klosterkirche von Carmo ein archäologisches Museum mit einer beeindruckenden Sammlung von Artefakten aus verschiedenen Epochen. Zu sehen sind mittelalterliche Gräber, antike Skulpturen und Relikte aus der Geschichte des Klosters selbst. Es gilt als das erste Kunst- und Archäologiemuseum des Landes und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Eintritt beträgt ca. 5 Euro pro Person und der Besuch dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden (mehr Infos hier). Ein besonderes Highlight ist „Lissabon unter den Sternen“. Im offenen Kirchenschiff des Carmo-Klosters findet eine multimediale Licht- und Tonshow statt (Eintritt ca. 20 Euro pro Person), bei der die Geschichte Lissabons lebendig auf die alten Kirchenmauern projiziert wird. So entsteht eine faszinierende nächtliche Atmosphäre mit Tanz, Klang und beeindruckenden visuellen Effekten (mehr Infos hier).

    Vorbei am Convento do Carmo eröffnet sich ein weites Panorama mit den für Lissabon typischen roten Ziegeldächern und weiß getünchten Häusern. Direkt vor uns liegt die Brücke, die zum Aufzug Santa Justa führt. Von hier aus bietet sich ein atemberaubender Blick weit in die Ferne.

    In der Ferne thront das majestätische Castelo de São Jorge stolz über der Stadt, während eine breite Allee durch das Herz der Stadt führt und ihr einen charmanten, aufgeräumten Charakter verleiht. Ein frischer Wind weht uns um die Ohren und vermittelt uns ein Gefühl von Freiheit und Klarheit.

    Der 1902 fertiggestellte Aufzug Santa Justa ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons und ein herausragendes Beispiel für die Ingenieurskunst des frühen 20. Jahrhunderts. Der von Raoul Mesnier du Ponsard, einem Schüler von Gustave Eiffel (dem Erbauer des Eiffelturms), entworfene Aufzug besticht durch seinen industriellen und zugleich eleganten Charme. Er ist vollständig aus Eisen gefertigt und mit filigranen neogotischen Motiven verziert.

    Am Fuße des Aufzugs befindet sich die Statue einer Frau, die wie eine Kriegerin aussieht und mit einem Mini-Staubsauger bewaffnet ist.

    Wir haben uns gefragt, ob diese Statue eine Anspielung auf die Rolle der Frau und ihre oft unterschätzte innere Stärke und Ausdauer im heutigen Alltag ist. Könnte die Tatsache, dass sie statt einer konventionellen Waffe einen Haushaltsstaubsauger in der Hand hält, ein Hinweis darauf sein, dass ihr Einfluss oft auf häusliche Pflichten beschränkt ist? Eine ironische und spielerische Darstellung aktueller gesellschaftlicher Themen.

    Die Fahrt mit dem Aufzug bietet eine einzigartige Perspektive auf die Stadt, allerdings kann die Warteschlange vor allem in der Hochsaison sehr lang sein (Wartezeiten von über einer Stunde sind keine Seltenheit). Die Fahrt kostet derzeit 5,30 € inklusive Eintritt zur Aussichtsplattform.

    Unserer Meinung nach lohnt sich das Warten aber nicht wirklich. Über die Brücke, die mit dem Aufzug verbunden ist, erreicht man fast die gleiche Höhe und hat ebenfalls eine fantastische Aussicht – eine tolle Alternative, ohne lange in der Schlange stehen zu müssen.

    Vom Aufzug Santa Justa sind es etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß bis zum Praça do Comércio. Auf dem Weg dorthin ist man umgeben vom geschäftigen Treiben der Stadt – das Brummen der Autos, das Geschwätz der Menschen und ab und zu das Rattern der alten Lissabonner Straßenbahn, die einem das Gefühl gibt, in die Vergangenheit einzutauchen. Die Straßen und Bürgersteige sind nicht sehr breit, was es für Fußgänger etwas beschwerlich macht, aber der gemächliche Verkehr ist eher eine Ablenkung als eine wirkliche Gefahr.

    Als wir unseren Weg fortsetzen, lässt die Geräuschkulisse allmählich nach. Die Stadt beginnt sich vor uns zu öffnen und bald stehen wir am Rande des Praça do Comércio. Dieser großzügige Platz, umrahmt von strahlend weißen und warm sonnengelben Gebäuden, wirkt selbst inmitten der Menschenmassen unglaublich weitläufig.

    Die Farben Weiß und Gelb prägen den pombalinischen Baustil. Nach dem verheerenden Erdbeben von 1755 wurde das Viertel unter der Leitung des Marquis von Pombal wieder aufgebaut, um die Wiedergeburt Lissabons zu symbolisieren. Gelb steht für Optimismus und Energie, Weiß für Reinheit und Licht.

    Rund um den Platz laden elegante Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. In Wassernähe sorgen kleine Stände mit Erfrischungen und Souvenirs für eine lebendige Atmosphäre.

    Blickt man über den Tejo, sieht man die markante rote Ponte 25 de Abril (Brücke des 25. April), die ein wenig an die Golden Gate Bridge in San Francisco erinnert. Auf der anderen Seite erhebt sich die Statue des Cristo Rei. Sie blickt mit ausgebreiteten Armen über Almada und sorgt symbolisch für Frieden und Schutz in der Stadt. Auch hier fühlt man sich an ein bekanntes Denkmal erinnert, nämlich an die Statue des Cristo Redentor („Christus der Erlöser“) in Rio de Janeiro, Brasilien. Der Besuch, einschließlich der Überquerung der Brücke, dauert in der Regel 2 bis 3 Stunden. Alternativ kann man von Lissabon aus mit dem Bus oder der Fähre anreisen. Die Gegend um Cristo Rei ist ruhig und es gibt viele traditionelle Fischrestaurants am Flussufer. Da wir nur wenige Tage zur Verfügung hatten, beschlossen wir, die Statue auszulassen und uns stattdessen auf die Hauptattraktionen Lissabons zu konzentrieren.

    Nach einem erlebnisreichen Tag ist es an der Zeit, sich etwas Leckeres zu gönnen. Unser Tipp: die versteckte Perle Taverna Alfacinha. Auf den ersten Blick unscheinbar, überzeugt sie mit frischen, köstlichen Gerichten – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

    Als erstes stehen die Mexilhão-Miesmuscheln mit Knoblauch auf dem Programm. Dieses Gericht besteht aus richtig leckeren, frischen Miesmuscheln, die in einem orangenfarbenen Sud schwimmen und vor Geschmack nur so strotzen.

    Der Sud ist eine reichhaltige Mischung aus Olivenöl, Knoblauch, Weißwein, etwas Paprika oder Tomate und dem natürlichen Saft der Muscheln. Diese Kombination harmoniert mit dem salzigen Aroma der Muscheln und bildet eine würzige Basis mit frischer Säure und einem leicht rauchigen Geschmack. Frischer Koriander und ein Spritzer Zitrone sorgen schließlich für eine zitrusfrische, kräuterige Note.

    Salmão“, gegrillter Lachs, wird in der Taverne Alfacinha mit gegrilltem Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Karotten und Paprika serviert, das nicht nur farbenfroh, sondern auch reich an Nährstoffen ist. Gekochte Kartoffeln runden das Gericht als sättigende Beilage ab.

    Der Lachs wird auf den Punkt gegrillt und ist weder stark gebräunt noch verbrannt. Durch das Grillen am Stück bleibt das Fleisch schön saftig und die hochwertigen Fischöle können sich gut verteilen und intensivieren den Geschmack. Der natürliche Fettgehalt kommt optimal zur Geltung und verleiht dem Lachs eine butterzarte, fast schmelzende Textur, die durch das feine Raucharoma des Grills wunderbar abgerundet wird. Ein Gericht, das die portugiesische Liebe zur frischen und unverfälschten Küche perfekt einfängt.

    Arroz de Polvo (Tintenfischreis) ist ein traditionelles portugiesisches Gericht, das für echte portugiesische Hausmannskost steht. Es wird häufig bei Familienfeiern und besonderen Anlässen serviert. Obwohl es oft mit der spanischen Paella verglichen wird, hat Arroz de Polvo seinen eigenen portugiesischen Charme.

    Charakteristisch für dieses Gericht ist der perfekt gekochte Reis, der in einer dicken, schmackhaften Brühe schwimmt. Die reichhaltige Suppe in verführerischen Rot- und Brauntönen besticht durch ihr komplexes Aromenspiel und wird aus einer harmonischen Mischung von Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika zubereitet, die ihr nicht nur eine kräftige Farbe, sondern auch einen leicht rauchigen Geschmack verleihen.

    Der Tintenfisch schmeckt nicht nur köstlich, sondern hat auch einen leichten Biss, der perfekt mit dem zarten Reis harmoniert. Das Tüpfelchen auf dem i sind frische Frühlingszwiebeln und Koriander, die großzügig unter die zarten Tintenfischstücke gemischt werden.

    Lissabon ist eine faszinierende Stadt, in der das Leben in vollen Zügen zelebriert wird. Mit ihrer warmen und einladenden Atmosphäre vereint sie eine reiche Geschichte und ein tiefes kulturelles Erbe. Der Reiseführer Lonely Planet zählte Lissabon einst zu den zehn besten Städten der Welt, und doch ist sie überraschenderweise eine der am wenigsten besuchten Hauptstädte Europas.

    Das Stadtzentrum lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Nächstes Mal schlendern wir durch den Stadtteil Alfama, erkunden traditionelle portugiesische Gassen, besuchen die majestätische Kathedrale von Lissabon und das historische Castelo de Sao Jorge.

  • Pad Thai Restaurant: authentisch und frisch – verführerische Thaiküche in München

    Pad Thai Restaurant: authentisch und frisch – verführerische Thaiküche in München

    Wer die thailändische Küche liebt, kommt am Pad Thai nicht vorbei. In der Herzogstraße im lebendigen Stadtteil Schwabing gelegen, gehört es zu unseren Lieblings-Thai-Restaurants in München. Das Ambiente besticht durch eine gelungene Mischung aus schicker Eleganz und klassischer Gemütlichkeit. Das reichlich eingesetzte Holzdekor spiegelt die tiefe Verbundenheit Thailands mit der Natur wider und steht für Wärme, Beständigkeit und Tradition.

    Egal, ob ihr einen besonderen Anlass feiern, ein Geschäftsessen ausrichten oder einfach nur mit Familie und Freunden eine Mahlzeit genießen möchtet – das Pad Thai bietet den perfekten Rahmen. Und die Gerichte? Jedes einzelne ist so beeindruckend wie das Restaurant selbst. Heute werfen wir gemeinsam einen Blick auf einige besonders leckere Gerichte, die sowohl durch ihren authentischen Geschmack als auch durch ihre kreative Präsentation überzeugen.

    Restaurantprofil

    Das erste Gericht ist das Pad Thai – das Aushängeschild und gleichzeitig Namensgeber des Restaurants. Es ist die ideale Wahl, um die Spezialität des Hauses ins Rampenlicht zu rücken. Es gehört eindeutig zu den Bestsellern und war, als wir uns so im Restaurant umgesehen haben, auf fast jedem Tisch zu finden.

    Pad Thai besteht aus gebratenen Reisnudeln, die man wahlweise mit Garnelen, Hühnerfleisch oder Tofu kombinieren kann. Dieses klassische thailändische Gericht enthält außerdem noch Eier, Lauch, Zwiebeln, Tamarindensauce und Sojasprossen. Auch wenn es den meisten bekannt ist, überrascht die Präsentation im Pad Thai-Restaurant sogar erfahrene Pad Thai-Liebhaber:

    Nudeln und Fleisch sind kunstvoll in eine hauchdünne Eierschicht gehüllt, die wie eine zarte, essbare Verpackung wirkt. Diese raffinierte Präsentation ist nicht nur optisch beeindruckend, das Gericht schmeckt auch richtig gut. Das Ganze wird mit frischem Koriander verfeinert und mit einer Limettenscheibe, getrockneten Chilischoten, zerstoßenen Erdnüssen, Sojasprossen und einem Blütenblatt serviert.

    Das Pad Thai besticht durch seine ausgewogene Geschmackskomposition: Die leicht süßen Nudeln harmonieren perfekt mit der milden Süße des zarten Huhns. Die frischen Sojasprossen und die spritzige Limette sorgen für Erfrischung, die Erdnüsse für eine nussige Note und die Chilischote für einen scharfen Kick.

    Pla Neung Manao (ปลานึ่งมะนาว) ist ein geschmacksintensives thailändisches Gericht, bei dem ein ein ganzer Fisch zart gedämpft und in einer würzigen Limettenbrühe mit feurigen Chilis, aromatischem Knoblauch, knackigem Sellerie und frischem Pak Choi serviert wird.

    Das Gericht wird in einem fischförmigen Gefäß heiß und sprudelnd serviert, während eine kleine Flamme darunter dafür sorgt, dass alles weiter köchelt und nicht kalt wird. Frischer Koriander und Limettenscheiben runden das Gericht perfekt ab. Der Fisch ist wunderbar frisch und mager, mit nur wenigen Gräten, so dass jeder Bissen leicht und angenehm zu genießen ist.

    Die Brühe bietet eine erfrischende Balance zwischen Säure und Schärfe, eine leicht süßliche Note und einen kräftigen, würzigen Geschmack, der die natürliche Saftigkeit des Fisches unterstreicht.

    Pla Neung Manao wird mit duftendem, gedünstetem Jasminreis serviert. Man nehme etwas Reis, tauche ihn in die aromatische Limettenbrühe und füge den zarten Fisch hinzu, der auf der Zunge zergeht. Die meisterhafte Mischung aus sauer, scharf, salzig und süß ist erfrischend, belebend und sättigend zugleich.

    Som Tam Pu Pla Ra Set, besser bekannt als thailändischer Papayasalat, vereint zerkleinerte grüne Papaya, knackige Bohnen, saftige Tomaten und knusprige thailändische Auberginen zu einer schmackhaften Mischung. Abgerundet wird das Ganze mit einem kräftigen Dressing aus Fischsauce und fermentierten Garnelen (Pla Ra). Das Ergebnis ist ein Gericht, das süße, saure, salzige und herzhafte Aromen gekonnt kombiniert und durch frische Chilischoten eine pikante Schärfe erhält.

    Das Ganze wird mit zartem, gegrilltem Hühnerfleisch und klebrigem Reis serviert. Das Hühnerfleisch hat einen rauchigen, herzhaften Geschmack und eine knusprige, aromatische Kruste. Der klebrige Reis nimmt die würzigen Säfte des fruchtig-frischen Papayasalats auf. Normalerweise ist Papayasalat ziemlich scharf, aber hier wurde die Schärfe etwas reduziert, damit die Aromen besser miteinander harmonieren.

    Zum Dippen gibt es eine thailändische süß-saure Chilisauce (น้ำจิ้มไก่). Die leuchtend rote Sauce haftet wunderbar an der knusprigen Kruste des Hähnchens und bildet einen köstlichen Kontrast. Der süße Geschmack unterstreicht den rauchigen Charakter des Hähnchenfleisches, während die leicht scharfe Note des Chillis für einen angenehmen Kick sorgt.

    Das Pad Thai Restaurant bietet zwar auch mildere Gerichte an (wie das namensgebende Pad Thai, das wir eingangs vorgestellt haben), aber was uns wirklich begeistert, sind die intensiven und ausgewogenen Kombinationen von säuerlichen, würzigen und süßen Geschmäckern, die hier in ihrer ganzen Pracht zur Geltung kommen.

    Das einzigartige Klima Thailands hat dazu geführt, dass die Menschen eine Vorliebe für scharfe und feurige Aromen entwickelt haben. Durch die geschickte Kombination von Knoblauch, Chili, Limetten und Fischsauce entstehen unwiderstehliche Gerichte, deren intensive Schärfe belebend und appetitanregend zugleich ist. Zusammen mit einer ausgewogenen Mischung aus Fleisch und Gemüse bieten sie ein aufregendes Erlebnis und bringen die jahrhundertealte thailändische Kochtradition lebendig auf den Teller.

  • Restaurant Loulan: Traditionelle Uigurische Küche aus Xinjiang in Frankfurt

    Restaurant Loulan: Traditionelle Uigurische Küche aus Xinjiang in Frankfurt

    Die Küche Xinjiangs ist berühmt für ihre deftigen und besonders frischen Gerichte, bei denen einem schon beim bloßen Gedanken daran das Wasser im Mund zusammenläuft. Ein Beispiel dafür ist das berühmte Dapanji oder „大盘鸡“, das wir bereits in einem früheren Artikel über ein anderes hervorragendes traditionelles uigurisches Restaurant in Frankfurt vorgestellt haben. Die extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und das reichlich vorhandene Tageslicht in dieser einzigartigen Region schaffen ideale Bedingungen für die Produktion von Zutaten höchster Qualität. Und die Uiguren verstehen es meisterhaft, diese Zutaten in köstliche Gerichte zu verwandeln.

    Wir nehmen euch mit auf ein weiteres kulinarisches Abenteuer in die Küche Xinjiangs. Diesmal geht es ins Loulan, ein authentisches uigurisches Restaurant in Frankfurt, wo ihr noch mehr der faszinierenden Aromen dieser Region entdecken könnt. Obwohl das Loulan eine große Auswahl an beliebten Gerichten aus ganz China anbietet, wollen wir uns auf die Gerichte konzentrieren, die den einzigartigen Charme Xinjiangs am besten widerspiegeln.

    Restaurantprofil

    Ding Ding Chao Mian (丁丁炒面), zu Deutsch „gebratene Nudelwürfel“, ist ein echter Klassiker der Region Xinjiang und dort besonders beliebt. Aufgrund ihres kräftigen, vollmundigen und würzigen Geschmacks sowie der herzhaften und sättigenden Zutaten sind sie ein Muss in jedem uigurischen Restaurant.

    Im Gegensatz zu herkömmlichen Nudelgerichten werden Ding Ding Chao Mian aus kleinen handgezogenen Nudelstücken hergestellt, die wie kleine Würfel aussehen. Diese Nudelwürfel sind schön elastisch, leicht zäh und kleben nicht zusammen. So können sie die würzige Soße und die Gewürze perfekt aufnehmen. Gewürzt mit einer Mischung aus Kreuzkümmel, Chili und Knoblauch erhält das Gericht eine angenehme Schärfe und ein umamireiches Geschmacksprofil. Zusammen mit frischem Paprika, Tomaten, Zwiebeln, grünen Bohnen, Sellerie und zarten Stücken von Lamm oder Rind (nach Wahl) ist dieses ausgewogene Gericht nicht nur ein geschmackliches Highlight, sondern auch reich an Nährstoffen.

    Nang Bao Rou (馕包肉), zu Deutsch Nan-Brot mit geschmortem Lamm, ist eines der bekanntesten und beliebtesten Gerichte Xinjiangs. Bei diesem kulinarischen Highlight werden zarte Lammkoteletts zusammen mit Gemüse und einer aromatischen Gewürzmischung langsam geschmort und auf frisch gebackenem Fladenbrot, dem sogenannten Nan, serviert.

    Das Lammfleisch wird in einer verführerischen Mischung aus Lorbeerblättern, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln und Chili geschmort, die ihm einen kräftigen, würzigen Geschmack verleiht. Durch das langsame Garen wird es wunderbar saftig und zart und nimmt die aromatischen Gewürze optimal auf, so dass jeder Bissen intensiv und vollmundig schmeckt und förmlich auf der Zunge zergeht.

    Das knusprige Nan-Brot, in acht Stücke geschnitten, bildet die perfekte Basis. Es saugt die kräftige, würzige Brühe auf und wird dabei herrlich weich und saftig. Zusammen mit dem zarten Lammfleisch und dem Gemüse, verfeinert mit genau der richtigen Menge Öl und Lammfett, entsteht eine wahre Geschmacksexplosion.

    Manta with Lamb from the Oven (烤包子 Kao Bao Zi) is a delicious treat featuring two hearty dumplings filled with seasoned lamb, baked in a traditional oven called “nang pit” (馕坑).

    Manta mit Lamm (烤包子, Kao Bao Zi) ist eine köstliche Spezialität aus Xinjiang: zwei herzhafte Teigtaschen, gefüllt mit würzigem Lammfleisch, die in einem „Nang Pit“ (馕坑), einem traditionellen Lehmofen, gebacken werden.

    Diese Teigtaschen zeichnen sich durch eine knusprige Außenschicht und saftig und zart Füllung aus. Beim Backen entsteht eine goldbraune, glänzende Kruste, die mit weißen und schwarzen Sesamsamen bestreut wird. Sie wirken ein wenig wie kleine, liebevoll verpackte Geschenke.

    Der Teig ist etwas dicker als bei typischen chinesischen Dumplings (Jiaozi), damit die köstlichen Säfte beim Backen nicht auslaufen. Das Ergebnis ist eine Füllung voller intensiver Aromen.

    Hergestellt aus frischem, gleichmäßig marmoriertem Lammfleisch, bietet diese Mischung die ideale Balance zwischen mageren und fettreichen Anteilen und sorgt so für ein besonders vollmundiges Geschmackserlebnis. Die Zugabe von Zwiebeln, Kümmelpulver und schwarzem Pfeffer mildert den intensiven Lammgeschmack und gleicht den hohen Fettgehalt aus, so dass die Teigtaschen nicht zu fettig wirken. Diese harmonische Komposition ist Ausdruck der jahrhundertealten kulinarischen Tradition des uigurischen Volkes.

    Beim Biss in die knusprige Kruste entfalten sich das zarte Fleisch und der reichhaltige Lammjus, durchzogen von aromatischen Gewürzen – ein wahrer Genuss.

    Wer die Aromen Xinjiangs und insbesondere Lammgerichte liebt, sollte unbedingt gegrillte Lammkoteletts (烤羊排 Kao Yang Pai) probieren. Dieses Gericht ist eine köstliche Hommage an die Nomadentradition und die weite, raue Landschaft Xinjiangs. Es besteht aus drei großen Lammkoteletts, die mit frischen Chilischoten, Zwiebeln und Koriander garniert werden.

    Lammfleisch ist ein Grundpfeiler der Küche Xinjiangs und tief in der Geschichte und Kultur der Region verwurzelt. Das nomadische Erbe und das reiche Weideland machen Lammfleisch zu einem beliebten Grundnahrungsmittel. Auf den ausgedehnten Weiden der Region aufgezogen, zeichnet sich das Lamm durch eine feine Textur und einen vollen Geschmack aus.

    Loulan bringt diesen erstklassigen Geschmack direkt nach Frankfurt. Die hochwertigen Lammkoteletts werden mehrere Stunden in einer Gewürzmischung aus Kreuzkümmel, Chili, Knoblauch und Ingwer mariniert, damit die Aromen das Fleisch durchdringen.

    Beim langsamen Grillen schmilzt das Fett und vermischt sich mit den natürlichen Fleischsäften, wodurch die Koteletts nicht nur ein glänzendes Aussehen erhalten, sondern auch einen rauchigen, vollmundigen Geschmack entwickeln. Das Ergebnis sind Lammkoteletts mit einer leicht verkohlten, karamellisierten Kruste und einem zarten, saftigen Inneren. Jeder Biss offenbart eine harmonische Kombination aus kräftigem, erdigem Lammgeschmack, verfeinert durch die aromatische Marinade – ein würziger Kick von Chili und Ingwer sowie die angenehme Wärme des Kreuzkümmels.

    Der uigurische Pilaf (das Wort Pilaf stammt ursprünglich aus dem Persischen) oder Yang Rou Shou Zhua Fan (羊肉手抓饭 ) ist eine Spezialität der Küche Xinjiangs und wird wegen seines reichen Geschmacks und seiner wohltuenden Wirkung sehr geschätzt. In der uigurischen Sprache heißt das Gericht „Polo“ und wird vor allem bei festlichen Anlässen und zur Begrüßung von Gästen serviert.

    Der uigurische Pilaf besteht aus lockerem, aromatischem Reis, der mit Karotten, Zwiebeln und zarten, langsam geschmorten Lammstückchen zubereitet wird. Das Lamm wird mit einer Mischung aus Kreuzkümmel, Zimt und einem Hauch Chili mariniert, was ihm einen warmen, erdigen Geschmack verleiht. Der goldbraun glänzende Reis ist reichhaltig, aber nicht zu ölig oder fettig, und jedes Korn ist von würzigen Säften und Aromen durchzogen.

    Die Lammstücke sind schön zart, das Fleisch fällt fast vom Knochen und zergeht förmlich auf der Zunge. Karamellisierte Karotten und Zwiebeln verleihen dem Fleisch eine feine Süße und Frische. Als Beilage gibt es eingelegte Karotten und Radieschen, die einen schönen Kontrast zu den kräftigen Aromen des Lammfleisches bilden.

    Eine Legende besagt, dass vor mehr als tausend Jahren ein Heiler namens Abul Aili Yibisina, der an einer Krankheit litt, dieses Gericht als Heilmittel entdeckte. Er mischte Lammfleisch, Reis, Karotten, Zwiebeln, Gemüse und Schafsfett und ließ alles so lange köcheln, bis ein so schmackhaftes und nahrhaftes Gericht entstand, dass er sofort wieder Appetit bekam und sich sein Gesundheitszustand sofort verbesserte. Ob Legende oder Wahrheit, eines ist sicher: Pilaf ist ein nahrhaftes Gericht, das garantiert den Appetit anregt.

    Mein Lieblingsgericht in Loulan ist Fisch mit Tofu nach Bosten-See-Art (博斯腾湖鱼泡豆腐 Bo Si Teng Hu Yu Pao Dou Fu). Frischer Fisch wird gesäubert und in handliche Stücke geschnitten. Diese werden knusprig gebraten, bevor sie zusammen mit zarten Tofuwürfeln und Spinat in einer schmackhaften Brühe vor sich hin köcheln. Beim Kochen gibt der Fisch seinen Saft ab, der sich mit Gewürzen wie Ingwer, Knoblauch und Frühlingszwiebeln zu einer aromatischen Brühe vermischt. Die Gräten sind zwar vorhanden, aber so groß, dass sie sich leicht entfernen lassen und der Fisch problemlos verzehrt werden kann.

    Was macht den Bosten-See-Stil so besonders? Fährt man von Urumqi in südlicher Richtung in die Yanqi-Ebene, erreicht man den Bosten-See, den größten Süßwasser-Binnensee Chinas. An seiner Westküste liegt der Bezirk Bohu, der für sein kristallklares Wasser und seinen köstlichen Fisch bekannt ist.

    In Bohu gibt es viele charmante Fischrestaurants und Gasthäuser. Die unberührte Natur rund um die Stadt, frei von industrieller Verschmutzung, bietet einen idealen Lebensraum für die Tierwelt. Das Sprichwort der Einheimischen „Gutes Wasser bringt guten Fisch“ trifft hier voll und ganz zu.

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    Der Fisch aus Bohu ist so frisch, dass seine Qualität schon bei der einfachsten Zubereitung voll zur Geltung kommt. Der Koch im Loulan versteht es meisterhaft, diesen Stil nach Frankfurt zu bringen. Die milchig-weiße Fischsuppe entsteht durch langsames Köcheln auf kleiner Flamme und verströmt einen aromatischen Duft. Nur mit Salz und Pfeffer gewürzt, liegt die Stärke der Fischsuppe in ihrer einfachen Zubereitung. Jeder Löffel ist nahrhaft und wohltuend warm – so natürlich und unkompliziert wie die Menschen von Bohu und so weit und leidenschaftlich wie der Bohusee selbst.

    Loulan war einst ein prächtiges Königreich, das seine Blütezeit an der Seidenstraße erlebte. Das geschäftige Treiben der Karawanen und der florierende Handel machten es zu einem pulsierenden Zentrum. Doch sein plötzliches Verschwinden ist bis heute eines der größten Rätsel der Weltgeschichte.

    Während die Erinnerungen an das untergegangene Reich langsam verblassen, erwacht im Restaurant Loulan ein Hauch dieser historischen Pracht zu neuem Leben. Hier werden viele Gerichte mit viel Liebe zum Detail zubereitet, kunstvoll arrangiert und auf edlen Tellern serviert. Einige der Gerichte, wie zum Beispiel Lammhufen oder ein ganzes, am Stück gebratenes Lamm, sind in Deutschland eher selten zu finden. Loulan ist ein echtes Highlight für alle, die traditionelle Küche und guten Geschmack schätzen.