Heute möchten wir euch das Sebeta vorstellen – ein charmantes, familiäres afrikanisches Restaurant mit echtem Wohlfühlambiente. Besonders einladend ist der liebevoll gestaltete Außenbereich, der sich perfekt für warme, sonnige Tage eignet. Während man an den gemütlichen Tischen Platz nimmt und entspannt, liegt der verführerische Duft von aromatischen Gewürzen und herzhaften Eintöpfen in der Luft.
Am Wochenende geht es hier besonders lebendig zu, vor allem am Abend, wenn sich die Tische schnell mit Gästen füllen, die sich auf authentische afrikanische Hausmannskost freuen. Ein kleiner Hinweis vorab: Wenn es voll ist, kann die Wartezeit auf das Essen schon einmal etwas länger ausfallen, denn hier wird jedes Gericht frisch und mit viel Liebe zubereitet.
Restaurantprofil
🏷️ Name des Restaurants: Sebeta (Siehe Speisekarte hier)
📍 Adresse: Werftstraße 15, 60327 Frankfurt am Main
🍜 Küche: Afrikanisch (Äthiopisch) – Reisgerichte, Dumplings, Eintöpfe, Injera-Brot, Pfannengerichte, vegane und vegetarische Gerichte etc.
💰 Preis: ca. 20 – 30 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)
Sambusa (ሳምቡሳ) – das sind drei goldbraun frittierte, knusprige Teigtaschen, gefüllt mit würzigem Gemüse. Perfekt als Appetizer und ein echter Klassiker mit Geschichte.

Sambusa, auch bekannt als Samosa, ist weltweit zu Hause – von Nordafrika über den Nahen Osten bis nach Südasien. In Ostafrika gehören sie fest zur kulinarischen Kultur: Ob bei Feiern, im Ramadan oder als Streetfood – ohne Sambusa geht fast nichts. Ein tolles Beispiel dafür, dass gutes Essen keine Grenzen kennt.
Die hauchdünne Hülle ist wunderbar knusprig und bricht beim Reinbeißen leicht auf, sodass die aromatische Füllung aus weich gegarten Kartoffeln, süßen Karotten, grünen Bohnen und karamellisierten Zwiebeln zum Vorschein kommt.
Das Gemüse ist fein abgeschmeckt: erdig, leicht scharf mit Noten von Kreuzkümmel und Kurkuma. Obwohl das Gericht vegetarisch ist, bringt die tomatig-fruchtige Sauce eine fleischige Tiefe, eine angenehme Süße und milde Schärfe mit sich.
Dazu gibt es einen frischen, knackigen Salat, der die Würze der Sambusa wunderbar ausgleicht.

Katena (ካተና) – eine dünne, knusprige Variante des traditionellen, fermentierten äthiopischen Fladenbrots Injera.

Katena wird frisch zubereitet, gefaltet, kurz angeröstet und dann mit Niter Kibbeh bestrichen. Dabei handelt es sich um eine würzige äthiopische Butter, die mit Knoblauch, Ingwer und Besobela, einer Art äthiopischem Basilikum, aromatisiert ist. Ein bisschen Chili sorgt zusätzlich für einen Kick.
Das Ergebnis ist außen schön kross mit einer angenehmen, leicht säuerlichen Note, die an eingelegtes Gemüse erinnert. Dazu kommen eine feine Schärfe, Umami und eine rauchige Tiefe, die das Brot zu einem echten Geschmackserlebnis machen.
Dank der fermentierten Basis entsteht ein überraschend vielschichtiger Geschmack, der zeigt, wie spannend etwas so Einfaches schmecken kann.
Kommen wir nun zu den Hauptgerichten.
Ye Doro Wot (የዶሮ ወጥ) – der gewürzte Hühnereintopf aus Äthiopien
Das wohl bekannteste Gericht Äthiopiens: Zartes Hühnchen, das stundenlang in einer samtigen Sauce aus karamellisierten Zwiebeln, feurigem Berbere-Gewürz und Niter Kibbeh – gewürzter Butter – langsam geschmort wird. Dazu gibt es ein gekochtes Ei und Joghurt.

Berbere ist eine faszinierende Gewürzmischung aus Chili, Bockshornklee und weiteren Gewürzen. Sie entfacht keine brennende Schärfe, sondern sorgt für ein rauchig-süßes Prickeln auf der Zunge. Die glänzende Sauce, die beim langsamen Köcheln herrlich eindickt, legt sich wie eine zweite Haut um das Hühnchen und schenkt ihm einen tiefen, vielschichtigen Geschmack.
Die Butter sorgt für eine angenehme, runde Note, während die süßen Zwiebeln die Schärfe ausbalancieren. Der gewürzte Joghurt und das weiche Ei mildern die Würze mit einer cremigen Note etwas ab.
Butter und süße Zwiebeln balancieren die Schärfe wunderbar aus. Der gewürzte Joghurt und das weiche Ei sorgen zudem für eine cremige Note.
Gomen Wot (ጎመን ወጥ) – Äthiopiens Spinat- und Rindereintopf
Für dieses Gericht werden zarte Kohl- oder Spinatblätter zusammen mit saftigem Rindfleisch in einer aromatischen Buttersauce mit Knoblauch und Ingwer langsam geschmort.

Die erdigen Blätter werden so lange gegart, bis sie samtig weich sind und auf der Zunge zergehen. Sie schmecken wunderbar frisch und bilden einen perfekten Kontrast zum kräftigen Eintopf. Die gewürzte Butter vereint Knoblauch, Ingwer und wärmende Kräuter, während das zarte Rindfleisch mit seinem Umami-Geschmack die reichhaltige, buttrige Sauce perfekt aufnimmt.
Im Gegensatz zu den meist schärferen Wots, wie dem oben vorgestellten Ye Doro Wot, ist Gomen Wot eher mild und wohltuend. Wenn ihr es aber lieber feuriger mögt, könnt ihr gern extra Gewürze dazu bestellen.
Special Tibs – gebratenes Lamm mit Kartoffeln, Tomaten, Karotten, Zwiebeln und Rosmarin
Das zarte Lammfleisch und die Kartoffeln werden in einer heißen Pfanne scharf angebraten und mit einer würzigen Tomatensauce, süßen Karotten und duftendem Rosmarin serviert.

Das Fleisch ist kräftig im Geschmack, leicht bissfest, aber saftig und von der Sauce durchzogen – ein kulinarischer Spagat aus frisch, süß und feurig. Die weichen Kartoffeln und Karotten mildern die Schärfe, während der Rosmarin für eine erdige Tiefe sorgt.
Die angenehme, anhaltende Wärme macht Lust auf mehr – und spätestens, wenn man mit einem Stück Injera die letzten Tropfen Sauce vom Teller wischt, weiß man: Das war richtig gut.
Die Sebeta-Platte ist der perfekte Einstieg in die vielfältigen Aromen Äthiopiens. Sie wird wahlweise mit lockerem Reis oder, das ist unser klarer Favorit, mit traditionellem Injera serviert. Warum? Weil sich damit die Saucen am besten aufsaugen lassen.
Die Platte ist für ein bis vier Personen erhältlich, sowohl vegetarisch als auch mit Fleisch.

Was kommt auf den Teller?
🥩 Fleischgerichte
- Zilzil Tibs: Geräucherte, leicht bissfeste Rindfleischstreifen, gebraten mit Zwiebeln und Paprika – herzhaft, würzig, mit einem Hauch Röstaroma.
- Lammeintopf: Zartes, mageres Lammfleisch, langsam geschmort mit karamellisierten Karotten – zart, leicht süßlich und unglaublich aromatisch
- Ye Doro Wot (Doro Wot): Der äthiopische Klassiker – würzig geschmortes Hühnchen in einer rauchig-süßlichen Sauce, serviert mit einem gekochten Ei



🌿 Vegetarische Gerichte
- Yemisir Wot: Rote Linsen, geschmort mit Knoblauch und Berbere – würzig, leicht scharf und mit einem überraschend „fleischigen“ Umami
- Alicha: Goldgelbe Kartoffeln mit Kurkuma, dazu grüne Bohnen, Brokkoli und Karotten – mild, wärmend und der perfekte Ausgleich zu den intensiveren Eintöpfen
- Gomen Wot: Spinat in frischer Kräutersauce – leicht säuerlich, erdig und wunderbar harmonisch
- Bamya: Okraschoten in Tomatensauce – weich, samtig, mit einer feinen Zwiebelsüße
- Shiro Wot: Cremiger Kichererbsen-Eintopf – sämig, würzig und ein bisschen wie Hummus, nur vollmundiger und herzhafter



Und dann gibt es da noch …
Ein Gericht mit „tofuartiger“ Textur, leicht körnig und würzig. Was genau es ist? Ehrlich gesagt – wir wissen es selbst nicht so genau. Aber wir lieben es!
Fazit: Die Sebeta-Platte ist das Herzstück der Speisekarte – ausgewogen, sättigend und perfekt, um sich einmal quer durch die äthiopische Küche zu probieren. Ideal für Einsteiger, zum Teilen oder für alle, die sich nicht entscheiden können.
Haltet euch noch ein kleines bisschen Platz im Magen frei – für den süßen Abschluss. Wir möchten euch zwei Desserts aus dem Sebeta vorstellen.
Joghurt mit Datteln, gemahlenen Leinsamen und Honig
Eine kleine, aber feine Versuchung, bei der kühler, cremiger Joghurt auf goldenen Honig, weiche Datteln und nussigen Leinsamen-Crunch trifft.

Der Joghurt bringt eine angenehm säuerliche Frische mit, die perfekt zur blumigen Süße des Honigs passt. Die Datteln schmecken ein bisschen nach Karamell, sind weich und zart. Dazu gesellen sich geröstete Leinsamen, die nicht nur nussig duften, sondern auch für einen feinen Crunch sorgen. Schon im Alten Ägypten geschätzt, stecken sie voller guter Omega-3-Fette und geben dem Ganzen Tiefe.
Der Honig verbindet alle Aromen zu einem stimmigen, runden Dessert. Ein schlichtes Dessert mit dem gewissen Etwas.
Chornaqe – eine Nachspeise aus Feuer und Eis!
Dieses Dessert besteht aus knusprig frittiertem Teig, der mit geraspelten Orangenschalen, Schwarzkümmel, Zucker und einer Prise Salz verfeinert wird. Kurz vor dem Servieren wird alles in duftendem Honig getaucht, was ihm den letzten Schliff verleiht.

Die goldbraune Hülle ist wunderbar kross, während das Innere weich und luftig bleibt. Chornaqe ist leicht und trotzdem sättigend. Es hat eine feine Süße und eine spritzige Frische durch die Orangenschale.
Dazu gibt es cremiges Vanilleeis, garniert mit einem knusprigen Cracker, vielleicht einem Stück karamellisierter Zucker? Auf jeden Fall bringt es eine leicht rauchige, süßliche und zugleich leicht bittere Note ins Spiel.
Kleiner Tipp: Das Dessert ist ziemlich üppig – also am besten nur bestellen, wenn ihr vom Hauptgang noch nicht zu voll seid.
Zum Abschluss noch ein paar Worte zum „Sebeta-Menü“: Für rund 30 Euro pro Person (wahlweise für eine, zwei oder drei Personen) gibt es ein Drei-Gänge-Menü mit einer Vorspeise nach Wahl, einer großen gemischten Sebeta-Platte und einem Dessert nach Wahl.
Die Gewürze bei Sebeta machen jedes Gericht zu einem bunten, lebendigen Erlebnis und spiegeln Afrikas „Regenbogenküche“ wunderbar wider. Hier verbinden sich europäische und asiatische Einflüsse, die durch jahrhundertelangen Handel und kulturellen Austausch gewachsen sind, mit regionalen Traditionen. So entsteht ein grenzenloses Geschmackserlebnis voller Farben, Kulturen und Aromen.





Danke für den Tipp! Ich war zum ersten Mal in einem äthiopischen Restaurant und es hat unglaublich gut geschmeckt. Mit den Fingern zu essen und all die neuen Aromen zu erleben, war echt spannend.
Danke den Tipp! Ich habe zum ersten Mal äthiopisch gegessen und war sehr zufrieden, auch wenn es etwas länger gedauert hat.
Glutenfrei, vegan und laktosefrei sind hier kein Problem!
Ich hatte den Eindruck, dass sie unterbesetzt waren. Wir mussten etwa 20 Minuten auf unser Injera warten. Aber insgesamt war das Essen lecker und das Ambiente angenehm.
Wir waren gestern dort. Es war unglaublich lecker, sehr sauber und man hat gemerkt, dass das Essen mit viel Liebe gemacht wird.
When it’s not too busy, the food comes out pretty quickly. But since they seem to have only one chef, it can take a while when the place gets crowded.
I think this is the best African restaurant in Frankfurt. The staff are super friendly, the food is fresh, and the flavors are well-balanced. Nothing too heavy. It’s a really comfortable and satisfying place to eat!
Die Mixed Plate in diesem Restaurant ist echt gut gemacht. Das Essen ist in Portionen aufgeteilt, sodass man super einfach teilen kann, auch wenn alles auf einem Teller serviert wird.
Sie bieten eine gemischte Platte für zwei Personen an, kostet etwa 32 Euro. Die Portion ist auch richtig gut. Ich glaube, so etwas findet man sonst nirgends in Frankfurt.
Danke für den Tipp! Wir waren echt begeistert! Alles hat mega lecker geschmeckt. Wir hatten die gemischte Platte, weil wir am liebsten alle Highlights auf einmal probieren wollten.
Danke fürs Teilen. Das Ambiente dort fanden wir richtig angenehm. Locker, entspannt, alle gut drauf, man wurde angelächelt und hat sich direkt willkommen gefühlt.