Nach einem Juli voller grauen Nieselregens zeigt sich Frankfurt endlich wieder von seiner sonnigen Seite – und gleichzeitig erwacht die Lust auf japanische Küche. Geht es dir genauso? Wenn die Sonne zurückkehrt, gibt es kaum etwas Erfrischenderes als die leichten, feinen Aromen Japans.
Unser Tipp für heute: das IROHA am Willy-Brandt-Platz. Bequemer geht es kaum: Wenn ich das Gedränge am Hauptbahnhof meiden möchte, steige ich einfach eine Station früher aus. Das Restaurant befindet sich nur wenige Schritte vom Ausgang entfernt.
Restaurantprofil
🏷️ Name des Restaurants: Restaurant IROHA
📍 Adresse: Friedensstraße 6-10, 60311 Frankfurt am Main
🍜 Küche: Japanisch – japanische Tapas, Grillgerichte, kalte Speisen, Reisgerichte, Sushi, Sashimi, Nudelgerichte, Suppen, Frittiertes, vegetarische Gerichte usw.
💰 Preis: ca. 25 – 55 EUR pro Person (inkl. Getränke und Trinkgeld)
Innen empfängt einen ein intimes, stimmungsvolles Ambiente mit warmem Licht. Gemütliche Tische in ruhigen Ecken laden zum Verweilen ein und für besondere Anlässe steht sogar ein privater Raum zur Verfügung. Die vielen japanischen Gäste sprechen für sich – hier ist Authentizität garantiert.

Im Fokus steht für uns aber natürlich die Speisekarte. Zeit also für einen Blick auf die kulinarischen Highlights!
Drinks: Fruchtig & blumig – japanische Cocktails

Die Basis vieler japanischer Cocktails ist Shochu, ein traditionelles japanisches Destillat, oder japanischer Wodka. Sie werden meist mit Sodawasser gemixt und mit frischen Fruchtsäften oder Sirupen, zum Beispiel Zitrone oder Apfel, verfeinert.
🍋 Lemon Sour
Leicht süß, erfrischend und fruchtig – mit nur einem Hauch Alkohol. Japanische Cocktails sind in der Regel mild und legen den Fokus auf harmonische Aromen statt auf eine starke Alkoholwirkung. Der Lemon Sour überzeugt durch seine ausgewogene Balance: Er ist nicht zu sauer, sondern angenehm frisch und leicht im Abgang.
🍎 Apple Sour
Feiner Apfelgeschmack trifft auf blumige Noten und einen zarten Abgang. Dieser zugängliche Drink erinnert an einen knackigen, duftenden Apfel, in den man frisch hineinbeißt. Ideal, um entspannt in das Menü zu starten.
Vorspeisen
🔥 Gegrillter Shishamo (2 Stück) mit Rogen
Zwei silbrig glänzende Fische, deren Haut auf dem Grill leicht gebräunt ist, werden zusammen mit frisch geriebenem Daikon-Rettich und einem Stück Zitrone serviert.

Die Lodde, in Japan Shishamo genannt, ist zart und aromatisch. Ihre feinen, knusprigen Gräten lassen sich problemlos mitessen. Das Fleisch selbst überzeugt mit einem milden, leicht salzigen Geschmack, abgerundet durch das rauchige Aroma vom Grill.
Der Clou: die Fische sind mit Rogen gefüllt – winzige, orangefarbene Perlen, die beim Essen sanft aufplatzen. Salzig-süß und mit klarem Meeresgeschmack verleihen sie dem Gericht eine zusätzliche Geschmackstiefe.
🍤 Frittierte Jakobsmuscheln (3 Stück)

Saftig-süße Jakobsmuscheln, umhüllt von einer leichten, knusprigen Panade, werden mit einer leicht säuerlichen Ponzu-Dip-Sauce serviert, die den Umami-Geschmack perfekt unterstreicht. Frischer Spinat und Tomaten sorgen für einen knackigen Kontrast.
Dank der zarten Panade bleibt das Muschelfleisch unglaublich weich und saftig. Die Sauce hebt die natürliche Süße der Muscheln hervor und verleiht jedem Bissen eine feine Zitrusnote. Ein harmonisches Spiel aus süß, sauer und herzhaft – perfekt ausbalanciert.
Mit 25 € für drei Muscheln kein Schnäppchen, aber jeder Bissen ist ein kleiner Luxusmoment!

🐟 Toro Sashimi oder „Fatty Tuna“ (Bauchstück vom Thunfisch, 5 Scheiben)


Wie feinstes Wagyu-Marmorfleisch ist dieses Toro-Sashimi nahezu sündhaft dekadent. Das Fett schmilzt auf der Zunge und hinterlässt einen reichen, buttrigen Geschmack.
Dank des hohen Fettgehalts beginnt der Fisch aus dem Bauchlappen – ähnlich wie Butter – bereits bei Körpertemperatur zu schmelzen und legt sich wie ein seidenweicher Mantel auf den Gaumen.
Der Wasabi, der sich samtig in der Sojasauce auflöst, sorgt für eine dezente Schärfe, die den delikaten Geschmack des Thunfischs perfekt ergänzt, ohne ihn zu überdecken.

👅 Gesalzene gegrillte Rinderzunge


Ein feiner Duft von Sesamöl steigt auf. Die Rinderzunge ist samtig-zart und zugleich angenehm bissfest. Ihre leicht karamellisierte Kruste umschließt einen saftigen, rosafarbenen Kern.
Damit sie perfekt gar wird, wurde die Zunge oberflächlich eingeschnitten, wodurch sie besonders weich und zart wird.
Gewürzt wird schlicht mit Salz, Pfeffer, frischen Frühlingszwiebeln und einem Spritzer Zitrone, der dem Gericht eine frische, lebendige Note verleiht.
Hauptgerichte
🐷 Tonkatsu (paniertes Schweineschnitzel)


Unser Preis-Leistungs-Tipp: ein saftiges Schweineschnitzel in knuspriger, dünner Panade mit einer Tonkatsu-Sauce auf Worcestershire-Basis.
Die rauchige, leicht säuerliche Sauce mit einer feinen Pflaumen-Note umhüllt das Fleisch wie eine aromatische Glasur.
Fluffiges Kartoffelpüree und ein weich gekochtes Ei sorgen für milde Süße und einen cremigen Ausgleich.
Dazu wird Spinatsalat mit Zwiebeln und Koriander in Goma-Sauce (Sesam) serviert. Diese ist in Japan für ihr nussiges Aroma und die feine, dezente Säure berühmt.

🍣 🍣 Tokujo Nigiri Selection (13 Stück)

Wir haben uns für folgende Sorten entschieden:
- Maguro (Thunfisch): mild, klar im Geschmack, mit schön festem Biss.
- Toro (Fatty Tuna): buttrig, zart schmelzend auf der Zunge, vollmundig und cremig.
- Sake (Lachs): saftig, leicht fettig, mit seidig glänzender Textur.
- Hamachi (Gelbschwanzmakrele): süßlich, bissfest und sehr aromatisch.
- Hirame (Flunder): zart und fein im Geschmack.
- Tai (Goldbrasse): mild, leicht nussig und angenehm zurückhaltend.
- Suzuki (Wolfsbarsch): süß, saftig und weich.
- Ikura (Lachsrogen): prall, saftig und intensiv salzig
- Unagi (gegrillter Aal): rauchig und süß-würzig glasiert.
➕ Extra: Uni (Seeigel)

Cremig, leicht salzig und intensiv im Geschmack – diese Meeresdelikatesse zergeht auf der Zunge und überzeugt mit nussiger Süße, feiner Meeresfrische und klarer Umami-Note.
🍱 Una Juu (Reis mit gegrilltem Aal und BBQ-Sauce)


Zart gegrillter Aal, leicht rauchig und butterweich, ruht auf gedämpftem Reis und ist mit einer glänzenden Teriyaki-Sauce überzogen. Die karamellisierte Glasur ist herzhaft-würzig mit feiner Röstnote und haftet perfekt am Fisch.
Dazu gibt es eine klare Dashi-Suppe mit zartem Tofu und Algen – purer Umami-Komfort in einer Schale.
Das fluffige Tamago (japanisches Omelett) bringt eine feine Süße ins Spiel und verbindet Aal und Reis zu einem harmonischen Ganzen.
Am besten alles zusammen genießen: Aal, Reis und Ei in einem Bissen – ein süß-salziges Geschmackserlebnis, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt!

Über die hier vorgestellten Gerichte hinaus bietet das IROHA eine breite Auswahl, die von Tempura und Sashimi über Donburi (Reisschalen) und Chirashi (verschiedene Fischsorten auf Sushi-Reis) bis hin zu frittierten Spezialitäten und Nudelgerichten reicht.
Die unglaublich vielfältige Speisekarte spiegelt den feinen Geist des Washoku (和食) wider, der traditionellen japanischen Küche, die von der UNESCO als Kulturerbe anerkannt ist. Ob sanft gegrillt oder kurz frittiert: Im Mittelpunkt steht stets, den natürlichen Geschmack der Zutaten zu bewahren. Unterstützt wird dies durch die liebevolle Präsentation, bei der Farben und Formen harmonisch aufeinander abgestimmt sind.
Beim Blick auf den Teller mag sich mancher fragen: „Ist das alles?“ – und tatsächlich sind die Portionen im IROHA eher klein. Doch genau darin liegt das Prinzip von Washoku: Qualität vor Quantität. Die sorgfältig ausgewählten Zutaten – vom Omega-3-reichen Fisch bis zu den mineralstoffhaltigen Algen – harmonieren in Geschmack, Textur und Aroma miteinander.





Eine traditionelle japanische Gaststätte, in der ausschließlich Japaner arbeiten!
In Deutschland werden die meisten Japan-Restaurants von Südostasiaten, Koreanern oder Chinesen geführt, aber eben nicht von Japanern selbst. Deshalb finde ich es hier eher selten, ein „echtes“ authentisches japanisches Restaurant zu entdecken.
Selbst wenn man keinen rohen Fisch isst, ist das Restaurant sehr empfehlenswert, da es viele Alternativen wie Tempura-Donburi oder gegrillten Fisch gibt.
Das Aal-Reisgericht ist superlecker, nur leider etwas klein in der Portion.
Es gibt außerdem nur zehn Portionen pro Tag!
Dieses Restaurant ist wirklich empfehlenswert. Es gibt Menüs für eine oder zwei Personen, der Preis pro Person liegt im Schnitt bei etwa 90–120 Euro.
Man kann aber auch à la carte bestellen, so wie wir: Wir hatten eine Sashimi-Platte, Wagyu-Rind, etwas Sushi, zwei Vorspeisen und Seeigel-Sushi 👍
Why do I feel like this restaurant is just… so average?
Das Mittagsmenü gibt es jeden Tag, auch am Wochenende. Es besteht immer aus einer Portion Reis, einer Nudelsuppe und kleinen Beilagen. Die Portionen sind ordentlich und das Essen ist lecker, ohne schwer im Magen zu liegen.
Am Eingang gibt es heißen Tee, da braucht man eigentlich gar kein extra Getränk mehr zu bestellen.
Unbedingt das fette & mittel-fette Thunfisch-Sashimi probieren – zergeht auf der Zunge 🤤 Auch Lachs und die anderen Sorten Sashimi sind top, einfach süchtig machend!
Danke für’s Teilen!
Besonders gern mag ich ihre Mittagsmenüs, zwar etwas teurer als bei Mangetsu, aber die Qualität und der Geschmack rechtfertigen den Preis. Absolut empfehlenswert, wenn man mittags etwas Besonderes genießen möchte.
Das halbgegarte Steak-Bowl war echt lecker, mit Grillgemüse und Teriyaki-Soße einfach mega!
Die Mittagsmenüs sind riesig, ich hab’s gar nicht geschafft, alles aufzuessen.
Das Schnitzelgericht (mit Reis) in diesem Restaurant schmeckt echt super.
Der Apfel-Sour ist einfach unglaublich lecker. So lecker, dass ich direkt wieder nach Japan reisen möchte ❤️
In diesem Restaurant dauert es ewig, bis das Essen serviert wird.
In diesem Restaurant kann man beim À-la-carte-Bestellen schnell viel Geld ausgeben. Mittags lohnt es sich aber richtig: Die Menüs sind die eigentlichen Highlights, vielfältig, mit Sushi, Bento, Udon und Aalreis. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist top, geschmacklich auch sehr gut, und die Menüs kosten nur 15–30 Euro.
Ich habe dieses Restaurant schon immer sehr gemocht, aber beim letzten Mal hatte ich das Gefühl, dass die Auswahl beim Mittagessen kleiner geworden ist, wahrscheinlich wegen der starken Inflation.
Ich war einmal in diesem Restaurant, und die gebeugte Oma zauberte mir wie durch Magie eine Tasse Tee in die Hände. So natürlich, als hätte sie diese Tasse schon die ganze Zeit gehalten. Gäste gleich beim Eintreten mit Tee zu empfangen, ich finde kaum Worte für die tiefe, warme Bedeutung dahinter. Es ist genau diese sanfte, herzliche asiatische Kultur.
Ein Laden, wo man 80 Euro hinlegt und trotzdem nicht satt wird 😂
Dieses Aalreis-Gericht ist eher wie eine Vorspeise portioniert, täglich auf zehn Portionen limitiert. Also selbst die bekommt man nicht unbedingt.
Die Empfehlung verstehe ich nicht. 25 Euro für 3 Jakobsmuscheln? Ist das ernst gemeint oder ein Witz?