Mitten im grünen Herzen von Madrids „Triángulo del Arte“, dem sogenannten Kunstdreieck, stößt man auf einen beeindruckenden Dreiklang:
- das Museo Thyssen-Bornemisza präsentiert ein Panorama der westlichen Kunstgeschichte von Epoche zu Epoche;
- das Museo Reina Sofía beherbergt die Ikonen des 20. Jahrhunderts, allen voran Picassos erschütterndes Anti-Kriegs-Epos „Guernica“;
- und schließlich das Museo del Prado, ein Nationalheiligtum, das Spaniens Geschichte in Bildern erzählt.
Für einen rundum gelungenen Kunsttag in Madrid empfiehlt sich folgende Route: Starte im Prado (ca. 3 Stunden) mit den Alten Meistern, danach geht es weiter zum Thyssen (ca. 1,5 Stunden) für eine Reise durch unterschiedlichste Epochen und Stile. Im Reina Sofía (ca. 1,5 Stunden) wirst du schließlich von Picassos Kunst tief berührt.
Wenn die Zeit jedoch nur für ein Museum reicht, sollte es unbedingt der Prado sein. Seine Sammlung ist so umfangreich und facettenreich, dass er bereits Ende des 19. Jahrhunderts zu den vier größten Kunstmuseen der Welt gezählt wurde – zusammen mit dem Louvre in Paris, der Eremitage in St. Petersburg und den Uffizien in Florenz.
DAS PRADO MUSEUM

Konzentriere dich auf die Highlights
Bei über 7.000 Gemälden auf drei Etagen kann man schnell den Überblick verlieren. Statt hastig durch das Museum zu hetzen, genieße den Besuch in deinem eigenen Tempo. Suche dir einige Werke aus, die du auf keinen Fall verpassen möchtest, und lass dich ansonsten einfach durch das Museum treiben.
Hol dir deine Eintrittskarte und plane eine grobe Route durch das Museum. So kannst du tief in die Sammlung eintauchen, ohne dich in diesem großartigen Labyrinth zu verlieren.
Hier ist ein „Raum-für-Raum-Guide”, der einige der wichtigsten Werke hervorhebt. Also, los geht’s – auf zu den Legenden der Kunstgeschichte!
📍 Erdgeschoss – Unterer rechter Flügel
Raum 55B – Albrecht Dürer: Selbstbildnis (1500). Bevor Selfies erfunden wurden, gab es Dürer. Er porträtierte sich selbst in einer frontal-statischen Pose, wie sie sonst nur Christus vorbehalten war.
Raum 55A – Joachim Patinir: Die Überfahrt über den Styx (um 1520–1524). Ein moralischer Kompass in einer imaginären Landschaft: Das Gemälde zeigt die Reise der Seele nach dem Tod. Die Gesegneten gelangen nach links ins Paradies, die Verdammten nach rechts in die Hölle. Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlichen Denkens, geprägt von Moral und göttlichem Urteil.

Raum 55A – Pieter Bruegel der Ältere: Der Triumph des Todes (um 1562). Das Bild zeigt das Ende der Welt im Kontext der brutalen Religionskriege und der allgegenwärtigen Gewalt im Flandern des 16. Jahrhunderts. Eine unaufhörliche Armee von Skeletten zieht über verbrannte Erde und vernichtet alles: Könige, Ritter, Kleriker, Bauern, Liebende – niemand bleibt verschont. Ein gnadenloses Memento mori, das die universelle Macht des Todes zeigt. Die Details sind erschütternd: Ein Skelett parodiert einen Musiker, ein anderes erwürgt ein Opfer, ein König stirbt vergeblich neben seinem Schatz und eine Menschenschlange wird in eine sargförmige Falle getrieben.

Raum 56A – Hieronymus Bosch: Der Garten der Lüste (um 1490–1500). Das Triptychon „Der Garten der Lüste” von Hieronymus Bosch ist wie eine Reise durch die Unschuld im Garten Eden, das chaotische Leben auf Erden und die grotesken Qualen der Hölle. Seine Faszination liegt in den unzähligen Details: riesige Vögel, Menschen, die aus Eiern schlüpfen, Musiker, die an Harfen gekreuzigt sind. Man könnte Stunden davorstehen und immer noch Neues entdecken.



Raum 56B – Fra Angelico: Die Verkündigung (um 1425–1428). Nach dem visuellen Overload durch Bosch wirkt dieses florentinische Meisterwerk wie Balsam. Die Ei-Tempera-Arbeit aus der frühen Renaissance strahlt stille Erhabenheit und Ruhe aus.

Raum 49 – Raffael: Porträt eines Kardinals (um 1510–1511). Dieses Meisterwerk verkörpert mit zurückhaltender Kraft und psychologischer Tiefe die Ideale der Renaissance: Anmut und Autorität.
📍 Erdgeschoss – Oberer linker Flügel
Raum 60A – Joaquín Sorolla: Kinder am Strand (1910). Das blendend schöne Sonnenlicht des spanischen Mittelmeers strahlt in voller Pracht. Sorolla, bekannt als „Meister des Lichts“, hat diesen unbeschwerten Sommermoment eingefangen: pure, leuchtende Freude, die fast greifbar wirkt.
Raum 64 – Francisco de Goya: Der 3. Mai 1808 (1814). Dieses kraftvolle Antikriegsgemälde zeigt die brutale Niederschlagung eines Aufstands der Madrider Bevölkerung durch die napoleonischen Truppen. Goya zeigt das brutale Nachspiel eines Aufstands der Madrider Bevölkerung gegen die napoleonischen Truppen. Wir werden Zeugen der Erschießung spanischer Rebellen. Im Zentrum des Bildes steht eine erschrockene Gestalt in Weiß mit ausgebreiteten Armen, die an die Kreuzigung Christi erinnert. Ihr gegenüber steht ein gesichtsloses, unmenschliches Erschießungskommando. Ein Moment, in dem die Kunst nicht Ideale, sondern die harte Realität sichtbar macht.

Raum 67 – Goyas „Schwarze Bilder“: „Der Hund“ und „Saturn verschlingt seinen Sohn“ (um 1819–1823).
Ein Einblick in Goyas düsteres Alptraumreich. In seinen letzten Jahren, taub, enttäuscht und isoliert, malte er diese erschütternden Werke direkt auf die Wände seines Landhauses, der Quinta del Sordo („Haus des Tauben“). Sie waren nie für die Öffentlichkeit bestimmt.
- Der Hund symbolisiert tiefste existenzielle Einsamkeit: Er kämpft darum, sich über der ockerfarbenen Erde zu halten, während ihm ein leerer, bedrückender Himmel gegenübersteht.
- Saturn verschlingt seinen Sohn: Basierend auf dem Mythos des Titanen überträgt Goya die Szene in ungebändigten Wahnsinn. Wilde Augen, brutaler Griff, chaotische Pinselstriche – ein Blick in die verzweifelten Tiefen der menschlichen Psyche.

Raum 75 – Antonio Gisbert: Die Hinrichtung von Torrijos und seinen Gefährten am Strand von Málaga (1888). Dieses monumentale Geschichtsgemälde zählt zu den eindrucksvollsten Werken des Prado. Es zeigt die reale, tragische Hinrichtung von General José María Torrijos und seinen liberalen Gefährten im Jahr 1831, die sich dem absolutistischen König Ferdinand VII. widersetzt hatten. Torrijos in der Mitte hält die Hand eines Gefährten – ein letzter Akt der Solidarität angesichts der Tyrannei. Der graue Morgenhimmel und der leere Strand verstärken das Gefühl von Isolation und Tragik.

📍 Erste Etage – Unterer rechter Flügel
Raum 12: Diego Velázquez – Las Meninas (Die Hofdamen) (1656). Dieses Gemälde gilt als das Meisterwerk des Prado und wird auch als die „Sixtinische Kapelle des Museums” bezeichnet. Es ist eine atemberaubend komplexe Illusion: Im Zentrum steht die Infantin Margarita. Ihre Eltern, König Philipp IV. und Königin Mariana, sind jedoch in einem Spiegel im Hintergrund zu sehen. Links steht Velázquez selbst mit Palette in der Hand und malt gerade die Szene, die wir betrachten. Das Gemälde wirft ein faszinierendes Rätsel über Realität, Illusion und die Rolle des Künstlers auf, über das bis heute diskutiert wird.

Raum 12: Velázquez – Porträts der Infantin Margarita. Diese Porträts zeigen das zarte Gesicht eines Kindes, das von der immensen Last königlicher Pflichten und prunkvoller Kostüme umgeben ist.
Raum 7A: Caravaggio – David mit dem Haupt Goliaths (ca. 1600). Düster und dramatisch. Der junge Sieger David blickt mit Mitleid auf den abgetrennten Kopf Goliaths – ein schmerzliches Selbstporträt Caravaggios und eine erschütternde, persönliche Auseinandersetzung mit der Gewalt.
Raum 42: Tizian – Die Anbetung der Venus (ca. 1518–1520) und Das Bacchanal der Andriander (ca. 1523–1524). Ein Fest in Farben – Tizians Renaissance-Feste: Üppige und farbenfrohe Darstellungen mythischer Festlichkeiten verkörpern die Lebenslust und die sinnlichen Freuden des Lebens.
Raum 3: Nicolas Poussin – Der Parnass (ca. 1630–1631). Apoll und die Musen auf dem Parnass, dem mythischen Ort der Dichtung, inspirieren die großen Dichter der Geschichte. Ein Höhepunkt klassischer Harmonie und intellektueller Strenge.
Raum 10: Velázquez – Das Bacchus-Fest (Die Trinker) (1628–1629). Dieses bahnbrechende Gemälde zeigt den römischen Weingott Bacchus, wie er eine Gruppe rustikaler, lebensfroher spanischer Bauern krönt. Velázquez verbindet hier klassische Mythologie mit der rauen Wirklichkeit des Alltags – in einem Stil, der als Bodegón bekannt ist. Die Bauern werden von ihm mit derselben Würde behandelt wie der Gott selbst.

📍 Erste Etage – Oberer linker Flügel
Raum 38 – Francisco de Goya: Die nackte Maja (ca. 1797–1800). Dieses Gemälde löste zu seiner Zeit einen Skandal aus. In einer Epoche, in der Nacktheit meist mythologischen Figuren wie der Venus oder Göttinnen vorbehalten war, zeigt Goya hier eine echte Frau – unverblümt und direkt. Es entstand als provokantes, privates Werk für einen einflussreichen Minister. Ihr durchdringender Blick stellt sowohl den Betrachter als auch die gesellschaftlichen Konventionen infrage.

Direkt daneben hängt ihr bekleideter Gegenpart: die sogenannte bekleidete Maja.

Raum 29 – Peter Paul Rubens: Die drei Grazien (1630–1635). Eine strahlende Feier weiblicher Schönheit, Vitalität und Fruchtbarkeit. Rubens’ Grazien begeistern mit leuchtender Haut, sanften Rundungen und spielerischer Intimität.

Raum 32 – Francisco de Goya: Karl IV. und seine Familie (1800). Ein pompöses Porträt der königlichen Familie, überladen mit Orden, Seide und dem Gewicht ihres Stolzes. Wer genau hinsieht, erkennt, dass Goya auch die Charaktere und Stimmungen seiner Figuren einfängt: einen geistig abwesend wirkenden König, eine herrische Königin und Erben mit ausdruckslosen oder misstrauischen Blicken. Es wirkt fast wie ein subtiler Seitenhieb des Künstlers auf die Monarchie.

📍Zweite Etage – Unterer rechter Flügel
Raum 79B – Der Schatz des Dauphins: Der Goldbecher mit Nautilus und Sirene (um 1600). Eine schimmernde Nautilus-Schale verwandelt sich in eine mythische, goldene Sirene. Reiner Luxus des Manierismus – opulent, kunstvoll und ein wenig verschwenderisch.
Raum 83 – Brueghel & Rubens: Die fünf Sinne. Brueghel füllt den Raum mit Hunderten von Objekten. Instrumente, Notenblätter, Blumen, Speisen, Kunstwerke – es wirkt fast schon überladen. Rubens ergänzt dazu Figuren, die die fünf Sinne verkörpern sollen. Sehen blickt in einen Spiegel, Tasten umarmt und Schmecken kostet Wein.
Raum 76 – Rembrandt van Rijn: Judith beim Bankett des Holofernes (1634). Ein Meisterstück von Dramatik und Lichtführung. Rembrandt zeigt nicht die Enthauptung selbst, sondern den Moment danach. Judith steht gefasst in der dunklen Zeltstube. Ihr Gesicht ist nur von einer einzelnen Lichtquelle erhellt. Sie scheint in Gedanken versunken zu sein. Eine alte Magd flüstert ihr etwas zu, und die Spannung ist förmlich greifbar.

📍 Zweite Etage – Oberer linker Flügel
Raum 85: Francisco de Goya, Sommer (auch bekannt als Die Ernte), 1786. Im Vergleich zu den düsteren Themen seiner späteren Werke wirkt dieses Gemälde geradezu lebensbejahend. Es zeigt idealisierte Bauern bei der reichen Ernte unter der hellen Sonne Spaniens. Warme, sanfte Farben und eine friedliche Stimmung vermitteln Zufriedenheit nach getaner Arbeit. Bereits in seinen frühen Jahren beherrschte Goya die Malerei des Rokoko meisterhaft – dieses Gemälde bildet einen hoffnungsvollen Abschluss für deinen Rundgang durch den Prado.

Weitere Tipps
Die vom Museum empfohlene dreistündige Audiotour ist großartig, plane aber lieber vier Stunden oder mehr ein. Oft entdeckt man die interessantesten Werke abseits der Hauptwege, wenn man an einer Ecke stehen bleibt und auf ein Gemälde stößt, das vielleicht niemand auf der Liste hatte.












Ein Tipp für Sparfüchse: Von Montag bis Samstag ist der Eintritt von 18 bis 20 Uhr kostenlos (sonntags von 17 bis 19 Uhr). Achte nur darauf, die spezielle Schlange für die kostenlosen Tickets zu nutzen. So sparst du 15 €, hast dann aber nur zwei Stunden Zeit. Für den ersten Besuch lohnt sich das „normale” Ticket, um das Museum wirklich in Ruhe zu erleben.
Nach dem Besuch des Prado-Museums lohnt sich ein entspannter Abstecher in den angrenzenden Retiro-Park.
EL RETIRO-PARK
Der 125 Hektar große Park war einst das exklusive Vergnügen der spanischen Könige. Im 19. Jahrhundert wurde er schließlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute ist er die grüne Lunge Madrids. Zwischen kunstvoll gestutzten Bäumen, plätschernden Brunnen, Ruderbooten im Sonnenschein und dem gläsernen Palacio de Cristal, der wirkt, als stamme er aus einer anderen Welt, lädt der Retiro dazu ein, sich unter die Madrilenen zu mischen und die Stadt von ihrer entspannten Seite kennenzulernen.

Highlights im Retiro-Park:
🚣 Rudern auf dem Estanque Grande del Retiro
Am nördlichen Ende des großen Teichs befindet sich der Bootsverleih. Für 8 € kannst du 45 Minuten lang über das Wasser gleiten, das Denkmal für König Alfons XII. bewundern und den neugierigen Schwänen zusehen, die sich gerne an der südwestlichen Ecke des Denkmals versammeln. Unser Profi-Tipp: Komm etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang und erlebe, wie sich der Himmel über dem See in sanfte Rosa- und Goldtöne färbt. 🌅

💎 Der Glaspalast
Zwischen hohen Bäumen und umgeben vom glatten Wasser des Teichs liegt der Palacio de Cristal, ein Glashaus aus dem 19. Jahrhundert. Es wurde ursprünglich für tropische Pflanzen errichtet. Besonders im Sonnenlicht entfaltet er seinen Zauber: Die Strahlen fallen durch die Glasstruktur und erzeugen glitzernde Reflexionen auf dem Teich.
🌹 Der Rosengarten (La Rosaleda)
Im Winter blüht hier nur wenig, doch im Frühling erblüht der Garten in prächtigen Farben, während die Luft von betörenden Düften erfüllt ist. Mit etwas Glück kannst du sogar Pfauen entdecken, die majestätisch und ungestört durch die Beete schreiten.
Studien zeigen: Bereits 20 Minuten in einem Park können den Stress spürbar senken und die Stimmung heben.

Im Retiro merkt man das sofort. Egal, ob du auf einer Bank sitzt und ein Buch liest oder auf der Wiese liegst und den Wolken zuschaust, wie sie vorüberziehen – plötzlich entspannst du dich, der Lärm der Stadt tritt in den Hintergrund und du erinnerst dich wieder daran, wie es ist, wirklich im Moment zu sein.

LITERARISCHES VIERTEL – BARRIO DE LAS LETRAS
Zwischen den großen Kunstmuseen und dem lebhaften Puerta del Sol erstreckt sich Madrids Literarisches Viertel. Überall begegnet man hier Literatur: Zitate auf Pflastersteinen, Verse an Hauswänden und Tavernen, in denen Spaniens Dichter vergangener Zeiten wieder lebendig werden.
Beim Blick nach unten in der Calle de la Cruz oder der Calle de San Jerónimo entdeckt man Worte von Cervantes, Quevedo und Calderón de la Barca. Wer nach oben schaut, findet Tafeln und Statuen, die diese Meister ehren und ihre Präsenz bis heute spürbar machen.
Highlights:
✍️ 📖Das Haus, in dem Cervantes einst lebte, und das Wohnhaus von Lope de Vega, der oft als „Vater des spanischen Theaters“ bezeichnet wird, sind heute Museen, die einen lebendigen Einblick in das Leben des 17. Jahrhunderts bieten. Ebenfalls hier zu finden ist das Convento de las Trinitarias, in dem Cervantes begraben liegt. Auf der Plaza de las Cortes erinnert eine Statue an den großen Schriftsteller. All diese Sehenswürdigkeiten befinden sich im Barrio de las Letras oder sind eng mit dem Viertel verbunden.
☕🍷 Das Viertel ist zudem für seine jahrhundertealten Tavernen und literarischen Cafés berühmt. Zu den ältesten Tavernen Madrids gehört die Casa Alberto, die im Jahr 1827 gegründet wurde. Das Café Gijón am Paseo de Recoletos, das sich knapp außerhalb des Viertels befindet, war im 20. Jahrhundert ein Treffpunkt für Schriftsteller, Dichter und Intellektuelle.
Heute ist das Barrio de las Letras ein lebendiges Stück Geschichte und ein Hotspot für moderne Tapasbars und innovative Restaurants – perfekt für alle, die Kultur und Kulinarik verbinden möchten.


Wir entschieden uns für die Tapasbar „El Sur de Moratín,”. Das Restaurant hat eine lockere, lebendige Stimmung, die Portionen sind großzügig und die Preise fair. Jedes Gericht ist ein kleines Geschmackserlebnis, ganz ohne viel Schnickschnack. So sah unser köstliches Abendessen aus:


Sangria
Dieser klassische spanische Getränk ist süß, fruchtig und erfrischend. Der kräftige Rotwein wird durch frische Noten von Beeren, Orange und Melone abgerundet. Ein Schuss Brandy und Rum sorgt für eine angenehme Wärme und einen sanften Abgang.
Meeresfrüchte-Paella

Die Paella vereint das Beste von Meer und Land. Der mit Safran aromatisierte Reis nimmt die salzige Tiefe von Baby-Tintenfischen, Muscheln und Garnelen auf, während Bohnen und gehackte Paprika für eine weiche, erdige Note sorgen. Das Socarrat – die leicht knusprige, karamellisierte Reisschicht am Pfannenboden – ist das wahre Highlight dieses Gerichts.
Spiegeleier mit iberischem Schinken

Ein einfaches, aber unglaublich leckeres Gericht. Das eigentliche Highlight ist, die drei rohen Eier aufzubrechen und ihre goldene, cremige Fülle über alles fließen zu lassen. Sie umhüllen den salzigen, nussigen und intensiven Geschmack des iberischen Schinkens. Die Kartoffelchips am Boden saugen das flüssige Eigelb und die Schinkensäfte auf, werden herrlich weich und würzig, behalten aber gleichzeitig ihren Crunch.

Iberischer Schinken (Jamón Ibérico) zählt zu den kulinarischen Spezialitäten Spaniens. Die besten Sorten stammen von Schweinen, die durch Eichenwälder streifen und Eicheln (Bellota) fressen. Dieses Futter verleiht dem Schinken seine unvergleichlich zart schmelzende Qualität und den charakteristischen Geschmack.
Gegrillte Baby-Tintenfische mit Salat

Die hervorragenden Zutaten sprechen für sich. Die gegrillten Baby-Tintenfische sind ein Traum: saftig, zart und butterweich mit einer leicht angebräunten Oberfläche.
Dazu gibt es eine cremige, reichhaltige und aromatische Knoblauch-Aioli, die durch einen Spritzer frischer Zitrone perfekt ausbalanciert wird. Der Beilagensalat mit süßem Balsamico-Dressing sorgt für eine erfrischende, leicht säuerliche Note.
Rindfleisch nach kubanischer Art
Deftig, herzhaft und richtig sättigend. Das langsam gegarte Rindfleisch ist wunderbar zart, behält aber noch einen leichten Biss und lässt sich mühelos auseinanderziehen. Eine süß-würzige, BBQ-artige Glasur rundet den Geschmack ab.

„Kubanisch” (estilo Cubano) bedeutet in diesem Fall eine Variante von Ropa Vieja, einem der Nationalgerichte Kubas. Das Fleisch schmort in einer Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Paprika, Knoblauch, Essig und wärmenden Gewürzen wie Kreuzkümmel und Oregano. Ein Hauch Weißwein gleicht die Säure der Tomaten aus. Serviert mit Chips entsteht so eine aromatische, sättigende Tapa mit karibischem Flair.
Während wir den letzten Schluck Sangria genießen, ziehen noch einmal all die Eindrücke Madrids an uns vorbei:


der imposante Palacio de Real, die Meisterwerke des Prado und das geschichtsträchtige Treiben auf der Plaza Mayor. Wer möchte, kann im Retiro-Park beim Rudern auf dem See zur Ruhe kommen oder im Restaurant Botín die jahrhundertealte Tradition des knusprigen Spanferkels erleben.
All diese Erlebnisse haben sich tief in uns eingeprägt und werden uns noch lange in Erinnerung bleiben: die Lebendigkeit der Gran Vía, das bunte Treiben auf dem Mercado de San Miguel und die einzigartige Atmosphäre dieser Stadt, in der Geschichte, Kultur und Lebensfreude so wunderbar vereint sind.




Das Museum hat kürzlich Maßnahmen eingeführt, um die Besuchermassen besser zu kontrollieren und das Erlebnis angenehmer zu machen.
Endlich habe ich es in den Prado geschafft, und er wird dem Hype wirklich gerecht – auch wenn man definitiv im Voraus planen muss! Da Madrid zum ‚European Best Destination 2026‘ gekürt wurde, sind die Menschenmassen kein Witz. Ich hatte das Glück, genau dann dort zu sein, als die neuen ‚Plan Host‘-Maßnahmen eingeführt wurden. Man merkt wirklich, dass das Museum hart daran arbeitet, durch die Begrenzung der Besucherzahlen zu verhindern, dass man sich wie in der Metro zur Stoßzeit fühlt.
Das ist echt super!
Wow, danke für den Tipp!!
Für Personen zwischen 18 und 25 Jahren mit einer Abono Transporte Joven Karte ist es ebenfalls kostenlos.
Das Prado-Museum gehört definitiv zu meinen Lieblingsmuseen. Und Las Meninas ist einfach Perfektion! 😍
I was told by the museum staff that photos could only be taken in the red room 🙁
Ich muss unbedingt dorthin! ✨
Der Retiro ist wirklich wunderschön! Ich habe damals gedacht der “palacio de cristal” wäre es aus Kristall (cristal en français) und nicht Glas.
Danke für den Tipp 😁
Der Park ist echt super und überhaupt ist die Stadt so schön grün 🍃
Muss ich für den kostenlosen Eintritt ins Prado-Museum im Voraus buchen, oder reicht es einfach, wenn ich dort erscheine?
Ich denke, man muss einfach nur zu den kostenlosen Öffnungszeiten vorbeigehen.
Richtig cool, die Hintergründe zu dem Werk zu erfahren. Danke!
Diese Seite ist einfach klasse. Ich lerne hier jedes Mal etwas Neues. Vielen Dank dafür und liebe Grüße aus München!
Ich weiß nur, dass mir die Augen voller Tränen standen und ich in tiefes Schweigen verfiel, als ich diese Meisterwerke endlich persönlich sehen konnte.
Ich liebe „Las Meninas“. Eines Tages werde ich direkt vor diesem Gemälde stehen. ❤️
Das Prado-Museum ist einfach wunderschön!!!!!!
Danke! Es ist immer schön, etwas Neues zu lernen. 🤩
Richtig klasse! Mach weiter so!
Die Details zu den Gemälden sind wirklich spannend! 😃